- Forging Silver
- Into Stars
- Brigid Kemmerer
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- Freundschaft
- Magie
- Spannung
- Twists
- LGBTQ+
Jax und Callyn sind beste Freunde, die in dem kleinen Städtchen Briarlock leben. Jax arbeitet erfolgreich als Schmied, doch wegen seines fehlendes Fußes und seines gewalttätigen Vaters fühlt er sich trotzdem nutzlos. Callyn ist eine Bäckerin, die nach dem Tod ihrer Eltern alles tun will, um ihre kleine Schwester zu beschützen. Beide haben Geldsorgen, weshalb Jax die Möglichkeit, durch das Übergeben geheimer Nachrichten genug Silber für sich und Callyn zu verdienen, sofort annimmt. Bis der Königskurier Tycho nach Briarlock kommt, der ihre Leben gehörig auf den Kopf stellt. Nicht nur fürchten sie seine Verbindung zum König und seine Magie, sondern vor allem, dass er ihr Geheimnis entdecken könnte …
Bereits vor zweieinhalb Jahren habe ich „Forging Silver into Stars“ gelesen, doch zum Erscheinen des zweiten Bandes wollte ich meine Erinnerung nochmal auffrischen – und noch einmal in Brigid Kemmerers Welt eintauchen. Ich bin immer noch sehr begeistert von dieser Fantasygeschichte, weil deren Charaktere so fantastisch umgesetzt sind.
Das fängt natürlich mit den drei Hauptfiguren an: Tycho, Jax und Callyn. Sie alle waren sowohl sehr sympathisch als auch sehr gut charakterisiert, mit eigenen Problemen und eigener Zerrissenheit. Mir haben vor allem die romantischen Beziehungen zwischen Tycho und Jax sowie Callyn und Alek gefallen, als auch die Freundschaft zwischen Jax und Callyn. Die Chemie zwischen den Charakteren hat einfach gestimmt, sodass es leicht war, sich auf die verschiedenen Beziehungen einzulassen. Besonders hat mich hier die Geschwindigkeit beeindruckt, in der sie vorankamen: Sie war langsam genug, um glaubhaft zu sein, aber nicht so langsam, dass es frustrierend gewesen wäre. Tycho und Jax sind dabei natürlich das Highlight, aber auch bei Callyn und Alek, die weniger Screentime bekamen, war ich überrascht darüber, wie glaubwürdig mir ihre Beziehung vorkam.
Wo wir von Alek sprechen: Auch die Antagonisten des Bandes waren hervorragend geschrieben. Das ist, finde ich, Brigid Kemmerers große Stärke: Bei ihr gibt es kein einfaches Gut und Böse, sondern viele Seiten mit ihrer eigenen Agenda, ihren eigenen Gründen für ihre Taten und einer komplexer Charakterisierung. Das wusste ich sehr zu schätzen, weil die Antagonisten weder komplett sympathisch noch komplett böse dargestellt werden, sondern schlicht als Menschen mit ihren Fehlern und zuweilen schlechten Entscheidungen. Das weitet sich auch auf die Charaktere auf Tychos Seite aus, speziell auf Grey, deren Freundschaft in diesem Band ordentlich getestet wird. Ich liebte es, dass es auch hier Schwierigkeiten gab, weil das die Charaktere und noch tiefgründiger gemacht hat, als sie ohnehin schon waren.
Was die Handlung betrifft, bleibt sie stets spannend, doch definitiv fokussiert auf die Charaktere an sich – obwohl es natürlich viele spannende Szenen gibt, ist es nicht zwingend die Handlung, die die Geschichte trägt, sondern die Charaktere, von denen sie erzählt. Für mich persönlich ist das ein Pluspunkt, weil ich charaktergetriebene Geschichten sehr mag.
Trotzdem hätte ich gerne noch mehr von der Welt bzw. dem Worldbuilding gesehen. Wir bekommen zwar ein wenig mit, aber nicht genug, als dass sie sich von unserer Welt abgehoben hätte. Zugegeben ist das kein großer Kritikpunkt (wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich immer die Charaktere wählen, weil mir ihre Beziehungen so ausgesprochen gut gefallen haben), aber trotzdem etwas, von dem ich hoffe, dass der zweite Band es ein wenig vertieft. Das werde ich dann bald erfahren!
- Garden of the Cursed
- Katy Rose Pool
- cbt
- Jugendbuch
- Fantasy
- Magie
- Worldbuilding
- Romanze
- Liebe
- Freundschaft
- Spannung
- Mystery
- Flüche
- Fake Dating
Marlow ist die beste Fluchbrecherin von Caraza, doch als ihr Ex-Schwarm Adrius sie bittet, ihm bei einem Fluch zu helfen, weigert sie sich strikt, etwas mit ihm zu tun haben. Bis sie erfährt, dass der Fluch, mit dem Adrius belegt wurde, ein Nötigungsfluch ist, der ihn zwingt, alles zu tun, was man ihm befiehlt – und dass die Person, die ihn verflucht hat, sehr wahrscheinlich auch die Person ist, die für das Verschwinden ihrer Mutter verantwortlich ist. Entschlossen, herauszufinden, wer hinter allem steckt, arbeitet sie mit Adrius zusammen – doch um keinen Verdacht zu erwecken, müssen die beiden so tun, als wären sie ein Paar, was Marlow ganz und gar nicht behagt …
Ich habe die „Age of Darkness“-Reihe von Katy Rose Pool so sehr geliebt, dass sie damals sogar meine Schreibblockade beendete, weshalb ich natürlich gespannt darauf war, wie sehr mir „Garden of the Cursed“ gefallen würde. Und obwohl ich die „Age of Darkness“-Reihe etwas mehr mochte, hat mir „Garden of the Cursed“ sehr viel Spaß gemacht – tatsächlich freue ich mich jetzt schon darauf, im Sommer den Abschlussband zu lesen!
