- Secrets of
- Black Manor
- Marisa Hart
- Arena
- Kinderbuch
- Fantasy
- Magie
- Träume
- Spannung
- Brüder
- Zwillinge
- Freundschaft
- Liebe
- Twists
- Kleines Highlight
Luca ist erstaunt, als an seinem dreizehnten Geburtstag ein seltsames Zeichen auf seinem Handgelenk und ein noch seltsameres Wesen auf seinem Bett auftaucht. Zunächst hält er es für einen Streich von seinem Zwillingsbruder Jannis, bis der zwielichtige William Gray mit ihm Kontakt aufnimmt und ihn darüber unterrichtet, dass Luca in seinen Träumen magische Wesen erschaffen kann. Doch erst, als Luca tatsächlich eins erschafft, begreift er, dass er Wills Hilfe braucht, wenn er herausfinden will, was mit ihm los ist. Doch kann er Will wirklich vertrauen? Und was ist mit Blake, Wills Zwillingsbruder, der seine eigenen Pläne mit Luca zu haben scheint? Luca ist bereit, es herauszufinden …
Dieses Kinderbuch liefert ein spannendes und kreatives Abenteuer, das mich gleich auf mehrere Weisen positiv überrascht hat! Vor allem, was die Handlung angeht, gab es viele unerwartete und klischeefreie Entwicklungen, die ich nicht kommen gesehen habe. Allein schon beim grundsätzlichen Charakteraufbau (dass sowohl der Protagonist als auch sein Mentor Zwillingsbrüder haben) hatte ich sofort ein paar Vermutungen, was die Handlung betrifft, aber zu meiner Erleichterung vermied Marisa Hart hier sämtliche Klischees. Selbst bei dem offensichtlichen Twist bezüglich eines Nebencharakters (bei dem ich mir durchaus gewünscht hätte, dass er ein wenig früher offenbart worden wäre) fand die Autorin einen Weg, ihn erfrischend zu machen, was ich ebenfalls nicht erwartet habe. Hier ein wirklich großes Lob dafür, dass die Handlung so kreativ war!
Auch die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander überraschten mich positiv, sodass es mir schwer fällt, hier einen Liebling zu wählen. Lucas Beziehung zu Jannis, seinem Zwillingsbruder, Ben, seinem Klassenkameraden und Will, seinem Mentor waren allesamt großartig umgesetzt. Es war so wunderbar, dass Luca und Jannis tatsächlich über ihre Probleme geredet haben, was zu einer unglaublich zufriedenstellenden Entwicklung führte. Auch Lucas und Bens etwas-mehr-als-freundschaftliche Beziehung hat mich gefesselt und ich hoffe sehr, dass der zweite Band sie weiter vertiefen wird. Und zuletzt fand ich auch Luca und Will und die Art und Weise, wie sie beide aus ihren Fehlern lernten, sehr schön. Dadurch, dass Luca Will zunächst nicht vertraut und sich leicht von Blake beeinflussen lässt, macht er leider ein paar vermeidbare Fehler, aber sowohl er als auch Will lernen aus ihrem Verhalten und bessern sich im Lauf der Handlung.
Kritik habe ich höchstens an den Nebencharakteren, die relativ flach bleiben; die Fieslinge aus der Schule bekommen keinerlei Tiefe, sondern sind einfach gemein, und ich hätte mir auch mehr Action von den weiblichen Charakteren gewünscht, die zwar wichtige Momente bekommen, aber insgesamt nicht allzu relevant für die Handlung sind. Allerdings bin ich ziemlich optimistisch, dass Marisa Hart diesen Aspekt im zweiten Band verbessern kann, da ihre Charaktere insgesamt sehr gut gezeichnet sind.
Die verschiedenen Traumwesen haben mich sehr begeistert. Von ihren Welten hätte ich gerne noch mehr gesehen, aber die Traumwesen selbst waren sehr kreativ und wurden vor allem sehr gut in der Handlung eingesetzt. Ein wenig deus-ex-machina-mäßig waren sie teilweise schon, aber immer noch im logischen Rahmen, sodass mir das nichts ausmachte. Und wie gesagt sind die Wesen selbst einfach großartig!
Das Ende lässt einige Handlungsentwicklungen offen, sodass ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue! Am Ende habe ich nur noch zu sagen, dass ich die Karte und die anderen Illustrationen im Buch sehr mochte, weil die Karte zu den wenigen gehört, die tatsächlich hilfreich sind und die Illustrationen es vereinfachten, mir speziell die verschiedenen Wesen besser vorzustellen.
Insgesamt also ein wunderbares Fantasyabenteuer, das sicher nicht nur Kindern gefallen wird!
- Mortimers Geheimnis
- Rebecca Stead
- Wendy Mass
- Arena
- Kinderbuch
- Mystery
- Krimi
- Bibliothek
- Geheimnisse
- Kater
- Geister
- Ermittlungen
- Spannung
- Twists
- Wohlfühlbuch
- Kleines Highlight
Mortimer ist ein Kater, der auf einen kleinen Bücherschrank aufpasst. Eines Tages kommt der Schüler Evan vorbei und nimmt sich spontan die beiden schmalsten Bücher. Zu seiner Verwunderung stellt er fest, dass fast alle Bücher des Bücherwagens offizielle Bücher aus der damals niedergebrannten Stadtbibliothek sind, die alle am selben Tag zurückgegeben wurden. Mehrere Bücher wurden damals von Evans Vater ausgeliehen, eines sogar vom berühmten Autor H. G. Higgins, in dem ein mysteriöses Polaroid-Foto steckt. Was hat es damit auf sich? Was geschah damals in der Bibliothek? Und was hat der Kater Mortimer mit all dem zu tun? Zusammen mit seinem besten Freund Rafi macht sich Evan an die Detektivarbeit …
Dieser wunderschöne Kinderroman ist unglaublich angenehm zu lesen und erzählt eine relativ schlichte, aber dafür sehr einnehmende Geschichte. Verschiedene Sichtweisen puzzeln ein Mysterium zusammen, das mir als Erwachsene zwar teilweise klar war, aber definitiv nicht ganz: Es gab ein, zwei Überraschungen, die ich nicht kommen gesehen habe und die mir deshalb umso mehr gefielen. Tatsächlich wünschte ich mir, dass auch der Haupttwist der Handlung – Mortimers Geheimnis – etwas weniger offensichtlich gewesen wäre, denn schließlich haben die beiden Autorinnen bereits hervorragend gezeigt, dass sie gute, unvorhersehbare und gleichzeitig logische Twists schreiben können!
Aber um ehrlich zu sein, ist das letztendlich eine kleine Kritik, denn die eigentliche Handlung hat mir so viel Spaß gemacht, dass mir die teils offensichtlichen Zusammenhänge nichts ausmachten. Gerade der Mystery-Aspekt war unglaublich gut gelungen, denn ich habe mich durchaus gefragt, wie die verschiedenen Handlungselemente miteinander verwoben sind und auf welche Weise sie aufeinandertreffen würden. So gibt es zum Beispiel auch einen wichtigen Handlungsstrang mit tatsächlichen Geistern, der ebenfalls eine Rolle spielt und für mich lange ein Mysterium war. Allgemein gibt es viele Details, die noch für später relevant und nicht immer offensichtlich sind.
