Five Broken Blades
496 Seiten

Als Gottkönig gilt der Herrscher Joon als unsterblich, doch um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen, tun sich sechs Menschen zusammen, um ein Attentat auf ihn zu planen. Sie alle gelten von nun an als Verräter: Euyn, der verstoßene Bruder des Königs; Mikail, dessen Liebhaber und Spion für den König; Sora, eine ausgebildete Giftmörderin; Tiyung, der sie als Prinz unterstützen mochte; Aeri, eine begnadete Diebin; und Royo, ihr unfreiwilliger Leibwächter. Doch ihnen ist klar, dass sie sich gegenseitig nicht vertrauen dürfen, denn beim Erreichen ihrer persönlichen Ziele werden sie gezwungen sein, sich gegenseitig zu verraten …

Dieser Fantasyroman überzeugt vor allem durch seine Charaktere und Charakterdynamiken, die für mich definitiv das Highlight waren. Euyn und Mikail, Sora und Tiyung, Royo und Aeri: es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, ihre Interaktionen zu verfolgen, weil die Duos eine so hervorragende Chemie miteinander hatten. Besonders ist hierbei auch, dass ich tatsächlich alle drei Duos gleichermaßen ansprechend fand. Normalerweise entwickle ich schnell eine Präferenz für ein oder zwei Paare und nehme die anderen Charaktere eher als Nebenfiguren wahr, doch hier mochte ich tatsächlich alle drei Duos und alle sechs Charaktere.

Am besten an den Charakteren selbst waren ihre Hintergrundgeschichten, die sehr einnehmend beschrieben waren und genau die richtige Balance zwischen Informationen und Geheimnissen hatten. Ich glaube, das einzig Negative daran war, dass es diese Informationshäppchen relativ leicht machten, den Verräter der Gruppe zu erraten – aber allzu gestört hat mich das nicht, weil es dafür andere, kleinere Twists gibt.

Natürlich kommt der große Fokus auf die Charaktere und einzelnen Duos mit Opfern einher: Die Dynamiken außerhalb der Duos kommen definitiv zu kurz, wir bekommen nur wenig von der Welt mit und eine Charakterentwicklung habe ich nur bei Royo bemerkt. Das sind Punkte, von denen ich hoffe, dass sie im zweiten Band besser balanciert werden – speziell bei Euyn, der in einem misogynen Staat aufgewachsen ist, hätte es sich angeboten, seine Ansichten gegenüber Frauen zum Positiven zu verändern.

Insgesamt ist dieser Fantasyroman gut für Fans charakterbasierter Handlung geeignet, die schon Bücher wie „Das Lied der Krähen“ mochten. Allerdings möchte ich betonen, dass der Schreibstil im Gegensatz zu der Krähen-Dilogie um einiges moderner ist; schlicht, direkt und spannend, was mir durchaus gefiel, aber nicht so klassisch, wie ich es gerne gehabt hätte. Nicht unbedingt eine Kritik, sondern eher eine Anmerkung für diejenigen, die Interesse an der Geschichte haben und sich nicht sicher sind, ob ihnen der Schreibstil gefällt.

Mir jedoch hat die Lektüre sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf, den zweiten Band zu lesen!

Der dunkle Kuss der Sterne
528 Seiten

Als Canda am Tag vor ihrer Hochzeit erwacht, erkennt sie sich selbst nicht mehr wieder: Ihr einzigartiger Glanz, ihre Schönheit, ist verschwunden – und mit ihr Tian, ihr Verlobter. Während die Herrscher Ghans daran glauben, dass Tian sie verlassen hat, glaubt Canda fest an eine Entführung. Zusammen mit Amad, Sklave und Jäger der obersten Herrscherin, soll sie Tian finden – und, sofern er schuldig ist, töten. Und zum ersten Mal lernt Canda die Welt außerhalb ihrer glänzenden Stadt kennen und zweifelt an dem, was sie bisher zu wissen glaubte …

Vor zehn Jahren kam „Der dunkle Kuss der Sterne“ erstmalig raus und obwohl ich die Geschichte zwischen 2014 und 2024 mehr als einmal gelesen habe, ist es die exklusive Drachenmond-Schmuckausgabe, die mich nach längerer Zeit in die Welt zurückführte. Obwohl ich zugegeben muss, dass Nostalgie meine Meinung sicher stark beeinflusst, ist die Geschichte immer noch so schön wie in meiner Erinnerung.

Nicht nur ist der Schreibstil flüssig und wunderschön, auch die Charaktere und die Welt können immer noch überzeugen: Candas Charakterentwicklung ist so zufriedenstellend und ihre Romanze mit Amad sehr gut umgesetzt. Beide Charaktere sind nicht nur für sich überzeugend, sondern auch in ihren Interaktionen miteinander.

Von den anderen Charakteren sticht vor allem Juniper hervor, aber ich war positiv überrascht darüber, wie wenige Sätze Nina Blazon brauchte, um selbst unwichtige Charaktere auf eine Weise zu beschreiben, die sie real machte. Das gilt auch für die Welt an sich: Wir lernen einen vergleichsweise kleinen Teil von ihr kennen, aber die Details, mit der Nina Blazon sie füllt, machten sie mindestens so lebendig wie die Hauptcharaktere. Das war in meinem Re-Read das, was mir wohl am stärksten aufgefallen ist: Wie groß und gewaltig sich die Welt anfühlt, in der die Geschichte spielt.

Wegen den Charakteren und der Welt machte es mir nichts aus, dass der Anfang der Geschichte recht langsam ist, zumal ich langsame Anfänge ohnehin mag, aber zugegeben ist es etwas, das andere Leser:innen kritischer aufnehmen könnten. Es dauert eine Weile, bis die Reise startet und noch länger, bis der große Twist sie in eine andere Richtung führt. Natürlich passieren währenddessen viele relevante Dinge, aber ja, der Anfang bleibt trotzdem relativ langsam.

Damit wären wir beim letzten Punkt, den ich unbedingt erwähnen möchte: Den großartigen Twist, der alles, was davor geschah, in eine andere Perspektive rückt. In einem Re-Read ist es sehr viel leichter, das Foreshadowing zu bemerken, aber dennoch bleibt es ein Twist, der die gesamte Handlung noch viel besser macht, als sie ohnehin schon ist. Nicht nur macht es Spaß, die vielen frühen Hinweise zu entdecken, sondern auch, sich nach und nach an die kleineren Twists und Details zu erinnern, die ich fast vergessen hatte.

Insgesamt also ein großartiger Fantasyroman für alle, die Quests und Romanzen lieben!