Am beeindruckendsten waren für mich das Worldbuildung und das damit verbundene Magiesystem. In vielen Fantasyromanen, die ich gelesen und geliebt habe, spielten die eigentlichen Details der Welt keine allzu große Rolle, doch die pure Lebendigkeit der Welt, die Katy Rose Pool erschaffen hat, zeigt, wie großartig es ist, sie mit liebevollen Details zu füllen. Ob es nun um ein berühmtes Theaterstück, ein beliebtes Kartenspiel unter den Adligen oder um den Einsatz der Magie geht: Alles fühlt sich so durchdacht und lebensecht an, dass es eine wahre Freude war, Caranza näher kennenzulernen. Das Magiesystem verdient dabei eine Extra-Erwähnug, denn die Hexkarten, durch die sie ausgelöst wird, waren nicht nur ein kreatives, sondern auch ein hervorragend umgesetztes Konzept. Ich hoffe, dass auch der zweite Teil damit fortfahren wird, die Welt und ihre Magie weiter vorzustellen.
Auch die beiden Hauptcharaktere haben mir sehr gefallen. Marlow und Adrius waren nicht nur sympathische und gleichzeitig dreidimensionale Charaktere, sondern hatten auch eine komplexe Romanze, die mich sehr eingenommen hat. Der Befehlsfluch, der dabei auf Adrius liegt, hat ihre ohnehin schon schwierige Beziehung noch interessanter gemacht, wobei der Fluch zwar überraschend selten, dafür aber immer sehr gut genutzt wurde. Besonders gut ist hier, dass ihre Romanze die Handlung bereichert, statt sie zu ersetzen – das sorgte für ein sehr angenehmes Ratio zwischen spannender Handlung und süßer Romanze.
Von den Nebencharakteren stach nur Swift, Marlows bester Freund, positiv hervor, während die anderen vergleichsweise blass blieben. Sie erfüllten zwar ihren Zweck, aber nicht viel mehr, weil der Fokus eher auf Marlow, Adrius und der spannenden Handlung lag. Diese hat mich mit ihren Geheimnissen und Twists ordentlich auf Trab gehalten, auch wenn ich letztendlich fand, dass es etwas ZU viele falsche Fährten gab. Schließlich ist es recht klar, dass die ersten paar Personen, die Marlow verdächtig erscheinen, vermutlich nicht ihre Zielperson sein werden, auch wenn sie dafür andere Geheimnisse haben.
Insgesamt also eine sehr spaßige Lektüre mit hervorragendem Worldbuilding und einer Romanze, die weder zu viel noch zu wenig Platz einnimmt. Empfehlenswert für alle, die beides schätzen!
Tatjana König, eine Psychologin mittleren Alters, ist ganz schön überrascht, als eine Édith mit ihr Kontakt aufnimmt. Kürzlich ist Édiths Vater Simon gestorben, hat aber kurz davor herausgefunden, dass er adoptiert worden ist – und seine eigentliche Familie ist die Tatjanas. Tatjana selbst ist überrascht darüber – ihre Großmutter Lilo betrauerte immer, dass Simon als Kind gestorben wäre und redete sonst nicht von ihrer Krakauer Vergangenheit, ganz zu schweigen von Helene, ihrer Schwester und Simons Mutter. Tatjana ist fest entschlossen, herauszufinden, was damals geschah und damit die letzten Geheimnisse ihrer Familie zu lüften …
Ich brauchte eine Weile, um in diesen schönen Roman reinzukommen, weil mich die schiere Menge an Charakteren und Beziehungen am Anfang etwas überfordert hat. Zwar gibt es am Anfang eine Liste der wichtigsten Charaktere, aber ich habe mir vorsichtshalber selbst einen kleinen Stammbaum erstellt, um auch die Beziehungen zwischen ihnen im Blick zu behalten. Das hat tatsächlich sehr geholfen, betont aber auch, dass es nicht ganz leicht ist, seinen Weg in den Roman zu finden.
Hat man es dann allerdings geschafft, erwartet einen eine schöne, berührende Geschichte über Tatjana, die in Krakau die Geschichte ihrer Großmutter Lilo untersucht und sich dabei verliebt, und über Lilo selbst, die damals beim Apotheker Pankiewicz angestellt war und auf ihre Weise versucht hat, einen Beitrag zu leisten. Besonders letztere Geschichte hat mich sehr bewegt, weil sie so spannend, emotional und allgemein interessant zu lesen war. Die Tatsache, dass Pankiewicz und Gusta, mit denen die fiktive Figur Lilo sich anfreundet, tatsächliche Widerstandskämpfer waren, hat die Handlung noch mehr aufgewertet. Allgemein ist die Mischung zwischen fiktiver und realer Handlung sehr gelungen.
Das einzige, was mich überraschte, war, was für eine kleine Rolle Édith und ihr Vater Simon letztendlich einnahmen. Dadurch, dass Simons Verbindung zu Tatjanas Familie der eigentliche Aufhänger der Geschichte war, hatte ich erwartet, noch mehr von ihm und Édith zu lesen, doch letztendlich liegt der Fokus hauptsächlich auf Tatjana und Lilo. Zwar erfahren wir natürlich, was es genau mit Simons Adoption auf sich hat (was ein großartig gelüftetes Geheimnis war!), aber ich hätte nichts dagegen gehabt, hätte seine Handlung noch mehr Fokus erhalten.
Insgesamt also ein spannender, schön geschriebener Roman, der am Anfang zwar etwas vertrackt, aber letztendlich ein angenehmes Leseerlebnis war.
