Auch hier brauchte ich mal wieder eine Auffrischung bezüglich meiner Denkfehler, die Rolf Dobelli großartig zusammenfasst. Speziell seine beiden Bücher zu Denk- und Handlungsfehlern sind welche, die ich sicher noch öfters in die Hand nehmen werde. Sie stellen kurz und knackig dar, auf welche Dinge man achten sollte und sind deshalb eine hervorragende Lektüre, die sich sowohl schnell lesen lässt als auch wertvolles Wissen vermittelt!
- 12 Gesetze
- der Dummheit
- Henning Beck
- Econ
- Sachbuch
- Denkfehler
- Politik
- Gesellschaft
- Leben
- Egoismus
- Problemlösung
Denkfehler sorgen bei uns allen für dumme Entscheidungen. Selbst, wenn wir wissen, vor welchen wir uns in Acht nehmen müssen, ist es schwer, tatsächlich auf sie zu achten. Trotzdem ist es wichtig, sich ihrer bewusst zu sein, weshalb ich trotz der Tatsache, bereits einige Bücher über Denkfehler gelesen zu haben, gerne zu einem weiteren griff.
In „12 Gesetze der Dummheit“ geht Henning Beck sowohl auf bekannte Denkfehler ein (z.B. der Confirmation Bias, der dafür sorgt, dass wir gezielt nach Informationen suchen, die unser eigenes Weltbild bestätigen) als auch auf welche, die mir nicht allzu bekannt waren (z.B. der Additions-Fehlschluss, der dafür sorgt, dass wir uns das Leben unnötig schwerer machen). Es war dabei interessant, sowohl einige bekannte als auch viele unbekannte Beispiele zu den jeweiligen Denkfehlern zu sehen – und sich selbst damit zu vergleichen. Denn selbst, wenn man bereits über Denkfehler Bescheid weiß, ist das keine Garantie dafür, dass man keine begeht.
Gut fand ich auch Henning Becks verständlichen Schreibstil, der die Lektüre einfach zu lesen und gleichzeitig informativ gemacht hat. Ich liebe einfach diese Kombination aus wichtigem Wissen und einer angenehmen Weise, es zu präsentieren!
Schön ist auch, dass man hier so oder so Dinge lernt, die man zuvor noch nicht wusste; doch selbst, wenn einem die zwölf besprochenen Denkfehler bekannt sein sollten, schadet es nicht, das eigene Wissen noch einmal aufzufrischen.
Insgesamt also eine sehr gute Lektüre für alle, die sich der Denkfehler ihres Lebens bewusst sein wollen!
Clara Konrad ist eine Lügnerin. Sie erzählt den Menschen das, was sie hören wollen, was sie in ihrem astrologischen Beruf sehr beliebt macht. Doch dann wird sie von einer ehemaligen Kundin gefunden, die ihr unendlich dankbar ist, weil alles, was Clara über sie vorhersagte, wahr geworden ist. Die Kundin glaubt, dass Clara die Gabe habe, aus ihren Lügen Wahrheiten zu machen – und so testet Clara ihre Fähigkeit aus …
Dieser kurze Roman liest sich sehr angenehm und beschäftigt sich dabei mit einem wichtigen Thema: Wie sehr wir uns selbst von Lügen hinreißen lassen und wie leicht es uns fällt, Lügen zu glauben, die eine Geschichte erzählen. Dass es oft nicht wichtig ist, ob jemand die Wahrheit sagt oder lügt, weil letztendlich nur das zählt, was wir selbst glauben – unabhängig davon, ob das die Wahrheit ist oder nicht. Friedemann Karig erzählt von einer Frau, deren Lügen eine unglaubliche Macht besitzen, ohne dass jemals ganz klar wird, wie wahr ihre Erzählungen wirklich sind. Das hat dem Roman einen ganz eigenen Flair verliehen, weil die Macht der Geschichten, die hier erzählt werden, zeigen, wie effektiv Lügen wirklich sind. Dass sie im Grunde dadurch wahr werden, indem man an sie glaubt.