Stromlinien
512 Seiten

Die Zwillingsschwestern Enna und Jale zählen seit Jahren die Tage und Stunden herunter, bis ihre Mutter Alea endlich aus dem Gefängnis befreit wird. Doch am Stichtag taucht Alea nicht auf und auch Jale ist auf einmal spurlos verschwunden; stattdessen beobachtet Enna mit Entsetzen, wie ein Boot auf der Elbe sinkt und ein Menschenleben mit sich reißt. Die Polizei verdächtigt ihre Mutter und Schwester, etwas damit zu tun zu haben, doch Enna glaubt, dass ihnen im Gegenteil etwas passiert sein könnte. Zusammen mit ihrem Klassenkameraden Luca stellt sie ihre eigenen Untersuchungen an, um Jale und Enna zu finden. Dabei ahnen die beiden nicht, wie sehr die Geschichte von Ennas Familie die Ereignisse der Gegenwart beeinflusst hat …

Dieser Familienroman ist absolut wunderschön und gleichzeitig unglaublich spannend. Ennas und Jales Familiengeschichte, die auch das Leben ihrer Mutter und Großmutter beleuchtet (und noch ein bisschen mehr), hat mich schnell gepackt, wobei speziell die Verbindungen zwischen den Zeitlinien und die Plottwists mich beeindruckt haben.

Die Art und Weise, wie viele Schicksale sehr eng miteinander zusammenhängen, ist fantastisch konstruiert. Jedes Puzzleteil fällt an seinen Platz auf eine Weise, die in der Realität sicher nicht so vorkommen würde, aber im Roman so großartig umgesetzt ist, dass es sich trotzdem realistisch anfühlt. Ich persönlich liebe Geschichten, in denen alles miteinander verwoben ist und Rebekka Frank gelingt es mühelos, alle Zeitlinien und Charaktere perfekt ineinander zu fügen.

Positiv ist hier zudem, dass man trotz der verschiedenen Zeitlinien nicht durcheinanderkommt. Ich war tatsächlich überrascht, wie gut ich zurechtkam und wie leicht es mir fiel, den verschiedenen Zeitlinien zu folgen. Besonders gefielen mir hier die vielen Twists, was einerseits die Verbindungen zwischen den Zeitlinien angeht und andererseits die Geheimnisse der Gegenwart. Das Buch hält stets Überraschungen bereit, wodurch der Roman einen stets antreibt.

Auch die Charaktere fand ich sehr fesselnd. Sie fühlen sich alle real an und man fiebert mit ihnen mit. Mein persönlicher Liebling war dabei Luca, der einfach rundherum sympathisch war und gleichzeitig zeigte, wie wichtig es ist, dem Menschen, den man liebt, zu widersprechen.

Das einzige, das für mich persönlich keine Bedeutung hatte, war die Elbe, die über den ganzen Roman hinweg eine große Rolle spielt. Rebekka Frank hat sie wirklich wunderschön beschrieben, aber dadurch, dass ich selbst nie dort war, fand ich mich nie so verbunden mit ihr wie die Charaktere selbst. Allerdings ist der Roman selbst so gut, dass mir das letztendlich auch nicht wichtig war.

Eine großartige Empfehlung für alle, die spannende Familienromane lieben!

One Perfect Couple
400 Seiten

Die Virologin Lyla ist nicht gerade begeistert, als ihr Freund Nico ihr vorschlägt, bei der neuen Reality-TV-Show „One Perfect Couple“ mitzumachen, wo sie gegen vier andere Paare antreten sollen. Ihm zuliebe lässt sie sich jedoch darauf ein, in der Erwartung, gleich bei der ersten Challenge herauszufliegen. Zu ihrer Überraschung ist es jedoch Nico, der gleich am ersten Tag gehen muss. In derselben Nacht gibt es einen furchtbaren Sturm, der Lyla und die restlichen Paare vom Rest der Welt abschneidet. Die Gruppe wartet angespannt, doch das Schiff der Crew kehrt nicht zurück und schließlich müssen sie ihre neue Realität akzeptieren: Sie sind auf der Insel gestrandet und müssen einen Weg finden, so lange wie möglich zu überleben. Doch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Gruppe prallen bald aufeinander, als die Nahrung immer weniger wird – und dann gibt es den ersten Mord …

Ich liebe ja Plots, wo Charaktere auf einer einsamen Insel landen und Ruth Ware hat ihn sehr spannend umgesetzt! Die Art und Weise, wie die Charaktere zunächst strategisch ihre Rationen aufteilen wollen und dann aufgrund der sich bildenden Diktatur immer verzweifelter werden, war einfach sehr packend beschrieben und ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert. Hier hilft es auch, dass es von Anfang an einen übersichtlichen Cast von Charakteren gibt, der im Lauf der Zeit immer kleiner wird – so bleibt jedem genug Zeit, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, auch wenn sich im Lauf der Zeit natürlich ein Fokus auf die Überlebenden bildet. Ich persönlich mochte Angel am meisten, weil sie so kampfstark war und die Gruppe am meisten motiviert hat.

Doch auch Lyla ist eine gute Protagonistin, wobei mein Lieblingsaspekt ihr Beruf als Virologin war – denn das wird nicht einfach nur behauptet, sondern während der Handlung auch tatsächlich gezeigt. Lylas Wissen und ihre Einstellung als Wissenschaftlerin spielen regelmäßig eine Rolle, was sehr erfrischend war und der Einsame-Insel-Handlung seinen eigenen Anstrich gegeben hat.

In der Handlung gibt es ein paar kleinere Twists, die den Gesamtkontext auf zufriedenstellende Weise verändern, doch dafür keine größeren – sehr bald steht fest, dass Conor der Antagonist und es die Aufgabe der anderen Charaktere ist, ihn aufzuhalten. Conor selbst war hier sehr gut umgesetzt: Zunächst wirkt er sympathisch, übernimmt dann die Aufteilung der Rationen und wird dann immer extremer. Ich glaube, das einzige, was ich nicht verstanden habe, war, warum die Charaktere nicht schon sehr viel früher gegen ihn vorgegangen sind – denn trotz seiner körperlichen Stärke ist er immer noch eine Person und hätte in einem unbedachten Moment sicher überwältigt werden können. Ich mochte es zwar, dass die Charaktere erst mal über andere Lösungen diskutierten, ehe sie zur extremsten übergingen, aber trotzdem hätte mir hier ein größerer Twist sehr gefallen.

Zuletzt eine sehr kleinliche Anmerkung, die nichts mit der Geschichte selbst zu tun hat: „One Perfect Couple“ ist kein passender Titel für das Buch, weil es viel mehr um das Überleben und den weiblichen Zusammenhalt geht als um die gleichnamige Reality-TV-Show. Das nur als Erwähnung für diejenigen, die nicht mit falschen Erwartungen einen Thriller lesen wollen, der vor allem durch sein spannendes Einsame-Insel-Konzept überzeugt!