Die Grenze zwischen Genie und Wahnsinn ist manchmal sehr dünn, was Dan Schreiber in seiner humorvollen Sammlung „Geister, die ihre Rezepte teilen“ gut zeigt. Ob es nun um Medien geht, die im Namen toter Autoren deren Romane schreiben, Verschwörungstheorien um den Untergang der Titanic, Gedanken über das Leben im Universum oder Nostradamus’ Prophezeiungen: Zu allen Zeiten haben verschiedene Menschen an verschiedene, heutzutage absurde Theorien geglaubt, die ihnen manchmal sogar dabei halfen, wissenschaftliche Tatsachen aufzudecken.
Wichtig dabei ist zu wissen, dass diese absurden Theorien genau das sind: Absurd. Was Dan Schreiber in seiner Einleitung betont, ist, dass er über keine Tatsachen berichtet, sondern über die (für uns offensichtlich falschen) Vorstellungen früherer Zeiten. Was dabei faszinierend war, ist, wie wahrscheinlich gewisse Erklärungen aus der Perspektive von jemanden, der es nicht besser wusste, klangen. Natürlich klangen bei weitem nicht alle Ideen logisch, aber teilweise konnte ich schon verstehen, warum man an manche geglaubt hat.
Das Sachbuch bietet eine lockere Lektüre für zwischendurch, die kurz und bündig über alle möglichen Kuriositäten berichtet. Für mich war sie zusätzlich eine Inspiration für Geschichtsideen, weil es überraschend viel Spaß macht, sich zu überlegen, wie eine Welt aussehen würde, in der unmögliche Sachen möglich sind.
Dennoch möchte ich betonen, dass man wissen sollte, worauf man sich einlässt. Das ist kein Sachbuch, das die Vorstellungen über die Jahrhunderte und Jahrzehnte hinweg ausführlich beleuchtet, sondern sich spezielle aussucht, kurz vorstellt und gleich zum nächsten Punkt übergeht. Sehr gut für kurzweilige Lektüren, worauf ich gerade große Lust hatte, aber nicht unbedingt für alles andere. Trotzdem habe ich Interesse daran, das andere Buch des Autors über seltsame Glaubensvorstellungen zu lesen, einfach, weil die Lektüre Spaß gemacht hat!
Die Schauspielerin Casey hat sich nach dem Tod ihres Mannes in die Alkoholsucht gestürzt. Sie verbringt ihre Zeit in ihrem Haus am See, wo sie eines Tages beobachtet, wie jemand dort ertrinkt. Gerade noch rechtzeitig rettet sie die Person, die sich als ihre gegenüber lebende Nachbarin Katherine entpuppt, Ex-Model und verheiratet mit dem Social-Media-Unternehmer Tom Royce. Besorgt darüber, was wirklich in deren Haus vor sich geht, fängt Casey an, es durch das Fernglas zu beobachten – bis sie etwas sieht, was sie nicht hätte sehen sollen ...
Ich habe zwar bisher nur zwei Thriller von Riley Sager gelesen, sie aber so sehr gemocht, dass es für mich selbstverständlich war, auch seinen neuesten Thriller "Lake" zu lesen. Doch obwohl er wirklich vielversprechend an- und weiterging, war das letzte Viertel so skurril, dass es mir letztendlich schwer fällt, den Titel zu empfehlen. Ich glaube, das größte Problem dabei ist, dass der Plot-Twist den Roman in eine Richtung lenkt, die überhaupt nicht zum Rest der Geschichte passt; wäre es bereits etabliert worden, dass es in diese Richtung gehen kann, hätte mir der Plot-Twist sogar gefallen, aber so fand ich ihn schlicht unglaubwürdig. Tatsächlich hatte ich sogar gehofft, dass sich am Ende alles als Irrtum und Schauspielerei herausstellt, aber das geschah leider nicht.
Das Traurige dabei ist, dass mir der Rest des Romans unglaublich gut gefiel. Ich fieberte sehr mit Casey und ihrer Alkoholsucht mit (deren Umsetzung mir außerordentlich gut gefallen hat), war positiv überrascht von einigen Twists der ersten drei Viertel des Romans und hatte meinen Spaß daran, selbst Theorien aufzustellen. Bis zum letzten Viertel war es eine spannende, gut zu lesende Lektüre, die mich hervorragend unterhalten hat. Deshalb würde ich den Thriller nur denjenigen empfehlen, denen ein unerwarteter Sprung ins Übernatürliche nichts ausmacht – denn wenn man, wie ich, nicht mit ihm rechnet, erwischt er einen leider auf dem falschen Fuß.
Tatsächlich hat mich der Roman dafür neugierig auf Riley Sagers vorherige Thriller gemacht, die ich im Lauf der Zeit lesen werde, um einen besseren Eindruck von seinen Büchern zu bekommen – und in der Hoffnung, dass "Lake" ein Ausnahmetitel war.
- Vergissmeinnicht
- Was die Welt
- zusammenhält
- Kerstin Gier
- Jugendbuch
- Fantasy
- Magie
- Liebe
- Romanze
- Humor
- Langsamer Anfang
- Spannung
- Prüfungen
- Träume
Quinn und Matilda sind glücklich zusammen, doch um die Welt zu retten, braucht es mehr als ihre Liebe. Als Auserwählter muss Quinn bald das Sternentor-Ritual durchführen, das über das Schicksal der Welt entscheiden wird, während Matilda sich Sorgen darüber macht, dass die Schwarzalben den Schulball nutzen werden, um anzugreifen. Als sie versucht, das Göttliche Orakel, das in die Hände der Feinde gelangt ist, zu befreien, gerät sie dabei selbst in Gefahr – und muss ihre eigenen Fähigkeiten unter Beweis stellen, wenn sie daraus entkommen will …
Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich den ersten und zweiten Band der Vergissmeinnicht-Reihe gelesen habe, weshalb ich sehr dankbar war, dass es vorne ein „Was bisher geschah“ und hinten ein Personenverzeichnis gibt. Sicher werden das nicht alle Leser:innen brauchen, aber allein dadurch, dass beides aus Bax’ Perspektive geschrieben ist, lohnt sich das Lesen trotzdem.