Deshalb fand ich den Roman unglaublich faszinierend – weil er mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Man wird richtig in die Geschichte hineingesaugt, möchte wissen, wie weit Claras Lügen wirklich gehen werden und kümmert sich nicht darum, dass es, nun ja, Lügen sind. Gerade, den Unterschied zwischen ihren Wahrheiten und Lügen zu entdecken, war eine faszinierende Aufgabe, die mich eine ganze Weile beschäftigt hat, obwohl sie natürlich unmöglich zu lösen ist.
Wer also einen kurzen, fesselnden Roman lesen möchte, der einen dazu antreibt, über die Macht von Lügen nachzudenken, ist hier genau richtig!
Ning hat ihre Schwester geheilt, doch dafür den Biss der Schlange erhalten, was es ihr erschwert, ihre Magie gefahrlos einzusetzen. Und dann ist da noch Kang, der sie angelogen hat und jetzt auf der Seite der Gegner steht. Was Ning nicht weiß: Auch Kang versucht alles Mögliche, um die drohende Katastrophe zu verhindern, weiß aber nicht, wie ...
Dieser Abschlussband hat genau wie der erste einen wunderschönen, bildlichen Schreibstil, der diesmal sowohl Nings als auch Kangs Perspektive beschreibt. Davon abgesehen fiel es mir jedoch schwer, mich richtig in ihn hineinfallen zu lassen. Ich konnte zuerst nicht einmal sagen, was jetzt eigentlich die Handlung ist – und selbst, als ich es konnte, fiel es mir bisweilen schwer, ihr zu folgen. Ich kann noch nicht einmal sagen, woran es liegt, aber im Vergleich zum ersten Teil kam ich nicht so gut voran, wie ich es mir gerne gewünscht hätte.
Vielleicht sind Nings und Kangs getrennte Geschichten ein Grund. Sie beide erleben ihre eigene Handlung, die sich später miteinander verzweigt, doch insgesamt haben sie nur relativ wenige Szenen miteinander und noch weniger, die sich auf ihre Romanze beziehen. Obwohl ich es sehr interessant fand, aus Kangs Sichtweise zu lesen, wünschte ich mir, wir hätten mehr Szenen mit beiden zusammen gehabt.
Insofern konnte mich dieser Abschlussband leider nicht komplett überzeugen, auch wenn er durchaus ein paar schöne Szenen hatte – sie haben nur leider nicht ausgereicht, um meinen Gesamteindruck zu ändern. Doch hoffe ich, dass andere Leser*innen einen anderen Eindruck von dem Buch bekommen werden!
- Fullmetal Alchemist
- Hiromu Arakawa
- Makoto Inoue
- altraverse
- Light Novel
- Abenteuer
- Perfekte Stadt
- Geheimnisse
- Äquivalenter Tausch
Obwohl Edward und Alphonse keine sonderlich große Lust darauf haben, „überredet“ Roy Mustang sie, eine Inspektion in der Stadt Wisteria durchzuführen. Diese Stadt befindet sich im Untergrund und ist als Paradies bekannt – hier kann jeder, der nirgendwo sonst hin kann, noch mal von vorne anfangen. Der Bürgermeister Herr Raygen setzt hier den Äquivalenten Tausch um, um für ein angemessenes Leben zu sorgen. Doch bald schon merken Ed und Al, dass die Stadt nicht ganz so perfekt ist, wie sie auf den ersten Blick scheint …
Dieses neue Abenteuer für Ed und Al ist an sich ganz gut – ich mag es vor allem, wie hier Al etwas mehr Aufmerksamkeit bekommt –, aber dafür leider sehr vorhersehbar. Alles spielt sich genau so ab, wie man es erwarten würde, von den dunklen Geheimnissen der Stadt bis zu den Motiven Herr Raygens. Nur Ruby, die Herr Raygen treu ergeben ist und sich mit den Elric-Brüdern anfreundet, sorgte für ein wenig Abwechslung … aber letztendlich erinnerte mich die Geschichte viel zu sehr an die Stadt Reole, die Ed und Al im Manga ganz am Anfang besuchen. Zwar gab es natürlich ein paar Unterschiede (z. B. spielt hier der Stein der Weisen keine Rolle), aber vom Grundprinzip ist es um Grunde das Gleiche.