Gleichzeitig ist das Buch nicht nur eine Detektivgeschichte, sondern auch eine emotionale, die speziell das Thema der Schuld in den Vordergrund rückt. Zwar habe ich die Mystery-Elemente am meisten genossen, mochte aber auch die Szenen, in denen wir den Charakteren bei alltäglicheren Geschehnissen folgten.
Ich glaube, das einzige, was mich verwunderte, war, dass das Leben von Evans bestem Freund Rafi gar nicht richtig kommentiert wird. Seine Eltern haben unzählige Regeln für ihn, die das, was er tun darf, stark einschränken, ohne, dass die Geschichte das beurteilt (weder positiv noch negativ). Evan und Rafi machen zwar ein paar Kommentare diesbezüglich, aber alle anderen Charaktere scheinen das Verhalten der Eltern komplett normal zu finden, ohne dass ich mir erklären konnte, ob das zum Humor der Geschichte gehört (was wahrscheinlich ist) oder eine Logiklücke ist (was ich nicht für wahrscheinlich halte, mir aber so vorkam). Ist eigentlich ein verhältnismäßig unwichtiger Teil der Handlung, aber einer, der mir aufgefallen ist.
Doch zusammengefasst haben wir trotz der kleinen Kritikpunkte eine absolut wunderbare Geschichte, die sich gerade für Mystery- und Spannungsfans sehr gut eignet – und nicht nur für Kinder ist!
- Liebe ohne Sommer
- Timothy Paul
- Rowohlt
- Belletristik
- Romanze
- Freundschaft
- Liebe
- Trauer
- Trauerbewältigung
- Geheimnisse
- Twists
- Akzeptanz
Sie begegnen sich im Treppenhaus: Rosa und Nikolas, die sich schnell sympathisch sind und bald schon anfangen, miteinander auszugehen. Nikolas scheint jedoch nicht zu wollen, dass Rosa seinen Freundeskreis kennenlernt, was sie merkwürdig findet. Und dann passiert es: Nikolas hat einen tödlichen Unfall und Rosa weiß nicht, wie sie sich fühlen soll. So lange zusammen waren sie schließlich nicht, und wer war Nikolas überhaupt? Hätte ihre Liebe gehalten? Rosa beginnt, Nachforschungen nachzustellen, um sich nicht nur über Nikolas‘ Charakter klarzuwerden, sondern auch über ihre eigenen Gefühle …
Dieser Roman ist in zwei Hälften geteilt: Die Romanze zwischen Rosa und Nikolas, und die Ereignisse, die nach seinem Tod passieren. Zwar haben wir auch in der ersten Hälfte Kapitel, die in der Gegenwart spielen und uns gleich von Anfang an über Nikolas‘ Tod informieren, doch hat Timothy Paul Spaß daran, davor einige Fake-Outs einzubauen, bevor er dann tatsächlich stirbt. Diese Fake-Outs kamen zum Glück nicht ZU oft vor und Nikolas‘ Tod kam sogar etwas schneller als erwartet, aber insgesamt kann man die Geschichte trotzdem gut in diese zwei Hälften einteilen.
Etwas, das in beiden Hälften brilliert, sind die Dialoge: Sie sind sehr gut geschrieben, überraschend realistisch und tatsächlichen Dialogen sehr nahe, sodass sie mühelos zum stärksten Punkt des Romans wurden. Denn obwohl ich realitätsnahe Dialoge eigentlich nicht mag, haben sie mir hier so gut gefallen, dass ich sie unbedingt als Pluspunkt erwähnen musste.
Die erste Hälfte fokussiert sich auf die Liebesgeschichte und ist ganz in Ordnung. Ich weiß nicht, ob es Absicht war, aber obwohl Rosa und Nikolas durchaus Chemie miteinander haben, kamen sie mir nie so vor, als wären sie die eine große Liebe zueinander. Rosa betonte mir zum Beispiel etwas zu oft, wie gut Nikolas aussieht. Aber in der zweiten Hälfte lernt sie jemand Neuen kennen, dessen große Stärke seine Persönlichkeit ist, und ich realisierte, dass Rosas vergleichsweise kurze Beziehung mit Nikolas absolut valide war – schließlich muss nicht jede Beziehung gleich eine für das ganze Leben sein.
Überhaupt spielt die Frage nach der „großen Liebe“ eine große Rolle, so ziemlich alle Charaktere geben ihre eigene Meinung dazu ab und alle Meinungen werden als gleichwertig behandelt. Das hat mir sehr gefallen, weil es erfrischend war, so viele verschiedene Perspektive zu bekommen, ohne dass uns gesagt wird, dass eine die „richtige“ ist.
Die zweite Hälfte der Handlung, in der Rosa Nachforschungen anstellt und Nikolas‘ Freunde trifft, war absolut großartig! Ich mochte ihre zwiegespaltenen Gefühle, Nikolas‘ Charakterisierung, die zu meiner Freude überraschend positiv war, die Twists, die die Handlung auf gute Weise bereicherten, ohne zu schockierend oder zu klischeehaft zu sein, und: Dickeskind. Dickeskind war mühelos mein Lieblingscharakter und keine Sorge, der Name macht im Kontext Sinn ;)
Doch eine wichtige Kritik habe ich: Das Ende. Gerade, weil der Rest der Handlung ein paar erfrischende Twists und Handlungsentwicklungen hatte, war ich enttäuscht davon, wie vorhersehbar und klischeehaft das Ende war. Das hat zwar meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, weil die Geschichte insgesamt betrachtet immer besser wurde, doch hätte ich mir trotzdem gewünscht, das Ende hätte auf andere Elemente zurückgegriffen als die, die letztendlich gewählt wurden.
Insgesamt haben wir hier aber immer noch einen lockeren, sehr unterhaltsamen Roman, der mir sehr gefallen hat!
- Das Gold der Krähen
- Leigh Bardugo
- Droemer Knaur
- Fantasy
- Heist
- Charaktere
- Magie
- Spannung
- Charakterentwicklung
- Romanze
- Liebe
- Freundschaft
- Twists
- Highlight
Seit Inejs Entführung versuchen die Krähen alles, um sie aus den Klauen Van Ecks zu befreien, einschließlich Inej selbst. Und das ist noch nicht einmal ihr größtes Problem – Kaz will sich immer noch an Pekka Rollins rächen, Jesper möchte seinen Vater beschützen und Wylan seinen aufhalten, Nina muss ihre Sucht überwinden und Matthias will ihr dabei helfen, und Inej sehnt sich nach der Erfüllung ihres größten Traums. Und am Ende hängt es von ihnen allen ab, ob sie alle am Ende in Freiheit leben können …
Auch der zweite Teil der Krähen ist eine großartige Lektüre, die ihren Fokus vor allem auf die einzelnen Charakterbeziehungen legt, aber auch auf ihre individuellen Ziele, die sich seit dem ersten Band verändert und entwickelt haben. Es war so zufriedenstellend, nicht nur Kaz‘ Planung zu erleben, sondern auch, wie er und die anderen ein engeres Band zueinander knüpften. Sowohl den Romanzen als auch den Freundschaften wird viel Aufmerksamkeit geschenkt, während die Handlung immer noch vorankommt, was eine großartige Kombination war. Obwohl ich die eigentliche Handlung als leicht schwächer empfunden habe als die des ersten Bandes, macht sie es durch die Charakterentwicklungen wieder wett!