Danach hatte ich zugegeben Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, denn der Anfang ist sehr langsam und es passiert recht wenig, sodass ich nicht einmal zusammenfassen könnte, was genau geschehen ist. Erst nach ungefähr zweihundert Seiten nimmt die Geschichte Fahrt auf, als Matilda Madame Mirabelle befreien will, gefolgt vom Schulball, den spannenden Ritual-Prüfungen, einer abenteuerlichen Reise nach Südengland und einem sehr zufriedenstellenden Ende. Mit anderen Worten: Fast die Hälfte der Handlung war, zumindest für mich, recht eintönig – aber mehr als die restliche Hälfte war so spannend und gut geschrieben, dass ich mühelos mitfiebern konnte.
Natürlich gibt es noch ein paar andere erwähnenswerte Punkte, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne (so fand ich, dass Dev und Cassian großartige Charaktere waren, die die gesamte Geschichte aufwerteten, aber die Menge an Charakteren allgemein war mir zu hoch), aber letztendlich läuft es darauf hinaus, dass mir die (wichtigere) Hälfte sehr gut gefiel, man aber zuvor die erste Hälfte hinter sich bringen muss, um zu den großartigen Parts zu kommen. Aus diesem Grund fällt es mir schwer, diese Geschichte vernünftig zu bewerten, weil ich mir vorstellen kann, dass einige Leser:innen es nicht bis zur zweiten Hälfte schaffen, während andere sich überhaupt nicht an der ersten Hälfte stören.
Aus diesem Grund komme ich zu dem Schluss, dass ich den Abschlussband der Trilogie gut fand – aber nur die zweite Hälfte sehr gut. Doch hoffe ich, dass andere Leser:innen umso begeisterter vom dritten Band sind!
- The Blood Traitor
- Lynette Noni
- Clarion Books
- Fantasy
- Spannung
- Quest
- Romanze
- Liebe
- Freundschaft
- Twists
- Magie
- Hoffnung
- Vergebung
Zurück in Zalindov, hat Kiva alles verloren: Ihre Liebe, ihre Freiheit, ihre Freunde – und ihren Willen, weiterzuleben. Doch in der Hoffnung, doch noch alles wiedergutzumachen, kämpft sie weiter, auch wenn sie nicht glaubt, dass Jaren ihr jemals verzeihen wird. Trotzdem will sie ihm unbedingt seine Magie wiedergeben und ihre Schwester Zuleeka stürzen, bevor alles zu spät ist ...
Der dritte und letzte Band hält für Kiva ganz besondere Herausforderungen bereit und diese haben mir (neben ihrer unerwarteten Freundschaft zu Cresta) am besten gefallen. Ob sie nun eine Sucht loswerden, in einer Arena auf Leben und Tod kämpfen, sich ihren größten Ängsten stellen oder einen Berg bewältigen muss: Lynette Noni stellt sie erfolgreich vor Herausforderungen, die sie an ihre Grenzen bringen. Meine liebste Herausforderung war dabei die, in der Kiva mit einer ihrer Ängste konfrontiert wird, doch alle Aufgaben waren letztendlich großartig zu lesen.
Wie bereits erwähnt ist Cresta in diesem Band besonders hervorgestochen, zusammen mit Caldon, der ohnehin immer für eine großartige Szene sorgt. Tatsächlich war es Jaren selbst, der mich in diesem Band nicht ganz überzeugen konnte, weil ich seine Wandlung – zumindest aus Kivas Perspektive, der wir folgen – nicht ganz nachvollziehen konnte. Für mich kam sie zu plötzlich, auch wenn sie mir letztendlich gefiel.
Dafür gibt es wieder ein, zwei überraschende Twists, die durch das Foreshadowing, das Lynette Noni einbaut, noch erfolgreicher werden. Ich glaube, das war mein Lieblingsaspekt des ganzen Re-Reads: All die Details zu bemerken, die ich beim ersten Lesen verpasste. Zudem las sich das Buch trotz der Tatsache, dass ich es schon kannte, immer noch sehr spannend.
Noch mehr als im letzten Band gab es hier so einige Stellen, die mich emotional berührt und zu Tränen gerührt haben, denn ein Re-Read hat nichts an ihrer Wirkung verändert. Diese Reihe gehört immer noch zu meinen absoluten Lieblingen und ich kann sie sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch empfehlen!
Endlich ist Kiva zusammen mit Jaren, seiner Familie und ihren Freunden in Vallenia, wo sie ihre eigene Familie wiedertreffen und ihre Umsturzpläne in die Tat umsetzen kann. Nur, dass letzteres für sie immer schwieriger wird: Denn je mehr Zeit Kiva mit Jaren und seiner Familie verbringt, desto mehr gerät sie in einen Zwiespalt. Einerseits möchte sie ihre Schwester Zuleeka und ihren Bruder Torell bei ihren langjährigen Plänen, die Königsfamilie zu stürzen, unterstützen – andererseits wächst ihr genau diese Familie immer mehr ans Herz, bis sie selbst nicht mehr weiß, auf welcher Seite sie letztendlich steht. Doch bald wird sie sich entscheiden müssen – zwischen ihrer neuen und ihrer alten Familie …
„The Gilded Cage“ war schon auf Deutsch mein Lieblingsteil der Prison-Healer-Trilogie und das hat sich auf Englisch nicht geändert. Er hat einfach die perfekte Balance: Eine süße Slow-Burn-Romanze zwischen Kiva und Jaren, die viele romantische Szenen miteinander teilen; eine packende Freundschaft zwischen Kiva und Caldon, die sich auf natürliche Weise entwickelt und meine Lieblingsszene des Buches enthält; eine komfortable Atmosphäre verwoben mit dramatischen Szenen, die mich stets zum Weiterlesen antrieben; und natürlich viele Twists, bei denen es im Re-Read Spaß machte, ihr Foreshadowing zu bemerken. Es war eine Geschichte, in der ich am liebsten selbst leben wollte, so leicht fiel es mir, mich in sie hineinfallen zu lassen.
