Bücherregal lädt …
This Story Might Save Your Life. Ist er ihr bester Freund? Oder ihr Mörder?
448 Seiten

Joy und Benny haben einen Podcast, in dem sie auf humorvolle Weise Überlebensstrategien für verschiedene Situationen diskutieren. Als Joy und ihr Ehemann Xander spurlos verschwinden, ist Benny fest entschlossen, herauszufinden, was mit ihr geschehen ist – und stellt fest, dass Joy so einige Geheimnisse vor ihm hatte, die sie nur in ihrem Buch verschriftlichte. Benny findet heraus, dass sie sich von Xander scheiden lassen wollte – was ihr Verschwinden in ein ganz anderes Licht rückt …

Zunächst einmal: Die Tagline dieses Romans ist vollkommen falsch. So falsch sogar, dass es so wirkt, als hätte irgendjemand aus Versehen die Tagline eines anderen Romans benutzt, denn die Geschichte, die sie suggeriert, wird man hier nicht finden. Tatsächlich fühlt sich selbst die Genrebezeichnung „Thriller“ für mich nicht ganz richtig an, weil das Buch für mich eher wie ein spannender Roman mit Thrillerelementen wirkte, der auf noch viel mehr Themen eingeht.

Gerade Joys Lebensweg, den sie in ihrem Buch beschreibt, spielt eine wichtige Rolle und ist der Teil der Handlung, der sich am ehesten wie ein dramatischer Roman und nicht wie ein Thriller liest. Bennys Story hat da schon mehr Thrillerelemente, aber trotzdem würde ich behaupten, dass das Hauptthema des Romans letztendlich die Beziehung der beiden ist. Die beiden haben wirklich eine hervorragende Chemie miteinander, ich liebte ihre Dynamik sehr und es war leicht, mit ihnen mitzufiebern. Hier war gerade die erste Hälfte der Handlung packend, weil so viele vergangene Szenen die beiden in den Fokus stellen.

Auch Xander, Joys Ehemann, spielt eine wichtige Rolle, war im Gegensatz zu Benny allerdings furchtbar und wurde im Lauf der Handlung nur unausstehlicher. Ernsthaft: Immer, wenn ich glaubte, dass er nicht mehr schlimmer werden könnte, bewies er ein weiteres Mal, dass er eine wirklich scheußliche Person ist. Aber gerade deshalb war es natürlich zufriedenstellend, zu sehen, wie all seine Lügen nach und nach ans Licht kamen.

Insgesamt würde ich diesen Roman nicht unbedingt Thrillerfans empfehlen, sondern auch Fans von Freundschaften, Romanzen, Drama, Humor, Mystery … also so ziemlich allen Genres. Mit anderen Worten: Wenn man einen großartigen Genremix lesen will, ist dieses Buch hervorragend dafür geeignet!

Am Ende will doch einer sterben
764 Seiten

Nachdem er als Kind seinen Vater tötete, um seine Mutter zu retten, lebt Paz ein depressives Leben – so depressiv, dass er sich nach einem besonders schrecklichen Tag entschließt, es sich zu nehmen. Aufgehalten wird er von Alano Rosa, dem Erben des Todesboten-Imperiums, der ihm helfen will, das Leben wieder wertschätzen zu können. Schnell spüren die beiden eine Bindung zueinander, doch es ist nicht leicht, ihre Traumata zu überwinden, vor allem, wenn die Tiefen so viel stärker sind als die Höhen …

Ich habe das Buch bereits Mitte letzten Jahres auf Englisch gelesen, schob es jedoch vor mir her, es nochmal auf Deutsch zu tun, weil es mich zwar interessierte, wie die deutsche Übersetzung ist, viele Szenen des Romans aber zu deprimierend sind, um ihn einfach so zu lesen. Selbst jetzt, wo ich das nachgeholt habe, tat ich es mit einer Pause dazwischen – wobei das allerdings nicht nur an den schweren Themen lag, sondern auch daran, dass der Roman stellenweise sehr langgezogen ist.

Speziell die ersten zweihundert Seiten fühlten sich sehr, sehr lang an, weil in ihnen zwar durchaus wichtige Dinge passieren, ich aber das Gefühl hatte, dass sie um einiges hätten gekürzt werden können. Das trifft auch auf spätere Szenen zu, aber gerade am Anfang war es wirklich schwer, in den Roman zu finden, weil die Handlung so lange brauchte, um in die Gänge zu kommen.

Danach wurde es leichter, wenn ich auch immer noch eine Präferenz für Alanos Kapitel hatte, weil Paz‘ Sichtweise einen ganz schön runterzieht, während Alano mehr Varietät in die Handlung bringt. Die Bindung der beiden fand ich gut umgesetzt, aber wann immer sie allein oder mit jemand Anderem zusammen waren, bevorzugte ich Alanos Sichtweise.

Das Ende ist etwas überdramatisch und hatte meiner Meinung nach nicht genug Foreshadowing, was besonders seltsam ist, wenn man bedenkt, wie gut das Foreshadowing bezüglich gewisser Charaktertwists war. Und wie gesagt dauert es einfach zu lange, um zu diesem Ende zu kommen; Adam Silvera illustrierte hervorragend, dass Heilung keine gerade Straße, sondern eine verwinkelte Straßenkreuzung ist, aber das schadete auch dem Pacing der Geschichte.

Insgesamt habe ich diesen Band des Todesboten als den schwächsten empfunden: Immer noch ein Roman, die viele gute und bewegende Szenen hat, aber ein wenig zu lang und zu deprimierend für mich war.

Kleopatra
465 Seiten

Mit achtzehn Jahren wird Kleopatra Pharaonin, doch fühlt sie sich unsicher, wie sie ihre Herrschaft sichern und führen soll. Ihre göttliche Gabe hat sich nie gezeigt und üble Gerüchte bedrohen ihren Posten zusätzlich. Doch ist Kleopatra entschlossen, Ägypten zu beschützen – was es sie auch kosten mag ...

Dieser Roman hat mich realisieren lassen, dass mein Wissen über Kleopatra nicht über die Oberfläche hinausreicht, aber obwohl Saara El-Arifi sich natürlich Freiheiten nimmt (speziell dadurch, dass die Geschichte einen Hauch von magischem Realismus hat), habe ich das Gefühl, Kleopatra mit diesem Roman tatsächlich kennengelernt zu haben.

Die Geschichte ist zunächst ungewöhnlich erzählt, denn Kleopatra als Erzählerin ist sich ihres eigenen Todes und ihren Darstellungen in der Moderne bewusst, wodurch es so wirkte, als würde sie die Geschichte aus dem Jenseits heraus erzählen. Das war zunächst gewöhnungsbedürftig, denn obwohl diese Referenzen an die Zukunft nicht übermäßig benutzt werden, verwirrten sie mich trotzdem.

Der eigentliche Schreibstil ist aber ausgesprochen angenehm zu lesen, sodass ich richtig durch die Seiten flog. Am meisten packte mich Kleopatras Entwicklung: Am Anfang ist sie eine unsichere junge Frau, die durch ihre Erlebnisse oft gezwungen ist, unmoralische Dinge zu tun, die sie aber auch selbstbewusster und entschlossener machen, bis sie zu einer würdevollen Pharaonin wird. Diese Entwicklung findet langsam und gemächlich statt, was sie sehr nachvollziehbar und realistisch machte – definitiv die größte Stärke des Romans!

