Elsa und Adelle waren jahrelang unzertrennliche Schwestern, bis sie schließlich durch ein unbekanntes Ereignis auseinandergerissen wurden. Elsa zieht nach Istanbul, Adelle bleibt in Rom. Fünfzig Jahre sehen sie sich nicht; Elsa schreibt Adelle beständig Briefe, die diese nie beantwortet, bis sie es schließlich nicht mehr aushält und nach Hause zurückkehrt, um sich ein letztes Mal mit ihrer Schwester zu treffen und hoffentlich zu versöhnen. Inzwischen wohnt in ihrem ehemaligen Zuhause eine eigene Familie, die nach und nach erfahren, wie es dazu kam, dass die beiden Schwestern sich entzweiten …
Gleich zu Anfang weckt Ferzan Özpetek unsere Neugier, indem er mit einem von Elsas Briefen startet. Sofort war ich interessiert daran, zu wissen, wie genau es dazu kam, dass Elsa und Adelle sich fünfzig Jahre lang nicht sahen, was nur verstärkt wurde, sobald Elsa ihr altes Zuhause besucht, um dort zusammen mit der darin wohnenden Familie und ihren Freunden auf die Ankunft ihrer Schwester zu warten. Schön dabei war vor allem, dass wir Elsas Sicht nur in ihren Briefen zu lesen bekommen, während die gegenwärtige Elsa und die später hinzukommende Adelle aus Sicht der verschiedenen Familienmitglieder beschrieben werden. Diese haben so ihre eigenen Probleme, werden aber so von Elsas und Adelles Geschichte gefesselt, dass diese größtenteils in den Hintergrund rücken. Das hat mir zugegeben weniger gefallen – ich hätte neben der Geschichte der Schwestern gerne gelesen, wie es für die anderen Charaktere ausgeht, was leider nicht geschah.
Der Schreibstil und der beständige Wechsel zwischen gegenwärtiger Erzählung und vergangenen Briefen war sehr angenehm zu lesen, die Erwartungshaltung immer weiter in die Höhe geschraubt. Zeitweise fürchtete ich, für den Zwist der Schwestern gäbe es einen sehr offensichtlichen, banalen Grund, aber die einzelnen Details der offensichtlichen Erklärung vermochten mich dann doch zu fesseln, vor allem, wenn man das Ende des Romans bedenkt, der, ohne zu viel verraten zu wollen, die ganze Geschichte in eine neue Perspektive rückt. Zwar ist es schwer einzuschätzen, ob diese Perspektive überhaupt Sinn macht, aber ich bin sicher, dass ich bei einem zweiten Lesedurchgang viele Hinweise dazu entdecken werde.
Insgesamt ein kurzweiliger, jedoch sehr packender Roman, der es schafft, seine Leser beim Ball zu halten und eine unerwartete Auflösung bietet!
Francis hat mit seiner kranken Mutter viel zu kämpfen, doch von seinem Vater weiß er nichts. Als er jedoch erfährt, dass sein Vater ein Genie sein soll, ist er fest entschlossen, ihn während eines Roadtrips zu finden - und hoffentlich das Leben zu bekommen, dass er sich so lange gewünscht hat.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zugegeben schwer. Das lag hauptsächlich an der Darstellung von Anne-May, einer Krankenhaus-Patientin, in die Francis sich schnell verliebt. Sie behauptet ihm gegenüber, sie wäre von ihrem Vater vergewaltigt worden, was speziell die Sexszenen mit Francis in einem schlechten Licht darstellte, weil es so aussah, als wäre Benedict Wells unsensibel mit dem Thema Vergewaltigung umgegangen. Erst, als herauskommt, dass es sich um eine Lüge handelt, konnte ich mich in die Handlung vertiefen, wünschte allerdings trotzdem, ich hätte nicht so viel Zeit damit verbracht, empört von Wells' Darstellung zu sein.
Der Roadtrip selbst ist nämlich wunderbar beschrieben und die einzelnen Stationen hatten alle einen wichtigen Moment, der der Reise etwas Besonderes gab. Speziell der Halt in Las Vegas gefiel mir, weil es Benedict Wells hervorragend gelang, die aufsteigende Spielsucht und Aufregung zu beschreiben, sodass ich mich sehr gut in Francis' Gedankenwelt hineinversetzen konnte. Dasselbe gilt für das Ende, das imho der beste Teil des Buches ist, aus Gründen, die ich hier nicht spoilern will.
Beeindruckt war ich ebenfalls davon, wie akkurat Wells die Depression von Francis' Mutter beschrieben hat. Sie kommt gar nicht mal so oft vor, aber die Szenen mit ihr haben einen starken Eindruck hinterlassen.
Übrigens habe ich es geliebt, wie Wells meine Erwartungen untergraben hat. Direkt nachdem Francis den Brief über seine wahre Herkunft findet, entwickelte ich eine starke Theorie, was seinen Vater betrifft und war positiv überrascht über die Auflösung!