Viel mehr habe ich tatsächlich nicht zu sagen – ich habe „The Gilded Cage“ vollauf genossen und freue mich schon auf das Lesen des letzten Teils!
- The Prison Healer
- Lynette Noni
- Clarion Books
- Fantasy
- Romanze
- Liebe
- Freundschaft
- Gefängnis
- Krankheit
- Prüfungen
- Magie
- Twists
- Foreshadowing
Seit zehn Jahren lebt die siebzehnjährige Kiva im berüchtigtem Gefängnis Zalindov und ist fast so lange die Gefängnisheilerin. Seit Jahren verspricht ihre Familie ihr, sie zu befreien, doch erst, als die Rebellin Tilda Corentine gefangen genommen wird, besteht zum ersten Mal die Möglichkeit auf Freiheit. Doch nur, wenn Kiva dafür sorgt, dass sie am Leben bleibt, wozu sie deren Strafe auf sich nehmen muss: Vier Elementarprüfungen, die bisher noch niemand überlebt hat. Doch sie ist nicht allein: Jared, ein Gefangener, Naari, eine Gefängniswärterin, und Tipp, ihr junger Helfer, helfen ihr dabei, sowohl die Prüfungen als auch den Ausbruch einer neuen Krankheit zu überstehen …
Ich habe die Prison-Healer-Trilogie bereits auf Deutsch gelesen, wollte jedoch unbedingt auch das Original erleben – und bin immer noch begeistert davon! Gerade beim zweiten Lesen war es faszinierend, mit dem bereits bekannten Wissen eine neue Perspektive auf viele Szenen und Details zu bekommen, die ich beim ersten Lesen logischerweise nicht hatte. Das Foreshadowing ist einfach meisterhaft, einerseits subtil eingebaut und andererseits so logisch im Nachhinein.
Doch das ist noch nicht mal das Beste: Die Beziehungen, die Kiva zu Jaren, Naari und Tipp hat, waren mein persönliches Highlight. Alle Charaktere waren unglaublich sympathisch und ich mochte es, wie sie Kiva immer mehr und mehr ans Herz wuchsen. Ihre aufblühende Romanze mit Jaren ist süß und liebevoll, ihre Freundschaft mit Naari sogar die Beziehung, in die ich am meisten investiert war und ihre schwesterliche Beziehung zu Tipp ebenfalls sehr süß. Andere Charaktere wie Cresta, Mirryn und Caldon, die erst in späteren Teilen eine größere Rolle spielen, haben hier nur wenig Screentime, machen aber einen guten ersten Eindruck.
Ich glaube, die einzige Kritik, die bei meinem Re-Read deutlicher wurde, war die langsame Geschwindigkeit, in der sich die Handlung am Anfang bewegt; dadurch, dass der Roman sich so stark auf Charakterbeziehungen konzentriert, dauert es eine ganze Weile, bis die eigentlichen Prüfungen losgehen, was mich zwar nicht störte, aber möglicherweise für andere Leser:innen als zu langsam empfunden werden könnte.
Nichtsdestotrotz liebe ich diese Geschichte immer noch sehr und werde auch die anderen beiden Teile auf Englisch lesen!
- Five Broken Blades
- Mai Corland
- Fischer
- Fantasy
- Charaktere
- Beziehungen
- Romanze
- Liebe
- LGBTQ+
- Spannung
- Attentat
- Verrat
- Multi-POV
Als Gottkönig gilt der Herrscher Joon als unsterblich, doch um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen, tun sich sechs Menschen zusammen, um ein Attentat auf ihn zu planen. Sie alle gelten von nun an als Verräter: Euyn, der verstoßene Bruder des Königs; Mikail, dessen Liebhaber und Spion für den König; Sora, eine ausgebildete Giftmörderin; Tiyung, der sie als Prinz unterstützen mochte; Aeri, eine begnadete Diebin; und Royo, ihr unfreiwilliger Leibwächter. Doch ihnen ist klar, dass sie sich gegenseitig nicht vertrauen dürfen, denn beim Erreichen ihrer persönlichen Ziele werden sie gezwungen sein, sich gegenseitig zu verraten …
Dieser Fantasyroman überzeugt vor allem durch seine Charaktere und Charakterdynamiken, die für mich definitiv das Highlight waren. Euyn und Mikail, Sora und Tiyung, Royo und Aeri: es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, ihre Interaktionen zu verfolgen, weil die Duos eine so hervorragende Chemie miteinander hatten. Besonders ist hierbei auch, dass ich tatsächlich alle drei Duos gleichermaßen ansprechend fand. Normalerweise entwickle ich schnell eine Präferenz für ein oder zwei Paare und nehme die anderen Charaktere eher als Nebenfiguren wahr, doch hier mochte ich tatsächlich alle drei Duos und alle sechs Charaktere.
Am besten an den Charakteren selbst waren ihre Hintergrundgeschichten, die sehr einnehmend beschrieben waren und genau die richtige Balance zwischen Informationen und Geheimnissen hatten. Ich glaube, das einzig Negative daran war, dass es diese Informationshäppchen relativ leicht machten, den Verräter der Gruppe zu erraten – aber allzu gestört hat mich das nicht, weil es dafür andere, kleinere Twists gibt.
Natürlich kommt der große Fokus auf die Charaktere und einzelnen Duos mit Opfern einher: Die Dynamiken außerhalb der Duos kommen definitiv zu kurz, wir bekommen nur wenig von der Welt mit und eine Charakterentwicklung habe ich nur bei Royo bemerkt. Das sind Punkte, von denen ich hoffe, dass sie im zweiten Band besser balanciert werden – speziell bei Euyn, der in einem misogynen Staat aufgewachsen ist, hätte es sich angeboten, seine Ansichten gegenüber Frauen zum Positiven zu verändern.