Von den anderen Charakteren hoben sich Charmion (Kleopatras Vertraute) sowie Caesar und Marcus Antonius hervor. Charmion war ein unglaublich hilfsbereiter Charakter, die mir schnell ans Herz gewachsen ist; und auch Caesars und Marcus' Darstellung mochte ich sehr, obwohl sie im Vergleich nicht mal so viele Szenen haben (doch definitiv genug, um sich hervorzuheben). Ich verstand auf jeden Fall, warum Kleopatra alle drei so liebte.

Insgesamt ein schöner Roman, der Kleopatras Lebensgeschichte auf erfrischende Weise neu interpretiert!

Die berühmtesten Mythen der Wissenschaft. Von Archimedes bis Marie Curie
250 Seiten

Ob es nun um den Apfel geht, der Newton auf den Kopf fällt oder um die Erde, die im Mittelalter als flach angesehen worden sein soll: Die Wissenschaft ist voll von Mythen, die immer und immer wieder verbreitet werden, obwohl zumindest teilweise klar ist, dass sie nicht stimmen. Doch woher kommen sie überhaupt? Was ist die Wahrheit und wie wurde sie zu einer Geschichte, die die eigentlichen Ereignisse verfälscht?

Als Fan von Mythen und als Fan von Wissenschaft war ich sofort interessiert an diesem Sachbuch, wobei ich vor allem fasziniert davon war, die Quellen verschiedener Mythen zu erfahren. Einen Teil der Mythen kannte ich bereits als solchen, aber vom anderen hatte ich zuvor noch nicht gehört, was es umso faszinierender machte, zuerst den Mythos zu erfahren und danach, wie er entstand. Das Schöne ist also, dass man nicht nur bekannte Informationen, sondern eben auch neue erhält.

Besonders wusste ich es zu schätzen, dass tatsächlich Recherche hinter den einzelnen Kapiteln steckt, mit einem guten Quellenverzeichnis, dessen Inhalte kurz und knackig zusammengefasst wurden. Das war so erfrischend: Wir hatten informative Kapitel, die uns Wahrheit und Legende präsentierten und gleichzeitig ein Leseerlebnis, das interessant und gut zu lesen war. Eine wunderbare Kombination!

Für alle, die sich ebenfalls für die Mythen der Wissenschaft interessieren, findet sich hier ein großartiges Sachbuch – und vor allem eine wichtige Erinnerung daran, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht zu überhöhen, weil sie auch nur Menschen sind. Etwas, das durch das Wiedererzählen der Mythen leider gern vergessen wird!

Die Insel meiner Schwester
304 Seiten

Schon seit Jahren hatte Mirjam mit ihrer Halbschwester Nia keinen Kontakt mehr, doch als sie überraschend zu deren vierzigsten Geburtstag eingeladen wird, nimmt sie an. Inzwischen wohnt ihre Schwester auf der Insel, auf der sie zum ersten Mal indirekt Kontakt aufnahmen – zusammen mit Konrad, ihrem missbräuchlichen Ehemann. Mirjam wollte schon immer, dass Nia sich endlich aus dieser Beziehung befreit, obwohl sie natürlich weiß, dass das nicht so einfach ist. Aber dann kommt sie auf der Insel ihrer Schwester an – und dort im Badezimmer liegt Konrad, während Nia angespannt den Besuch früherer Freunde erwartet …

Dieser Roman erzählt eine klassische Geschichte, die man sicher schon in anderen Büchern gelesen hat, weshalb es mir schwer fällt, sie akkurat zu bewerten. Denn insgesamt setzte sie viele Aspekte sehr gut um – aber dadurch, dass die Handlung selbst so klassisch war und wenig am bekannten Schema änderte, empfand ich sie nicht als Highlight.

Aber fangen wir mit den positiven Punkten an: Ich mochte die schwesterliche Beziehung zwischen Mirjam und Nia sehr gerne, sowie die Art und Weise, wie ihre Vergangenheit beschrieben wurde. Es war leicht, mit ihnen mitzufiebern, weil wir tatsächlich ihre ganze Entwicklung erleben und noch dazu auch wichtige Momente ihrer Vergangenheit. Gerade bei Nia empfand ich großes Mitgefühl, weil ich mich zwar glücklicherweise nie in ihrer Situation befunden habe, es aber trotzdem leicht war, sich in sie hineinzuversetzen. Sie war einfach so packend und einfühlsam geschrieben, sodass ich die ganzen vergangenen Momente insgesamt sogar ein wenig mehr mochte als die Gegenwart.

Natürlich hat die Gegenwart ihren eigenen Weg, Spannung aufzubauen: Dadurch, dass Mirjam und Nia sich Mühe geben müssen, sich ihren Gästen gegenüber nichts anmerken zu lassen, entstand über den Großteil des Romans hinweg eine unterschwellige Spannung, wie eine Bombe unterm Tisch, die jederzeit hochgehen kann. Die Spannung erhöhte sich zudem im Lauf der Handlung, sodass ich umso mehr mitgefiebert habe.

Das einzige Problem dabei ist leider auch das größte: Es ist recht offensichtlich, in welche Richtung sich die gegenwärtige Handlung entwickeln wird. Ja, es gibt durchaus ein, zwei Überraschungen, die zur Spannung beitragen, aber die Handlung selbst ist relativ vorhersehbar. Hier hätte ich mir noch mehr Überraschungen und Twists gewünscht, weil im Grunde von Anfang an klar ist, wie die Geschichte enden muss, um zu einem zufriedenstellenden Ende zu kommen.

Doch wem das nichts ausmacht und wer dafür die anderen Stärken des Romans zu schätzen weiß, findet hier eine wunderbare Schwesterngeschichte!

& Mortimers Geheimnis. Ein Kater, zwei Detektive und die Magie des Lesens
256 Seiten

Mortimer ist ein Kater, der auf einen kleinen Bücherschrank aufpasst. Eines Tages kommt der Schüler Evan vorbei und nimmt sich spontan die beiden schmalsten Bücher. Zu seiner Verwunderung stellt er fest, dass fast alle Bücher des Bücherwagens offizielle Bücher aus der damals niedergebrannten Stadtbibliothek sind, die alle am selben Tag zurückgegeben wurden. Mehrere Bücher wurden damals von Evans Vater ausgeliehen, eines sogar vom berühmten Autor H. G. Higgins, in dem ein mysteriöses Polaroid-Foto steckt. Was hat es damit auf sich? Was geschah damals in der Bibliothek? Und was hat der Kater Mortimer mit all dem zu tun? Zusammen mit seinem besten Freund Rafi macht sich Evan an die Detektivarbeit …

Dieser wunderschöne Kinderroman ist unglaublich angenehm zu lesen und erzählt eine relativ schlichte, aber dafür sehr einnehmende Geschichte. Verschiedene Sichtweisen puzzeln ein Mysterium zusammen, das mir als Erwachsene zwar teilweise klar war, aber definitiv nicht ganz: Es gab ein, zwei Überraschungen, die ich nicht kommen gesehen habe und die mir deshalb umso mehr gefielen. Tatsächlich wünschte ich mir, dass auch der Haupttwist der Handlung – Mortimers Geheimnis – etwas weniger offensichtlich gewesen wäre, denn schließlich haben die beiden Autorinnen bereits hervorragend gezeigt, dass sie gute, unvorhersehbare und gleichzeitig logische Twists schreiben können!

