Lesetagebuch
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Thees Uhlmann über Die Toten Hosen
 177 Seiten
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Wohl eher: Thees Uhlmann über sein Leben, aber ein paar Stellen mit den Toten Hosen sind besonders herausgearbeitet – Zum Glück, ehrlich gesagt!

Es ist ein kleines, kurzes Buch voller schöner, kleiner Texte. Wenn man Thees‘ ausschweifende Facebookposts mag, und vielleicht noch die Toten Hosen nicht hasst, dann wird man viel Freude mit diesem Buch haben. So wie ich.

Remix
 335 Seiten
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Remix enthält eine Sammlung von Texten, die zwischen 1996 und 1999 erschienen sind und leider zu einem zu großen Teil an Relevanz verloren haben. Manche Texte sind ganz lustig, manche sind etwas aus der Zeit gefallen, und manche sind nur noch langweilig. Man bekommt einen Querschnitt der Medienwelt der späten Neunziger, leider/zum Glück eine Zeit, während der ich nicht alt genug war, um mich jetzt nachträglich beim Lesen der Texte nostalgisch zu fühlen.

Frische neckische Kolumnen gibt es bestimmt auch 2019 noch, da würde ich lieber empfehlen, etwas Aktuelleres zu lesen. Oder etwas anderes.

Flour Water Salt Yeast
 272 Seiten
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Dieses Buch habe ich von Clara zum Geburtstag bekommen und dann direkt auf meiner Geburtstagsfeier (ungetestet!) eins der Pizzarezepte daraus gemacht – mit durchschlagendem Erfolg. Seitdem habe ich fast alle der Pizzateige gemacht, und auch das ein oder andere Brotrezept. Alles wurde immer großartig.

Vor ein paar Wochen dachte ich mir dann, dass ich ja eigentlich mal das ganze Buch lesen könnte – und das tat ich dann auch. Ken Forkish erzählt von seinem Werdegang (er war eigentlich Softwareentwickler, yikes!), wie er dann doch noch zum Backen fand, und von den anfänglichen Problemen seiner Bäckerei, die dann doch noch ein Erfolg wurde. Nicht ausufernd, nicht übertrieben, aber spannend und so, dass man die ganze Zeit will, dass er Erfolg hat.

Nach diesem autobiografischen Teil geht es das ganze Buch lang immer um Teig – aber auf eine gute Art. Wie man ihn zubereitet, worauf man achten muss, welche Schritte wichtig sind, was man nicht machen soll, warum Zeit so eine wichtige Zutat ist, wie man seine eigene Sauerteigkultur startet, und so weiter. Dazwischen immer wieder viele Rezepte, die einander zwar ähneln, aber bei denen doch auch immer die Unterschiede herausgearbeitet und erklärt sind, so dass man erfährt, warum jedes Brot seinen Platz in diesem Buch verdient hat.

Bevor ich Pizza und Brot mithilfe dieses Buchs gemacht habe, dachte ich, dass diese Sachen zuhause einfach nie so schmecken würden wie in der Pizzeria oder Bäckerei. Aber mit der richtigen Technik und den richtigen Rezepten war ich absolut erstaunt, was da aus meinem Backofen rauskam.

Wenn ihr Gluten mögt: Kauft euch dieses Buch. Wow!

On Writing
 291 Seiten
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Zum zweiten Mal gelesen, weil Chris es auch gerade gelesen hatte und ich schon seit Wochen Lust darauf hatte, es noch mal zu lesen. Also habe ich das auf zwei langen Zugfahrten zwischen Köln und Berlin gemacht.

Der erste Teil – die Autobiografie – ist großartig. Der zweite Teil – die tatsächlichen Anleitungen für den Schreibprozess – liest sich nicht so schnell runter, ist aber inhaltlich solide, hat einen guten Umfang und hilft wirklich weiter. Ein Buch über das Schreiben, das Lust auf Schreiben macht – und auf Lesen.

How To
 320 Seiten
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Auf das Buch hatte ich mich schon lange gefreut, und ich habe es sehr gerne und schnell gelesen. Randall Munroe erklärt, wie man Dinge tut – aber übertreibt dabei maßlos, benutzt Düsentriebwerke und Raketen, baut Pools aus Käse und Roller, die bis zur Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, und es ist großartig.

Seine stärksten Momente hat das Buch, wenn das Thema eines Kapitels immer weiter gesteigert und immer noch eine Ebene Absurdität draufgeschaufelt wird. Die schwächsten Momente hat es, wenn das Thema eigentlich direkt halb in die Tonne getreten wird und man eher ein paar lose Fun Facts serviert bekommt. Aber das passiert nur selten.

Ich bin sehr froh, dass ich es direkt nach dem Erscheinen gekauft und gelesen habe, und ich kann es nur empfehlen!