Letztendlich ist Anne-Mays Lüge der einzige Wermutstropfen der Geschichte, weil meine Annahme, sie sage die Wahrheit, mir fast die Geschichte verdorben hat, so entsetzt war ich von ihrer Darstellung als angeblich Vergewaltigte, die ohne Probleme Sex hat. Auch, wenn sich das letztendlich als unwahr erwies, bleibt ein bitterer Nachgemack in meinem Mund zurück - vermutlich, weil Francis selbst ihr Verhalten nie in Frage stellte.
Zusammengefasst: Ein sehr guter Roman mit einer einzigen Schwäche und einem fabelhaften Schluss, der mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Robert Beck ist Lehrer, in seinem Herzen jedoch Musiker. Als er in einer seiner Klassen ein unglaubliches Musiktalent, den Jungen Rauli Kantas, entdeckt, blüht ein neuer Traum auf: Rauli als Manager helfen, ganz oben anzukommen. Während er sich auch um Lara, seine zehn Jahre jüngere Affäre, und Charlie, seinen depressiven besten Freund, kümmert, wird Beck langsam klar, dass er auch sein eigenes Leben in den Griff bekommen muss ...
"Becks letzter Sommer" ist ein wunderbarer Roman, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat, was vor allem an den Charakteren (speziell Beck und Rauli) als auch an den verschiedenen Handlungssträngen liegt, die Benedict Wells sehr gut in die Handlung eingebaut hat. Speziell die Geheimnisse der Charaktere laden sehr zum Weiterlesen ein, z.B., was es mit den gelben Zetteln auf sich hat, die Rauli dauernd schreibt und warum Charlie plötzlich seine Mutter in Istanbul besuchen will. Einzig zu Lara hätte ich gerne noch mehr gelesen, aber dafür hat sie immer, wenn sie aufgetreten ist, einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Am Anfang eines Kapitels (die hier "Songs" genannt werden) folgt eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die den Leser erwarten, was bereits Vorfreude und Neugier in mir geweckt hat. Sehr gut gefiel mir auch, dass Becks Geschichte eine Erzählung in einer Erzählung war - ab und ab springen wir zum Autor seiner Geschichte über und wie dieser Interviews mit Beck führt, um herauszufinden, wie es nach einem bestimmten Punkt weitergegangen ist.
Das einzige, das mir nicht gefallen hat, kann man letztendlich verschmerzen: Der Hund stirbt. D: Das fand ich ganz schön unnötig, aber davon abgesehen? Ein absolut hervorragender Roman, der einem nicht nur gute Unterhaltung bietet, sondern auch die wichtigen Fragen des Lebens stellt!
„Spinner“ ist der erste Roman, den Benedict Wells geschrieben hat – und um ehrlich zu sein, merkt man das auch. Das Buch ist mitnichten schlecht, aber definitiv schräg, was vor allem dadurch zustande kommt, dass der Hauptcharakter Jesper Lier seine eigene Geschichte gerne ausschmückt, teils an Halluzinationen leidet und die Struktur des Romans, die ihn in sieben Wochentage einteilt, es erlaubt, so einige seltsame Dinge geschehen zu lassen.
So geht es nicht nur im Jespers schwieriges Leben, sondern auch um seine Freunde Gustav und Frank, seine Schwärmerei für die Studentin Miriam, seinen Roman „Der Leidensgenosse“ und noch einige Dinge mehr. Was mir hier sehr gefallen hat, ist, dass insgesamt jeder Handlungsstrang ein Ende fand, was für mich nach dem leicht episodenhaften Beginn nicht selbstverständlich war. Auch den Humor, den Benedict Wells einbaut, mochte ich. Trotzdem war der Roman mir stellenweise zu schräg, weil mich die Zufälle, die Jesper passieren, teils aus der Geschichte holten, weil sie nicht wie natürliche Zufälle wirkten, sondern welche, die der Autor eingebaut hat. (Natürlich entscheidet letztendlich alles der Autor, aber normalerweise wird das nicht so deutlich wie hier.)
Gegen Ende lassen diese Zufälle glücklicherweise nach und es wird auf ernstere Themen eingegangen, vor allem im Bezug auf Jespers Zustand, den dieser den gesamten Roman lang ignoriert hat, bis er es nicht mehr konnte. Hier gibt es auch einige notwendige Erklärungen – zum einen Wahrheiten, die Jesper vor sich verbarg bzw. die vor ihm verborgen wurden sowie die Tatsache, dass einige seiner Geschehnisse zumindest teilweise halluziniert waren. Es ist relativ deutlich, um welche Geschehnisse es sich hierbei handelt, aber verwirrend war es trotzdem ein wenig.