Insofern fiel es mir schwer, diese Geschichte richtig zu genießen, obwohl sie durchaus ein paar sehr schöne Szenen zwischen den beiden Brüdern und Ruby hatte. Es gab hier leider nichts so richtig Neues, was der klassischen Handlung einen neuen Twist gegeben hätte, weshalb sie letztendlich keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterließ.
In diesem Sinne hoffe ich, dass der nächste Light Novel eine kreativere Handlung zu bieten hat, die nicht ganz so leicht zu durchschauen ist wie diese hier. ;)
- Der späte Ruhm der
- Mrs. Quinn
- Olivia Ford
- dtv
- Belletristik
- Wohlfühlroman
- Backen
- Backshow
- Leben
- Geheimnisse
- Liebe
Jennifer „Jenny“ Quinn ist siebenundsiebzig Jahre alt und seit fast sechzig Jahren glücklich mit ihrem Ehemann Bernard verheiratet. Im Leben setzte sie sich nie sonderlich große Ziele, sondern verbrachte es größtenteils damit, ihrem liebsten Hobby, dem Backen, nachzugehen. Doch eines Tages überkommt sie der Wunsch, noch etwas Großes zu leisten, solange sie es kann, woraufhin sie sich bei der beliebten TV-Sendung „Das Backduell“ bewirbt. Zu ihrer Überraschung wird sie als Kandidatin angenommen und muss sich in mehreren Sendungen gegen die anderen Bäckerinnen und Bäcker beweisen. Währenddessen kommen ihr jedoch Erinnerungen hoch – Erinnerungen, die sie sechzig Jahre lang verdrängt hatte und die jetzt wieder an die Oberfläche treiben …
„Der späte Ruhm der Mrs. Quinn“ ist ein wunderbarer Wohlfühlroman, der sowohl das Backen als auch das Altwerden gebührend feiert. Er liest sich insgesamt eher ruhig und wartet mit keinen großen Überraschungen auf – tatsächlich fand ich ihn recht vorhersehbar –, aber dafür schafft er es, eine Atmosphäre zu verströmen, die das Herz erwärmt. Wenn man etwas Angenehmes ohne allzu großes Drama lesen will, ist man hier genau an der richtigen Adresse.
Die fehlende Spannung kann dabei durchaus als Kritikpunkt gewertet werden, aber seltsamerweise empfand ich sie nie als einen. Es hat mir trotzdem Spaß gemacht, Jennys Weg zu verfolgen, die verschiedenen Gerichte und Geschichten dazu zu erleben und am Ende das Buch mit einem Lächeln zu schließen. Es ist insofern fast wie ein Weihnachtsfilm – ein paar wichtige Botschaften verpackt in eine Handlung, die schlichtweg wunderschön ist.
Deshalb ist das Buch eine empfehlenswerte Lektüre für all diejenigen, die genau nach so etwas suchen oder es wieder brauchen; mir hat sie auf jeden Fall gut getan!
Ich habe das Buch bereits gelesen (eine ausführliche Rezension findet man hier), aber weil es mir so gefallen hat, konnte ich nicht widerstehen, es noch ein zweites Mal zu lesen. Ich bin immer noch begeistert von der Spannung und den Dilemmas, die Ursula Poznanski in "Oracle" beschreibt!
Barrett Bloom hat einen furchtbaren ersten Collegetag: Ihre Erzfeindin wird in dasselbe Zimmer wie sie eingeteilt, ein unhöflicher Student namens Miles blamiert sie in der Physikvorlesung, sie vermasselt ein Vorstellungsgespräch bei ihrer gewünschten Studentenzeitung und setzt auch noch versehentlich das Verbindungshaus in Brand. Komplett erschöpft schläft sie im Gemeinschaftsraum ein … und wacht am selben Tag wieder auf. Es ist Mittwoch, der 21. September, zum zweiten Mal. Was Barrett zunächst für eine sehr lebendige Halluzination hält, entpuppt sich bald als die unmögliche Wirklichkeit: Sie steckt in einer Zeitschleife fest. Und sie ist nicht die einzige – auch Miles, der Physikstudent, ist darin gefangen, und das sogar schon zwei Monate länger als sie. Zusammen versuchen sie alles Mögliche, um der Zeitschleife zu entfliehen – und kommen sich dabei langsam näher …
Ich liebe sowohl Zeitschleifen als auch Slow-Burn-Romanzen, weshalb ich besonders erfreut war, hier eine fantastische Umsetzung von beidem zu sehen! So schafft es die Zeitschleife, sowohl Neues als auch Altes hervorragend miteinander zu verbinden, sodass man einerseits ein Gefühl dafür bekommt, welche Konstanten es in ihr gibt und sich andererseits über die Entwicklungen der einzelnen Zeitschleifen freut. Rachel Lynn Solomon hat das Gleichgewicht zwischen beidem wirklich wunderbar hinbekommen!