Brunnengeister – Ich verspreche dir alles, was du willst ...
400 Seiten

Als jüngste von vier Töchtern ist Prinzessin Lina ein Freigeist, die sich nicht den Regeln der Gesellschaft unterwerfen will. Als ihr Vater verkündet, dass sie heiraten soll, sieht Lina nur einen Weg aus ihrer Notlage: Die Wunschgeister, die vor langer Zeit versiegelt wurden. Aus diesem Grund stiehlt sie eine goldene Kugel von der Runenschmiedin und opfert sie einem Wunschbrunnen, ohne zu ahnen, welche Konsequenzen diese Handlung haben wird. Denn nicht nur ihr Wunsch wird erfüllt, sondern auch jeder andere, der ausgesprochen wird …

Diese spannende Märchenfantasy hat mich ganz schön auf Trab gehalten, denn obwohl es ein bisschen dauert, ehe die eigentliche Handlung beginnt, macht es der angenehme, atmosphärische Schreibstil leicht, in die Geschichte zu finden. Das eigentliche Highlight waren dabei die Charaktere: Speziell die vier Schwestern – Lina, Aeldis, Wiga und Theo – hatten eine wunderbare Dynamik und waren mir sehr sympathisch. Christian Handel lässt den vier Schwestern genug Zeit, um ihre geschwisterliche Liebe zu zeigen, sodass der Fokus des Romans nicht in der Romanze, sondern in der Schwesternschaft liegt. Das ist jedoch bei weitem keine Kritik, sondern sogar mein Lieblingsaspekt des Romans: Ich mochte das Band zwischen den vier Schwestern sehr und war froh, dass es die Aufmerksamkeit bekam, die es verdiente.

Aber auch die Romanze kommt nicht zu kurz: Lina geht eine zärtliche Romanze mit ihrem Kindheitsfreund ein, die sich während des Romans natürlich entwickelte und zu einem sehr zufriedenstellenden Ende fand. Wie gesagt ist sie nicht der Fokus, aber immer noch gut umgesetzt und fügt sich angenehm in die Handlung ein, ohne sie im Gegensatz zu vielen anderen Romanzen zu erdrücken.

Ohne zu viel zu verraten, muss ich unbedingt erwähnen, dass die Umsetzung des „Froschkönigs“ absolut genial war! Eingebettet in eine düstere, regelrecht gruselige Handlung mit so einigen schockierenden Momenten hat das Märchen einen überraschend passenden Platz gefunden. Es gibt noch ein paar andere nette Twists, die mich überraschten, aber die Art und Weise, wie „Der Froschkönig“ seinen Platz in der Geschichte fand, hat mir besonders gut gefallen.

Ich glaube, das einzige, an das ich mich gewöhnen musste, war, wie Linas Gefühle vereinzelt zu Wort kommen. Sie selbst ist eine hervorragende Protagonistin, in die ich mich gut hineinversetzen konnte, aber zumindest am Anfang war es ungewohnt, zu lesen, wie ihre Angst, ihr Mut, ihre Sturheit, ihr schlechtes Gewissen etc. alle individuell als die Sprecher ihrer Gedanken genannt wurden. Allerdings habe ich mich schnell an diesen Stil gewohnt und mochte diese kreative Weise, Linas Gefühle zu zeigen, schließlich sehr.

Insgesamt eine sehr gelungene Märchenfantasy, die ich vollen Herzens empfehlen kann!

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
479 Seiten

Robyn ist leidenschaftlicher True-Crime-Fan und entschlossen, das Geheimnis des Hotel Ambrosia, dem sie gegenüber wohnt, zu lüften. Mehrere Gerüchte ranken sich um das Hotel, von der Einmauerung der Söhne des Erbauers vor einem Jahrhundert bis zu einer versuchten Tötung einer Studentin vor wenigen Jahren. Begeistert nimmt sie deshalb das Angebot der Podcasterin Ivy, mehr Nachforschungen zum Hotel anzustellen, an. Da gibt es nur ein Problem: Robyn wurde mit ME/CFS diagnostiziert und kann deshalb ihre Wohnung nicht verlassen. Nur von ihrem Zimmer aus kann sie die meisten Stockwerke des Hotels beobachten. Zu ihrem Schrecken sieht sie kurz darauf, wie eine Online-Freundin von ihr vor dem Hotel auftaucht und in einem der Zimmer von einer Person betäubt und weggerissen wird. Mithilfe von A.J., der nach einem geplatzten Einbruch unfreiwillig in Robyns Ermittlungen hineingezogen wird, macht sie sich daran, das Geheimnis von Hotel Ambrosia zu lüften – und ihre Freundin zu finden, bevor es zu spät ist …

Dieses Jugendbuch hat mich sehr überrascht, denn es entwickelte sich in eine vollkommen andere Richtung, als ich zunächst annahm! In den ersten paar Kapiteln ist es dank gewisser Hinweise leicht, eine erste Theorie aufzustellen, in die ich mich schnell so verrannt habe, dass ich sämtliche anderen Hinweise übersah. Umso überraschter war ich, als die wahren Zusammenhänge gelüftet, verdreht und dann endgültig bestätigt wurden, denn trotz leichter Vermutungen hatte ich nicht damit gerechnet! Hier ein großes Lob an die Autorin für die falschen Fährten, die sie erfolgreich setzte, und die Art und Weise, wie das, was die Wahrheit ist, stetig neue Form annahm. Die ganzen Twists waren wirklich grandios eingebaut!

Zu dem großartigen Mystery-Element, das mich den ganzen Roman über antrieb, kam noch ein unerwartetes Horrorelement dazu, das mich sehr beeindruckt hat, weil die Beschreibungen und die Implikationen dazu wirklich furchterregend waren. Dazu kommt noch die Darstellung von Robyns Symptomen, die hervorragend illustrierten, wie sehr sie unter ihrer Krankheit leidet – aber auch, wie viel sie schaffen kann, obwohl sie so sehr darunter leidet. A.J. ist ihr zwar eine notwendige Hilfe in ihrem Fall, um das Geschehen aktiv beeinflussen zu können, aber sie beide haben gleichermaßen viel Entscheidungsgewalt, was die nächsten Schritte angeht. Das hat mir sehr gefallen: Dass Robyn nicht komplett hilflos war, sondern A.J. anleitete, aber auch, dass A.J. ab und an eigene Entscheidungen traf, um den Fall voranzubringen.

Ihre Chemie war übrigens großartig, speziell, weil sie sich nicht auf die Romanze zwischen ihnen fokussiert hat, sondern auf die Freundschaft. Die Dialoge, die sie miteinander austauschten, waren humorvoll und zeigten schnell ihre unterhaltsame Dynamik, sodass im Grunde alle Szenen, in denen die beiden miteinander agierten, zu meinen Lieblingen gehörten. Egal, ob man ihre Beziehung als Freundschaft oder Romanze sieht – so oder so war sie einfach großartig zu lesen.

Neben dem Lob habe ich aber durchaus ein wenig Kritik. So fand ich den Teil der Handlung, als Robyn und A.J. verschiedene Verdächtige beobachten, ein wenig ZU langatmig; irgendwann war mir schon am Anfang ihrer Personen-Untersuchung klar, dass sich der bzw. die Verdächtige als unschuldig erweisen würde. Zwar habe ich immer noch mitgefiebert, weil ich wissen wollte, wie die Puzzleteile sich zusammensetzen, aber etwas zu lang war mir die Untersuchung trotzdem.

Zudem war ich ein wenig enttäuscht davon, dass wir am Ende gar nicht zu allen Dingen, die im Ambrosia passierten, eine Antwort erhielten. Es gibt bei den Fällen nämlich einen, der relativ großen Fokus bekommt, aber nie aufgeklärt wird, obwohl alle anderen Fälle eine Auflösung bekommen. Diese kleine Lücke ist zugegeben leicht zu verschmerzen, weil alles andere an seinen Platz fällt, aber erwähnen wollte ich es trotzdem.