Insgesamt ein Erstlingswerk, dem es gut gelingt, seine Handlungen zu Ende zu führen, jedoch nicht ganz so gut, sie wie eine natürliche Konsequenz von Jespers Handlungen darzustellen. Umso mehr freue ich mich schon darauf, zu sehen, wie Benedict Wells sich im Lauf der Zeit verbessert hat!
"Das Leben der Heiligen" ist nach "Die Sprache der Dornen" bereits der zweite Sonderband, der die Welt des Grishaverse expandiert. Das fragliche Buch wurde von Alina Starkov sowohl in ihrer Trilogie als auch in der Netflix-Verfilmung "Shadow and Bone - Legenden der Grisha" gelesen. Nun bekommen auch wir seinen Inhalt zu Gesicht.
Beim Blick auf den Preis musste ich erst mal schlucken - das Buch hat unter 150 Seiten, kostet aber mehr als ein fast 600 Seiten langer Band der Krähen-Duologie. Glücklicherweise erklärt sich diese Diskrepanz schnell, sobald man das Buch aufschlägt, den neben den kurz beschriebenen Leben der Heiligen gibt es jeweils ein wunderschönes, farbiges Bild dazu, das den Heiligen bzw. die Heilige in einem wichtigen Moment seines/ihres Lebens darstellt. Jedes einzelne dieser 28 Illustrationen war ein kleines Kunstwerk für sich und nach dem Lesen habe ich sie mir alle noch mal angeschaut. Sie entschuldigen den teuren Preis vielleicht nicht vollkommen, machen ihn aber verständlicher.
Und dann sind da natürlich die Erzählungen über die Heiligen selbst. In der Regel schildert Leigh Bardugo, wie jemand zu einer Heiligen bzw. einem Heiligen wurde, erzählt aber auch ab und an die Geschichte der Person(en), die sich in ihrer Not an sie oder ihn wandten. Natürlich sind auch bekannte Namen wie Alina oder Yuri dabei, die ihren Auftritt in der "Shadow and Bone"-Trilogie hatten.
Müsste ich meine Lieblingsheiligen auswählen, fiele meine Wahl - nach einigem Überlegen - auf Sankta Anastasia (die ihr Blut zur Heilung spendete), Sankt Nikolai (der einzige Überlebende eines Schiffes), Sankt Emerens (der Ratten vom Getreide fernhielt), Sankt Valentin (der half, den Mord an einer Braut aufzudecken), Sankt Petyr (der sich opferte, um einen Dämon zu besiegen), Sankt Lukin (der selbst nach seinem Tod unermüdlich Ratschläge gab) und Sankt Dimitri (der bis zu seinem Tod treu an die Heiligen betete).
Das soll natürlich nicht heißen, dass die anderen Heiligen schlechter waren, mich haben schlicht die jeweiligen Erzählungen meiner Lieblingsheiligen am meisten beeindruckt. Das Schöne hierbei ist, dass wohl jeder seine eigene Liste von Lieblingsheiligen hat, weil sie alle ein abenteuerliches Leben und vor allem einen abenteuerlichen Tod hatten. Würde man mich nächste Woche fragen, sähe meine Liste vermutlich leicht anders aus, so schwer fiel es mir, mich für nur sieben Heilige zu entscheiden.
Insgesamt würde ich das Buch trotzdem nur Hardcore-Fans des Grishaverse empfehlen, die gerne noch mehr Infos dazu bekommen wollen. Ohne das Wissen, das in den Hauptbüchern gesammelt wurde, stelle ich mir die Lektüre recht schwer vor; ist man aber wie ich ein großer Fan von der Welt, die Leigh Bardugo geschaffen hat, darf man sich auf eine kurzweilige Lektüre freuen, die das Lesen der Hauptbücher sicher bereichern wird!
Mit zwölf Jahren sah Eddie seine erste Leiche. Ein Mädchen, zerstückelt im Wald. Mehrere Kreidezeichnungen haben ihn dort hingeführt. Als dreißig Jahre später ein alter Freund von ihm behauptet, er wüsste, wer das Mädchen damals umgebracht hat, muss Eddie sich gezwungenermaßen mit seiner Vergangenheit konfrontieren ...
Auch wenn "Der Kreidemann" ein paar sehr gute Twists und Kapitelenden hat, ist er insgesamt nicht ganz so spannend geschrieben wie die Nachfolgeromane Tudors. Es fällt um einiges leichter, diesen Thriller zur Seite zu legen, nur stellenweise spürt man den Sog, weiterzulesen. Dafür übertrumpft der Roman die anderen, was seine Auflösung angeht - alle offenen Fragen werden beantwortet und ihre Antworten waren insgesamt sehr zufriedenstellend. Interessanterweise habe ich, was die Twists angeht, ausgerechnet den Epilog-Twist vorausgeahnt, was meinem Lesegenuss jedoch keinen Abbruch tat, weil er hervorragend geforeshadowt wurde - man kann den Twist erraten, aber offensichtlich ist er nicht.