Und dann gibt es da natürlich noch die Romanze zwischen Barrett und Miles, die sich im Verlauf des Romans entwickelt. Das geschieht auf so natürliche und schöne Weise, dass es mir sehr leicht gefallen ist, mit den beiden und ihrer wachsenden Beziehung mitzufiebern; hier hat es natürlich auch geholfen, dass sowohl Barrett als auch Miles sympathische, dreidimensionale Charaktere sind, bei denen die Chemie trotz Anfangsschwierigkeiten einfach stimmt. :)
Andere Charaktere (wie Barretts neue Mitbewohnerin Lucie oder ihre Mutter Mollie) kommen ebenfalls zum Zug, auch wenn der Fokus definitiv auf den beiden Hauptcharakteren liegt. Insofern hätten ein paar der Nebencharaktere eventuell noch mehr Relevanz bekommen können, aber insgesamt hat es mich nicht gestört, dass sie eine eher unwichtigere Rolle in der Handlung hatten.
Von daher ist dieser Roman eine gelungene Zeitschleifen-Romanze, die ich problemlos allen Zeitschleifen-Fans ans Herz legen kann!
- Herzklangstille
- Julia Dessalles
- Arctis
- Jugendbuch
- Romanze
- Trauer
- Abschied
- Freundschaft
- Geschwister
- Gedichte
- Eifersucht
Als June als kleines Kind ihre Mutter verloren hat, hat ihr Vater ihr im Garten eine Telefonzelle gebaut, in der sie sich mit ihr unterhalten kann. Bei einem ihrer „Anrufe“ bekommt June jedoch plötzlich eine Antwort von einem gewissen Lucas, mit dem sie bald täglich telefoniert. Er ermuntert sie, über sich hinauszuwachsen und einen geheimnisvollen Kapuzentypen, der June stets finster anstarrt, nach seinem Problem mit ihr zu fragen. Dadurch findet June heraus, dass der Kapuzentyp Lucas’ Bruder Cole ist – und das Lucas selbst vor Monaten bei einem Autounfall ums Leben kam, als er June rettete …
Diese Liebesgeschichte geht sehr gut mit dem Thema Abschied um und hatte drei hervorragende Hauptcharaktere, ist davon abgesehen aber leider nicht allzu Besonderes. Ich fand sie sehr vorhersehbar (nach dem ersten Kapitel wusste ich im Grunde, wie sie verlaufen wird), sodass es mir schwer fiel, mich völlig in die Handlung fallen zu lassen. Auch der moderne Schreibstil trug dazu bei, dass ich manche Szenen nicht so ernst nehmen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte, weil die Ausdrücke der Charaktere mich leicht aus der Geschichte gerissen haben.
Deshalb gefiel mir Junes und Lucas’ Freundschaft wohl am besten; ihre Dialoge lasen sich sehr natürlich, ihre Freundschaft entwickelte sich auf realistische Weise und die Gedichte und Truth-or-Dares, die die beiden ausgetauscht haben, waren ebenfalls ein kleines Highlight. Ähnlich positiv finde ich die Umsetzung von Coles und Lucas’ Geschwisterbeziehung; sie war überraschend komplex gestaltet und zeigte beide Brüder als fehlerbehaftete Menschen, die sich dennoch lieben.
Anders war das bei der Romanze, die im Gegensatz zu den anderen Beziehungen sehr schnell verläuft, auch wenn es natürlich von Anfang an klar ist, dass June und Cole sich ineinander verlieben werden. Die Entwicklung ihrer Beziehung im Allgemeinen fand ich dabei durchaus gut (speziell, wie Coles Hass sich langsam in Sympathie verwandelte), aber die Romanze an sich konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.