Was mir außerdem sehr positiv aufgefallen ist, waren die kurzen Rückblicke, die uns einen kleinen Einblick in die Vergangenheit verschiedener Charaktere gegeben haben. Diese Rückblicke gab es zwar schon im ersten Band, doch waren diese dort quasi eigene Nebenhandlungen, die viel Raum einnahmen, während wir hier im zweiten Band mehrere kürzere Rückblicke bekamen. Bis auf Wylan (dessen Vergangenheit locker als wichtige Nebenhandlung gelten kann) zeigen uns alle Charaktere kleinere Momente, die sie geprägt haben und diese waren überraschend effektiv. So sehr ich auch im ersten Band mit den größeren Flashbacks mitfieberte: Ich fand es unglaublich bereichernd, viele kleinere Augenblicke mitzuerleben, die die Charaktere zusätzlich vermenschlichten.
Interessanterweise hatte ich viele Dinge nicht mehr richtig in Erinnerung, zum Beispiel die Reihenfolge und den Abstand wichtiger Ereignisse, sowie viele Charakterinformationen und andere Details. Das hat es umso interessanter gemacht, sich beim Lesen wieder alles in Erinnerung zu rufen, während die bekannten Szenen noch mehr Spaß machten als zuvor. Das Finale muss ich dabei extra erwähnen; ich liebe es, wie es jedem Charakter ein passendes Ende gab und mich gleichzeitig an mehr als einer Stelle zu Tränen rührte. Leigh Bardugo hat mit dieser Dilogie wahrlich ein Meisterwerk geschrieben und ich bin mir sicher, dass ich es noch einige Male lesen werde!
- Das Lied der Krähen
- Leigh Bardugo
- Droemer Knaur
- Fantasy
- Heist
- Spannung
- Charaktere
- Geheimnisse
- Twists
- Highlight
Sechs Außenseiter auf einer scheinbar unmöglichen Mission: Kaz, der Ränkeschmied; Inej, das Phantom; Nina, die Entherzerin; Matthias, der Hexenjäger; Jesper, der Glücksspieler; und Wylan, der Demo-Experte. Alle mit ihren eigenen Zielen, ihren eigenen Plänen und ihren eigenen Geheimnissen. Denn die größte Schwierigkeit ist nicht die Heist selbst, sondern ihre komplexen Beziehungen zueinander ...
Ich hatte mal wieder Lust, einen phänomenalen Roman zu lesen und was eignet sich da besser als einer, von dem man bereits weiß, dass er einer ist? Beziehungsweise: Eine neue Edition, die nicht nur Charakterporträts beinhaltet, sondern auch die aktuelle deutsche Übersetzung, die in meiner alten Variante noch von "Grischa" spricht und die ich hier zum ersten Mal als "Grisha" lesen durfte. Ist natürlich nur eine Kleinigkeit, aber dennoch erfrischend! Denn so ikonisch das englische Original ist, bevorzuge ich gerade bei Fantasy eine gute deutsche Übersetzung, die wir hier geliefert bekamen.
Die Handlung und die Charaktere sind so einnehmend wie zuvor, wobei mir in diesem Reread vor allem die Dialoge positiv aufgefallen sind – sie sind pointiert, humorvoll und hauchen den Charakteren (und deren Beziehungen zueinander) Leben ein. Ich habe mich oft gefragt, was die Krähen zu so fesselnden Charakteren macht und ein Teil davon entsteht definitiv durch die Dialoge.
Bei der Handlung habe ich mich diesmal auf die kleinen Details konzentriert, die weitaus mehr Bedeutung haben, als es zunächst den Anschein hat. Leigh Bardugo setzt Foreshadowing großartig ein, was es so zufriedenstellend macht, das Buch noch mal zu lesen und dabei etwas zu entdecken, das mir bisher nicht auffiel. Davon abgesehen ist das Pacing sehr angenehm und ließ mich geradezu durch die Seiten fliegen.
Insgesamt bin ich immer noch begeistert und beeindruckt davon, wie Leigh Bardugo eine so fantastische Welt erschaffen hat! Die Krähen-Dilogie gehört immer noch zu meinen absolut liebsten Fantasybüchern und speziell diese Collector's Edition war ein wunderbarer Weg, sie wieder zu erleben!
Sydney erlebt ein wahrhaft furchtbares erstes Date mit einem Creep, den sie über die beliebte Cynch-App kennengelernt hat. Bevor die Situation aus dem Ruder gerät, wird sie von einem geheimnisvollen Mann gerettet, und am Tag darauf, als der Creep wiederkehrt, von ihrer Freundin Bonnie. Kurz darauf wird Bonnie jedoch tot aufgefunden. Sie hatte die App ebenfalls und lernte einen charmanten Mann kennen, über den sie sich jedoch ausschwieg. Als Sydney dem geheimnisvollen Mann wieder begegnet, fürchtet sie zunächst, es könne ein Zusammenhang bestehen, doch bald schon verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Doch was hat es wirklich mit ihm auf sich? Sydney ist entschlossen, es herauszufinden …
Ich habe bisher jeden deutschen McFadden-Roman gelesen und vielleicht fiel es mir deshalb leicht, die Twists in diesem Thriller kommen zu sehen. Er las sich unglaublich locker – meiner Meinung nach sogar zu locker, weil der Schreibstil wirklich sehr, sehr schlicht war. Das half zwar, den Roman schnell zu lesen, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass das Schreibniveau in vorigen Bänden zumindest ein klitzekleines bisschen höher war.
Was mir dafür gut gefallen hat, war der Aufbau der Handlung, der teils aus den gegenwärtigen Ereignissen mit Sydney und teils aus den vergangenen mit Tom besteht, wobei ich vor allem in letztere investiert war. Die falschen Fährten waren für mich deutlich zu erkennen, aber gerade deshalb war ich gespannt, wie genau die Ereignisse aus beiden Zeitlinien zusammengeführt werden würden. Es gab mehrere Möglichkeiten, die mir in den Sinn kamen, jedoch muss ich zugeben, dass ich vom Ergebnis enttäuscht war. Denn leider fand ich es trotz der falschen Fährten recht offensichtlich, was der große Twist sein würde.
Zumindest den ersten Twist soll man wahrscheinlich kommen sehen, aber der Twist gegen Ende sollte definitiv eine Überraschung sein, war er für mich aber leider nicht. Wie gesagt war ich enttäuscht davon, wie leicht es für mich war, die falschen Fährten zu erkennen und den richtigen Schluss zu ziehen. Vielleicht bin ich einfach schon zu versiert, was McFadden-Romane angeht, aber so oder so hätte ich mir gerne mehr Überraschungen gewünscht.