Der Titel des Buches, "Der Kreidemann" passt imho nur halb. Zwar spielt dieser "Kreidemann" (bei dem es sich um einen albinistischen Lehrer handelt) durchaus eine wichtige Rolle, ist aber letztendlich nur einer von vielen wichtigen Figuren.
Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mir gut gefallen, hat es aber oft schwer gemacht, mitzufiebern, weil man wusste, dass man am Ende eines potentiellen Cliffhanger-Kapitels erst mal ein anderes lesen muss, bevor die Auflösung kommt. Hier finde ich, dass C. J. Tudor in späteren Thrillern eine packendere Struktur anwendet.
Für ein Erstlingswerk ein guter Start, wobei schön zu sehen ist, dass die Autorin sich mit jedem Buch ein Stück verbessert hat :)
Als Teenager ist Joes kleine Schwester Annie verschwunden - doch es war ihr Wiederauftauchen 48 Stunden später, das ihn für immer beeinflussen hat. Damals benahm sie sich ganz anders als früher und kam schließlich in einem Unfall ums Leben. Jahrzehnte später bekommt Joe jedoch eine E-Mail, die verkündet, der Absender wüsste, was damals wirklich mit seiner Schwester passiert ist - woraufhin er als Lehrer nach Arnhill zurückkehrt, um die Wahrheit herauszufinden ...
Nachdem mir "Schneewittchen schläft" sehr gut gefiel, habe ich beschlossen, auch die anderen beiden Thriller von C. J. Tudor zu lesen, angefangen mit dem, den sie davor schrieb: "Lieblingskind". Wie schon der Nachfolger ist er unglaublich spannend geschrieben - so spannend, dass ich ihn innerhalb eines Tages durchlas! Tudor versteht es, Geheimnisse an genau den richtigen Stellen zu lüften und Kapitel stets so enden zu lassen, dass man sofort weiterlesen möchte.
Die Auflösung im Allgemeinen hat mir auch sehr gefallen, aber insgesamt blieben einige wichtige offene Fragen übrig, die leider nicht aufgeklärt wurden. Die wichtigste hierbei ist mit Abstand diejenige, warum Annie sich nach ihrer Rückkehr so merkwürdig/gruselig verhielt, denn Trauma ist definitiv keine Antwort auf ihre Taten. Ein paar Ungereimtheiten wegen ihrer Verletzungen existieren dabei auch. Annie selbst spielt im Roman interessanterweise nicht die Hauptrolle, sondern eher Joes ehemalige Freundschaft zu seinem alten Schulfreund Stephen Hurst, die durch ein traumatisches Erlebnis in ihrer Jugend für immer zerstört wurde. Natürlich ist Annie darin beteiligt, aber da man sie nur in Flashbacks kennenlernt, würde ich sie nicht als hauptsächliches Mysterium klassifizieren.
Andere Mysterien werden zufriedenstellend zu einem Abschluss gebracht, weshalb es mich sehr verwunderte, dass das Hauptmysterium keine Antwort erhielt. Das ändert nichts daran, dass der Thriller außergewöhnlich spannend war, aber wer gerne Antworten auf alle offenen Fragen möchte, wird diese leider nicht erhalten.
Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf den "Kreidemann" und bin zuversichtlich, dass auch dieser Thriller sich durch seine Spannung positiv hervorheben wird!
Juva gehört zur Familie der Blutleserinnen - Frauen, die Menschen weissagen können, wie lange diese noch zu leben haben. Juva, die weiß, dass diese Gabe in Wirklichkeit auf Betrug basiert, will damit nichts zu tun haben - bis ihre Mutter unerwartet in ihren Armen stirbt und sie zum nächsten Oberhaupt der Familie erklärt. Während Juva die Geheimnisse ihrer Familie herauszufinden versucht, muss sie sich zusätzlich mit ihrem ehemaligen Liebhaber Rugen herumschlagen. Dieser ist an der Wolfsseuche erkrankt und nimmt im Austausch gegen Heilung die Aufgabe an, Juva zu beschatten ...
"Eisenwolf" ist ein sehr fesselndes Fantasybuch, das sich nicht davor scheut, grausame Szenen zu zeigen und vulgäre Sprache zu benutzen. Juva und Rugen sind alles Andere als Helden, was gleich zu Beginn der Geschichte deutlich wird und während ihres Verlaufs bestätigt wird. Das gefiel mir sehr gut - beide sind realistische Charaktere mit ihren eigenen Zielen und ihren eigenen Schwächen, die einfach versuchen, ein angenehmes Leben zu führen und dann in Ereignisse verwickelt werden, die sie zwingen, ihren Standpunkt zu ändern. Sehr schön übrigens war auch, dass sie mal Liebhaber waren, das für die Gegenwart des Romans jedoch keine Relevanz hat und sie auf ganz andere Dinge fokussiert sind.