Insgesamt ist dieser Fantasyroman gut für Fans charakterbasierter Handlung geeignet, die schon Bücher wie „Das Lied der Krähen“ mochten. Allerdings möchte ich betonen, dass der Schreibstil im Gegensatz zu der Krähen-Dilogie um einiges moderner ist; schlicht, direkt und spannend, was mir durchaus gefiel, aber nicht so klassisch, wie ich es gerne gehabt hätte. Nicht unbedingt eine Kritik, sondern eher eine Anmerkung für diejenigen, die Interesse an der Geschichte haben und sich nicht sicher sind, ob ihnen der Schreibstil gefällt.
Mir jedoch hat die Lektüre sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf, den zweiten Band zu lesen!
- Die verborgene
- Tochter
- Soraya Lane
- Droemer Knaur
- Belletristik
- Romanze
- Liebe
- Familiengeschichte
- Drama
- Wohlfühlbuch
- Familie
- Geheimnisse
- Schweiz
Eigentlich will Georgia mit der kleinen Schachtel, die ihrer verstorbenen Großmutter vererbt werden sollte, nichts zu tun haben. Zu groß ist der Schmerz darüber, dass ihre Großmutter sie nach dem Tod von Georgias Eltern komplett allein ließ. Als sie sich Monate später wieder an die Schachtel erinnert, wird sie aber doch neugierig: Was hat es mit dem rosafarbenen Saphir auf sich, der sich im Inneren befindet? Sie nimmt Kontakt zu dem Sammler Luca auf, der feststellt, dass der Saphir das seit langem fehlende Stück eines Diadems ist. Doch wie kam es dazu, dass der Saphir seinen Weg in Georgias Hände fand? Georgia sucht nach ihrer Familiengeschichte, in der Hoffnung, damit auch ihre Zukunft zu finden ...
Manchmal brauche ich einfach etwas Leichtes zum Runterlesen und Wohlfühlen, weshalb ich die "Verlorene Töchter"-Reihe so mag. Obwohl es auch hier die eine oder andere dramatische Szene gibt, besteht der Fokus auf den zwei Liebesgeschichten, die in der Vergangenheit und Gegenwart spielen: Georgia mit Luca und Delphine mit Florian. Beide Romanzen muten fast schon disneyhaft an, aber gerade das fand ich so einnehmend an ihnen: Sie waren wunderbar kitschig und kamen mir trotz der kurzen Zeit, in denen sich beide Paare kannten, überraschend glaubhaft vor.
Besonders die Gegenwart mit Georgia hat mich sehr gefesselt. Ihre Trauer um ihre vor langer Zeit verstorbenen Eltern und ihre Enttäuschung über das distanzierte Verhalten ihrer Großmutter waren über den ganzen Roman hinweg spürbar, während wir gleichzeitig einen Einblick in ihre Wahlfamilie bekommen haben, von denen speziell ihre beste Freundin/Schwesterfigur Sam hervorgestochen ist. Gleichzeitig bekommen wir die süße Romanze mit Luca, der zugegeben ein relativ flacher Love Interest ist, der seine Rolle zwar perfekt erfüllt, für mich aber nicht ganz so einnehmend war wie Georgias Beziehung zu ihrer Familie.
Tatsächlich hätte es mir sehr gefallen, wenn speziell die komplizierte Beziehung zu ihrer Großmutter in den Fokus gerückt worden wäre. Wir erfahren zwar die Gründe für ihre Distanziertheit, aber mir persönlich hätte es besser gefallen, wäre sie noch am Leben gewesen und hätte sich mit Georgia aussprechen können. Gerade, nachdem Delphines Geschichte sie nach Hope's House bringt, wäre meiner Meinung nach eine gute Gelegenheit gewesen, auch Georgias Großmutter eine aktive Stimme zu geben.
Was mir dafür aber immer noch gefällt, ist die Art und Weise, auf die Soraya Lane eine ähnliche Storystruktur nimmt und in jedem Band neue Wege findet, sie erfrischend und gleichzeitig vertraut zu gestalten. Vom Prinzip her ähnelt dieser Band natürlich den anderen, für manche Leser:innen vielleicht sogar zu sehr. Aber für mich fühlte er sich immer noch neu an – und ich hoffe, dass die Autorin in zukünftigen Bänden weitere Wege finden wird, die Handlung frisch zu halten!
- Die Perlenschwester
- Sieben Schwestern
- Lucinda Riley
- Goldmann
- Belletristik
- Familiengeschichte
- Identität
- Australien
- Aborigines
- Freundschaft
- Twists
Wie ihre Schwestern hat CeCe von Pa Salt einen Hinweis auf ihre Herkunft erhalten. Nachdem sie sich in Thailand eine Auszeit nimmt, macht sie sich auf nach Australien, um dort auf den Spuren von Kitty Mercer ihre eigenen Wurzeln zu finden. Dort lernt sie nicht nur die Geschichte Kittys, die ein ganzes Imperium um den Perlenhandel aufbaute, sondern auch sich selbst besser kennen …
In den vorigen drei Bänden machte CeCe keinen allzu sympathischen Eindruck auf mich, weshalb ich positiv überrascht war, wie wundervoll Lucinda Riley es gelungen ist, sie hier zu einem Charakter zu machen, mit dem man mitfiebert und in den man sich gut hineinversetzen kann. Dadurch, dass sie nach ihrer eigenen Identität sucht und an ihrem eigenen Können zweifelt, war es leicht, ihre Unsicherheiten auf die eigenen zu übertragen. Tatsächlich glaube ich, dass sich wahrscheinlich mehr Menschen in CeCe wiederfinden werden als in den vorigen drei Schwestern!