Das, was mir wirklich gut gefiel, waren die Kapitel, die in Toms Vergangenheit spielten, weil hier viele dramatische und schwierige Situationen für ihn entstanden, bei denen ich gespannt war, wie sie aufgelöst werden würden. Aber davon abgesehen konnte mich dieser Thriller nicht ganz überzeugen.
Jährlich findet auf der J. Everett High ein Krimispiel statt, das die Schülerinnen und Schüler für ein Preisgeld lösen können. Dieses Mal jedoch ist die Leiche echt: Xavier Torres, das für das Spiel auserwählte Opfer, wird von seiner Exfreundin Sierra tot aufgefunden. Sofort gilt sie als Hauptverdächtige und jeder sieht den Fall als so gut wie gelöst an. Auch Dulce liegt nicht viel daran, zu ermitteln, weil Sierra sie einst in einer wichtigen Angelegenheit verraten hat. Dulces beste Freundin Emi überredet sie, sich des Falles trotzdem anzunehmen, doch das macht es nicht leichter, den Täter zu finden. Ist es der Neue Zane, der ständig mit Dulce flirtet? Ist es die unschuldig wirkende Rose, mit der Emi gerade viel Zeit verbringt? Ist es Enzo, Xaviers Bruder, der ihn nicht ausstehen konnte? Oder doch Sierra, die sie alle anlügt? Dulce macht sich daran, den Fall zu lösen …
Diesem Jugendthriller gelingen einige Dinge ganz hervorragend – und einige leider nicht. Der Kriminalfall selbst ist großartig, weil absolut alle auf ihre Art verdächtig erschienen, valide Motive für den Mord haben und verdächtiges Verhalten an den Tag legen. Aus diesem Grund war ich auch für einige Zeit unsicher, wer letztendlich der Täter oder die Täterin sein wird, obwohl ich durchaus Vermutungen hatte. Nur leider war der Täter leider sehr, sehr offensichtlich – sogar so sehr, dass ich wirklich hoffe, dass die Geschichte einen anderen Weg einschlagen wird. Leider wurde ich diesbezüglich enttäuscht, was dem ganzen Fall einen unangenehmen Nachgeschmack gegeben hat. Vielleicht bin ich inzwischen einfach zu genre-savvy, aber dieser Aspekt des Falls hat mich persönlich sehr enttäuscht.
Auch, was die Charaktere angeht, brauchte ich eine ganze Weile, um mich für sie aufzuwärmen. Am Anfang waren mir fast alle unsympathisch, weil ihr Verhalten gegenüber Dulce bestenfalls herablassend und schlimmstenfalls antagonistisch war. Das schließt auch Charaktere ein, die sympathisch wirken sollen, wie Emi und Zane. Allein dadurch, dass so viele Charaktere verletzende Geheimnisse vor Dulce hatten, brillierten sie nicht gerade durch ihre Freundlichkeit. Im Lauf der Handlung wurde das allerdings besser, Dulce und Zane entwickelten eine sehr süße Romanze, Emi zeigte ihre Qualitäten als beste Freundin und auch andere zunächst unsympathische Charaktere – wie Sierra und Enzo – bekamen Momente, in denen sie ihre Vielschichtigkeit präsentieren konnten. Mit anderen Worten: Die Charaktere waren zunächst ein Kritikpunkt, entwickelten sich dann aber zu einem positiven Aspekt der Handlung.
Jemand, der zum Glück stets sympathisch war, war Dulce selbst. Sie macht zwar auch Fehler, ist ausgesprochen stur und ein wenig zu entschlossen, gewisse Charaktere (nicht) zu beschuldigen, aber nicht nur wird ihr Verhalten sehr gut erklärt, sie entwickelt sich während der Handlung auch und sieht ein, dass sie sich nicht immer richtig verhalten hat. Zudem schafft die Geschichte es großartig, ihre Beobachtungs- und Kombinationsgabe tatsächlich zu zeigen, während sie gleichzeitig realistische Fehler macht und den Fall nicht komplett im Alleingang löst. Das alles hat sie nur noch sympathischer gemacht und sie war neben Zane mein Lieblingscharakter.
Alle Charaktere haben natürlich ein Geheimnis, von dem sie auf keinen Fall wollen, dass es herauskommt – aber wie schon beim Haupttäter selbst fand ich es stellenweise erschreckend einfach, den Großteil ihrer Geheimnisse (und damit einen Teil der Twists) zu erraten. Natürlich nicht alle, aber doch einen erwähnenswerten Teil. Es kommen teils recht vorhersehbare Handlungsstränge vor, die diejenigen, die bereits viele Krimis bzw. Thriller gelesen haben (vor allem im Jugendbereich) relativ leicht kommen sehen können. Zum Glück gibt es auch welche, die überraschender sind, aber eben nicht nur.
Letztendlich war ich hin- und hergerissen, weil der Kriminalfall an sich sehr gut gemacht ist, seine Verdächtigen fantastisch vorstellte, aber auch Handlungselemente hatte, die man sehr leicht vorhersehen kann – andere Leser:innen vielleicht sogar noch besser als ich. Gleichzeitig war der Roman aber mitnichten schlecht, weil die vielen Geheimnisse mich gut durch die Handlung trieben und ich selbst die vorhersehbaren gut eingebracht fand. Von daher würde ich diesen Jugendthriller vor allem denjenigen empfehlen, die noch nicht so viele gelesen haben.
- Magisterium
- Das 5. Jahr
- Holly Black
- Cassandra Clare
- Baumhaus
- Kinderbuch
- Fantasy
- Magie
- Spannung
- Quest
- Gut vs Böse
- Freundschaft
- Romanze
- Twists
Nach den turbulenten Ereignissen des letzten Jahres kehrt Callum endlich wieder ans Magisterium zurück, um dort das letzte Jahr abzuschließen. Er und Aaron müssen sich immer noch an ihre neue Situation gewöhnen, ohne, dass irgendjemand – einschließlich Tamara – davon erfahren darf. Als Alex als Verschlungener aus dem Chaos zurückkehrt, müssen sie zudem überlegen, wie sie ihn besiegen sollen. Aaron schlägt vor, dass Callum auf seine Erinnerungen als Constantine zugreift, doch Callum hat Angst, dass er dadurch sich selbst verliert …
Mit dem fünften Jahr findet die „Magisterium“-Reihe ihren zufriedenstellenden Abschluss, der zudem noch ein paar letzte Überraschungen zu bieten hat. Das Buch selbst ist in zwei Teile geteilt: In der ersten Hälfte müssen Callum und Aaron zunächst mit ihrer neuen Situation zurechtkommen und nach einem Weg suchen, Alex zu besiegen; und in der zweiten Hälfte suchen sie nach vier Verschlungenen der vier Elemente, um ebendies zu tun. Beide Teile haben mir sehr gut gefallen, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen.
Denn die erste Hälfte brilliert vor allem durch ihren Humor, der durch Callums und Aarons prekäre Lage entsteht und mir mehr als einmal ein breites Grinsen entlockt hat. Es war so erfrischend, die beiden wieder miteinander interagieren zu sehen, zumal ihre Chemie miteinander wie immer sehr gut ist. Apropos Chemie: Auch die Romanze zwischen Callum und Tamara, die in diesem Teil der Handlung eine wichtige Rolle spielt, war gut umgesetzt und passte sehr viel besser zur Handlung als noch im letzten Teil.