Aber um ehrlich zu sein, ist das letztendlich eine kleine Kritik, denn die eigentliche Handlung hat mir so viel Spaß gemacht, dass mir die teils offensichtlichen Zusammenhänge nichts ausmachten. Gerade der Mystery-Aspekt war unglaublich gut gelungen, denn ich habe mich durchaus gefragt, wie die verschiedenen Handlungselemente miteinander verwoben sind und auf welche Weise sie aufeinandertreffen würden. So gibt es zum Beispiel auch einen wichtigen Handlungsstrang mit tatsächlichen Geistern, der ebenfalls eine Rolle spielt und für mich lange ein Mysterium war. Allgemein gibt es viele Details, die noch für später relevant und nicht immer offensichtlich sind.

Gleichzeitig ist das Buch nicht nur eine Detektivgeschichte, sondern auch eine emotionale, die speziell das Thema der Schuld in den Vordergrund rückt. Zwar habe ich die Mystery-Elemente am meisten genossen, mochte aber auch die Szenen, in denen wir den Charakteren bei alltäglicheren Geschehnissen folgten.

Ich glaube, das einzige, was mich verwunderte, war, dass das Leben von Evans bestem Freund Rafi gar nicht richtig kommentiert wird. Seine Eltern haben unzählige Regeln für ihn, die das, was er tun darf, stark einschränken, ohne, dass die Geschichte das beurteilt (weder positiv noch negativ). Evan und Rafi machen zwar ein paar Kommentare diesbezüglich, aber alle anderen Charaktere scheinen das Verhalten der Eltern komplett normal zu finden, ohne dass ich mir erklären konnte, ob das zum Humor der Geschichte gehört (was wahrscheinlich ist) oder eine Logiklücke ist (was ich nicht für wahrscheinlich halte, mir aber so vorkam). Ist eigentlich ein verhältnismäßig unwichtiger Teil der Handlung, aber einer, der mir aufgefallen ist.

Doch zusammengefasst haben wir trotz der kleinen Kritikpunkte eine absolut wunderbare Geschichte, die sich gerade für Mystery- und Spannungsfans sehr gut eignet – und nicht nur für Kinder ist!

Cursebound
508 Seiten

Yeeran hat ihre Geliebte Furi in Mosima zurückgelassen, um einen potentiellen Krieg zwischen Elfen und Fae zu verhindern, auch, wenn das bedeutet, dass sie zu ihrer ehemaligen Geliebten Salawa zurückkehren muss. Lettle währenddessen möchte den Fluch der Fae brechen, indem sie Afas Grimoire findet. Dabei gerät sie nicht nur in Konflikt mit den Lichtlosen, sondern trifft auch auf den Nomaden Alder, der der Schlüssel zur Lösung sein könnte. Doch es gibt einen Verräter in ihren eigenen Reihen, der es auf Lettle abgesehen zu haben scheint …

Es ist schon eine kleine Weile her, dass ich „Faebound“ gelesen habe, aber zum Glück gibt es am Anfang eine in die Handlung eingebaute Zusammenfassung, in der Lettle die Ereignisse des ersten Bandes aus ihrer Sicht schildert. Das war nicht nur sehr geschmeidig gelöst, sondern eine sehr gute Auffrischung für den zweiten Band.

Dieser war genauso wie der erste sehr angenehm zu lesen, hatte einen flüssigen, qualitativen Schreibstil und vor allem sehr einnehmende Charaktere. Besonders Lettle und Alder sind mir sehr ans Herz gewachsen; Lettle hatte die wohl wichtigste Rolle in der Handlung, weil sie sie aktiv vorantrieb, öfters in Gefahr schwebte, sich für die Lichtlosen einsetzte und zudem ihr Geheimnis vor Rayan hatte. Das alles hat ihre Geschichte besonders einnehmend gemacht, während ihre Schwester Yeeran im Vergleich dazu fast schon wie ein Nebencharakter wirkte. Ironischerweise fand ich deren Parts mit Salawa interessanter als ihre Parts mit Furi, wobei ich allerdings froh bin, dass hier unnötiges Drama vermieden wurde – kein Liebesdreieck, kein Betrügen, sondern schlicht die komplexe Wirklichkeit von zwei Menschen, die sich einmal liebten.

Mit dem Neuzugang Alder konnte ich zunächst nicht viel anfangen, weil mir seine Verbindung zum Rest der Handlung nicht klar war, aber er wuchs sehr schnell zu meinem Liebling! Nicht nur war er allgemein ein sympathischer Charakter, auch seine Chemie mit Golan hat mir sehr gefallen. Zugegeben ist ihre Romanze recht klassisch, mit vielen kleinen Momenten, die sie einander näher bringen und ohne zu viel Drama, aber gerade deshalb war es so süß, die beiden zusammen zu sehen. Tatsächlich kamen sie mir stellenweise wie das Hauptpaar vor, weil die Entwicklung ihrer Romanze einen Kontrast zu den bereits etablierten bildet und sie zudem sehr viel Zeit miteinander verbringen, während die anderen Paare (vor allem Yeeran und Furi) oft getrennt voneinander sind.

Was die eigentliche Handlung angeht, fand ich es gut, dass die Lichtlosen hier eine größere Rolle spielten, weil es sehr leicht ist, sich in sie hineinzuversetzen. Nur die Suche nach dem Verräter erschien mir zu leicht, denn dadurch, dass die Auswahl sehr begrenzt ist, war es nicht schwer, zu erraten, wer es sein würde. Dafür gibt es aber andere Twists, die mich angenehm überraschten und teils schockierten – vor allem der Twist am Ende, der den gesamten Kontext beider bisherigen Bände komplett ändert und mich sehr gespannt auf den finalen Band der Trilogie macht.

Insgesamt haben wir hier eine gute Fortsetzung, die den Fokus vor allem auf die Charakterbeziehungen und persönlichen Probleme legt. Natürlich gibt es auch spannende Szenen, aber am wichtigsten sind definitiv die Charaktere selbst. Das hat mir allerdings gut gefallen, weil ich dadurch leicht mit ihnen mitfiebern konnte, selbst wenn es nicht immer auf „klassische“ Weise spannend war. Von daher spreche ich eine Empfehlung für all diejenigen aus, die bereits „Faebound“ mochten!

Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste
384 Seiten

Als Jugendliche hat die Hexe Sera Swan ihre Großtante wiederbelebt und dabei fast ihre gesamte Magie verloren. Jetzt, fünfzehn Jahre später, leitet sie eine Pension, in die sich nur die Gäste verirren, die sie auch wirklich brauchen. Zusammen mit ihrer Großtante Jasmine, der in einen Fuchs verwandelte Hexe Clemmie, ihrem jungen Cousin Theo, der meist vernünftigen älteren Hexe Matila, dem enthusiastischen Ritter Nicholas und einem wiederbelebten Hahnskelett bildet sie eine ungewöhnliche, aber charmante Familie. Als diese einen Weg gefunden zu haben scheint, ihre verlorene Magie wieder zurückzuholen, kommt es ihnen gerade recht, dass der Magier Luke mit seiner kleinen Schwester Posy zur Pension geführt wird, da er ihnen bei der Suche nach den ungewöhnlichen Zutaten helfen kann. Und so beginnt ein witziges Abenteuer, bei dem Sera nicht nur ihre Magie sucht, sondern auch den Wert einer Familie findet …

Ich werde immer mehr ein Fan von Cozy Fantasy, da sie mich an die klassischen Fantasyabenteuer aus meiner Kindheit und Jugend erinnert, aber auch allgemein einfach schön zu lesen ist. Besonders der Found-Family-Trope, der zu meinen Lieblingen gehört, wird in diesem Roman hervorragend umgesetzt – am Anfang kam ich noch durcheinander mit den verschiedenen Charakteren, aber nach und nach konnte ich sie nicht nur problemlos voneinander unterscheiden, sondern gewann sie auch unglaublich lieb. Die Charaktere selbst sind dabei nicht allzu komplex, aber dafür umso charmanter.

Gerade die Chemie zwischen ihnen ist einfach großartig: Clemmie, die Theo gerne zu Untaten überredet und selbst welche ausführt; Theo, der sich mit Posy anfreundet und der einzige zu sein scheint, der sie wirklich versteht; Jasmine und Matilda, deren Romanze ein wenig plötzlich startet, sich aber wunderbar entwickelt; Nicholas, der mit seiner übertriebenen Ritterlichkeit der wohl witzigste Charakter ist; und natürlich Sera und Luke, deren Romanze mich besonders fesselte, weil sie sich in genau der richtigen Geschwindigkeit entwickelte und beiden Charakteren genug Szenen miteinander gab, um Gefühle füreinander zu entwickeln.

Der locker-witzige Schreibstil fängt die vielen lustigen Szenen perfekt ein, aber nicht nur diese: Es gibt auch einige ruhige und ernste Momente, in denen wir die Atmosphäre der Pension genießen können und die zu meinen persönlichen Highlights zählten. Die Balance zwischen dem Humor, den Charaktermomenten und den nachdenklichen Szenen war sehr gut, außer, dass die Spannung dann doch ein wenig zu kurz kommt; manchmal ist es ein wenig ZU ruhig, gerade, weil ich mit der Haupthandlung sehr mitfieberte und diese so einige Pausen bekam. Dafür wurde sie sehr zufriedenstellend gelöst: Während ich mir zwar für das endgültige Ende eine andere Lösung gewünscht hätte, waren die drei Zutaten und die Art und Weise, wie Sera sie findet, perfekt in die Handlung und die Charaktere integriert.

Ich glaube, das einzige, das mich dann doch manchmal irritierte, war die Mischung aus Magie und Moderne. Die Geschichte spielt nämlich in der modernen Gegenwart, mit Handys und Autos und TV-Serien, was nicht ganz zu einer magischen Pension passte und mich mehr als einmal kurz stutzen ließ. Ich vergaß immer wieder, dass die Geschichte in der Gegenwart spielt, weil es so leicht war, es zwischendurch zu vergessen, nur, um durch einen modernen Gegenstand wieder daran erinnert zu werden.

Insgesamt bietet der Roman aber ein schönes, gemütliches Leseerlebnis, das ich sehr genossen habe!

Die Sonnenschwester : Roman
830 Seiten

Elektra ist gerade dabei, ihr Leben zu zerstören, als ihre leibliche Großmutter Stella Jackson Kontakt mit ihr aufnimmt. Elektra ignoriert sie zunächst und fällt immer mehr dem Alkohol- und Drogenrausch zum Opfer, doch schließlich realisiert sie, dass sie Hilfe braucht. Zudem erfährt sie die Geschichte von Cecily, die Ende der dreißiger Jahre nach Afrika zog und dort ein neues Zuhause fand, bevor unerwartete Ereignisse ihr Leben auf den Kopf stellten. Elektra ist zunächst verwirrt, wie ihre beiden Geschichten miteinander zusammenhängen, aber je mehr sie ihr eigenes Leben in den Griff bekommt, desto mehr inspiriert sie Cecilys Geschichte …

Am Anfang habe ich mich schwer getan, in Elektras Geschichte zu finden, was ich zugegeben bereits erwartet hatte. Sie ist so anders als ihre anderen Schwestern, dass ich mich am Anfang nicht richtig in sie hineinversetzen konnte und ihr ganzes Leben voller Alkohol, Drogen und Fotoshootings mir viel zu fern schien. Zudem war sie mir nicht besonders sympathisch, auch wenn ich die (zum Glück berechtigte) Hoffnung hatte, dass sie es noch wird.

Auch der Anfang der Vergangenheitskapitel mit Cecily war schwer, denn sie schien zunächst komplett irrelevant für Elektras Leben zu sein, die Ereignisse zu langwierig und allgemein nicht wichtig genug, um so viel Zeit einzunehmen, wie sie es tun. Hier habe ich mich sogar wie Elektra gefühlt, die Stella ungeduldig fragt, wo genau der Zusammenhang zu ihrem eigenen Leben besteht. Selbst im Nachhinein finde ich, dass etwas ZU viel Zeit für Ereignisse verwendet wurde, die kürzer hätten beschrieben werden können, aber glücklicherweise führen all diese Ereignisse zu einer großartigen Geschichte und Verbindung zwischen den Zeitlinien.

Denn spätestens, als Stella ins Spiel kommt und die Zusammenhänge immer offensichtlicher werden, wird klar, warum genau wir so viel Zeit mit Cecilys Anfängen in New York, ihrem kurzen Besuch in London und ihrem Leben in Kenia verbrachten. Plötzlich ergibt alles Sinn und es war so zufriedenstellend, zu sehen, wie Cecily sich als Charakter weiterentwickelte und wie genau all das mit Elektra zusammenhing. Während ich mich am Anfang noch ungeduldig fragte, wann wir endlich die (scheinbar unnötigen) Ereignisse hinter uns haben, um zu den „relevanten“ zu kommen, war ich am Ende dankbar, dass wir so viel Zeit mit Cecily bekamen, die sogar zu meinem Lieblingscharakter wurde. Ja, eventuell sind die Ereignisse vor Stellas Auftauchen immer noch etwas zu ausführlich beschrieben, aber die Art und Weise, wie sie schließlich relevant wurden und Cecily zu einem absolut fantastischen Charakter machten, hat das meiner Meinung nach wettgemacht.

Auch meine Gedanken zu dem, was ich glaubte, stattdessen lesen zu wollen, hat sich während des Lesens geändert. Denn während den anfänglichen Cecily-Kapiteln habe ich mich gefragt, warum wir stattdessen nicht mehr zum Leben von Elektras Mutter erfahren, weil sie nach dem Auftauchen von Elektras Großmutter wie eine übergroße Lücke erschien. Aber sobald Stella schließlich zusammenfasste, was damals geschah, war ich sogar dankbar, dass wir nur die Zusammenfassung lasen und nicht die aktive Vergangenheit von damals erlebten. Wie gesagt, Cecily wurde definitiv zum Highlight, das ich lange Zeit nicht zu schätzen wusste.