Zusammengefasst ein sehr spannender Roman mit einigen unerwarteten, schockierenden Entwicklungen, einer großartigen Duo-Dynamik und etwas zu vielen Verdächtigen, was ihn insgesamt betrachtet zu einer fesselnden Lektüre machte!

Destroy the Day
448 Seiten

Nach den Ereignissen des letzten Bandes befinden sich Corrick, Tessa und Harristan in schlimmerer Verfassung als je zuvor. Corrick wurden von Oren Crane gefangen genommen und ist gezwungen, ein Bündnis mit ihm einzugehen, wobei er ausgerechnet mit Lochlan zusammenarbeiten muss. Tessa hält Corrick für tot und versucht, zusammen mit dessen Leibwächter Erik etwas Gutes für die Menschen zu tun, obwohl sie deren König, Rian, über alles hasst und die Trauer um Corrick sie begleitet. Und Harristan versteckt sich zusammen mit seinen Leibwächtern und Palastmeister Quint in der Wildnis vor den Konsuln, die behaupten, er hätte sein Volk vergiftet. Getrennt voneinander versuchen die drei, einen Weg zurück nach Hause zu finden – und dabei selbst am Leben zu bleiben …

Mit „Destroy the Day“ findet die Trilogie um Corrick, Tessa und Harristan ihren würdigen Abschluss, der mit emotionalen, spannenden und auch schönen Momenten gefüllt ist. Trotz der Tatsache, dass die drei Charaktere den Großteil der Handlung getrennt voneinander verbringen und wir so drei sehr unterschiedlichen Handlungssträngen folgen, war ich in jeden von ihnen investiert. Der Hauptgrund dafür liegt definitiv an den neuen Dynamiken, mit denen Brigid Kemmerer hervorragend zeigt, dass nicht nur Liebesbeziehungen für großartige Chemie sorgen.

So haben wir Corrick und Lochlan, die sich nicht ausstehen können, bis sie durch ihre unglücklichen Umstände gezwungen sind, ihre Vorurteile zu überwinden. Das gipfelt in einer sich natürlich aufbauenden Freundschaft, die sich sehr zufriedenstellend und gleichzeitig unterhaltsam las – denn die Dynamik zwischen den beiden war mit ein wenig Abstand meine liebste und hat mich daran erinnert, wie unglaublich großartig werdende Freundschaften beschrieben werden können (vor allem, wenn sie wie hier als Feinde starten).

Dann haben wir Tessa und Erik, die eine hervorragende Bruder/Schwester-Dynamik präsentieren, die durch das Auftauchen von Olive und deren Sohn Ellmo zusätzlich gewürzt wird. Das war wohl der schönste Teil der Geschichte, weil es zwar auch dramatische Momente gibt, der Fokus aber definitiv auf den positiven Erlebnissen liegt. Neben dem Drama, das in Corricks und Harristans Geschichten vor sich geht, war Tessas Sichtweise eine angenehme Abwechslung, die mir sehr gefallen hat.

Harristan währenddessen entdeckt nicht nur die Liebe, sondern auch die Last der Entscheidungen, die Corrick bisher für ihn traf. Zum ersten Mal spürt er, wie wertvoll die Treue seiner Leibwächter ist – und wie schwierig, mit potentiellem Verrat umzugehen. Tatsächlich mochte ich die Szenen mit seinen Leibwächtern genauso sehr wie die mit Quint, was weiterhin betont, wie gut dieser Band die platonischen Beziehungen umsetzt. Insgesamt betrachtet sind die Dialoge in allen drei Handlungssträngen großartig und heben die Qualität der Dynamiken hervor.

Aber eine offensichtliche Kritik hat der Fokus auf platonische Beziehungen natürlich: Dadurch, dass die Charaktere so lange voneinander getrennt sind, verbringen Corrick und Tessa nur wenige Szenen miteinander. Selbst die Szenen zwischen Harristan und Quint, die mehr Zeit zusammen haben, ist durch das Drama der restlichen Handlung eingeschränkt. Einerseits wurden die romantischen Szenen, die es gab, dafür umso schöner, andererseits habe ich trotzdem mehr gewünscht. Letztendlich gefiel mir die Umsetzung der platonischen Beziehungen jedoch so sehr, dass es mir nicht viel ausmachte, dafür weniger von den romantischen zu sehen.

Andere Dinge setzte der Roman ebenfalls hervorragend um: Der schlichte Schreibstil hebt die Gedanken und Gefühle der Charaktere hervor, im Finale werden die Antagonisten auf überraschend plötzliche, aber äußerst zufriedenstellende Weise besiegt und das Ende war einfach wunderschön. Ich glaube, nur an den Anfang musste ich mich etwas gewöhnen; nach den ersten drei Kapiteln, die jeweils die Sichtweise eines der Charaktere zeigen, folgt jeweils eine längere Portion, in der wir Corrick, dann Tessa und dann Harristan folgen, bevor die Sichtweisen wieder mehr miteinander vermischt werden. Doch bleibt der Roman unabhängig von der Sichtweise konstant spannend und ließ mich mit allen drei Charakteren mühelos mitfiebern.

Insgesamt also ein wunderbarer Abschluss der Defy-the-Night-Trilogie, der mich jetzt schon auf Brigid Kemmerers zukünftige Romane gespannt macht!

Royal Gambit
352 Seiten

Sechs Monate sind vergangen, seit Devroe Ross beim Thieves’ Gambit verraten hat, doch trotzdem hört er nicht auf, mit ihr zu flirten. Als wäre das noch nicht genug, soll ein neuer Wettbewerb entscheiden, wer der Anführer ihrer Organisation werden soll – die akribische Count oder der entschlossene Baron. Drei Aufträge sollen entscheiden, wer das bessere Team hat, wobei Ross und Devroe auf verschiedenen Seiten stehen. Und für beide steht das Leben ihrer Familie auf dem Spiel …

Spannend endet die Dilogie mit „Royal Gambit“, wobei die drei Aufträge, die Ross und Devroe gegenüberstellen, definitiv das Highlight waren. Der Anfang, der dieses Gambit einleitet, ist nämlich recht langsam und ich war sehr viel investierter, als es mit den Aufgaben losging. Diese waren so spannend und gut geschrieben, dass ich sie mit Begeisterung verfolgte. Meine Lieblingsaufgabe war dabei das Casino, das viele meiner Lieblingsszenen enthielt, aber auch die anderen zwei Aufgaben waren wunderbar.

Die einzige Kritik, die ich für die Aufgaben selbst habe, ist tatsächlich Ross selbst – denn meiner Meinung nach war sie in ihrem Team das schwächste Glied. Sie machte viele Fehler, teils verständliche, teils unnötige, aber insgesamt zu viele. Ab einem bestimmten Punkt habe ich nicht verstanden, warum man sie engagieren sollte, weil es den Anschein hatte, als würden ihre Missionen fast immer scheitern. Am Ende haben sie und Devroe zum Glück gezeigt, was wirklich in ihnen steckt (und beide Szenen, in denen sie ihren Plan bzw. ihren Wunsch offenbaren, gehörten ebenfalls zu meinen Lieblingen), aber ich wünschte, Ross wäre auch zwischendrin ein wenig fähiger gewesen, statt sich fast ausschließlich auf die Hilfe ihrer Freund:innen zu stützen.