Das fand ich auch deshalb schade, weil der andere Hauptaspekt des Buches – Trauer und wie man mit ihr umgeht – wunderbar umgesetzt war, ich aufgrund der Schwächen des Romans aber eher zwiegespalten gegenüber dem Buch bin. Es ist mitnichten schlecht, aber aufgrund der starken Vorhersehbarkeit und der schnellen Romanze konnte ich die positiven Aspekte leider nicht so sehr genießen, wie ich es gerne getan hätte. Ein solides Buch mit Stärken und Schwächen, aber leider keines, das mich vollauf begeistern konnte.
Die Bayview-Crew hat nach den Ereignissen der letzten zwei Jahre eigentlich gehofft, ihre Leben jetzt friedlich weiterführen zu können, doch so leicht macht ihnen das Justizsystem der Stadt die Sache leider nicht. Jake Riordan, der damals eine tragende Rolle im Fall Simon Kelleher gespielt und Addy fast umgebracht hat, wird auf Kaution freigelassen und macht keinen Hehl daraus, dass er sich an der Bayview-Crew rächen will. Als Phoebe verschwindet und mit dem Wort „Übung“ auf ihrem Arm wiedergefunden wird, fürchtet Addy, sie selbst könne Jakes eigentliches Ziel sein. Phoebe dagegen verdächtigt ihren kleinen Bruder, dessen Rolle sie bisher vor allen verschwiegen hat. Währenddessen droht Jake Nate damit, dass er Bronwyn bald verlieren könnte …
Was diesen Abschluss der „One of us is lying“-Trilogie betrifft, war ich sehr nervös, weil mir der erste Teil ausgesprochen gut gefallen hat, ich den zweiten Teil aber merklich schwächer fand. Insofern war ich nicht sicher, ob ich einen krönenden oder enttäuschenden Abschluss erwarten sollte, aber zu meiner Erleichterung ist es eindeutig ein krönender Abschluss geworden!
Die Hauptrollen spielen hier Phoebe, Addy und Nate. Sie alle haben Geschichten, die noch nicht abgeschlossen sind und in diesem Band zu einer Auflösung finden. Ich fand es unglaublich spannend, ihre Geschichten zu verfolgen, weil Karen McManus es einfach versteht, uns am Ball zu halten und uns sowohl mit Twists, Ablenkungsmanövern als auch Gefahrensituationen zu überraschen. Mein Liebling hier war Phoebe; ihre Zerrissenheit bezüglich dem Geheimnis, das sie hütet, um ihren Bruder zu beschützen und ihrem Wunsch, weitere Katastrophen zu vermeiden, war sehr fesselnd zu lesen!
Natürlich spielen auch die anderen Charaktere weiterhin eine Rolle, sodass letztendlich alle Mitglieder der Bayview-Crew einen wichtigen Moment in diesem Buch bekommen. Das Ende war hierbei besonders episch; nicht nur ist es unglaublich spannend geschrieben, sondern führt alle Handlungslinien auf zufriedenstellende Weise zusammen. Es begeistert mich immer wieder, wie es Karen McManus scheinbar mühelos gelingt, packende Jugendthriller zu schreiben!
Insgesamt handelt es sich um „One of us is back“ um einen würdigen Abschluss der „One of us is lying“-Reihe, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat!
- Donuts und andere
- Zeichen wahrer Liebe
- Jared Reck
- cbj
- Jugendbuch
- Liebe
- Romanze
- Familie
- Essen
- Nachhaltigkeit
- Leben
Oscar hilft seinem Großvater immer in seinem Foodtruck aus und genießt die Arbeit sehr. Lou dagegen ist darauf konzentriert, möglichst viele Extrapunkte für ihr Lieblingscollege zu sammeln, weshalb sie sich an ein Projekt wagt, um die Essensabfälle der Schule zu reduzieren. Oscar wird die Aufgabe zugetragen, aus den buchstäblich tausend Äpfeln, die jede Woche in der Schule weggeworfen werden, leckeres Essen zuzubereiten. Zuerst hat er trotz seiner Leidenschaft fürs Kochen keine Lust für so eine gewaltige Mammutaufgabe, doch bald sind beide so sehr mit Herz und Seele dabei, dass sogar ihre ursprünglich negativen Gefühle zueinander sich langsam in Richtung Liebe ändern …
Dieser warmherzige Roman ist vielleicht nicht ganz subtil, was seine Message betrifft, erzählt aber trotzdem eine schöne Geschichte, die sich um viele Themen dreht. Ob es nun um Liebe, Essen, Nachhaltigkeit oder Familie geht: Dieser Roman hat das alles und noch ein bisschen mehr. Interessanterweise beschäftigt sich nur die erste Hälfte mit Lous Projekt, während die zweite Hälfte andere Themen in den Fokus rückt. Das fand ich insofern cool, weil ich schon halb befürchtete, Oscar müsse jetzt für den Rest des Schuljahrs alle Äpfel der Schule zu Essen verarbeiten, ohne Anerkennung dafür zu bekommen – was zum Glück nicht der Fall war. Die eigentliche Lösung für das Problem hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen!