Doch nicht nur Cecilys Geschichte wuchs mir ans Herz: Noch früher schaffte Elektra es, mich für sie zu gewinnen. Ich war unglaublich investiert darin, ihre Heilung zu verfolgen, die sehr berührend geschrieben war und mit der ich von allen Handlungssträngen am meisten mitgefiebert habe. Nachdem Elektra so lange immer tiefer und tiefer sank, kamen mir regelrecht Tränen, als sie endlich für ein gesundes Leben kämpfte und etwas fand, wofür es ihr wert war. Ich traue mich nicht, zu bewerten, wie gut Lucinda Riley mit der Geschichte der Schwarzen Bevölkerung umgegangen ist, aber Elektras Heilungsprozess war hervorragend geschrieben und hat sie zu einem unglaublich einnehmenden Charakter gemacht. Tatsächlich fand ich für lange Zeit die gegenwärtige Geschichte interessanter als die vergangene, weil ich so gefesselt von Elektras Leben war.

Insgesamt also ein Roman, bei dem der Einstieg sehr mühselig ist, der dann aber zu einem weiteren hervorragenden Roman aus der Sieben-Schwestern-Reihe wird!

Die Reise der verlorenen Worte
298 Seiten

Janne arbeitet in einer Postabteilung, die Briefe, die nicht zugestellt werden konnten, bearbeitet und mit ein wenig Detektivarbeit den Empfänger sucht. Sie liebt ihren Beruf, der es ihr erlaubt, Einblick in die Leben anderer Menschen zu erhalten und diese wieder miteinander zu verbinden. Bis ein Brief sie besonders erschüttert, weil er sie an ihre eigene Lebenssituation erinnert: Ein Großvater, der es bedauert, den Kontakt mit seinem Enkel abgebrochen zu haben. Genau wie Janne, die den Kontakt mit ihrem eigenen Großvater stoppte und es seitdem bereut. Fest entschlossen, den beiden dabei zu helfen, sich wieder zu versöhnen und vielleicht auch ihre eigene Geschichte abzuschließen, macht sich Janne auf die Suche …

So interessant die Grundidee der Geschichte auch klang, war ich mit der Umsetzung leider nicht zufrieden. Tatsächlich fängt es sogar mit der Grundidee an: Obwohl Jannes Job in der Zentralen Briefermittlung tatsächlich existiert (was ich tatsächlich sehr schockierend fand, weil ich annahm, er wäre dafür zu überflüssig und übergreifend), war Jannes Umgang mit ihm mehr als problematisch. Allein, dass sie so investiert in die fremden Leben war, fand ich ein wenig verstörend, aber dass sie ihre Kompetenzen WEIT überschritt, ohne dafür negative Konsequenzen zu bekommen, fand ich unentschuldbar. Es ist das eine, innerhalb ihres Berufs Briefe zu lesen und mit einer Google-Suche die Identität und Adresse des Empfängers zu bestimmen, aber etwas ganz Anderes, sich eigenhändig auf die Suche danach zu machen.

Auch Jannes Umgang mit ihrem Großvater hat mir nicht sonderlich gefallen. Dabei waren die Szenen zwischen den beiden in der Regel sehr einnehmend und gehörten zu meinen Lieblingen, aber dass sie den Kontakt mit ihm für fünfzehn Jahre (!) abgebrochen hat wegen einer Sache, in der die beiden nicht genug miteinander kommunizierten, warf kein gutes Licht auf sie, auch wenn sie und ihr Großvater August das glücklicherweise ebenfalls realisieren. Das ist ein positiver Punkt: Obwohl mir Jannes Handlungen nicht gefielen, gab es ein paar wichtige Szenen, in denen ihr Charakter und ihr Wunsch, sich zu bessern, gut hervorgehoben wurden.

Neben Jannes kritischem Verhalten hätte ich gerne mehr von ihrer Detektivarbeit gesehen, denn sie schien teils aus einfachen Google-Suchen und teils aus unglaublich viel Glück zu bestehen, und weniger aus erfolgreichen Ermittlungen. Auch die Logik wurde teils überstrapaziert: So gibt es zum Beispiel eine Stelle, bei der sie ein Gästebuch von vor zwei Jahren durchsuchen muss, sich aber aus irgendeinem Grund entschließt, alle Gästebücher der letzten fünfundzwanzig Jahre anzuschauen. Und kurz danach erkennt sie eine Person auf einem Foto, die sie seit fünfzehn, zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat, was ein sehr unrealistischer Zufall war. Das sind natürlich beides Kleinigkeiten, die mir aber umso deutlicher auffielen.

Zudem schien sie sich nie sicher zu sein, wie dringend sie ihren Großvater wiedersehen will. Mal brannte sie darauf, ihn wiederzusehen und sich mit ihm zu versöhnen, zumal ihr bewusst ist, dass ihre Zeit mit ihm bald ablaufen könnte – dann wieder macht sie bequem Urlaub, ohne viel an ihren Großvater zu denken. Das war sehr verwirrend, zumal die Nebenhandlung um den ersten wichtigen Brief gar nicht aufgelöst wird. Janne und Großvater August bekommen zwar ein sehr zufriedenstellendes Ende, aber was mit dem anderen Familienpaar passiert ist, erfahren wir leider nicht.

Also ja, Jenna hat für mich als Protagonistin nicht funktioniert, weil ihre Handlungen sehr unverständlich waren und sie mir nicht gerade sympathisch machten. Die Idee der Geschichte war gut und hatte ein paar gute Szenen, aber letztendlich konnte sie mich leider nicht überzeugen.

The Blackgate Invitation
498 Seiten

Die Schwestern Ruby und Wren brauchen dringend Geld, weswegen sie das Angebot von Marsyas Blackgate, sich für einen Abend als deren Enkelinnen auszugeben, annehmen. Womit sie allerdings nicht gerechnet hatten, ist, dass die Matriarchin der vier anwesenden Familien, Ursula Hegemony, am selben Abend ermordet wird, Marsyas Blackgate spurlos verschwindet – und sich sämtliche Familienmitglieder als Hexen erweisen. Jetzt sind Ruby und Wren für drei Tage mit ihnen zusammen eingesperrt und müssen die vier Familienrelikte finden, um wieder zu entkommen. Gleichzeitig dürfen sie sich nicht anmerken lassen, dass sie Betrügerinnen sind …

Das Konzept der Geschichte klang sehr interessant und war stellenweise auch gut umgesetzt – aber leider nur stellenweise. Das liegt vor allem daran, dass die Schlagwörter den Eindruck einer anderen Geschichte erweckten, die letztendlich nicht erzählt wurde. Es gibt zwar mehrere Mordfälle, aber der Fokus lag eher auf der Suche nach den Relikten und dem Lösen der entsprechenden Rätsel. Das machte die Handlung stellenweise etwas langsam, und ich wünschte wirklich, der Haupt-Mordfall wäre tatsächlich das Mysterium gewesen, als dass er beworben wurde.

