Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Einträge mit dem Tag krimi.
Magic for Liars
 320 Seiten
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Ivy Gamble ist hauptberuflich Privatdetektivin und nebenbei extrem verbittert, dass ihre Zwillingsschwester zaubern kann, aber sie selbst nicht. Als an der Schule, an der ihre Schwester Zauberei unterrichtet, eine Leiche gefunden wird, wird Ivy einbestellt, um den Fall zu lösen.

Klingt erstmal total cool! Ein Urban Fantasy Krimi an einer Zauberschule? Sign me up!

Sobald man aber tatsächlich ins Buch einsteigt, fällt alles ein bisschen auseinander. Das größte Problem ist, wie unsympathisch, selbstbemitleidend, und repetitiv Ivy ist. Bücher, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, driften schnell mal in diese Richtung ab, aber hier war die ständige Weinerlichkeit so krass, dass ich teilweise fast lachen musste. Das Buch könnte bestimmt halb so lang sein, wenn jeder traurige Nebensatz gestrichen würde.

Ganze Kapitel bestehen quasi nur aus „Sie trank einen Schluck Wasser aus ihrem Glas. Ich spürte einen Stich in meinem Herzen, als ich mich zurückerinnerte, wie wir damals, gemeinsam, freundschaftliche Schlucke Fröhlichkeit aus dem Glas unserer unschuldigen Jugend getrunken hatten. Aber das ist jetzt vorbei. Diese Momente bekomme ich nie wieder zurück. Sie stellte das Glas ab – so, wie sie mich abgestellt hatte, damals, als sie auf die Zauberschule gehen durfte und ich nicht. So, wie ich versucht habe, meine Gefühle abzustellen, auf das rostige Abstellgleis meines Unterbewusstseins.“

Ständig wiederholt Ivy, wie einsam sie ist, während sie nebenbei erwähnt, wie sie ganz normale Leute ghostet, die sich mit ihr treffen wollen und sich stattdessen lieber eine Flasche Wein reinschraubt. Vielleicht ist das Absicht, vielleicht soll sie so distanziert wirken, aber es ist auf jeden Fall nicht unterhaltsam.

Die Hinweise für den Krimi-Teil sind relativ großzügig gestreut, so dass man am Ende schon fast ungeduldig darauf wartet, dass Ivy endlich auf die richtige Lösung kommt. Insgesamt bleibt dadurch aber die Freude über die Auflösung auch etwas auf der Strecke.

The Thirteen Problems
 250 Seiten
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Das zweite Miss Marple Buch, aber das Format hat mir nicht so gut gefallen – 13 Kurzgeschichten, die von einer (dürftigen) Rahmenhandlung zusammengehalten werden. Die meisten der einzelnen Geschichten waren jedoch ziemlich gut. (Ein oder zwei habe ich aber auch nach mehreren Anläufen und Wikipedia-Recherchen nicht zufriedenstellend verstanden.)

Murder at the Vicarage
 288 Seiten
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Zweites Mal Agatha Christie, erstes Mal Miss Marple: Ziemlich gut!

Zuletzt habe ich ja And Then There Were None gelesen, was offenbar das absolute Meisterwerk von Agatha Christie ist, darum kann man zugeben, dass dieses Buch hier obviously nicht ganz so gut ist. Gerade im Mittelteil versinkt man ein bisschen darin, dass die Hauptfigur (übrigens nicht Miss Marple, was ich nicht vermutet hätte) von Ort zu Ort geht und winzige Mengen Informationen aufsammelt.

Am Schluss fügt sich dann wieder alles wunderbar zusammen, und insgesamt war es eine gute, kurze Lektüre.

The Long Drop
 240 Seiten
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Durch einen glücklichen Zufall letzten Mittwoch nachts bei Dussmann gekauft und über die letzten Tage gelesen.

Das Buch ist großartig geschrieben und ich kann es nur empfehlen. Es springt (bis auf wenige Ausnahmen) zwischen zwei Schauplätzen hin und her, offenbart in einer guten, spannenden Reihenfolge immer neue Informationen und auch wenn man irgendwann verstanden hat, worauf es hinauslaufen muss, ist es doch bis zur letzten Seite spannend.

The Silkworm
 576 Seiten
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Manchmal unterbricht einen das Leben dabei, ein gutes Buch zu lesen, dann trägt man es ein paar Wochen in seiner Wohnung von Ort zu Ort, und an einem kalten Sonntag liest man dann die verbleibenden 300 Seiten einfach noch fertig.

Mir war bislang nicht klar, dass ich eine Schwäche für Krimis haben könnte („Krimi“ ist ein ganz schön schlimmes Wort, fällt mir gerade auf), aber vielleicht verbirgt sich da ja noch was.

Das Buch, jedenfalls: Spannend, gut, mitreißend. Vielleicht ist es ein bisschen störend, wenn man zwischendurch ein paar Wochen aufhört und halb vergisst, wer die Figuren sind und was sie genau gemacht haben, aber während des Lesens fiel mir das meiste wieder ein.

Was mir ein bisschen gefehlt hat: Beim ersten Cormoran Strike-Roman hatte ich das Gefühl, ich hätte genau gleich viele Informationen wie die Hauptfigur selbst, aber diesmal gab es ein paar Stellen à la „Strike hatte die Lösung. Er sagte Robin die Lösung, und sie sagte, dass das wohl die Lösung ist.“, an denen ich mich außenvorgelassen gefühlt habe. Aber die nächsten Teile lese ich zweifellos trotzdem.