Apropos: Mir hat es sehr gefallen, dass Ross viel Zeit mit ihren Freund:innen verbrachte. Leider geschieht das auf Kosten der Romanze, weil sie und Devroe leider nicht so viele Szenen miteinander verbringen, aber dennoch fand ich es erfrischend, dass Ross’ Freundschaften dafür in den Fokus gerückt wurden. Logischerweise ist es aber immer noch ein Kritikpunkt, dass die eigentliche Romanze etwas zu kurz kommt.

Doch trotz dieser Kritikpunkte hat mit „Royal Gambit“ sehr gefallen und war für mich ein zufriedenstellender Abschluss der Dilogie!

Immortal Consequences - Die Blackwood-Academy-Trials
528 Seiten

Wren, August, Emilio, Olivier, Irene und Masika gehören zu den Jugendlichen, die nach ihrem Tod in der Blackwood Academy gelandet sind. Hier lernen sie, wie man verlorene Seelen auf die andere Seite bringt und im Äther überlebt. Doch ihr eigentliches Ziel ist es, als beste Studierende nominiert zu werden, weil ihnen das ermöglicht, entweder zur Elite aufzusteigen oder auf die Andere Seite hinüberzuwechseln. Dieses Mal findet ein Wettkampf statt, um zu entscheiden, wer von ihnen diese begehrte Entscheidung treffen darf. Doch ihre Beziehungen zueinander, ihre unterschiedlichen Ziele und die Schwierigkeit der Trials zeigen ihnen bald, dass sie weitaus mehr verlieren könnten, wenn sie sie gewinnen ...

Ich habe schon einige Bücher gelesen, in denen Jugendliche in einem Wettkampf gegeneinander antreten, aber "Immortal Consequences" gehört mit einigem Abstand zu den besten von ihnen! Denn allein dadurch, dass wir die Sichtweisen mehrerer Charaktere verfolgen, die sich gegenseitig kennen (und teils lieben), erhöht sich die Spannung darum, wer gewinnen soll, um ein Vielfaches. Ich selbst war hin- und hergerissen, wem ich den Sieg gönne, weil ich so viele Charaktere mochte!

Die Charaktere selbst sind an bekannte Charaktertypen angelehnt, die man bereits aus anderen YA-Romanen kennt, aber die Umsetzung hat mir dafür umso mehr gefallen. Es machte einfach Spaß, den Charakteren und Beziehungen bei ihrer Entwicklung zuzuschauen, weil ihre Chemie zueinander einfach großartig war. Die Autorin setzt also durchaus Klischees und Stereotypen ein, tatsächlich sogar sehr stark – aber sie tut es auf eine Weise, die sie trotzdem wunderbar zu lesen machte.

Besonders August & Wren und Emilio & Olivier möchte ich hervorheben, weil man deren Chemie in jedem Dialog und jeder Berührung spürte. Sowohl ihre Geheimnisse als auch ihre offenen Ziele trugen dazu bei, dass ich mit beiden Paaren mitfieberte und mich gar nicht zwischen ihnen entscheiden wollte. Im Gegensatz zu ihnen fühlte sich Irenes und Marikas Freundschaft schwächer an und ich wünschte, sie wäre Wrens Freundschaft zu Louise ähnlicher gewesen – denn obwohl diese sehr viel weniger Screentime miteinander hatten, wirkte ihre Freundschaft echter.

Allerdings waren Irene und Marika als Charaktere immer noch nachvollziehbar. Marika war sehr sympathisch, während Irene zunächst wie die übliche Kämpferin wirkt, aber schnell zeigt, dass sie wohl die Vernünftigste von allen ist. Zugegeben machten sie immer noch keinen so starken Eindruck wie die anderen vier Charaktere, aber eben auch keinen schwachen.

Gut ist hierbei, dass die Charaktere nicht nur mit ihrem Duo-Partner Szenen teilen, sondern auch mit den anderen. Zwar bekommt die Bindung zu ihrem Partner eindeutig am meisten Fokus, doch war es gerade deshalb erfrischend, ein paar der anderen Dynamiken zu sehen zu bekommen.

Dadurch, dass der Roman einen großen Fokus auf die Charaktere und ihre Beziehungen legt, ist der Anfang recht langsam – so dauert es fast hundertfünfzig Seiten, bis der eigentliche Wettkampf losgeht. Mir persönlich machte das nichts aus, weil ich langsame Anfänge ohnehin mag und es mir so große Freude bereitete, dafür mehr Einblicke in die Charaktere zu bekommen, aber wer es bevorzugt, wenn Romane schnell zur Sache kommen, könnte den Einstieg als zu lang empfinden.

Die Trials selbst sind sehr spannend gestaltet und die einzelnen Aufgaben haben mir sehr gefallen, weil sie die perfekte Mischung aus Gefahr und Charakterbildung waren. So erfahren wir nicht nur, wie die Charaktere sich im Angesicht einer bedrohlichen Situation verhalten, sondern auch immer etwas zu den Charakteren selbst. Ich glaube, das einzige, das ich mehr in den Fokus gerückt hätte, wäre die menschliche Vergangenheit der Charaktere, denn das ist ein Thema, das im Roman nur angerissen wurde.

Natürlich gibt es auch ein paar Twists, von denen die meisten zugegeben nicht allzu überraschend sind ... bis auf eine Ausnahme, die mich dann doch unerwartet traf. So oder so freue ich mich darauf, wie die Charaktere im nächsten Band mit den neuen Erkenntnissen umgehen werden.

Zusammenfassend war "Immortal Consequences" eine so unglaublich spaßige und spannende Lektüre, dass ich sie jedem ans Herz lege, der gute Charakterdynamiken und eine packende Handlung liebt!

Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter
288 Seiten

In Shelwich bestimmen die Gezeiten, wie stark die Magie der einzelnen Bewohner gerade ist. Ista hat dabei eine ganz besondere Gabe: Sie kann sich in andere Menschen verwandeln. Das nutzt sie auch, um für ihren Auftraggeber Gegenstände zu stehlen. Gleichzeitig möchte sie das Geheimnis der verschwundenen Menschen lüften, die von Grilks entführt werden. Könnte auch ihr Vater dabei sein? Zusammen mit Nat, einem Jungen ohne Gabe, ist sie entschlossen, das Geheimnis der Grilks zu lüften und die verschwundenen Menschen zu finden ...

Dieses Kinderbuch hat wohl die beste und verzwickteste Handlung, die ich bisher (auch außerhalb des Genres) gelesen habe, denn hier spielen so viele Puzzleteile, falsche Fährten und unerwartete Twists mit rein, dass es selbst für mich als Erwachsene nicht zu durchschauen war. Immer, wenn ich dachte, jetzt die Lösung gefunden zu haben, kam etwas ans Licht, mit dem ich nicht gerechnet hatte, das sich aber trotzdem nahtlos in die Handlung einfügte. Ich bin immer noch beeindruckt davon, wie die einzelnen Handlungspunkte miteinander verwoben wurden, sodass ein komplexes und dennoch stimmiges Gesamtbild entstand!