Die Handlung war ebenfalls spannend und spielt in einer gut ausgebauten Welt, ohne zu kompliziert zu werden. Nur die ab und an umgangssprachliche und vulgäre Sprache entsprach nicht meinem persönlichen Geschmack; zwar passte sie durchaus zum Roman und trug zu seinem Realismus bei, aber ich persönlich habe eine Geschichte lieber, wenn nicht so viel herumgeflucht wird. Ist jedoch eindeutig meine subjektive Meinung, da ich es auch gar nicht gewöhnt bin, Kraftausdrücke in Fantasyromanen zu lesen.
Insgesamt gefiel mir die Geschichte auf jeden Fall so gut, dass ich jetzt schon gespannt auf den zweiten und dritten Teil bin!
- Von hier
- bis zum Anfang
- Chris Whitaker
- Piper
- Belletristik
- Verbrechen
- Melancholie
- Erwachsenwerden
- Gefühle
- Geheimnisse
Vor dreißig Jahren wurde Vincent King des Mordes an Sissy Radley angeklagt. Nur sein bester Freund und Polizist Walk glaubt fest an seine Unschuld. Doch als nach Vincents Freilassung Sissys Schwester Star Radley ermordet wird, während Vincent sich zusammen mit ihren Kindern Duchess und Robin in ihrem Haus befindet, scheint der Fall festzustehen: Er wird des Mordes angeklagt. Während Walk nach Hinweisen sucht, um die Unschuld seines Freundes zu beweisen, muss Duchess zusammen mit ihrem Bruder Robin bei ihrem Großvater leben. Was keiner von beiden weiß: In der Nacht des Mordes hat Robin gesehen, was wirklich passiert ist …
„Von hier bis zum Anfang“ ist ein sehr emotionaler Roman, der nicht von seiner Action, sondern von seinen Charakteren und deren Problemen lebt. Walk ist krank und möchte auf keinen Fall, dass das jemand herausfindet, während Duchess sich gegen die Menschen, die ihr nahe kommen wollen, wehrt. Vor allem Duchess' Teil der Geschichte hat mir sehr gefallen. Sie bezeichnet sich als „Outlaw“, stößt die Menschen um sich herum durch distanziertes Verhalten und Beleidigungen ab und möchte einfach nur, dass ihr Bruder ein ruhiges Leben führt. Während ich zwar wünschte, sie wäre nicht so oft mit ihrem Verhalten durchgekommen, hat mir der Charakter der Duchess insgesamt sehr gefallen. Auch Walk ist ein hervorragender Charakter, dessen persönliche Probleme mir sehr nahe gegangen sind, aber Duchess war es, die letztendlich mein Herz erobert hat.
Der Schreibstil ist von vielen Dialogen gekennzeichnet, was mich manchmal verwirrte, weil ich ab und an vergessen habe, wer welchen Satz angefangen hat. Hier hätte ich es begrüßt, wäre der sprechende Charakter öfters erwähnt worden. Auch gibt es in der Geschichte viele Momente, in denen nicht viel passiert – was allerdings keine Kritik ist, sondern einfach eine Feststellung. Ich mochte diese leicht melancholische Stimmung, aber für jeden ist sie nicht.
Hervorragend war die Auflösung der Geschichte, die viele Dinge in eine neue Perspektive rückt und imho sehr zufriedenstellend war. Tatsächlich möchte ich die Geschichte im Anbetracht der neuen Informationen am liebsten nochmal lesen!
Insgesamt ein schöner Roman, der gut für Fans von „Der Gesang der Flusskrebse“ geeignet ist!
- Schwur mutig schwer
- Emberfall
- Brigid Kemmerer
- heyne fliegt
- Fantasy
- Jugendbuch
- Romanze
- Freundschaft
- Familie
- Magie
- Trilogie
- Highlight
Im dritten und finalen Band der Emberfall-Trilogie stehen Rhen, Harper, Grey und Lia Mara vor dem Scheideweg. Rhen hat sechzig Tage, um seine Herrschaft Grey zu übergeben, während er ohne das Wissen der anderen von Lilith gequält wird. Harper zweifelt an ihrem Entschluss, bei ihm zu bleiben, weil sie nicht gegen ihre eigene Familie und Freunde kämpfen möchte. Grey wird aufgrund seiner Magie nicht von der Armee Syhl Shallows akzeptiert, obwohl sie der einzige Weg sein könnte, Emberfall einzunehmen. Und Lia Mara hat Schwierigkeiten, sich bei ihrem Volk durchzusetzen, weil sie als schwach angesehen wird und aus jeder Ecke ein Attentat befürchten muss.