Denn das ist wohl die größte Kritik, die ich habe: Der eigentliche Mordfall ist überhaupt kein Mysterium, denn die Charaktere finden sehr schnell heraus, wer der Täter ist. Es gibt zwar Twists, aber keine, die etwas an der Identität des Mörders ändern, sodass die ganze Geschichte gar keine Locked-Room-Mystery ist, sondern eine Rätselsuche, die sich fast über den ganzen Roman zieht. Diese Rätsel waren durchaus gut umgesetzt und auch, wenn die Suche selbst manchmal ein wenig zu langsam verläuft, mochte ich es, zusammen mit den Charakteren Vermutungen über die zu suchenden Orte anzustellen. Aber ich fand auch, dass sie vom Mordfall ablenkten und die Geschichte sehr davon profitiert hätte, nicht nur allgemeine, sondern mit dem Mordfall verbundene Twists einzubauen. Zugegeben: Ein offensichtlicher Täter ist mir immer noch lieber als einer, der zunächst sympathisch wirkt und nach der Offenbarung zu einem Psychopathen wird, aber schade fand ich es trotzdem, weil ich die unvorhersehbaren Twists, die ich erwartet hatte, nicht bekam.

Also ja, die Handlung war definitiv eine Schwäche für mich. Aber Stärken hat die Geschichte durchaus auch: Zum einen mochte ich es, dass sie sofort losging und die Autorin keine Zeit verschwendete, uns in die Handlung einzuführen. Zum anderen mochte ich die Hauptcharaktere wirklich sehr! Damit meine ich Ruby, Auden und Wren, die zwar kein Sichtcharakter ist, aber glücklicherweise trotzdem einen wichtigen Teil der Handlung einnimmt und zu meinen Lieblingscharakteren gehörte. Auch Ruby und Auden waren mir sehr sympathisch, auch wenn ich ihre Romanze leider nicht fühlte – für mich hatten sie nur sehr wenig Chemie und nicht genug Szenen miteinander, um tatsächlich mit ihrer Romanze mitzufiebern. Doch die Charaktere an sich mochte ich sehr und die Familienbande, die sie mit ihren Verwandten hatten.

Diese spielt tatsächlich eine sehr viel größere Rolle als die Romanze: Sowohl die Schwesternschaft zwischen Ruby und Wren als auch Audens Beziehung zu seinem Cousin Evander und seiner Cousine Winter waren äußerst einnehmend beschrieben. Auch Infinity, who zur Familie gehört, fand ich sympathisch. Andere Charaktere machen keinen allzu starken Eindruck, aber da die Hauptcharaktere so stark waren, machte mir das nichts aus.

Was ich da schon störender fand, waren zwei (verhältnismäßige) Kleinigkeiten: Zum einen, dass Auden immer überrascht schien, wenn Ruby, die sich als Lavinia Blackgate ausgibt, sich anders verhielt als bei seiner letzten Begegnung mit der echten Lavinia – die sage und schreibe zehn Jahre her ist und bei dem sie beide noch Kinder waren. Dass zwischen dem siebten und dem siebzehnten Jahr genug passiert, um sich dazwischen vollkommen zu ändern, schien gar keine Möglichkeit für ihn gewesen zu sein – und die Handlung gibt ihm zudem recht, indem sie tatsächlich keinerlei Veränderung beschreibt.

Zum anderen störte es mich ein wenig, dass Ruby während eines wichtigen Moments, bei dem sie und Wren in Tatverdacht geraten und sie nur ihre wahre Identität enthüllen müsste, um sie zu retten, dies nicht sofort tat, sondern eine andere Methode versuchte, die sie nur noch schlimmer dastehen ließ, bevor sie dann doch die Wahrheit sagte. Warum sie das nicht gleich tat, war mir schleierhaft, denn sowohl sie als auch Wren hätten leicht zum Tode verurteilt werden können, hätten die anderen Charaktere ihr nicht die Gelegenheit gelassen, sich noch mehr zu erklären.

Diese beiden Kritikpunkte sind wie gesagt verhältnismäßig klein, aber erwähnenswert, weshalb ich zum Schluss wieder etwas Positives ansprechen möchte: Ich mochte das Konzept der verschiedenen Hexenfamilien und ihrer Magie, sowie die Art und Weise, wie Ruby und Wren es schafften, sich ebenfalls für Hexen auszugeben. Das war wirklich gut umgesetzt und bietet durchaus das Material für mehr, auch wenn die Geschichte selbst ein Einzelband ist.

Insgesamt kann ich leider keine starke Empfehlung aussprechen, würde aber auch nicht direkt davon abraten, die Geschichte zu lesen. Hier kommt es ganz drauf an, wie wichtig meine oben genannten Punkte den Leser:innen sind. Je nachdem darf jeder und jede gerne selbst entscheiden, ob er oder sie dieses Buch lesen möchte.

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
445 Seiten

Eigentlich meldet sich Liv nur deshalb bei einem berühmten Autorenwettbewerb an, um Werbung für ihren Webtoon zu machen. Was sie dagegen nicht erwartet hat, ist, dass der Wettbewerb von tatsächlichen Musen geleitet wird, die ihr und den anderen Teilnehmern verschiedene Prüfungen stellen – und dabei nur ein Verbot haben: Romantische Liebe. Das ist nicht nur für Livs neue Freunde Shelly und Sawyer problematisch, die seit Jahren ein Paar sind, sondern auch für Liv selbst – denn sie hat schnell eine besondere Verbindung zum Teilnehmer Flame aufgebaut, die immer stärker wird …

Etwas, das Sabine Schoder einfach gut kann, ist es, eine sehr unterhaltsame Geschichte zu schreiben und dabei eine süße Liebesgeschichte zu schreiben. Obwohl die Handlung natürlich schon zahlreiche Male von anderen Autorinnen und Autoren umgesetzt wurde, hat Sabine Schoder etwas an sich, das ihre Geschichte trotzdem besonders macht – wahrscheinlich die perfekte Mischung aus Romanze, Humor, Spannung, Magie, Drama und noch einigem mehr. Tatsächlich kenne ich nicht viele Autor:innen, deren Geschichten mir so viel Spaß machen!

Ein gehöriger Anteil bildet der Humor, der genau meinem Geschmack entspricht und Liv zu einer sehr sympathischen Protagonistin gemacht hat. Sie war schlagfertig, freundlich, allgemein witzig und ist mir schnell ans Herz gewachsen. Wie jeder der Teilnehmer bekommt sie am Anfang ein sprechendes Buch, das ihr dabei helfen soll, die Prüfungen zu bestehen – und in ihrem Fall ist das ein Erotikmanga, der für noch mehr witzige Szenen gesorgt hat. Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieser Charakter so gut gefällt, aber er war einfach herrlich!

Mein Lieblingscharakter war er aber nicht, denn diese Ehre gebührt gleich drei Charakteren: Flame, in den ich mich zusammen mit Liv verliebte, sowie die beiden Teilnehmer Shelly und Sawyer. Zunächst einmal war die Chemie zwischen Liv und Flame großartig; nicht nur ist ihre Dynamik sehr spaßig zu lesen, sie verbringen auch viele wichtige und ernste Momente miteinander, die sie einander näherbringen. Es war der perfekte Mix, der ihre schnelle Romanze überraschend realistisch gemacht hat – ein wenig wie eine Disney-Romanze, die trotz ihrer kurzen Zeitspanne genau die richtige Chemie zwischen den Charakteren vermittelt, um an ihre Liebe zu glauben. Auch Sabine Schoder ist das gelungen, mit nur einem zugegeben wichtigen Kritikpunkt: Ich fand, dass ihre Romanze zu weit ging. Denn tatsächlich gibt es auch ein paar spicy Szenen, die mir sehr unnötig und unrealistisch vorkamen, weil sie die ursprünglich süße, unschuldige Romanze zu einer kurzen Affäre machten. Hier wünschte ich, die beiden hätten sich schon länger gekannt, bevor sie so schnell zum nächsten Schritt springen.