Die Charaktere spielen dabei fast schon eine untergeordnete Rolle: Denn obwohl ich Ista, Nat, Ruby und ein paar andere sehr sympathisch fand (und es mir speziell bei Nat sehr gefiel, wie seine Intelligenz und Beobachtungsgabe tatsächlich gezeigt wurden), sind sie nicht so vielschichtig wie die Handlung, in der sie sich befinden. Das ist aber ein vergleichsweise kleiner Kritikpunkt, weil die Charaktere ihren Zweck immer noch erfüllen und es in dieser Hinsicht durchaus ein paar Überraschungen gibt.

Auch das Magiesystem, das die Fähigkeiten der Menschen mit den Gezeiten verbindet, war super umgesetzt und dazu noch sehr kreativ. Die Fähigkeiten an sich sind in der Regel zwar bekannte (Fliegen, Stärke etc.), aber speziell bei den kleineren Fähigkeiten gibt es auch ein paar ungewöhnlichere.

Die Karte von Shelwich war großartig! In der Regel mag ich Karten in Fantasyromanen nicht besonders, weil sie fast nie nützlich sind, aber hier konnte ich sie mehrmals nutzen, um zu schauen, wo die Charaktere gerade sind.

Aufgrund der Komplexität der Handlung eignet sich das Buch nicht nur für Kinder der Altersgruppe (10-12 Jahre), sondern auch für ältere Kinder und Erwachsene. Speziell diejenigen, die es mögen, wenn die gesamte Handlung sich wie ein Puzzle vor ihnen ausbreitet, werden hier begeistert sein!

Eine Billion Dollar
893 Seiten

John Fontanelli hat gerade seinen Job verloren, als die Familie Vacchi ihm verkündet, dass er der Erbe eines gigantischen Vermögens ist. Vor fünfhundert Jahren hat sein Vorfahre es gestiftet, damit sein Nachfahre den Menschen ihre verlorene Zukunft wiedergeben kann. Dieses Vermögen ist im Jahr 1995 auf inzwischen eine Billion Dollar angewachsen, die ganz allein John gehören. John, völlig überfordert, gewöhnt sich zwar recht schnell an den Reichtum, weiß aber nicht, wie er damit die Zukunft der Menschheit verbessern soll. Bis ein mysteriöser Mann ihn anruft, der einen Plan zu haben scheint. John traut ihm zunächst nicht, aber nachdem der Mann ihm aus der Patsche hilft, trifft er sich mit ihm. Malcolm McCaine hat tatsächlich einen Plan – und John, der entschlossen ist, sein Erbe auf die bestmögliche Weise zu nutzen, gründet mit ihm seine eigene Firma, die das Weltgeschehen kontrollieren soll …

Dieser fast neunhundert Seiten starke Wirtschaftsthriller illustriert die Macht des Geldes wirklich hervorragend – und das, obwohl er vor über zwanzig Jahren geschrieben wurde und die Handlung in den späten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts spielt. Es hat mich tatsächlich sehr beeindruckt, wie leicht es Andreas Eschbach gelungen ist, eine packende Handlung mit wichtigen Themen zu verbinden, die immer noch aktuell sind. Denn neben dem Geld, das natürlich stets ein Thema bleibt, geht er auch auf Dinge wie den Klimawandel und den Naturschutz ein, und warum es so schwierig ist, die richtigen Maßnahmen zu finden, um die Situation zu verbessern. Ein Teil der Geschichte, der mich dabei besonders beeindruckt hat, war Johns Besuch auf den Philippinen, weil er ihm mehr als alles Andere verdeutlichte, wie die Dinge miteinander verwoben sind – und dass selbst diejenigen, die er für skrupellos hielt, nur das tun, was sie können, um sich selbst und ihre Familie zu ernähren.

Besonders spaßig war die Geschichte aber tatsächlich am Anfang, als John in die Welt der Reichen eingeführt wurde, ohne zu wissen, was er mit dem Geld anfangen soll. Hier konnte ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen, weil ich mindestens genau überfordert gewesen wäre wie er. Auch der Aufbau seines Imperiums war interessant, weil er so hervorragend illustriert, wie viel Geld er tatsächlich besitzt. Danach muss ich zugeben, dass die Geschichte mir etwas zu langsam verlief. Es werden viele Informationen geteilt und obwohl es natürlich ein paar interessante Szenen gibt, wurde es erst gegen Ende wieder etwas spannender.

Was mich nämlich ab dem Aufbau von Fontanelli Enterprises gestört hat, war Johns massive Naivität. So gibt es zum Beispiel eine frühe Stelle, als sein Mitgründer McCaine ihn im Grunde hereinlegt, aber auch ausführlich beschreibt, wie genau er John dazu brachte, zu tun, was er will – und trotzdem lernt John nichts daraus, sondern bleibt für den Großteil des Romans (trotz manch neuer Erkenntnisse) naiv genug, um auf einige offensichtliche Manöver hereinzufallen. Dass John sich in dieser Hinsicht so gar nicht entwickelte, fand ich persönlich sehr traurig. Hier hätte es mir besser gefallen, wenn er mehr für sich eingestanden und aus seinen Fehlern gelernt hätte.

Zum Ende hin gibt es noch mal einige überraschende Entwicklungen und das Ende selbst hat mir ebenfalls gut gefallen. Die Geschichte ist besonders gut für diejenigen geeignet, die einen spannenden Wirtschaftsthriller lesen wollen!

Our Infinite Fates
400 Seiten

Über Jahrhunderte hinweg werden Evelyn und Arden in anderen Körpern und in anderen Ländern wiedergeboren. Ihr Schicksal ist immer gleich: Sie verlieben sich und sterben vor ihrem achtzehnten Geburtstag durch die Hand des Anderen. Evelyn, die den Grund dafür nicht kennt, hofft, dass es diesmal anders läuft, denn ihr jetziges Leben gefällt ihr mehr als jedes Andere. Vor allem möchte sie für ihre krebskranke Schwester unbedingt eine lebensrettende Knochenmarktransplantation durchführen, bevor Arden sie findet und umbringt. Außerdem hofft sie, endlich Antworten auf ihre Fragen zu bekommen: Warum tötet Arden sie in jedem Leben, obwohl er sie über alles liebt – und sie ihn auch? Warum immer vor ihrem achtzehnten Geburtstag? Und wie können sie diesen Fluch ein für alle Mal brechen?

Ich brauchte wirklich lange, um in dieses wunderschöne Buch zu finden, weil die Struktur es mir nicht leicht gemacht hat. Während wir ca. zwei Drittel der Geschichte in Evelyns gegenwärtigem Leben verbringen, in dem während des ganzen Romans nur etwa zwei Wochen vergehen, erleben wir gleichzeitig in einzelnen Kapiteln ein paar ihrer früheren Leben, die rückwärts erzählt werden. Dadurch, dass jedes der früheren Leben nur ein Kapitel einnimmt, fühlte ich mich oft, als würde etwas fehlen – gerne hätte ich die einzelnen Leben noch ausführlicher erlebt, statt nur Schnipsel von ihnen zu bekommen.