Aber fast noch wichtiger als CeCe ist Kitty Mercer, deren Leben wir ausführlich verfolgen. Hier gab es viele Plot Twists, die sehr unerwartet waren und das Lesen noch spannender machten. Kitty selbst ist ein unglaublich sympathischer Charakter und sowohl ihre Romanze mit Drummond als auch ihre Freundschaft mit Camira fand ich sehr einnehmend. Obwohl ein Teil von mir gerne noch mehr zu ihren Nachfahren erfahren hätte, war ich froh, dass der starke Fokus auf Kitty ihren Charakter so positiv hervorhob. Nur eins hat mich überrascht: Dass der Perlenhandel, den Kitty übernimmt, letztendlich fast keine Rolle spielte. Denn gerade, als Kitty die Zügel in die Hand nimmt, gibt es einen Zeitsprung und die goldenen Jahre ihres Unternehmens werden einfach übersprungen. Zugegeben passieren sehr viel spannendere Sachen danach und vor allem davor, aber dennoch hätte es mich interessiert, mehr vom Höhepunkt des Perlenhandels zu sehen. Ist zugegeben keine allzu große Kritik, weil mir der Rest so gefallen hat, aber dennoch erwähnenswert.
In CeCes Handlung gibt es in ihrer Zeit in Thailand einen unerwarteten Plot Twist, aber obwohl mir dieser sehr gefallen hat, kam mir Handlung, die mit ihm zusammenhängt, letztendlich nicht relevant vor. Theoretisch hätte man wahrscheinlich die ganze Handlung in Thailand weglassen und direkt zu Australien springen können, weil der Teil um Ace, den CeCe in Thailand kennenlernt, letztendlich wie eine Nebenhandlung wirkte, die seltsam abgeschnitten vom Rest der Handlung war. Der Australien-Teil hat mir da sehr viel besser gefallen, weil er sich nicht nur auf CeCes Ursprünge, sondern auch auf ihren Charakter selbst konzentrierte.
Zusammengefasst gab es also ein paar Dinge, die meiner Meinung nach hätten besser umgesetzt werden können, aber letztendlich war ich sehr begeistert von dem angenehmen Schreibstil, CeCes und Kittys Reise, der Art und Weise, wie sie miteinander verbunden wurden, der spannenden Handlung mit den vielen Twists und der Atmosphäre in Australien. Sehr empfehlenswert für alle, die Familiengeschichten und Geschichten über das Finden der eigenen Identität mögen!
- The Measure
- Nikki Erlick
- Borough Press
- Belletristik
- Was wäre wenn
- Lebensfäden
- Tod
- Trauer
- Spekulative Fiktion
- Charaktere
- Verbindungen
- Highlight
- Herzensbuch
Eines Tages tauchen sie überall auf der Welt auf: Kleine braunrote Boxen, die den Lebensfaden jedes einzelnen Menschen enthalten. Plötzlich hat jeder die Möglichkeit, herauszufinden, wie lange sein oder ihr Leben sein wird, wie lange das der Partnerin oder des besten Freundes – sofern man es denn wissen will. Verschiedene Menschen müssen sich mit den Problemen, die die Boxen aufwerfen, beschäftigen.
So sind Nina und Maura entschlossen, trotz Ninas langem und Mauras kurzem Faden ein Paar zu bleiben. Ninas Schwester Amie will gar nicht erst in ihre Box sehen, beginnt aber eine unerwartete Brieffreundschaft mit Ben, der einen kurzen Faden hat. Genauso wie der Arzt Hank, der über die Länge seines Fadens lügt – ähnlich wie Jack und Javier, die beschließen, ihre verschieden langen Fäden miteinander zu tauschen, um dem jeweils anderen das Leben zu ermöglichen, das dieser sonst niemals haben könnte. Das wiederum ist kein Problem für Jacks Onkel Anthony, der mit seinem langen Faden zufrieden ist, weil dieser ihm die Präsidentschaft sichert. Das Schicksal aller acht ist miteinander verwoben und sie alle haben ihre eigene Art, mit ihrem kurzen oder langen Faden umzugehen ...
Ich habe "Die Vorhersage" bereits zweimal auf Deutsch gelesen, konnte jedoch nicht widerstehen, diese wunderschöne Geschichte auch auf Englisch zu erleben – obwohl ich zugeben muss, dass ich tatsächlich die deutsche Übersetzung bevorzuge! Nichtsdestotrotz war es erfrischend, diese Geschichte auf gleichzeitig neue und wohlbekannte Weise wieder kennenzulernen und dabei Dinge zu entdecken, die mir zuvor nicht auffielen.
Natürlich gibt es die wunderbaren Charaktere und die grandios umgesetzten Verzweigungen zwischen ihnen (die sich sogar auf Statisten auswirken), aber was mich bei diesem Re-Read besonders beeindruckt hat, war, wie realistisch das ganze Szenario dargestellt wurde. Ob es nun die Reaktion der Bevölkerung ist oder die anderer Länder: Es war alles so glaubwürdig geschrieben, als hätte Nikki Erlick tatsächlich einen Einblick in eine Welt mit Lebensfäden erhalten. Diese wunderbare Mischung aus persönlicher Geschichte und weltweiter Aufmerksamkeit war großartig umgesetzt!
Natürlich musste ich am Ende wieder mehrere Tränen vergießen, so wunderschön und emotional war es geschrieben. Das Buch lässt mich immer wieder voller Hoffnung zurück, denn so traurig manche Schicksale auch waren, waren sie gleichzeitig so zufriedenstellend geschrieben und mit einer schönen Botschaft verknüpft.
Eines meiner Herzensbücher, das ich jedem ans Herz lege – unabhängig von der Sprache, in der man es liest!