Neben den beiden gibt es aber noch ein Beta-Paar, nämlich Shelly und Sawyer, in die ich unglaublich investiert war. Ihre Liebesbeziehung war ungewöhnlich dramatisch und gerade deshalb umso spannender zu lesen, weil so viel für sie auf dem Spiel stand. Ihre Gefühle füreinander kommen fantastisch rüber und ich hätte gerne sogar noch mehr von ihnen gelesen, aber so oder so gehörten sie mühelos zu meinen Lieblingscharakteren.

Die anderen Charaktere spielen zwar auch wichtige Rollen (vor allem die Muse der Liebe, Erato), aber diese vier stachen am meisten heraus. Übrigens gibt es entgegen der Andeutung in der Kurzbeschreibung kein Liebesdreieck im Buch, was mich sehr erleichterte, weil das das einzige war, das mich bei Sabine Schoders vorheriger Reihe störte. Tatsächlich shippt Erato Liv und Flame sogar, und kann als Muse der Liebe ohnehin keine genuine Liebesbeziehung mit einem von ihnen eingehen, weshalb ich hoffe, dass auch der zweite Band sich auf das Hauptpaar konzentrieren wird.

Wie zu erwarten, reagieren die Charaktere zwar zunächst schockiert auf die Existenz der Musen, nehmen sie aber sehr schnell an. Da ich nicht erwartet habe, dass die Charaktere tatsächlich realistisch auf die Existenz von Magie reagieren, machte mir das nichts aus, aber es könnte für andere Leser:innen störend sein.

Ein richtiges Highlight waren die Prüfungen, die überraschend kreativ waren und sehr gut umgesetzt wurden, mit einer guten Mischung aus der nötigen Spannung und auch ein wenig Liebe und Humor. Die Twists, die mit den Prüfungen zusammenhängen, sieht man wahrscheinlich kommen, aber die Twists, die die Charaktere betreffen, haben mich dafür umso mehr überrascht. So war Flames Vergangenheit um einiges dramatischer, als ich es erwartet habe, und die der anderen Charaktere auch. Gute Arbeit hier!

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, waren die Themen, die Sabine Schoder ansprach. Von Sexismus bis zu den Quellen von Inspiration spricht sie so einige Dinge an, die man in unserer Welt hinterfragen sollte, sowie andere, die gut zeigen, wie leicht und gleichzeitig schwer es sein kann, eine Geschichte zu schreiben. Dadurch, dass ihr Schreibstil so locker ist, liest sich ihre gesellschaftliche Kritik allerdings nicht fingerzeigend, sondern schlicht wie ein Teil der Geschichte.

Das Ende war nicht so gemein, wie ich es erwartet habe, aber ich freue mich trotzdem sehr auf den zweiten Band, der hoffentlich mit dem ersten mithalten kann!

The Jewel Secrets (1). Um dieses Spiel zu gewinnen, musst du dich in deinen größten Feind verlieben
404 Seiten

Darcy lebt mehr schlecht als recht als Touristenführerin, doch an einem besonders wilden Tag verliert sie nicht nur ihre wertvolle Schlüsselkette und ihre Wohnung, sondern bekommt eine Einladung zu einem Rätselspiel, um das Erbe der berühmten Künstlerin Cordelia Seymour zu gewinnen. Hierfür müssen sich zwei Erben zweier verfeindeter Familien zusammentun und sich zudem verlieben, um sowohl die Rätsel zu lösen als auch das Erbe zu erlangen. Ausgerechnet der arrogante Dorian, der Dieb ihrer Schlüsselkette, scheint ihr am ehesten beim Lösen der Rätsel helfen zu können. Darcy widerstrebt es, mit ihm zusammenzuarbeiten, bis sie ihn schließlich näher kennenlernt …

Der Aspekt des Rätselspiels klang sehr interessant, doch leider hat mir die Lektüre davon abgesehen nicht gefallen. Das liegt vor allem an den Romanzen, die ich als großen Störfaktor empfunden habe. Denn obwohl es weder in der Kurzbeschreibung noch bei den Tropes erwähnt wurde, gibt es in diesem Roman ein Liebesdreieck, dessen bloße Existenz mir bereits einen Großteil meiner Lesefreude raubte – und hätte ich vorher gewusst, dass es existiert, hätte ich das Buch gar nicht erst angefangen. Tatsächlich habe ich es nur zu Ende gelesen, damit ich eine informative Rezension dazu schreiben kann, was ich hiermit tue.

Das Liebesdreieck folgt dem klassischen Szenario: Dorian ist vor allem in der ersten Hälfte sehr unsympathisch (auch wenn er danach zugegeben besser wird) und Darcy verbringt ihre Zeit regelmäßig damit, über seinen Körper zu schwärmen und über seinen Charakter zu lästern (nachdem ihre Gefühle tiefer werden, lässt sie letzteres weg, ersetzt es aber auch nicht durch positive Schwärmereien über seinen Charakter). Cesper dagegen ist rundherum freundlich, sympathisch, behandelt Darcy mit Respekt – und ist deshalb natürlich NICHT derjenige, in den sie sich verliebt. Ab der zweiten Hälfte versinkt er zudem sehr im Hintergrund, um Platz für Dorians Charakterentwicklung zu machen, was Dorian zwar tatsächlich geholfen hat, aber dafür nicht der Handlung, in die ich ursprünglich investiert war. Es kam mir schlicht ergreifend so vor, als wäre Darcys Interesse an Dorian rein auf sein Äußeres bezogen, selbst nachdem er sympathischere Seiten seines Charakters zeigte. Das hat ihre Romanze nicht gerade glaubwürdig gemacht; und dadurch, dass ebenjene Romanze einen sehr großen Teil der Handlung einnimmt, litt darunter auch die Geschichte an sich.

Denn mit Ausnahme der Romanze kommen leider nicht ganz so viele Rätsel vor, wie ich mir erhofft hatte. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass allgemein nicht viel passiert (außer dem Liebesdrama). Andere Nebencharaktere konnten mein Interesse ebenfalls nicht fesseln; bis auf Lyri, mit der Darcy sich anfreundet, stach keiner von ihnen positiv hervor. Nur einen Aspekt gab es, der mich tatsächlich sehr begeistern konnte: Der Umgang mit Darcys Trauma. Bereits von Anfang an ist klar, dass sie in ihrer Vergangenheit einiges durchgemacht hat, das sie bis heute nicht loslässt – und das wird während der ganzen Geschichte sehr gut und sehr sensibel thematisiert. Ich war tatsächlich sehr überrascht davon, WIE gut ihr Trauma letztendlich behandelt wurde, denn es wurde mühelos das Highlight des Romans. Leider reichte das für mich natürlich nicht, um die Schwächen auszugleichen, doch trotzdem möchte ich die Autorin dafür loben, die Themen in ihrem Roman so gut umgesetzt zu haben.

