Ein erstaunlich buchiges Buch von Agatha Christie! Gefühlt bekommt man selten so viele Informationen über Personen und Gefühle. Die Auflösung war ein bisschen durcheinander (und über viele Kapitel verteilt, immer mal wieder von falschen Lösungen unterbrochen), was den Spaß etwas reduziert hat. Aber trotzdem voll gut!
Das vierte Thursday Murder Club Buch ist ein richtiger Banger. Richard Osman zeigt, dass die Figuren nicht stillstehen. Es ist traurig und lebensbejahend, spannend und gemütlich, und dabei immer unglaublich lustig. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil, auch wenn es diesmal etwas länger dauern wird.
Der Anfang zieht sich ein bisschen, aber nachdem die Geschichte einmal Fahrt aufnehmen darf, geht es Schlag auf Schlag. Ein toll konstruiertes mehrschichtiges Krimi, in dem alles zusammenpasst.
Agatha Christie versucht eingangs – mit mäßigem Erfolg – Ägypten anhand ihrer persönlichen Reiseerfahrungen lebendig werden zu lassen. Ich finde Agatha Christie ja wirklich toll, aber für sowas ist mir ihr Stil dann doch zu hölzern und unflexibel. (Und, das mag dem Alter des Buchs geschuldet sein, aber trotzdem: Diese Ausschmückungen über den touristischen Alltag in Ägypten sind oft so cringy rassistisch.)
So gut geschrieben, dass ich es innerhalb eines Tages gelesen habe und kaum weglegen konnte. Die Story fand ich nicht ganz so gut wie The Long Drop – insbesondere dass die Hauptfigur die ganze Zeit den Ernst der Lage unterschätzt und dadurch teilweise absurde Entscheidungen trifft – aber dennoch spannend und unterhaltsam.
Ein Buch, auf das ich mich jeden Tag wieder gefreut hatte. Es besteht aus mehreren Kurzgeschichten, in eine größere Rahmenhandlung eingebettet. Also ein bisschen wie „The Thirteen Problems“ von Agatha Christie!
Die einzelnen Geschichten waren gute moderne Whodunnits, aber noch verstärkt durch die Meta-Diskussion über die einzelnen Geschichten innerhalb des Romans.
Solide aufgebaut, unterhaltsam geschrieben, gerne wieder: Eine Empfehlung!
Wie Agatha Christie auf Steroiden, mit Zeitreisen, Körpertausch und Plot Twists an jeder Ecke. Ich denke, wenn ich jeden Abend zweihundert Seiten von einem Buch inhaliere, dann kann es nur eine uneingeschränkte Empfehlung sein.
Es mag fast absurd klingen, aber zwischendurch habe ich mir noch mehr Plot Twists gewünscht. Ich kann das nicht gut erklären, weil die Geschichte quasi unzusammenfassbar ist, aber trotz der absolut fesselnden Handlung hatte ich damit gerechnet, dass es noch fesselnder sein würde. Aber das macht nichts, es war auch so unglaublich und eindrucksvoll.
Wenn ihr Agatha Christie mögt, oder Krimis, oder Zeitreisen: Sofort kaufen!
Halb politischer Krimi, halb Gedankenexperiment: Was wäre, wenn die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten? Das Buch spielt im April 1964, kurz vor Hitlers 75ten Geburtstag. An sich hat mir das Hörbuch gut gefallen und ich fand es spannend und bedrückend geschrieben und gelesen.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Harris sich noch größere Sprünge hätte erlauben können, was für Auswirkungen weitere 20 Jahre Naziherrschaft auf Deutschland, Europa und die Welt gehabt hätte. Hin und wieder wirkte es, als ob die Zeit eigentlich nach 1945 stehengeblieben wäre, und nur noch ein paar Gebäude fertiggebaut wurden, die dann beschrieben werden konnten.
Der erste Teil war mein erstes Buch des Jahres, und der zweite ist jetzt das letzte. Hat mir auch wieder sehr gut gefallen, ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
Clara freut sich auch schon, diesen Teil jetzt endlich lesen zu dürfen – Jedes Mal, wenn ich gelacht habe, hat sie beleidigt rübergeschaut und gesagt, dass es ein Spoiler wäre, dass das Buch lustig ist. Es ist aber (Spoiler!) wirklich sehr lustig.
So ein gutes Ende!
Ein sehr schöner Krimi, mit gut ineinander verwobenen Strängen und vielen eleganten (und ein paar weniger eleganten) Plot Twists. Dass die meisten Figuren schon im hohen Rentenalter sind, kam mir manchmal eher wie ein Gimmick vor als wie ein wichtiger Teil der Geschichte, aber das war nicht schlimm. Ansonsten: Sehr schlau, sehr britisch, sehr lustig.
Mal wieder ein alleinstehender Krimi von Agatha Christie. Eigentlich hatte ich das Buch ausgerechnet jetzt, im Spooktober, zur Hand genommen, weil ich erwartet hatte, dass die Geschichte etwas spooky sein würde. Das ist sie leider nicht, aber zumindest sehr spannend und kurzweilig. Mitunter fand ich es vielleicht sogar zu kurzweilig, und die Charaktere etwas zu eindimensioniert. Aber trotzdem gut und schnell zu lesen. Ich bereue nichts!
Neulich hatten sie bei Dussmann endlich das erste Buch mit Hercule Poirot, nachdem ich bereits seit Ende letzten Jahres, als ich ein paar andere Bücher von Agatha Christie gelesen hatte, Ausschau gehalten hatte! Wie ich dann (durch das Vorwort) erfuhr, ist es nicht nur das erste Poirot-Buch, sondern auch das erste Buch, das Christie jemals veröffentlich hat!
Ich fand, es war ein guter, solider Krimi, schon zu diesem Zeitpunkt im klassischen Agatha Christie Stil (als der noch gar nicht klassisch war!), und angenehm zu lesen, während man eingekuschelt auf dem Sofa in der Sonne liegt. Hoffentlich muss ich nicht wieder ein Jahr warten, bis ich den zweiten Fall von Poirot finde.
Das Buch hatte ich als Teenager ein paar Mal auf Deutsch gelesen, und jetzt endlich auf Englisch! Er war so spannend und unterhaltsam, wie ich es in Erinnerung hatte.