Der zweite Teil der Geschichte war dramatischer und abenteuerlicher, weil die Charaktere sich auf eine kleine Reise begeben, was dann zu einem Ende führt, das sehr genial umgesetzt worden ist und hervorragend zeigte, wie pfiffig Callum sein kann. Ich war wirklich sehr zufrieden mit seinem geschmiedeten Plan und der Art und Weise, wie er umgesetzt wurde. Ein wirkliches grandioses Finale und Ende!
Insgesamt also eine sehr gute Serie für ältere Kinder und Jugendliche (da sie stellenweise recht grausam sein kann, würde ich sie jüngeren Kindern nicht empfehlen), die es schafft, in vergleichsweise wenige Seiten ein wunderbares Abenteuer zu packen!
- Magisterium
- Das 4. Jahr
- Holly Black
- Cassandra Clare
- Baumhaus
- Kinderbuch
- Fantasy
- Magie
- Antagonisten
- Gut vs Böse
- Spannung
- Twists
- Wiederbelebung
- Freundschaft
Seit sechs Monaten ist Callum bereits im Gefängnis und erwartet sein Schicksal. Von seinen Freunden und seiner Familie hat er nichts mehr gehört und bekommt die fürchterlichen Ereignisse des letzten Bandes nicht mehr aus dem Kopf. Bis er unerwartet von Tamara und Jasper befreit wird, die ihn ausgerechnet bei Anastasia unterbringen – Constantines Mutter. Diese sorgt dafür, dass die beiden zu Master Joseph gelangen, der Callum eine ganz besondere Aufgabe gibt: Er soll versuchen, Aaron wiederzubeleben …
Spannend geht es mit dem vierten Band des Magisteriums weiter, wobei das Magisterium selbst zugegeben keine Rolle mehr spielt. Das ist zugegeben nur ein kleiner Kritikpunkt, aber trotzdem ein wichtiger: Denn während zwar schon die letzten zwei Bände zum Teil viele Szenen außerhalb des Magisteriums hatten, war der Fokus dieses Mal so weit davon entfernt, dass „Das 4. Jahr“ sich als Untertitel schlicht falsch anfühlte. Denn es geht nicht um das vierte Jahr, sondern um Callums Gefangenschaft bei Master Joseph. Ein kleines Detail, aber ein wichtiges, das mich störte.
Gerade die Spannung war diesmal erstklassig, denn die Ereignisse überschlagen sich regelrecht, sodass ich konstant am Ball gehalten wurde. Es gab so viele Momente, die mich schockierten und meine Sorgen befeuerten, dass ich mehrmals einen Ausruf ausstieß, weil ich so mit den Charakteren mitfieberte. Alles scheint immer mehr auszuufern, mit neuen Twists und schweren Entscheidungen, was die Spannung immer mehr erhöhte. Wirklich ein großes Lob an Holly Black und Cassandra Clare dafür, dass sie die Ereignisse genau auf die richtige Weise eskalieren ließen!
Am Anfang hat mir zugegeben ein wenig mehr Reue und Trauer von Callums und Tamaras Seite gefehlt. Gerade, weil es hier noch langsamer vor sich ging, wäre es die perfekte Gelegenheit gewesen, ihre Gefühle und Gedanken zu Aarons Tod auszuführen, sowie ihren Widerwillen, Zeit mit dessen Mörder zu verbringen, aber zu meiner Überraschung geschah das nicht. Stattdessen bekamen wir ein wenig Liebesdrama – und obwohl mir das überraschend gut gefiel, war es letztendlich nicht notwendig und hätte zugunsten tieferer Gefühle bezüglich der vergangenen Ereignisse ausgetauscht werden können.
Die Charaktere an sich waren aber immer noch nachvollziehbar und gerade Callums Zerrissenheit bezüglich seiner Aufgabe und deren Konsequenzen hat mir sehr gut gefallen. Auch Tamaras Sichtweise fand ich verständlich und sie bekommt in diesem Band ein wenig mehr Zeit, ihre Stärken zu demonstrieren, wenn auch vor allem in der ersten Hälfte. Nur die Antagonisten blieben wie immer recht eindimensional, aber das hat mich nicht gestört, weil es gut zur Geschichte passte.
Das Ende bot eine angenehme Überraschung, die mir ausgesprochen gut gefiel – und deren Nachwirkungen ich gleich jetzt im fünften Band weiterlesen werde!
- Dreamslinger
- Graci Kim
- Baumhaus
- Kinderbuch
- Fantasy
- Magie
- Elemente
- Tiere
- Freundschaft
- Schule
- Twists
- Spannung
- Diskriminierung
Aria ist eine Dreamslinger, die jahrelang gelernt hat, ihre gefährlichen Kräfte zu mäßigen, zu zügeln und zu bändigen. Vor zehn Jahren haben die Dreamslinger nämlich eine Masseneruption ihrer Kräfte ausgelöst, die zahlreiche Menschen, inklusive Arias Mutter, das Leben gekostet hat. Ihr Vater möchte dafür sorgen, dass Dreamslinger in der Gesellschaft akzeptiert werden, doch als während einer wichtigen Ansprache der Royale Bund auftaucht, der für die Masseneruption damals verantwortlich war, fürchten alle, dass sie wieder eine Masseneruption planen. Aria bietet an, als Spionin bei den Auswahlprüfungen der Dreamslinger teilzunehmen, um die nötigen Beweise dafür zu finden. Doch niemals hätte sie sich träumen lassen, dass sie sich nach und nach immer mehr mit ihnen identifiziert …
Ich bin ein wenig hin- und hergerissen, was dieses Kinderbuch angeht – und ich denke, das liegt teils daran, dass ich es gerne als Jugendbuch gelesen hätte. Es hat so viele gute Ideen, Szenen und Potential, dass ich mir wünschte, noch mehr Zeit mit den Charaktere verbringen zu können, um die guten Aspekte noch mehr zu genießen und die nicht ganz so guten durch mehr Tiefe auszumerzen.
Denn was die Handlung an sich angeht, hat sie mir recht gut gefallen – obwohl es natürlich von Anfang an offensichtlich ist, dass Aria sich irgendwann auf die Seite des Royalen Bundes stellen wird, war ich sehr investiert darin, ihr bei dieser Reise zuzuschauen: Wie sie zunächst gar keine Verbindungen eingehen wollte, dann aber ihre guten Freunde Tui und Lion fand, schließlich ihre Traumgefährtin Rio und die Erkenntnis, wie das schlichte Informieren über eine andere Gruppe ihre Vorurteile bezüglich dieser Gruppe komplett ausmerzte. Das war eine sehr schöne Botschaft, doch wird sie ein wenig dadurch vermindert, dass der Royale Bund selbst leider nicht so offen wie Aria ist.