Erst, als ich mich in die Geschichte eingelesen hatte (nach ca. 150 Seiten), gewöhnte ich mich an die Struktur und lernte die Lebensschnipsel sogar zu schätzen. Denn bis dahin war ich ganz in Evelyns und Ardens Liebesgeschichte investiert und mochte es, einen Einblick in ihre früheren Leben zu werfen. Ab dann fühlte sich jedes Vergangenheitskapitel bereichernd an und gerade lang genug, um die Komplexität ihrer Liebe und Verluste zu begreifen. Besonders gefiel mir, dass Evelyn und Arden in verschiedenen Körpern und Ländern wiedergeboren wurden – so erleben wir nicht nur die Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und einem Mädchen, sondern auch zwischen zwei Jungen und zwei Mädchen, immer in verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten.

Evelyn und Arden sind zudem beide sehr sympathische Charaktere. Früh wird etabliert, dass es ihnen nicht gefällt, sich gegenseitig zu töten und sie sich am liebsten ohne Einschränkungen lieben würden. Das fand ich sehr erleichternd, weil die Charaktere dadurch sympathisch blieben. Zufrieden war ich auch mit der Erklärung für die ewigen Wiedergeburten, weil ich sie nicht kommen sah und sie sich dennoch perfekt in die Handlung einfügte.

Und damit noch nicht genug: Als Evelyn meinte, dass sie unbedingt in ihrem gegenwärtigen Leben bleiben will trotz des Leids, das ihre Familie stellenweise erfuhr, war ich gespannt, ob wir eine richtige Erklärung dafür bekommen würden – und tatsächlich gab es sie auch. Denn von den Annehmlichkeiten der Gegenwart abgesehen, sind Evelyns Mutter und Schwester unglaublich liebevolle Charaktere und Evelyns Bindung zu ihnen ist so stark, dass ich problemlos nachvollziehen konnte, warum sie sich nicht von ihnen trennen wollte. Dass es Laura Stevens gelungen ist, Evelyns gegenwärtiges Leben so tragisch und gleichzeitig so schön darzustellen, ist hier ein großes Lob: Gerade das Leid hat die drei Familienmitglieder so zusammengeschweißt. Zusätzlich hat die gegenwärtige Handlung viele vertrackte Situationen, wodurch der Druck, der auf Evelyn lastet, noch deutlicher zu spüren ist.

Doch bringt er einen Kritikpunkt mit sich, der sich auch auf die Vergangenheit bezieht: Wir erfahren nie, wie viele spannenden Szenen weitergegangen sind. Nicht in jedem Vergangenheitskapitel war es notwendig, weil manche zufriedenstellend enden, doch gibt es auch so einige, bei denen ich gerne erfahren hätte, wie es danach weitergegangen ist bzw. wie Evelyns Familie auf ihren plötzlichen Tod reagierte. Durch die Zufälligkeit des Ortes, an dem Evelyn als nächstes geboren wird, ist das natürlich nicht immer möglich, speziell in vielen der früheren Zeiten, doch gerade in späteren Zeiten wäre es leicht(er) gewesen, sich über das Schicksal ihrer Liebsten zu informieren.

Ein- bis zweimal gibt es tatsächlich eine stärkere Verbindung zwischen den Leben selbst (zum Beispiel, als Evelyn in einem Krieg zwischen zwei Ländern auf verschiedenen Seiten geboren wird), aber insgesamt wirken die Leben wie das, was sie sind: Zufällig und ohne jegliche Verbindung zueinander. Hier hätte es mir gefallen, hätte es neben Arden noch einen roten Faden gegeben, der die Leben aneinander bindet.

Diejenigen, die eine engere Verbindung zwischen den Zeiten wünschen und langsame Anfänge nicht mögen, werden wahrscheinlich nicht in die Geschichte reinfinden. Doch diejenigen, die das Grundkonzept der Handlung interessiert und die bereit sind, sich auf die damit einhergehende Struktur einzulassen, werden mit einer wunderschönen Liebesgeschichte belohnt!

Sie wird dich finden
432 Seiten

Millie ist inzwischen glücklich verheiratet und hat zwei Kinder. Zusammen mit ihrer Familie zieht sie in ihr absolutes Traumhaus, froh, ein neues Leben anfangen zu können. Doch so friedlich, wie es den Anschein hatte, ist die Gegend nicht. Ihre Nachbarin macht sich an Millies Ehemann Enzo ran, ihr Sohn Nico zieht sich von ihr zurück und ihre Tochter Ada scheint ebenfalls nicht glücklich zu sein. Was haben die Nachbarn zu verbergen? Warum gibt es in ihrem Haus ein geheimes Zimmer? Was will die Haushaltshilfe, die bei Millie aufräumt? Diese und viel mehr Fragen muss Millie beantworten – vor allem, als dann noch eine Leiche gefunden wird …

Mit „Sie wird dich finden“ findet die Geschichte um Millie einen zufriedenstellenden und sehr spannenden Abschluss. Und obwohl es kleine Referenzen an die vorigen Bücher gibt, lässt sich auch dieser Band unabhängig von den anderen lesen (wobei es aber natürlich nicht schadet, sie chronologisch anzugehen).

Was Freida McFadden einfach großartig hinbekommt, ist es, uns Leser:innen in die Irre zu führen. Die falschen Fährten, die sie einbaut, sind gerade subtil genug, um auf sie hereinzufallen, was mir hier mehr als einmal passierte. Ich war absolut überzeugt von einer bestimmten Theorie, die ich mir im Lauf des Thrillers bildete, weil sie auf genau die richtige Art und Weise angedeutet wurde – nur, um komplett überrascht zu werden, als die Wahrheit herauskam. Ich liebe es einfach, wie es der Autorin immer wieder gelingt, einen Plot zu schmieden, der zunächst offensichtlich scheint, aber dann mit einer großen Überraschung das, was davor kam, in einem anderen Licht darstellt.

Der Schreibstil liest sich flott und flüssig, die Hauptcharaktere sind sehr sympathisch. Tatsächlich gehörten die persönlichen Probleme, mit denen Millie und ihre Familie sich konfrontiert sahen, zu meinen persönlichen Highlights, weil ich mich so aufrichtig um alle Familienmitglieder sorgte. Dadurch, dass auch die Spannung stets erhalten blieb, brauchte ich nur etwas mehr als einen Tag, um die Geschichte in mich aufzusaugen.

Wer die anderen Millie-Thriller gelesen hat und/oder allgemein einen spannenden Thriller mit vielen falschen Fährten lesen möchte, darf hier beherzt zugreifen!