Von den platonischen und romantischen Beziehungen, die es in dem Roman gibt, mochte ich vor allem die Beziehung zwischen Oscar und seinem Großvater, den er schwedisch Farfar nennt. Überhaupt ist sein Großvater wohl die faszinierendste Figur im ganzen Roman. Er hat, bevor Oliver zu ihm kam, seinen Partner und seinen Sohn kurz hintereinander verloren und es bereut, seine Frau so viele Jahre lang angelogen und danach allein gelassen zu haben. Die Szenen, in denen Oscars Großvater von seinem Leben erzählt, gehörten deshalb zu meinen Lieblingen, weil sie dem Roman ein zusätzliches Maß an Tiefe verliehen haben.
Die Liebesbeziehung ist jedoch auch gut gemacht. Obwohl ich zugeben muss, dass Oscars Gefühle gegenüber Lou sich ein wenig zu plötzlich veränderten, fühlte sich ihre aufbauende Liebesbeziehung trotzdem realistisch an. Es war einfach sehr warmherzig geschrieben und hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. :)
Insgesamt also ein schöner Jugendroman, der sowohl wichtige Themen bespricht als auch ein gutes Lesegefühl hinterlässt!
- Fullmetal Alchemist
- Light Novel
- Entführte Alchemist
- Hiromu Arakawa
- Makoto Inoue
- altraverse
- Abenteuer
- Humor
- Spannung
- Terroranschläge
- Entführung
- Missverständnis
Während Edward und Alphonse weiter nach dem Stein der Weisen suchen, stoßen sie auf Oberst Roy Mustang, der mehrere Terroranschläge untersucht, die seltsamerweise alle vorher angekündigt werden und noch dazu niemandem schaden. Roy vermutet, dass es einen Zusammenhang zu mehreren Entführungsfällen geben könnte, bei denen die Kinder reicher Eltern gegen ein teures Lösegeld unversehrt zurückgegeben werden. Ed und Al wollen die Vorfälle ebenfalls aufklären, doch durch ein Missverständnis gerät Ed ebenfalls ins Visier der Entführer …
Dieser Light Novel schickt Ed und Al auf ein neues Abenteuer, das sowohl spannend, rätselhaft als auch humorvoll ist. Man hätte ihn sicher auch gut verfilmen können, weil die Essenz des Mangas so gut eingefangen wird. Besonders Spaß hat mir hier tatsächlich Roys Sichtweise gemacht, aber natürlich konnten auch Eds Szenen für einige denkwürdige Momente sorgen. Nur Al kommt ein wenig zu kurz, aber da dafür Roy mehr in den Fokus gerückt wird, machte mir das nicht allzu viel aus.
Die Nebencharaktere, die speziell für diesen Roman erfunden wurden, haben leider bis auf einen Charakter keinen besonderen Eindruck hinterlassen, aber dafür war das Mysterium um die Terroranschläge und Entführungen sehr gut gelöst. Das Ende kam mir ein wenig zu plötzlich, aber das Finale war dafür sehr spannend. Am besten haben mir aber immer noch die humorvollen Momente gefallen; die waren einfach grandios!
Insgesamt also ein Light Novel, der sowohl Stärken als auch Schwächen bietet – letztendlich aber eine gute Lektüre für Zwischendurch!