Das ist teilweise ein Kritikpunkt von mir und teilweise ein Lob: Denn mir hat es überhaupt nicht gefallen, dass der Royale Bund jedes Kind, das bei einer Prüfung scheiterte – unabhängig von wichtigen Faktoren – sofort zurück in sein Heimatland schickte, selbst, wenn dieses Land Dreamslinger einsperrt und zutiefst verachtet. Für mich hatte das einen sehr unangenehmen Geschmack nach „Ausländer raus“, das zudem für den Großteil der Handlung nicht wirklich infrage gestellt wird – tatsächlich habe ich mich sogar gewundert, warum Aria sich immer mehr mit dem Royalen Bund identifiziert, der so intolerant gegenüber allen ist, die auch nur einen einzigen Fehler im falschen Moment machen. Doch hier kommt auch das Lob: Gegen Ende realisieren Aria und die anderen schließlich, wie unglaublich ungerecht der Royale Bund vorgeht, sehen aber ein, dass sie noch nichts tun können, um etwas daran zu ändern, allerdings für eine bessere Zukunft kämpfen wollen. Für ein Kinderbuch war das eine überraschend realistische Botschaft, die für mich als Erwachsene zwar ein wenig pessimistisch wirkte (denn realistisch gesehen müsste diese Zukunft locker zehn Jahre entfernt liegen, was kein besonders großer Trost für die Ausgestoßenen ist), Kindern aber trotzdem gut beibringt, dass man Ungerechtigkeiten nicht einfach als gegeben hinnehmen sollte, selbst, wenn man noch nichts an ihnen ändern kann.
Die Dreamslinger, deren Fähigkeiten und die Traumgefährten werden nicht allzu sehr vertieft, waren aber interessante Konzepte. Viel mehr als das Worldbuilding hat mich ohnehin die Handlung überzeugt – denn sie hatte viele gute, dramatische, spannende, herzerwärmende, lustige und allgemein großartige Szenen. Ob es nun um die Freundschaft der Charaktere geht oder über die Dinge, die sie herausfinden: Ich fand die Balance zwischen den verschiedenen Handlungselementen (Freundschaften, Ausbildung, Spionage etc.) sehr gelungen, vor allem die Twists, die die Geschichte noch mal ordentlich aufgewertet haben. Ein, zwei kann man gerade als erwachsener Leser vielleicht vorhersehen, aber davon abgesehen gibt es immer noch andere Twists, die mich sehr überraschten und den Kontext früherer Szenen auf grandiose Weise veränderten. Das Ende war unglaublich spannend und ein kleines Highlight für mich.
Was jedoch die Charaktere angeht, gab es meiner Meinung nach leider viel zu viele. Nur das Haupttrio, das aus Aria, Tui und Lion besteht, stach positiv heraus (wobei ich vor allem Lion mochte, weil sein geheimnisvolles Verhalten für großartige Theorien sorgte und zufriedenstellend aufgeklärt wurde), aber so ziemlich der gesamte Rest – mit nur sehr wenigen Ausnahmen – leidet sehr stark darunter, ein Teil einer großen Masse zu sein, deren Individuen man sich nicht notwendigerweise merkt. Ich habe es sehr begrüßt, dass Kinder verschiedener Nationalitäten vorkamen, aber dadurch, dass buchstäblich alle stets namentlich erwähnt werden, fühlte ich mich schnell überfordert und machte mir deshalb nicht die Mühe, mir mehr als zwei, drei zu merken. Hier war die Freundschaft zwischen Aria, Tui und Lion definitiv der stärkste Punkt, und ein weiteres kleines Highlight aufgrund der wunderbaren Umsetzung, während der Rest der Charaktere fast gar keinen Eindruck bei mir hinterließ.
Insgesamt also ein Kinderbuch, das eine spannende Handlung und gute Twists bietet, aber aufgrund seiner Charakteranzahl und möglicher Lesart der Botschaft auch verwirrend anmutet. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den zweiten Teil lesen werde, doch falls ich es tue, hoffe ich, dass speziell der Kampf gegen die kleingeistigen Ansichten des Royalen Bundes eine größere Rolle in der Handlung spielen wird.
Nach zehn Jahren des Krieges wollen die Königreiche Avendell und Istellia einen Friedensvertrag unterzeichnen, der ihre adeligen Jugendlichen miteinander verheiratet. Prinz Kellam ist darüber nicht begeistert, weil er insgeheim in den Leibwächter seines Vaters, Oak, verliebt ist, doch ist er trotzdem bereit, Prinzessin Melarie für das Wohl seines Volkes zu heiraten. Der König ruft sie zusammen mit dem Heiler Ellion und der Bestienbändigerin Clove in der Nacht vor der Unterzeichnung zu sich. Die Attentäterin Vesryn wartet währenddessen versteckt in einem Schrank. Doch bevor der König ihnen verraten kann, warum er sie gerufen hat, wird es dunkel und er wird getötet – von einem der sechs Anwesenden. Als ein Sturm sie alle im Schloss einsperrt und nach und nach noch mehr Leichen auftauchen, wissen die sechs, dass sie sich zusammentun müssen, um herauszufinden, wer von ihnen den König getötet hat …
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil die Autorinnen bereits vorher ankündigten, dass tatsächlich einer der sechs Hauptcharaktere der Täter ist und ich gespannt war, wie sie diese Handlung wohl umsetzen würden. Letztendlich war ich halb zufrieden und hätte mir halb mehr erhofft, auch wenn die Handlung insgesamt sehr spannend war.
Zunächst einmal war es ein wenig schwer, in das Buch reinzukommen, weil der Schreibstil irgendwie gewöhnungsbedürftig war und nur sehr wenige Charaktere mein Interesse weckten. Im Lauf der Handlung wurde das jedoch besser, weil es viele unerwartete Entwicklungen gab, die mich auf Trab hielten und einige Charaktere immer interessanter wurden.
Meine Lieblinge von Anfang an waren Ellion (in den es sehr leicht ist, sich hineinzuversetzen) und Vesryn (die allgemein großartig war und eine faszinierende Beziehung zu Ellion hatte), während Kellam mir im Lauf der Handlung immer mehr ans Herz wuchs. Oak war in Ordnung, während Melarie und Clove sich leider eher wie Extras anfühlten – ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte auch gut ohne sie ausgekommen wäre. Ihre angedeutete Freundschaft war ein halbwegs interessanter Aspekt, doch insgesamt hätte man ihre Rollen wahrscheinlich gut miteinander verbinden und teils anderen Charakteren geben können.
Auch bei der Handlung habe ich einen Kritikpunkt: Ich fand es unglaublich einfach, den Mörder des Königs zu schlussfolgern. Fast ganz am Anfang hatte ich bereits eine Theorie, die sich immer mehr verfestigte und sich tatsächlich als richtig erwies. Doch auch, wenn das enttäuschend war, gibt es dafür viele andere unerwartete Entwicklungen, die ich nicht kommen sah und die mich ganz schön starren ließen – so nimmt die Suche nach dem Königsmörder nur etwas mehr als die Hälfte der Handlung ein, während die andere Hälfte sich auf eine ganz andere Handlung fokussiert, die mich mit ihren Plot Twists sehr beeindrucken konnte.