Der dritte Band bestätigt, was ich bereits seit dem ersten gehofft habe: Dass diese Trilogie für mich zu den besten Jugendbüchern gehört, die ich je gelesen habe. Nicht viele Jugendromane haben es geschafft, mich so zu beeindrucken, aber Brigid Kemmerer ist es gelungen, eine Geschichte zu erschaffen, deren Charaktere, Handlung, Schreibstil und Welt mich rundherum gefesselt haben. Ich war sehr zufrieden damit, wie sie die Geschichte um Rhen, Harper, Grey und Lia Mara zu einem gelungenen Ende führt. Ein paar offene Fragen gibt es dabei durchaus, aber von der positiven Sorte - man fragt sich, wie die Charaktere nun, da ihre Haupthandlung um ist, wohl ihr Leben weiterleben werden, während man gleichzeitig froh ist, dass das der eigenen Fantasie überlassen bleibt.
Insgesamt habe ich nur einen Kritikpunkt: Die recht eindimensionale Antagonistin Lilith, die hervorragend darin ist, die Charaktere leiden zu lassen, sonst aber keine Tiefe zeigt. Im Anbetracht der Tatsache, dass Brigid Kemmerer alle anderen Charaktere so menschlich beschrieben hat, überraschte es mich, dass Lilith die einzige war, die keine Grauschattierungen zeigte, sondern einfach böse war. Hier hätte ich es begrüßt, wäre sie dreidimensionaler charakterisiert worden.
Doch sonst? Eine absolut hervorragende Fantasytrilogie mit realistischen Romanzen, liebevollen Charakteren und einer packenden Handlung, die ich jedem ans Herz legen möchte!
Mila besitzt die Fähigkeit, zu sehen, welche Menschen bald sterben werden. Für sie erscheinen solche Menschen grau, als wären sie einem Schwarzweißfilm entstiegen. Verzweifelt darum bemüht, diesen Fluch loszuwerden, kehrt sie in die Stadt ihrer Kindheit, Prag, zurück - und trifft bald auf Tariel und Asher, zwei verfeindeten Ewigen, die beide so ihre eigenen Gründe haben, in Milas Nähe zu bleiben ...
Der erste Band der Duologie war, um ehrlich zu sein, recht durchschnittlich. Weder Tariel noch Asher vermochten es, mein Herz zu gewinnen, weil ihr Verhalten, wie es für Love Interests im Young-Adult-Genre leider üblich ist, äußerst fragwürdig war. Sowohl Mila als auch die Nebencharaktere (speziell Micael und Reia) waren mir da sympathischer, vor allem Mila, die sich insgesamt gut durchzusetzen weiß. Dafür erregte die Feindschaft zwischen Tariel und Asher durchaus mein Interesse - sehr schade, dass sie zumindest hier im ersten Band nicht allzu vertieft wurde.
Äußerst unglaubwürdig fand ich das Verhalten der Ewigen, zu denen auch Tariel und Asher gehören. Hätte Ava Reed nicht direkt gesagt, dass es sich um unsterbliche Wesenheiten handelt, die seit Urbeginn der Zeit existieren, wäre ich niemals von alleine darauf bekommen, weil sich ausnahmslos alle Ewigen wie Teenager/junge Erwachsene verhalten - sie sind impulsiv, benutzen moderne Ausdrücke und rein gar nichts in ihrem Verhalten weist darauf hin, dass sie älter sind, als sie aussehen. Hier hätte es mir besser gefallen, hätte es den ganzen Ewigen-Aspekt gar nicht erst gegeben, denn er hat der inneren Logik der Geschichte sehr geschadet und mich ob des unreifen Verhaltens der Unsterblichen nur ungläubig den Kopf schütteln lassen.
Die Handlung ist dafür gut aufgebaut und Ava Reed schreckt nicht davor zurück, Konsequenzen für Fehler zu ziehen, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. So sehr es schmerzte, zu realisieren, dass ein nicht wiedergutzumachender Fehler begangen worden ist, so sehr bewunderte ich Ava Reed dafür, dass sie ihn durchzog.
Der erste Band der Duologie ist damit kein schlechter, aber aufgrund der Schwachpunkte auch kein hervorragender Einstieg - dennoch bin ich speziell wegen des Schlusses gespannt, wie es weitergeht und wie viele Fehler die Charaktere wohl noch begehen werden, ehe sie das Ende ihrer Geschichte erreichen.
- Immer montags
- beste Freunde
- Laura Schroff
- Alex Tresniowski
- Diana
- Erfahrungsbericht
- Freundschaft
- Vergangenheit
Laura und Maurice - die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Laura arbeitet erfolgreich bei der Anzeigenabteilung von USA Today, Maurice ist ein Bettlerjunge, der Tag für Tag um sein Überleben kämpft. Zuerst geht Laura an ihm vorbei, wie es wohl viele tun - aber aus unerfindlichen Gründen kehrt sie um, kommt mit Maurice ins Gespräch und spendiert ihm schließlich ein Essen.
