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Einträge mit dem Tag krimi.
The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle
 528 Seiten

Wie Agatha Christie auf Steroiden, mit Zeitreisen, Körpertausch und Plot Twists an jeder Ecke. Ich denke, wenn ich jeden Abend zweihundert Seiten von einem Buch inhaliere, dann kann es nur eine uneingeschränkte Empfehlung sein.

Es mag fast absurd klingen, aber zwischendurch habe ich mir noch mehr Plot Twists gewünscht. Ich kann das nicht gut erklären, weil die Geschichte quasi unzusammenfassbar ist, aber trotz der absolut fesselnden Handlung hatte ich damit gerechnet, dass es noch fesselnder sein würde. Aber das macht nichts, es war auch so unglaublich und eindrucksvoll.

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Fatherland
 424 Seiten

Halb politischer Krimi, halb Gedankenexperiment: Was wäre, wenn die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten? Das Buch spielt im April 1964, kurz vor Hitlers 75ten Geburtstag. An sich hat mir das Hörbuch gut gefallen und ich fand es spannend und bedrückend geschrieben und gelesen.

Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Harris sich noch größere Sprünge hätte erlauben können, was für Auswirkungen weitere 20 Jahre Naziherrschaft auf Deutschland, Europa und die Welt gehabt hätte. Hin und wieder wirkte es, als ob die Zeit eigentlich nach 1945 stehengeblieben wäre, und nur noch ein paar Gebäude fertiggebaut wurden, die dann beschrieben werden konnten.

↑ 2022
2021 ↓
The Man Who Died Twice
 432 Seiten

Der erste Teil war mein erstes Buch des Jahres, und der zweite ist jetzt das letzte. Hat mir auch wieder sehr gut gefallen, ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Clara freut sich auch schon, diesen Teil jetzt endlich lesen zu dürfen – Jedes Mal, wenn ich gelacht habe, hat sie beleidigt rübergeschaut und gesagt, dass es ein Spoiler wäre, dass das Buch lustig ist. Es ist aber (Spoiler!) wirklich sehr lustig.

The Thursday Murder Club
 336 Seiten

Ein sehr schöner Krimi, mit gut ineinander verwobenen Strängen und vielen eleganten (und ein paar weniger eleganten) Plot Twists. Dass die meisten Figuren schon im hohen Rentenalter sind, kam mir manchmal eher wie ein Gimmick vor als wie ein wichtiger Teil der Geschichte, aber das war nicht schlimm. Ansonsten: Sehr schlau, sehr britisch, sehr lustig.

↑ 2021
2020 ↓
Crooked House
 325 Seiten

Mal wieder ein alleinstehender Krimi von Agatha Christie. Eigentlich hatte ich das Buch ausgerechnet jetzt, im Spooktober, zur Hand genommen, weil ich erwartet hatte, dass die Geschichte etwas spooky sein würde. Das ist sie leider nicht, aber zumindest sehr spannend und kurzweilig. Mitunter fand ich es vielleicht sogar zu kurzweilig, und die Charaktere etwas zu eindimensioniert. Aber trotzdem gut und schnell zu lesen. Ich bereue nichts!

The Mysterious Affair At Styles
 240 Seiten

Neulich hatten sie bei Dussmann endlich das erste Buch mit Hercule Poirot, nachdem ich bereits seit Ende letzten Jahres, als ich ein paar andere Bücher von Agatha Christie gelesen hatte, Ausschau gehalten hatte! Wie ich dann (durch das Vorwort) erfuhr, ist es nicht nur das erste Poirot-Buch, sondern auch das erste Buch, das Christie jemals veröffentlich hat!

Ich fand, es war ein guter, solider Krimi, schon zu diesem Zeitpunkt im klassischen Agatha Christie Stil (als der noch gar nicht klassisch war!), und angenehm zu lesen, während man eingekuschelt auf dem Sofa in der Sonne liegt. Hoffentlich muss ich nicht wieder ein Jahr warten, bis ich den zweiten Fall von Poirot finde.

↑ 2020
2019 ↓
Career of Evil
 579 Seiten

Irgendwie habe ich ungewohnt lange gebraucht, dieses Buch zu lesen. Eigentlich hatte ich es direkt nach dem letzten Teil angefangen, aber irgendwie habe ich es dann nicht geschafft. Ist ja okay, manchmal fängt man Bücher an, die man anfängt, aber dann doch nicht liest. Aber ich wollte es unbedingt lesen! Also fing ich noch mal von vorne an, las zwischendurch mal 200 Seiten an einem Tag, dann erst Mal fünf andere Bücher, und jetzt ist es endlich geschafft.

Das Buch war gut und spannend, aber auch etwas lang und verworren. Es steckt ein bisschen in dieser Falle, dass es weniger um die Story geht, und mehr um die Beziehungen der Hauptfiguren untereinander. Schon eine okaye Fortsetzung, wird aber nicht mein Lieblingsteil.

Magic for Liars
 320 Seiten

Ivy Gamble ist hauptberuflich Privatdetektivin und nebenbei extrem verbittert, dass ihre Zwillingsschwester zaubern kann, aber sie selbst nicht. Als an der Schule, an der ihre Schwester Zauberei unterrichtet, eine Leiche gefunden wird, wird Ivy einbestellt, um den Fall zu lösen.