Zwar kommt das mit seiner eigenen Kritik (letztendlich spielt es keine Rolle, dass einer der Charaktere den König getötet hat, und der zweite Handlungsstrang hätte sicher davon profitiert, ebenfalls einen der Hauptcharaktere als Täter zu haben), aber die Handlung allgemein war so spannend, dass mir das letztendlich nicht viel ausmachte. Nicht nur ist die Mischung aus Whodunnit und Fantasy gut gelungen, auch die Entwicklungen der Handlung danach waren insgesamt großartig, weil immer etwas passiert und ich wissen wollte, was dahintersteckt. Im Grunde wurde das Buch während des Lesens immer besser und immer spannender, was zwar für einen holprigen Anfang sorgt, aber für einen guten Gesamteindruck. Vor allem gefiel mir das gemeine Ende, das einen zweiten Teil andeutet, der die Charaktere mit anderen Problemen konfrontiert – und obwohl ich durchaus einige Kritikpunkte hatte, würde ich mich über eine Fortsetzung sehr freuen.
Zusammengefasst ist das Buch vor allem für diejenigen Fans zu empfehlen, die es lieben, wenn die Handlung sie stets auf Trab hält!
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Hana und ihr Vater leiten ein Pfandhaus, in dem sie die bereuten Entscheidungen ihrer Besucher gegen Seelenfrieden eintauschen. Doch an dem Tag, an dem Hana das Pfandhaus übernehmen soll, verschwindet ihr Vater und eine der Entscheidungen – und bald schon findet sie heraus, dass er nach ihrer scheinbar verstorbenen Mutter sucht. Zusammen mit Keishin, einem jungen Doktor der Physik, beginnen sie eine magische Reise, um ihren verschwundenen Vater zu finden – wobei alles, was Keishin bisher über die Welt zu wissen glaubte, auf den Kopf gestellt wird …
Entscheidungen, die man eintauschen kann, Zeit, die sich falten lässt, Erinnerungen, die als Perlen aus der Haut geschnitten werden, ein Dorf, das die Sterne für die Nacht vorbereitet: Dieser Roman lebt aus seinen Ideen. Es gibt so unglaublich viele kreative davon, die ich bisher noch nie in einem Roman las, dass ich geradezu Ehrfurcht vor der Kreativität der Autorin verspürte. Über den ganzen Roman hinweg besuchen Hana und Keishin verschiedene Orte, die alle auf ihre eigene Weise funktionieren und die Magie eines Ghibli-Films haben. Sie waren mit Abstand die größte Stärke des Romans, der leider auch nicht ganz so gut umgesetzte Aspekte hatte.
Zum einen ist da der Schreibstil, der sich recht langsam liest und der Geschichte einen ruhigen Erzählstil gibt, selbst an spannenden Stellen. Zum anderen sind es die Hauptcharaktere selbst: Sie waren ganz in Ordnung, aber nicht herausragend. Gegen Ende gibt es ein paar Twists, die die Charaktere in einem komplett anderen Licht darstellen. Die Twists allgemein waren absolut genial und eine weitere Stärke des Romans, aber während sie Keishin tatsächlich bei seiner Charakterisierung halfen, schadeten sie Hana, die durch sie um einiges unsympathischer wurde. Ihre Romanze selbst fand ich auch nicht allzu glaubwürdig; ich spürte zwischen ihnen keine Chemie, kein Knistern, kein Vertrauen, und könnte mir gut vorstellen, dass sie sich nach dem Ende sehr bald wieder voneinander trennen.
Das Ende selbst war bittersüß und das Finale ein wenig zu lange gestreckt, sodass ich am Ende nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis war. Die Gefahr, der Hana und Keishin sich stellten, schien viel zu groß, um sie realistisch zu besiegen, und die Botschaft am Ende war mir zu uneindeutig.
Die Geschichte habe ich vor allem wegen ihrer Ideen genossen, von denen ich es zudem mochte, dass sie nicht weiter ausgebaut wurden, sondern ein kleiner Teil des Romans blieben. Vermutlich könnte man fast aus jeder dieser Ideen einen eigenen Roman schreiben, aber mir gefiel es, sie als Teil einer großen, magischen Welt zu sehen. Die anderen Aspekte überzeugten mich nicht ganz so sehr, aber allein wegen der Ideen (und der Twists) lohnt sich eine Leseempfehlung für alle, die über die Schwächen hinwegsehen können.
Seit dem letzten Schuljahr gilt die sechzehnjährige Addie als gebrandmarkt. Entweder will niemand etwas mit ihr zu tun haben oder sie wird gemobbt. Nur ihr Englischlehrer Nate Bennett behandelt sie freundlich, während seine Frau, Addies Mathelehrerin Eve Bennett, umso strenger ist. Eve derweil macht sich Sorgen, dass Addie Nate in einen Skandal verwickeln könnte – doch wer letztendlich wem gefährlich wird, ist nicht so klar, wie es zunächst aussieht …
Ich liebe Freida McFaddens Thriller, weil sie so locker zu lesen, spannend und voller Twists sind, aber selbst sie schafft es nicht, ein Thema wie sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen (und damit deren Missbrauch) auf eine Art und Weise zu schreiben, die zugleich respektvoll und angenehm zu lesen ist. Ich wünschte, das Thema wäre am liebsten ganz weggelassen worden, denn es gibt nun einmal Dinge, die sich meiner Meinung nach nicht für einen locker zu lesenden Thriller eignen. Es war schlicht unangenehm, dabei zuzusehen, wie Addie von Nate ausgenutzt wird – und obwohl ich froh war, dass sie in dieser Beziehung als Opfer dargestellt wurde, ruiniert der Twist die Botschaft des Thrillers ganz schön. Dabei war der Twist selbst fantastisch und hat viele Szenen in ein anderes Licht gerückt, aber im Zusammenhang mit dem unangenehmen Thema hat es für mich nicht ganz funktioniert.
So ziemlich alles, was nichts mit der Lehrer/Schüler-Beziehung zu tun hatte, war gut und ich mochte speziell, wie das Mobbing, das Addie erfährt sowie ihre Gefühle diesbezüglich beschrieben wurden. Dieser Teil der Handlung war überraschend realistisch und führte sehr gut aus, warum so viele Jugendliche zögern, sich Erwachsenen anzuvertrauen. Ich habe sehr mit ihr mitgefühlt und konnte sie zumindest in diesem Aspekt vollkommen verstehen.
Letztendlich würde ich diesen Thriller allerdings nur denjenigen empfehlen, die nichts dagegen haben, dass er sich auf eine sexuelle Lehrer/Schüler-Beziehung fokussiert. Diejenigen, die sich wie ich an solchen Themen in Thrillern (oder überhaupt) stören, werden es allerdings schwerer finden, sich in den Thriller fallen zu lassen.