- Erinnerungsfotograf
- Sanaka Hiiragi
- Hoffmann und Campe
- Belletristik
- Fotografie
- Tod
- Abschied
- Leben
- Erinnerungen
Zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten befindet sich das Fotostudio von Hirasaki. Hier können die Verstorbenen ihren persönlichen Lebensfilm zusammenstellen und sogar ein verblasstes Bild neu aufnehmen. Die ehemalige Kindergärtnerin Hatsue, der Yakuza Waniguchi und das Mädchen Mitsuru finden sich hier ein – und haben nicht nur das Bedürfnis, ein Bild von einem vergangenen Tag zu schießen, sondern Hirasaki an ihrer Lebensgeschichte teilhaben zu lassen …
Dieser schmale Roman ist eine schöne Lektüre für Zwischendurch, dessen drei Lebensgeschichten gleichermaßen fesselnd erzählt waren. Tatsächlich fällt es mir schwer, hier einen Liebling auszuwählen; ich habe sehr mit Hatsue und ihrem Wunsch, einen schönen Kindergarten zu schaffen, mitgefiebert, war aber auch gefesselt von dem Charakter Nezumi, der das Zentrum von Waniguchis Geschichte bildet und wusste es zu schätzen, auf welche Weise Mitsurus Geschichte die Hirasakis vervollständigt hat. Insofern sind alle drei Lebensgeschichten ein Genuss für sich!
Natürlich regen sie auch sehr zum Nachdenken über das eigene Leben an und die Fotos, die es enthalten würde. Diese drei komplett unterschiedlichen Charaktere haben alle kontrastreiche Geschichten, die an das Schöne, Traurige und Seltsame im eigenen Leben erinnern – und wie wertvoll es letztendlich ist.
Insofern ist es nur die Kürze des Buchs, die man kritisieren könnte. Sanaka Hiiragi hat es meiner Meinung nach wunderbar geschafft, für Hatsues und Waniguchis Lebensgeschichte eine angenehme Länge zu finden, doch Mitsurus Geschichte kommt ein wenig zu kurz und Hirasakis wird gar nicht vollständig aufgelöst. Das fand ich ein wenig schade, obwohl mir der Roman im Allgemeinen durchaus gefallen hat.
Insgesamt also eine schöne Lektüre für diejenigen, die einen kurzen Leseschmaus genießen!
- I Was Born for This
- Alice Oseman
- Loewe
- Jugendbuch
- Freundschaft
- Fan-Sein
- Psychische Probleme
- Angststörung
- Liebe
- Leben
- LGBTQ+
- Highlight
Zusammen mit seinen besten Freunden Rowan und Lister bildet Jimmy die Band The Ark, die sich europaweit größter Beliebtheit erfreut. Auch Angel ist ein riesiger Fan und lebt im Grunde nur für die Band. Sie ahnt nicht, wie sich die Jungs – speziell Jimmy, der an einer Angststörung leidet – dabei fühlen, berühmte Stars zu sein, die von Fans überrannt werden und nicht mehr selbst über ihr Leben entscheiden dürfen. Als Angel sich zum ersten Mal mit ihrer Online-Freundin Juliet trifft und unabsichtlich in Ereignisse rund um Rowans fester Freundin Bliss verwickelt wird, trifft sie zum ersten Mal auf Jimmy – der gerade eine Panikattacke hat …
„I Was Born for This“ ist neben „Loveless“ recht schnell mein Lieblingstitel von Alice Oseman geworden, weil sie uns hier eine wundervolle Mischung aus sympathischen Charakteren, einer emotionalen Handlung und vielen wichtigen Botschaften bietet. Ich konnte mich sowohl in Angel als auch in Jimmy hervorragend hineinversetzen, weil ihre persönlichen Gedanken und Gefühle so gut beschrieben waren, dass ich genau verstand, wie und warum sie so empfanden, wie sie es taten. Das erwähne ich deshalb, weil ich einige ihrer Probleme sehr nachvollziehbar fand, mit einigen anderen aber nicht viel anfangen konnte (ganz speziell mit Angels Fan-Sein), Alice Oseman sie mir alle aber so nahe gebracht hat, dass die Gefühle der Charaktere regelrecht auf mich übersprangen. Selten konnte ich so gut mit den Charakteren mitfühlen wie hier!