Bald entstehen daraus regelmäßige Montagstreffen, in denen die beiden sich immer näher kennenlernen. Auch wenn Laura und Maurice komplett verschiedene Hintergründe haben, haben sie beide schon sehr viel durchgemacht - Laura wuchs bei einem gewalttätigen Vater auf, Maurice bei einer drogenabhängigen Familie. Beide haben viel durchgemacht - doch durch ihre gemeinsame Freundschaft gelingt es ihnen nach und nach, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf die Zukunft zu konzentrieren.
Es war sehr berührend, zu lesen, wie Laura Schroff von ihren eigenen und von Maurice' Lebensumständen erzählt hat. Jedes Mal, wenn die Handlung wieder zur Gegenwart und dem Fortgang ihrer Freundschaft sprang, war es wie ein Hoffnungsschimmer in der Dunkelheit. Durch ihren Co-Autor Alex Tresniowski gelang ihr ein guter Erzählstrang, der genau wusste, wann er welche Informationen erwähnen sollte. Dadurch gewann Lauras und Maurice' Geschichte zusätzlich an Bedeutung und machte ihre Freundschaft noch wertvoller.
Was das Ganze noch besser macht, ist selbstverständlich die Tatsache, dass es sich um einen Erfahrungsbericht handelt, also um eine wahre Geschichte, die tatsächlich so passiert ist. Schließlich lässt sich eine Freundschaft wie die von Laura und Maurice leicht in der Fiktion finden - aber in der Realität ist sie selten und deshalb umso schöner.
"Immer montags beste Freunde" war der erste Erfahrungsbericht, den ich je gelesen habe - aber es wird sicher nicht der letzte sein!
"Fake Brain" liefert Lesern von Sachbüchern, die sich mit den falschen Interpretationen des Gehirns beschäftigen, nicht allzu viel Neues, ist aber immer noch ein schönes, zusammenfassendes Leseerlebnis.
In zehn Kapiteln wird auf verschiedene Aspekte eingegangen, die sich alle damit beschäftigen, dass das Gehirn uns austrickst - seien es unsere eigenen Erinnerungen, intuitives Denken, oder verschiedene Illusionen, deren Opfer wir sind: Wissen und Gewissheit, kognitive Dissonanz, Kontrolle, Kontext ... kurz, prägnant und mit größtenteils neuen Beispielen zeigt Albert Moukheiber auf, warum wir unserem Gehirn nicht trauen sollten.
Diese neuen Beispiele zeigen sich sowohl in präsentierten Bildern als auch bei der Beschreibung von Studien. Zumindest ich hatte das Glück, von vielen noch nichts gehört zu haben; aber natürlich ist es ironischerweise möglich, dass mein Gehirn gewisse Informationen einfach vergessen hat und ihre wiederholte Präsentation als neu interpretiert.
Dadurch, dass es an Informationen im Allgemeinen nicht viele neue gibt und sie so schön zusammengefasst dargestellt werden, eignet sich dieses Buch vor allem für Einsteiger zum Thema, die einen ersten Überblick über die Fehlfunktionen unseres Gehirns erhalten wollen. Diejenigen, die sich damit bereits auskennen, können dieses Buch immer noch als schnelle, kompakte Zusammenfassung lesen. Ich selbst habe dieses Sachbuch zum Auffrischen meines Wissens gelesen und fand es dafür mehr als gut genug.
Kein weltbewegendes Sachbuch also, aber hervorragend, wenn man einen ersten Überblick über unser Gehirn erhalten will.
- Game Changer
- Neal Shusterman
- Fischer
- Jugendbuch
- Alternative Universe
- Dimensionen
- Rassismus
- Sexismus
- LGBTQ
- Neuerscheinung
- Highlight
Es passiert bei einem Football-Spiel: Ash wird in eine alternative Dimension befördert. Plötzlich sind alle Stoppschilder blau und Ampeln nicht rot, gelb und grün, sondern blau, gelb und grün. Ash hat keine Ahnung, was geschehen ist, aber beim nächsten Football-Spiel passiert es wieder und dieses Mal ist die Veränderung größer: Seine Familie ist reich und sein neues Ich dealt Drogen. Doch es ist das nächste Football-Spiel, das die Welt vollkommen verändert: Plötzlich gibt es wieder Rassentrennung. Endlich erfährt Ash, was die ganze Zeit los war: Er ist zum sogenannten Subjective Locus geworden, dem Mittelpunkt des Universums, der entscheidet, wie die Welt sich verändert und jetzt lernen muss, diese Fähigkeit zu kontrollieren, um alles wieder rückgängig zu machen. Jedoch hat er nicht mehr viele Versuche übrig – und bekanntlich gibt es unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen …
Neal Shusterman ist zugegeben nicht besonders subtil, wenn es um das Thema der Rassentrennung geht, aber mich persönlich hat das nicht gestört. Wir Menschen verstehen subtile Hinweise leider nicht immer und brauchen einen Holzhammer, um zu realisieren, wie dumm und ungerecht unsere Welt eigentlich ist. Es ist so leicht, in seiner Komfortzone zu bleiben und nichts am Status Quo zu ändern. Deshalb fand ich persönlich es sogar gut, dass Neal Shusterman recht direkt mit seinen Botschaften war, aber andererseits fühle ich mich als weiße, privilegierte Frau nicht unbedingt geeignet, um das beurteilen zu können.