- Das Buch der
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Lisavet Levy ist elf Jahre alt, als ihr Vater sie zum Schutz vor den Nazis in den Zeitraum wirft – einem Ort, der außerhalb der Zeit liegt und der Zeithütern erlaubt, die Erinnerungen der Menschen zu besuchen. Hier verbringt Lisavet die nächsten Jahre und bewahrt dabei die Erinnerungen, die von anderen Zeithütern verbrannt werden sollen, in ihrem Buch auf. Als sie auf den Zeithüter Ernest trifft, der für die Gegenseite arbeitet, überzeugt sie ihn davon, mit ihr zusammen die Erinnerungen der Menschheit zu beschützen. Doch als sie sich ineinander verlieben, drohen sie, von Ernests Vorgesetzten Jack erwischt zu werden, was das gesamte Zeitgefüge auseinanderbrechen könnte …
Ich liebe Zeitreise-Romane und die, die ich besonders liebe, schaffen es, wunderschöne Verbindungen zwischen den Zeiten und Charakteren zu schaffen, die das gesamte Leseerlebnis bereichern. Und obwohl diese Verbindungen in diesem Roman vielleicht etwas zu offensichtlich sind – besonders für diejenigen, die bereits schon einige Romane in dieser Richtung gelesen haben –, hat mir die Lektüre immer noch sehr gut gefallen! Es war einfach ein wunderschönes Erlebnis, Lisavet und Ernest bei ihren Abenteuern und ihrer Romanze zuzusehen, weil beides so gut umgesetzt war – spannend, dramatisch und voller moralischer Fragen. Speziell die Art und Weise, wie sich ihre Leben und ihre Liebe im Lauf der Jahre änderten, war einfach fantastisch.
Teils liegt das definitiv an Lisavet, die eine vielschichtige Protagonistin mit ihren eigenen Fehlern und reuevollen Entscheidungen war. Ich habe definitiv nicht jeder Tat, die sie durchführte, zugestimmt – manche von ihnen waren wirklich furchtbar –, doch ich habe die Motivation hinter ihnen immer noch verstanden und ihr gewünscht, dass sie ein gutes Ende findet, obwohl sie es für andere verhindert hat.
Neben Lisavet bekommen wir auch Amelias Sichtweise zu lesen, die als Ernests Nichte ebenfalls in die Geschehnisse hineingezogen wird. Zwar liegt der Fokus definitiv auf Lisavet, doch es war erhellend, auch Amelias Sichtweise zu lesen zu bekommen, weil sie den Kontext von Lisavets Geschichte veränderte. Die Verbindung zwischen den beiden Geschichten war hervorragend und hat zu einem äußerst zufriedenstellenden Ende geführt, das genauso war, wie ich es mir erhofft hatte.
Was den Zeitreise-Aspekt angeht, hat mir vor allem das Besuchen der verschiedenen Zeiten gefallen, doch davon abgesehen spielen eher Erinnerungen – und deren Verlust – die größere Rolle. Der Zeitraum, in dem Lisavet sich für einen beträchtlichen Teil des Romans aufhält, wird nicht allzu sehr ausgeführt und bleibt im Grunde ein mysteriöser Ort ohne tiefere Erklärung; doch um ehrlich zu sein, habe ich die auch nicht gebraucht, weil es gerade bei diesem Ort leicht war, seine Existenz zu akzeptieren.
Die einzige größere Kritik, die ich habe, betrifft die eigentlich unwichtige Nebenhandlung zwischen Lisavet und ihrem Vorsitzenden Jack. Ich fand Jacks romantisches Interesse an ihr sehr unnötig und die Art und Weise, wie es sich entwickelte, so störend, dass ich es als einen großen Wermutstropfen in einer ansonsten wunderschönen Geschichte empfand. Dabei spielt dieser Teil der Handlung wie gesagt keine größere Rolle, man hätte ihn ebenso gut weglassen bzw. umschreiben können, was meiner Meinung nach der Geschichte sehr gedient hätte. Selbst jetzt nach dem Lesen des großartigen Endes muss ich an diesen kleinen Teil der Handlung denken, von dem ich mir wünschte, er würde schlicht nicht existieren.
Glücklicherweise nimmt er nicht zu viel Raum ein und bewirkte auch nicht, dass mir die Freude an der Geschichte verging. Im Gegenteil kann ich die Lektüre jedem Zeitreise-Fan und auch jedem Fan von magischem Realismus herzlich empfehlen, weil sie neben diesem einem Kritikpunkt so viele herrliche Sachen zu bieten hat, dass das Lesen eine wahre Freude ist!
Natalie Heller Mills lebt mit Ehemann und fünf Kindern ein traditionelles Leben auf einer Farm, das sie auf ihrem Instagram-Account bewirbt. Natürlich ist das Leben nicht so einfach, wie sie es darstellt, aber Natalie ist gut darin, ihren Fans das zu geben, was sie sehen wollen. Doch dann wacht sie eines Tages auf und findet sich mitten auf ihrer Farm wieder – doch alles ist ein bisschen anders, ihre Kinder und ihr Ehemann, und vor allem das Leben, das sie führt. Es scheint, als wäre sie in der Zeit zurückgereist, denn nun muss sie das Farmleben ohne den Komfort moderner Erfindungen führen. Und es ist die Hölle. Natalie muss entkommen, so schnell es geht … und herausfinden, was mit ihr passiert ist.
Das Konzept der Handlung klang ungemein faszinierend, doch bin ich ein wenig hin- und hergerissen, was die Umsetzung angeht. Denn einerseits war die Lektüre ausgesprochen unterhaltsam, aber andererseits unmöglich zu empfehlen, wenn man nicht den Eindruck erwecken will, Natalies Sichtweisen zu teilen. Sie war so weit entfernt von meinen eigenen Meinungen, dass ich allein deshalb zögere, eine Empfehlung auszusprechen: Weil diese suggerieren würde, dass ich Natalies Sichtweisen zustimme, was definitiv nicht der Fall ist. Sie selbst war eine unsympathische Protagonistin, die es nicht mochte, von anderen für ihren Lebensstil verurteilt zu werden, aber konstant andere wegen ihres Lebensstils verurteilt hat. Jedoch ist sie tatsächlich als unsympathischer Charakter beschrieben, soll heißen: Andere Charaktere äußern sich ihr gegenüber kritisch und ihre Sichtweise wird nicht als die einzig Richtige dargestellt, was für mich ein Pluspunkt war, auch wenn ich Natalie als Charakter nicht mochte.
Spannend fand ich zu meiner Überraschung nicht Natalies neue Situation, in der sie sich mit tatsächlichem Farmleben auseinandersetzen muss, sondern ihr Weg, ihre moderne Farm überhaupt zu bekommen. Dieser Teil der Handlung war wirklich fesselnd und ich konnte mich stellenweise sogar in Natalies Situation hineinversetzen, oder zumindest Mitgefühl mit ihr haben. Anders war da wie gesagt die „alternative“ Realität. Der Twist ihr bezüglich war absolut genial und dabei überraschend logisch, aber die Ereignisse selbst plätscherten ganz schön vor sich hin. Der Kontrast zwischen den beiden Handlungssträngen (dem spannenden Weg zur modernen Farm und dem eintönigen Leben auf der tatsächlichen Farm) war dabei so stark wie Kontrast zwischen den Farmen selbst, und es dauert bis zum Ende, bis man die Relevanz der „Eigentliche“-Farm-Kapitel überhaupt begreift. Und ja, sobald man das tut, ändert sich der Kontext der zuvor eintönigen Kapitel dramatisch, aber trotzdem nicht genug, als dass man die Kapitel plötzlich liebgewonnen hätte.
Insgesamt also eine gute Lektüre, aber leider eine sehr schwer zu empfehlende.