Sehr schön fand ich auch die Themen, die die Autorin angesprochen hat: Fan-Sein (und wie sehr einzelne Individuen die ganze Gemeinschaft vergiften können), psychische Gesundheit (und wie wichtig es ist, etwas zu haben, woran man glauben kann), Liebe (sowohl romantische als auch platonische) und natürlich das Leben selbst – und wie wichtig es ist, es auf eine Art zu leben, die einen glücklich macht, ohne sich auf ungesunde Weise an etwas zu klammern. All diese Themen sind mir sehr nahe gegangen und wurden auf wunderbare Weise umgesetzt: Nämlich so, dass die verschiedenen Sichtweisen alle zur Sprache kamen. Ohne mahnenden Zeigefinger zeigt Alice Oseman, was am Ende wirklich zählt.
Deshalb besteht meine einzige Kritik nur aus der irreführenden Kurzbeschreibung des Buches. Tatsächlich stößt Angel recht spät in der Handlung auf Jimmy, sogar so spät, dass ich es in meiner eigenen Kurzbeschreibung fast nicht erwähnt hätte. Ihre Freundschaft zu Juliet und die Feindseligkeit, der sich Bliss aussetzen muss, sind ebenfalls wichtige Themen, zusammen mit Jimmys Erlebnissen während seines stressigen Alltags und seine Freundschaft zu Rowan und Lister. Der Roman enthält einfach so viel, dass die offizielle Kurzbeschreibung ihm gar nicht gerecht werden kann.
Insgesamt haben wir hier wieder einen sehr emotionalen, sehr tiefgreifenden Alice-Oseman-Roman, der sich getrost zu meinen Highlights zählen darf!
Wie funktioniert eigentlich eine Künstliche Intelligenz? Wie passieren Fehler? Und wie können wir als Menschen sicherstellen, dass die Ergebnisse, die sie uns präsentiert, die richtigen sind?
Diese und viele weitere Fragen untersucht Katharina Zweig in ihrem Sachbuch, das bewusst den Titel „Die KI war’s“ trägt. Letztendlich sind es immer die Menschen, die an der Entwicklung der KI beteiligt sind, die mitverantwortlich für Fehler sind, doch ist es leicht, diese Fehler stattdessen dem KI-System zuzuschreiben, obwohl es keine bewussten Entscheidungen treffen kann.
Viele dieser Fehler – manche bizarrer, mancher gefährlicher Natur – stellt Katharina Zweig auf lehrreiche Weise vor und geht dabei ausführlich darauf ein, wie es zu ihnen kommen konnte. Davon abgesehen gibt es auch viele Kapitel, in denen sie schlicht Sachwissen vermittelt, sodass Humor nicht unbedingt im Zentrum liegt.
Und ich glaube, genau da liegt der Grund, aus dem ich mich stellenweise schwer mit dem Buch getan habe. Die Beispiele haben mir sehr gefallen, doch ich ging mit der falschen Erwartung heran, dass das Buch einen lockeren, humorvollen Schreibstil haben würde und sein Wissen auf leicht zu lesende Art vermittelt. Das ist eher nicht der Fall. Der Stil ist zwar nicht übermäßig kompliziert und auch für Laien gut verständlich, doch merkt man, dass dieses Buch mehr ein konventionelles als ein humorvolles Sachbuch ist. Meine Lesegeschwindigkeit variierte deshalb sehr stark – in den Beispielkapiteln ging es in der Regel gut voran, in den Erklär-Kapiteln eher weniger.
Aus diesem Grund würde ich dieses Sachbuch nur denjenigen empfehlen, die ernsthaft an den möglichen Schwierigkeiten, die KI bereitet, interessiert sind. Katharina Zweig beschreibt diese wirklich wunderbar – nur nicht immer auf eine Weise, die auch für komplette Laien, die einfach eine lockere Lektüre erwarten, zugänglich wäre. Zugegeben ist es definitiv mein Fehler, hier falsche Erwartungen gehabt zu haben, aber genau deshalb möchte ich, dass andere Leser*innen wissen, worauf sie sich einlassen: Ein gut zu lesendes Sachbuch, das viele Beispiele enthält, aber auch viel Wissen vermittelt.
Insofern: Nicht unbedingt die perfekte Lektüre für mich, aber sicher für viele andere!