Point of no Return
448 Seiten

Als Quinn im Krankenhaus aufwacht, hat sie die letzten sieben Monate vergessen. Jemand hat sie angefahren und dadurch eine anterograde Amnesie ausgelöst. Umso schockierter ist sie, als sie erfährt, dass ihre beste Freundin Emilia verschwunden ist und sie währenddessen bereits Untersuchungen mit Nate, Emilias Exfreund, anstellte. Natürlich ist Quinn trotz ihres Gedächtnisverlusts entschlossen, die Untersuchungen wieder aufzunehmen, auch wenn sie Nate nicht ganz traut – und weiß, dass derjenige, der für ihren Unfall verantwortlich war, entschlossen ist, sie zu beseitigen …

Dieser Roman hat eine gute Romanze und eine hervorragende Mystery-Handlung, auch wenn es durchaus ein paar Dinge gab, die ich verbesserungswürdig fand. So gibt es in der Romanze zwischen Quinn und Nate ein paar süße Momente, die mir sehr gefallen haben, aber auch ein paar, denen ich kritischer gegenüber stand. So hat Nate bei mir beizeiten den Eindruck erweckt, als würde er ein Nein nicht akzeptieren, weil er bei einigen vergleichsweise kleinen Szenen, in denen er Quinn zu etwas überredete, seine Sturheit spielen ließ und Quinn es jedes Mal akzeptierte. Dazu gab es die klassischen Sprüche wie „ohne dich kann ich mir ein Leben nicht vorstellen“ und ewige Liebesschwüre nach wenigen Tagen des Kennenlernens. Zwar habe ich nicht den Eindruck bekommen, dass Quinns und Nates Beziehung schädlich ist, kann mir aber auch nicht vorstellen, dass sie tatsächlich ewig zusammenbleiben.

Dabei waren sie als Charaktere allgemein, unabhängig von ihrer Romanze, durchaus einnehmend. Vor allem Quinn mochte ich sehr, und die Art und Weise, wie ihr Trauma in der Geschichte umgesetzt wurde. Gewitter und Blitze wurden so zu einem Bild mit tieferer Bedeutung, weil sie zunächst Quinns Trauma und dann ihre Stärke repräsentierten. Das war eine wundervolle Art, ihrer Geschichte ein Symbol zu verleihen, das sie in der Zukunft begleiten wird. Wobei ich zugegeben Quinns finaler Lektion nichts abgewinnen konnte – sie kommt nämlich zu dem Schluss, dass sie jeden Tag leben sollte, als wäre es ihr letzter, was realistisch gesehen keine besonders rosige Zukunft garantieren dürfte. Natürlich ist mir bewusst, wie das Statement eigentlich gemeint ist, aber eine Formulierung, wie Chancen nicht verstreichen zu lassen, wäre dabei immer noch passender gewesen.

Eine sehr große Stärke des Romans war der Fall um Emilia, das Rätsel um ihr Verschwinden und die Person, die Quinn nachstellt. Dieser ganze Handlungsaspekt war unglaublich spannend zu lesen und hat mich ordentlich rätseln lassen, wer dahinter stecken könnte. Der Twist am Ende war im Nachhinein durchaus vorherzusehen, doch seine Umsetzung dafür großartig. Dass auch andere Nebencharaktere wie Emilias Geschwister Geheimnisse haben, hat die Spannung zusätzlich erhöht, wobei es aber tatsächlich Nates beste Freunde waren, die ich am liebsten mochte.

Letztendlich ein Roman, der mich zwar nicht mit seiner Romanze, aber dafür mit seiner restlichen Handlung überzeugen konnte!

& Magisterium - Das 1. Jahr
332 Seiten

Callum, genannt Call, hat seit seiner Kindheit gelernt, Magie zu hassen und zu fürchten. Deshalb möchte er die Prüfungen, um am Magisterium aufgenommen zu werden, absichtlich vermasseln – was ihm auf ungewöhnliche Weise gelingt, aber auch die Aufmerksamkeit von Master Rufus, einem der Lehrer, weckt. Kurzerhand entschließt er sich, Call als Schüler anzunehmen, zusammen mit den zwei besten Prüflingen, Aaron und Tamara. Call hat so seine Probleme, in den Schulalltag zu finden, nicht nur aufgrund seines lahmen Beins, sondern vor allem aufgrund seines losen Mundwerks. Doch nach und nach beginnt er daran zu zweifeln, ob die Dinge, die er sein Leben lang glaubte, tatsächlich wahr sind …

Man merkt schnell, dass dieses Kinderbuch von zwei renommierten Autorinnen geschrieben wurde, denn es packt einen von Anfang an und zieht einen mühelos durch die Handlung. Bereits die Ausgangssituation, in der Call versucht, bei den Eingangsprüfungen zu scheitern, war ein hervorragendes Konzept, das im eigentlichen Schuljahr durch mehrere andere bereichert wird. Selbst die für Call, Aaron und Tamara frustrierende Aufgabe, einen Sandhaufen in Hell und Dunkel einzuteilen, las sich spannend, weil hier die Charaktere selbst scheinen durften. Und natürlich gibt es später noch mehr spannende Aufgaben, wo es mir vor allem gefiel, dass die Charaktere nicht immer alles richtig machten – das war nicht nur realistisch, sondern hat auch gut ihren Umgang mit Versagen und Verbessern gezeigt.

Callum, Aaron und Tamara machen bereits im ersten Band einen guten Eindruck, sowohl als einzelne Charaktere als auch als Freunde. Von ihnen war Aaron mein persönlicher Liebling, aber Call und Tamara zeigten ebenfalls, dass sie fehlerbehaftete und trotzdem sympathische Charaktere sind. Interessanterweise entwickelte sich Aarons und Tamaras Freundschaft zu Call ungefähr so wie meine eigene Meinung zu ihm – am Anfang wusste ich nicht so recht, was ich von ihm halten sollte und verstand sogar, dass viele ihn nicht mochten, doch je mehr Zeit verging, desto sympathischer wurde er mir. Zwar macht Call immer noch viele vermeidbare Fehler, doch hoffe ich, dass er im nächsten Band aus ihnen lernen wird. So oder so war die Freundschaft der drei schön langsam und realistisch beschrieben und damit eins meiner Highlights.

Von den Nebencharakteren möchte ich gerne Jasper hervorheben, weil er mich positiv überrascht hat. Als Schulfiesling ist er nicht sonderlich sympathisch, doch ein paar seiner Taten machen klar, dass mehr hinter seinem Charakter steckt als zunächst angenommen. Insofern hoffe ich, dass er im nächsten Band mehr von sich und seiner Entwicklung zeigen wird.

Das Buch enthält natürlich ein paar Twists, von denen ich einen dadurch, dass er stark geforeshadowt wurde, bereits früh ahnte, aber dafür zwei weitere großartige Twists nicht vorhergesehen habe. Tatsächlich kann ich mich nicht entscheiden, welcher mir mehr gefällt, weil beide sehr überraschend kamen, im Nachhinein aber durchaus Sinn ergaben.

Ich glaube, meine einzige richtige Kritik – neben Calls zu risikofreudigem Verhalten – ist, dass das Magiesystem bisher noch nicht kreativ genutzt wurde. Aus den Elementen lassen sich nämlich durchaus einige Dinge anstellen, doch hier bleibt ihre Nutzung eher oberflächlich. Es bleibt abzuwarten, ob spätere Bände mehr auf die unendlichen Möglichkeiten der Magie eingehen.

Insgesamt war dieses Buch absolut großartig – und das nicht nur für Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene, die gerne Fantasyromane an einer Schule lesen. Mir hat die Lektüre auf jeden Fall großen Spaß gemacht und ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bände!