Was ich dagegen beurteilen kann, war die Handlung des Romans, die mir sehr gefallen hat – vor allem, wie Ash gezwungen ist, verschiedene Perspektiven einzunehmen, als nicht nur die Welt, sondern er selbst sich verändert, war eine hervorragende Strategie, um die Botschaften des Romans zu unterstreichen. Noch besser ist, dass die Veränderungen subtil geforeshadowt werden – nicht unbedingt so, dass man sie vorher erraten kann, sondern so, dass sie im Nachhinein einen logischen Sinn ergeben. Nun, vielleicht bis auf die Entstehung der Welt mit Rassentrennung.
Im Buch wird als Erklärung dafür genannt, dass Ash einerseits einen gewissen Neid gegenüber Leo, seinen Schwarzen besten Freund, verspürt, weil dieser ein Stipendium hat, und zum anderen wünscht, sein alternatives Ich hätte nicht mit dessen Schwester geschlafen. Aus diesen Gedanken entstand die Welt mit Rassentrennung, was ich dann doch übertrieben fand. Nicht, dass ich mir wünschte, sie wäre bewusst entstanden, aber eine bessere Erklärung für diesen Konflikt hätte mir trotzdem gefallen – ein paar teils gemeine, teils verständliche Gedanken, wie sie jede*r von uns hat, sollten meiner Meinung nach nicht zu einer solch übertriebenen Konsequenz führen.
Andererseits war diese Veränderung durchaus notwendig für Ash' Charakterentwicklung. Besonders gefiel mir, dass er sich bald hin- und hergerissen fühlte, was die neue Welt betraf – sie war ohne Zweifel schrecklich, hatte aber auch einige gute Seiten, vor allem, was Ash' persönliches Leben betraf. Ich wollte am liebsten, dass sich die positiven Seiten aller Welten vereinen, aber natürlich geschah das nicht. Der Status Quo wurde aber auch nicht wiederhergestellt – mir hat das Ende, das Neal Shusterman wählte, sehr gefallen! Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil ich bald bezweifelte, dass ein zufriedenstellendes Ende möglich wäre, aber es ist Neal Shusterman glücklicherweise gelungen.
Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch!
"Die Wahrheit über das Lügen" versammelt zehn Kurzgeschichten, die Benedict Wells im Lauf der Jahre geschrieben hat. Es war ein kurzweiliges Leseerlebnis, das mir dennoch Spaß gemacht hat.
Die Hauptgeschichte "Das Franchise", in der jemand in die Vergangenheit reist und George Lucas die Idee zu "Star Wars" klaut, ist dabei definitiv das Highlight. Sie war sehr gut recherchiert und verstand es, die Konsequenzen für den Eingriff in die Zeitlinie realistisch zu halten, anstatt uns eine übertrieben schlechte oder gute Zukunft zu präsentieren, wie es oft bei Zeitreisegeschichten vorkommt. Dürfte ich nur eine der zehn Kurzgeschichten lesen, würde ich definitiv diese wählen.
Die anderen neun waren im Gegensatz dazu durchwachsen - "Die Wanderung", "Die Muse", "Ping Pong", "Die Fliege" und "Hunderttausend" haben mir gut bis sehr gut gefallen, während ich mit "Das Grundschulheim", "Richard", "Die Nacht der Bücher" und "Die Entstehung der Angst" nicht so viel anfangen konnte. Ein/e andere/r Leser/in mag jedoch eine ganz andere Liste von persönlichen Lieblingen finden.
Allein für die Lektüre der Star-Wars-Geschichte lohnt sich das Lesen jedoch, finde ich. Ich bin noch nicht einmal Star-Wars-Fan und habe nur eine grobe Ahnung, was die Handlung und die Charaktere betrifft, aber Benedict Wells hat "Das Franchise" so gut geschrieben, dass das keinen Unterschied für mich machte. (Obwohl es sicher noch mehr Spaß macht, die Geschichte als eingefleischter Fan zu lesen.)
Eine weitere Kurzgeschichtensammlung würde ich durchaus begrüßen, am besten mit Geschichten, die so gut ausgebaut sind wie "Das Franchise"!