- Die unendliche
- Geschichte
- Michael Ende
- Thienemann
- Kinderbuch
- Abenteuer
- Quest
- Magie
- Fantasy
- Freundschaft
- Suche
- Charakterentwicklung
- Highlight
- Herzensbuch
Als Bastian in einer Buchhandlung ein Buch mit dem Titel „Die unendliche Geschichte“ entdeckt, ist es um ihn geschehen: So ein Buch wollte er schon immer lesen. Kurzerhand stiehlt er es und versteckt sich im Speicher der Schule, um dort Atréjus Abenteuer zu verfolgen – wobei er selbst immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird. Jetzt muss er den Weg der Wünsche gehen, um seinen Wahren Willen zu finden und damit sowohl Phantásien als auch die Menschenwelt zu retten. Doch der Weg ist schwer und steinig und Bastian muss aufpassen, dass er sich dabei nicht verliert …
Es ist schwer, in Worten auszudrücken, wie wichtig mir „Die unendliche Geschichte“ ist, denn obwohl ich einige Lieblings- und Herzensbücher habe, wird „Die unendliche Geschichte“ immer das Buch aller Bücher für mich bleiben. Ich hatte tatsächlich vergessen, wie wunderschön und inspirierend die Geschichte ist, sodass es umso schöner war, sich wieder daran zu erinnern. Es ist eine Geschichte, die ich hoffentlich noch einige Male lesen werde und die mich sicher jedes Mal wieder verzaubern wird.
In dieser Neuauflage der ersten Auflage gibt es zusätzlich eine kleine Entstehungsgeschichte, die mich sehr überraschte, weil ich gar nicht auf den Gedanken gekommen bin, dass dabei natürlich nicht alles komplett glatt ging. „Die unendliche Geschichte“ fühlt sich so vollkommen an – trotz oder gerade wegen der vielen Geschichten, die sie enthält –, dass es mir schwer fiel, mir eine Zeit vorzustellen, in der dies nicht der Fall war.
Natürlich darf nicht unerwähnt werden, dass diese Neuauflage wieder die großen, schönen Anfangsbuchstaben enthält, die einen kleinen Einblick in das Kapitel geben und tatsächlich ein Hauptgrund waren, mir diese Neuauflage zu kaufen. Diese Version der Geschichte ist, zumindest für mich, definitiv die beste Art, „Die unendliche Geschichte“ zu erleben!
Neun Tage ist Elsie mit Ben verheiratet, als er plötzlich bei einem Unfall stirbt. Sie kannten sich erst ein halbes Jahr, doch die Liebe, die sie füreinander empfanden, hat es ihnen leicht gemacht, den Schritt der Heirat schnell zu wagen. Doch nun ist Elsie allein. Susan, Bens Mutter, wusste bis dahin nicht einmal, dass sie existiert und weigert sich zunächst, irgendetwas mit ihr zu tun zu haben. Während Elsie in ihrer Trauer versinkt und an die kurze, aber wertvolle Zeit mit Ben denkt, beginnt jedoch eine Freundschaft zwischen ihr und ihrer Schwiegermutter, die ihnen beiden dabei hilft, mit ihrem Verlust umzugehen …
Als Fan von Taylor Jenkins Reids Romanen war es für mich eine Selbstverständlichkeit, auch die Neuauflage von „Forever, Interrupted“ zu lesen. Wie erwartet handelt es sich um einen leicht zu lesenden Roman, der berührend und emotional ist, doch unerwarteterweise nicht viel Neues erzählt.
Aber fangen wir am Anfang an: Bens Tod am Anfang war tatsächlich sehr plötzlich, sodass ich Elsies Trauer erst dann richtig nachvollziehen konnte, als wir ihn in den Vergangenheitskapiteln näher kennengelernt haben. Diese haben mir überraschend gut gefallen: Die Art und Weise, wie Elsies und Bens Beziehung beschrieben wurde, hatte einerseits etwas von einer Disney-Romanze, kam andererseits aber trotzdem überraschend glaubwürdig rüber, sodass ich problemlos glauben konnte, dass Bens Verlust Elsie so hart trifft, wie er es tut. Hier ist es Taylor Jenkins Reid wirklich hervorragend gelungen, ihre Romanze so besonders zu beschrieben, wie sie von den beiden wahrgenommen wird.
Auch Elsies Freundschaft mit Susan, die sich erst später in der Handlung entwickelt, fand ich gut umgesetzt. Zusammen helfen sie sich mit ihrer Trauer, was schön beschrieben war. Hier in der Gegenwart gab es auch zwei angenehme Überraschungen, was die Handlungsrichtung betrifft – denn statt sich auf die Klischees dieses Genres einzulassen, hat Taylor Jenkins Reid sie bewusst vermieden und die Geschichte dadurch bereichert.
Trotzdem haben mir die Vergangenheitskapitel mehr gefallen, weil ich trotz der guten Umsetzung von Elsies Trauer nicht das Gefühl hatte, dass mir hier etwas Neues erzählt wird – tatsächlich lief die Trauer ungefähr so ab, wie ich es erwartet hatte, ohne große Überraschungen oder Twists. Da war die Liebesgeschichte zwischen Elsie und Ben besonderer für mich, weil sie technisch gesehen zwar einfach eine Liebesgeschichte ist, praktisch es aber erfolgreich schaffte, mich mit dem Paar mitfiebern zu lassen.
Obwohl der Roman traurige Themen aufgreift, ist er nicht per se traurig, sondern eher hoffnungsvoll und schön. Trotzdem sollte man wissen, worauf man sich einlässt, bevor man zu lesen anfängt – hier erwartet einen eine gute Geschichte, aber auch eine, die man so ähnlich schon mal gelesen haben könnte. Deshalb ist sie vor allem für Fans der Handlungsidee zu empfehlen, die gerne über den Umgang mit Trauer lesen, aber weniger für alle anderen. Mir selbst hat die Geschichte gut gefallen, doch Taylor Jenkins Reids andere Romane gefielen mir noch mehr.