Eine Leseempfehlung gibt es von mir also nicht, weil es dafür zu viele Dinge gab, die mich störten, doch diesen positiven Punkt werde ich trotzdem gerne in Erinnerung behalten.

Heute sind wir unsterblich
416 Seiten

Dylan hat nie damit gerechnet, lange zu leben. Aufgrund einer Herzerkrankung hatte er immer Angst davor, sich auf andere Menschen einzulassen, selbst nachdem er ein Spenderherz bekam. Auch Timothy hat Schwierigkeiten damit, Bindungen einzugehen, allerdings aus einem anderen Grund: Er gehört zu den Menschen, die nach ihrem eigenen Tod zu denjenigen wurden, die anderen Sterbenden beim Hinübergleiten helfen. Als er und Dylan sich kennenlernen, spüren die beiden schnell eine Bindung zueinander – doch beide haben Angst, sie zu vertiefen, weil sie ahnen, dass ihre Zeit begrenzt ist …

Bereits im ersten Teil des Death Duets durften wir Dylan und Timothy kennenlernen, die jetzt im zweiten Teil die beiden Protagonisten sind. Und was für großartige Protagonisten sie waren! Obwohl die beiden sich mit Problemen beschäftigen, die man als Leser:in höchstwahrscheinlich nicht hat, war es sehr leicht, sich in Dylan und Timothy hineinzuversetzen. Die Art und Weise, wie sie mit ihren Traumata umgehen, war sehr gut gemacht und machte es leicht, die beiden ins Herz zu schließen.

Ihre Romanze hat mir ebenfalls sehr gefallen. Sie war zart und langsam und überraschend realistisch, und auf genau die richtige Weise eine Romanze, die glaubwürdig genug ist, um an eine langfristige Zukunft zu glauben – aber auch an eine kurzfristige. Dieser Roman hat sehr gut betont, dass die Zeit selbst keine allzu große Rolle spielt, weil es auf die Liebe selbst ankommt. Das war eine erfrischende Botschaft, die mir sehr gefallen hat!

Andere Charaktere sind leider recht unwichtig. Ich mochte Großmutter Leanne, aber davon abgesehen hat kein anderer Nebencharakter einen starken Eindruck bei mir hinterlassen. Der Fokus auf Dylan und Timothy hat die beiden zu großartigen Charakteren gemacht, doch dafür sind die anderen ein wenig auf der Strecke geblieben. Durchaus ein Kritikpunkt, auch wenn es mir gefallen hat, die beiden Protagonisten so gut kennenzulernen.

Etwas, das andere Leser:innen ebenfalls als Kritik werten könnten, was mir selbst aber gut gefiel, war das langsame Pacing der Geschichte. Sie war nämlich nicht auf klassische Weise spannend, sondern lebte vor allem von dem Charakterdrama. Diejenigen, die gerne durch eine Geschichte getrieben werden wollen, werden die Geschichte wahrscheinlich als zu langsam empfinden, doch ich mochte die gemächliche Geschwindigkeit, die es erlaubte, die Charaktere und ihre Romanze auf wundervolle Weise zu entfalten.

Doch eine große Kritik habe ich trotzdem: Das Ende war für mich viel zu deus-ex-machina-mäßig. Ich fand es sehr unrealistisch und viel zu praktisch, bis zu dem Punkt, an dem ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte. Zwar mochte ich es, dass Dominik Gaida seine übernatürlichen Aspekte nicht übermäßig erklärt hat, aber zumindest am Ende hätte ich mir dann doch ein paar Erklärungen gewünscht, die das Ende realistischer gestaltet hätten. Die Geschichte selbst war immer noch gut und die Romanze sehr süß, aber das Ende habe ich als Schwäche empfunden.

So oder so eignet sich der Roman immer noch hervorragend für alle, die schon den ersten Teil mochten und gerne emotionale Romanzen lesen!

How To Find A Fallen Star
359 Seiten

Arlyn ist im Gefängnis und versucht verzweifelt, von dort zu entkommen, doch das ist sehr viel leichter gesagt als getan. Special Agent Marlon möchte ihr nicht glauben, dass sein Boss Moore hinter allem stecken soll, doch nachdem Arlyn von einem scheinbaren Gefängniswärter angegriffen wird, sind die beiden gezwungen, zusammenzuarbeiten, um Moores Plan aufzudecken – doch ihre Gefühle füreinander machen das schwierig …

Der erste Teil „How To Catch A Magical Light“ hat mir sehr gut gefallen, weil er schlicht spaßig zu lesen war, doch der zweite Teil war für mich insgesamt schwächer. Er hatte zwar durchaus Dinge, die mir sehr gut gefallen haben, ließ mich letztendlich aber nicht so zufriedenstellend zurück, wie ich es gerne gehabt hätte.

Aber zunächst einmal die positiven Aspekte: Ich mochte die Charaktere sehr (sowohl Arlyn und Marlon als auch Bo, Rose und die Bibliothek Libby), gerade Arlyn fand ich sehr sympathisch. Das liegt vor allem daran, dass sie tatsächlich Fehler macht, viele ihrer Pläne schief gehen und sie auch erwischt wird. Zugegeben: Teils hat das ihrer Kompetenz geschadet, sie dafür aber sehr liebenswert gemacht. Es war leicht, sich in sie hineinzuversetzen und mit der Handlung mitzufiebern, weil man nie sichergehen konnte, dass sie sich in die Richtung entwickelt, die angedeutet wird. Das hat das Lesen spannend gemacht und ich mochte es, dass die Autorin nicht davor zurückschreckte, ihre Charaktere ab und an scheitern zu lassen.

Doch wie angedeutet, haben die vielen Fehler die Charaktere nicht so kompetent aussehen lassen, wie sie sein sollen, was speziell bei Arlyn dann doch ein Problem wurde. Ja, ich mochte es, dass sie Fehler machte, aber letztendlich erinnere ich mich nur an diese Fehler und nicht an die Dinge, die ihr erfolgreich gelangen. Da sie eine berühmt-berüchtigte Diebin sein soll, hätte ich ihr durchaus mehr Erfolge gewünscht.

Zudem war ihre Liebesgeschichte mit Marlon in diesem Band leider nicht allzu einnehmend. Die beiden haben durchaus eine gewisse Chemie miteinander, aber dafür fehlendes Vertrauen. Das hat es schwer gemacht, investiert in ihre Romanze zu sein, weil ich einfach nicht das Gefühl hatte, dass sie realistisch gesehen zusammenbleiben würden. Hier finde ich, dass die beiden ein stärkeres Vertrauen zueinander hätten aufbauen sollen, um ihre Romanze zu festigen.

Zuletzt war das Ende für mich zu plötzlich und wurde zu schnell abgewickelt. Gerade, weil die Handlung allgemein so spannend war, war es überraschend, wie abrupt das Ende war. Hier hätte ich mir definitiv mehr gewünscht, weil ich dann doch recht enttäuscht vom Finale war.

Insgesamt also eine Fantasyromanze, die durchaus ihre Stärken hatte, aber mich nicht hundertprozentig überzeugen konnte.