Klingt erstmal total cool! Ein Urban Fantasy Krimi an einer Zauberschule? Sign me up!

Sobald man aber tatsächlich ins Buch einsteigt, fällt alles ein bisschen auseinander. Das größte Problem ist, wie unsympathisch, selbstbemitleidend, und repetitiv Ivy ist. Bücher, die aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, driften schnell mal in diese Richtung ab, aber hier war die ständige Weinerlichkeit so krass, dass ich teilweise fast lachen musste. Das Buch könnte bestimmt halb so lang sein, wenn jeder traurige Nebensatz gestrichen würde.

Ganze Kapitel bestehen quasi nur aus „Sie trank einen Schluck Wasser aus ihrem Glas. Ich spürte einen Stich in meinem Herzen, als ich mich zurückerinnerte, wie wir damals, gemeinsam, freundschaftliche Schlucke Fröhlichkeit aus dem Glas unserer unschuldigen Jugend getrunken hatten. Aber das ist jetzt vorbei. Diese Momente bekomme ich nie wieder zurück. Sie stellte das Glas ab – so, wie sie mich abgestellt hatte, damals, als sie auf die Zauberschule gehen durfte und ich nicht. So, wie ich versucht habe, meine Gefühle abzustellen, auf das rostige Abstellgleis meines Unterbewusstseins.“

Ständig wiederholt Ivy, wie einsam sie ist, während sie nebenbei erwähnt, wie sie ganz normale Leute ghostet, die sich mit ihr treffen wollen und sich stattdessen lieber eine Flasche Wein reinschraubt. Vielleicht ist das Absicht, vielleicht soll sie so distanziert wirken, aber es ist auf jeden Fall nicht unterhaltsam.

Die Hinweise für den Krimi-Teil sind relativ großzügig gestreut, so dass man am Ende schon fast ungeduldig darauf wartet, dass Ivy endlich auf die richtige Lösung kommt. Insgesamt bleibt dadurch aber die Freude über die Auflösung auch etwas auf der Strecke.

The Thirteen Problems
 250 Seiten

Das zweite Miss Marple Buch, aber das Format hat mir nicht so gut gefallen – 13 Kurzgeschichten, die von einer (dürftigen) Rahmenhandlung zusammengehalten werden. Die meisten der einzelnen Geschichten waren jedoch ziemlich gut. (Ein oder zwei habe ich aber auch nach mehreren Anläufen und Wikipedia-Recherchen nicht zufriedenstellend verstanden.)

Murder at the Vicarage
 288 Seiten

Zweites Mal Agatha Christie, erstes Mal Miss Marple: Ziemlich gut!

Zuletzt habe ich ja And Then There Were None gelesen, was offenbar das absolute Meisterwerk von Agatha Christie ist, darum kann man zugeben, dass dieses Buch hier obviously nicht ganz so gut ist. Gerade im Mittelteil versinkt man ein bisschen darin, dass die Hauptfigur (übrigens nicht Miss Marple, was ich nicht vermutet hätte) von Ort zu Ort geht und winzige Mengen Informationen aufsammelt.

Am Schluss fügt sich dann wieder alles wunderbar zusammen, und insgesamt war es eine gute, kurze Lektüre.

The Long Drop
 240 Seiten

Durch einen glücklichen Zufall letzten Mittwoch nachts bei Dussmann gekauft und über die letzten Tage gelesen.

Das Buch ist großartig geschrieben und ich kann es nur empfehlen. Es springt (bis auf wenige Ausnahmen) zwischen zwei Schauplätzen hin und her, offenbart in einer guten, spannenden Reihenfolge immer neue Informationen und auch wenn man irgendwann verstanden hat, worauf es hinauslaufen muss, ist es doch bis zur letzten Seite spannend.

The Silkworm
 576 Seiten

Manchmal unterbricht einen das Leben dabei, ein gutes Buch zu lesen, dann trägt man es ein paar Wochen in seiner Wohnung von Ort zu Ort, und an einem kalten Sonntag liest man dann die verbleibenden 300 Seiten einfach noch fertig.

Mir war bislang nicht klar, dass ich eine Schwäche für Krimis haben könnte („Krimi“ ist ein ganz schön schlimmes Wort, fällt mir gerade auf), aber vielleicht verbirgt sich da ja noch was.

Das Buch, jedenfalls: Spannend, gut, mitreißend. Vielleicht ist es ein bisschen störend, wenn man zwischendurch ein paar Wochen aufhört und halb vergisst, wer die Figuren sind und was sie genau gemacht haben, aber während des Lesens fiel mir das meiste wieder ein.

Was mir ein bisschen gefehlt hat: Beim ersten Cormoran Strike-Roman hatte ich das Gefühl, ich hätte genau gleich viele Informationen wie die Hauptfigur selbst, aber diesmal gab es ein paar Stellen à la „Strike hatte die Lösung. Er sagte Robin die Lösung, und sie sagte, dass das wohl die Lösung ist.“, an denen ich mich außenvorgelassen gefühlt habe. Aber die nächsten Teile lese ich zweifellos trotzdem.