Lesetagebuch
Jetzt anmelden Zum Login
Bücherregal lädt …
& High School: A Memoir
 384 Seiten

Dieses Hörbuch hat mehr mit mir gemacht, als ich jemals erwartet hätte. Tegan und Sara beschreiben (hauptsächlich) die Zeit, in der sie auf der High School waren. Obwohl das zwei so extrem persönliche Geschichten sind, fühlte es sich wie eine Reflexion meiner eigenen Teenagerzeit an, und es fühlte sich erdrückend an, erinnert zu werden, was für ein absolut furchtbares Erlebnis es war, Teenager zu sein. Ich würde niemals wieder Teenager sein wollen, und dieses Buch, obwohl (oder eher: gerade weil) es mir so nahe ging, verstärkt diese Überzeugung nur noch.

Bekanntermaßen finde ich es sehr faszinierend, wenn sich die Erinnerungen verschiedener Leute auseinanderbewegen, weil die Ereignisse schon so lange zurückliegen, und das war auch hier ein paar Mal der Fall und sehr interessant.

Zum Hörbuch an sich: Ich glaube, besser können Hörbücher kaum sein. Zwischen Kapiteln werden immer wieder Demos gespielt, die die beiden großteils zuhause mit einem Kassettenrekorder aufgenommen haben.

Außerdem wurde „begleitend“ zum Buch das Album „Hey, I'm Just Like You“ veröffentlicht, das brandneue Aufnahmen und Neuinterpretationen der Lieder enthält, die man auch im Hörbuch hören kann – empfehle ich stark als sekundäre Quelle, denn es boppt.

The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle
 528 Seiten

Wie Agatha Christie auf Steroiden, mit Zeitreisen, Körpertausch und Plot Twists an jeder Ecke. Ich denke, wenn ich jeden Abend zweihundert Seiten von einem Buch inhaliere, dann kann es nur eine uneingeschränkte Empfehlung sein.

Es mag fast absurd klingen, aber zwischendurch habe ich mir noch mehr Plot Twists gewünscht. Ich kann das nicht gut erklären, weil die Geschichte quasi unzusammenfassbar ist, aber trotz der absolut fesselnden Handlung hatte ich damit gerechnet, dass es noch fesselnder sein würde. Aber das macht nichts, es war auch so unglaublich und eindrucksvoll.

Wenn ihr Agatha Christie mögt, oder Krimis, oder Zeitreisen: Sofort kaufen!

Ninth House
 448 Seiten

Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass ich nicht über die erste Stunde des Hörbuchs hinauskommen würde, aber irgendwann hat es mich dann doch noch ein bisschen gepackt.

Oft finde ich es sehr anstrengend, wenn Figuren zu launisch sind, oder wenn die Geheimnisse einer Geschichte vor allem darauf basieren, dass die Hauptfigur schon vieles weiß, aber die Leser nicht eingeweiht werden – und dieses Buch bietet besonders anfangs leider Beides! Mit der Zeit darf man aber, obwohl man nur schnöder Leser ist, Hintergrundinformationen erfahren, und irgendwann weiß man ausreichend Bescheid, um zusammen mit Alex Stern den Geheimnisses in den dunklen Ecken des Yale Campus nachzugehen.

Insgesamt kann ich sagen, dass das Buch einige gute Stellen und spannende Ideen hatte, aber auf der anderen Seite auch einige fast schon klischeehafte Gimmicks mitbrachte, die wenig für mich getan haben. Ich möchte mich da ein bisschen über die bemüht seltsam funktionierende Bibliothek beschweren, aber hauptsächlich über alle Kapitel, die auf die doppelte Länge gedehnt wurden, weil Alex‘ innerer Monolog zu jedem Satz, den jemand sagt, und zu jeder Bewegung, die jemand macht, noch einen Paragraph hinzufügen muss.