Humble Pi
 336 Seiten
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Matt Parker mag ich, seit mir eines schönen Tages der YouTube-Algorithmus ein Video von seinem Kanal vorgeschlagen hat.

In diesem Buch sind eine große Menge an Fehlern versammelt, die Menschen (und Computern – aber wer programmiert Computer? Eben.) passiert sind. Einige sind mit Todesfällen verbunden, aber viele sind harmlos und witzig – glücklicherweise gelingt Matt Parker hier eine gute Balance, so dass man sich nicht zu sehr runtergezogen fühlt. Die Beispiele sind vielseitig und gut ausgewählt, lustig erklärt, und ein paar Mal musste ich laut lachen.

Wenn man sich im weitesten Sinne für Mathematik, oder Computer, oder Fun Facts interessiert (und wer mag bitte keine Fun Facts?), dem kann ich das Buch sehr empfehlen.

Was mir übrigens an der Gestaltung des Buchs extrem gut gefallen hat: Die Seiten sind absteigend nummeriert! Die Seitenzahlen beginnen bei 312 und gehen dann langsam runter bis 1. Genial! Erst dachte ich, das wäre so ein halbwitziger Versuch, besonders neckisch zu sein aber inzwischen bin ich komplett überzeugt und hätte das gerne in allen Büchern. So gut!

Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World
 296 Seiten
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Nach „So Good They Can‘t Ignore You“ und „Digital Minimalism“ jetzt also noch ein Buch von Cal Newport, diesmal mit dem Thema: „Hör auf, E-Mails zu lesen!“ (Das war ein Witz.)

Die bessere Reihenfolge wäre vermutlich, zuerst dieses Buch hier zu lesen, und anschließend „Digital Minimalism“, aber das macht nichts.

Wie ich es inzwischen von Newport gewohnt bin, hat er auch in diesem Buch wieder sehr strukturiert und ordentlich seine Ideen und Eindrücke vorgestellt, und nach und nach Argumente und Beispiele für „Deep Work“ vorgestellt – also die Arbeit, die einen an die Grenze seiner geistigen Fähigkeiten bringt.

Gut geschrieben, gut vorgelesen, und insgesamt auch überzeugend. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sich ein paar seiner Aussagen widersprechen würden, aber vielleicht habe ich sie auch nicht richtig verstanden.

Ich habe mir ein paar für mich besonders interessante Ideen rausgeschrieben und hoffe, dass ich sie demnächst gewinnbringend einsetzen kann.

Eleanor Oliphant is Completely Fine
 385 Seiten
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Holy shit. Danke an Clara für's Ausleihen! Ein extrem gutes Buch über Einsamkeit, und was für einen Unterschied ein bisschen Freundschaft machen kann. Ein Coming Of Age-Roman über jemanden, die eigentlich schon erwachsen ist, aber keine Gelegenheit hatte, eine Kindheit zu haben.

Game Programming Patterns
 354 Seiten
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Obwohl ich kein Spieleentwickler bin, habe ich mir dieses Buch gekauft, weil es von Dan Abramov empfohlen wurde (der ja auch kein Spieleentwickler ist). Es gibt einen guten Überblick über einen Haufen Design Patterns, die man auch allgemein mal anwenden kann, wenn man Lust drauf hat!

Der Beispielcode war (beinahe) komplett in C++, was mir natürlich nicht so viel bringt, und einige der Patterns sind vermutlich auch am nützlichsten, wenn man es mit einem sehr starren Object Oriented Type System zu tun hat, so dass man ständig Objekte in Objekte stecken muss, oder wenn es wirklich um jedes Milligramm Performance geht, so dass man ständig Linked Lists braucht und Memory Management machen muss.

Untenrum frei
 256 Seiten
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Das ist ein Buch, das man sich kaufen sollte, und das man anderen kaufen sollte, und wenn man es selbst gelesen hat kann man es anderen Leuten ausleihen, und insgesamt sollten es so viele Leute lesen wie möglich.

Ich wäre froh, wenn ich so gut schreiben könnte wie Margarete Stokowski, aber so kann ich wenigstens froh sein, es zu lesen. Wenn ihr noch ein paar verständliche Argumente für den nächsten Streit auf einer Familienfeier braucht, dann schaut doch mal rein und streicht euch was an!

Digital Minimalism
 304 Seiten
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In meinem Freundeskreis wurde dieses Buch immer mal wieder angesprochen. Als dann mein neues Audible-Guthaben verfügbar wurde, griff ich also logischerweise zu.

Cal Newport schreibt diesmal etwas abwechslungsreicher und mit weniger Wiederholungen als noch in So Good They Can't Ignore You. (Diesmal auch ohne Glossar am Ende eines Hörbuchs, Gott sei Dank.) Vielleicht lag es auch am Thema, das mich doch noch ein Stück mehr interessiert als die Wahl einer Karriere.

Der Inhalt des Buchs hat mich jedenfalls sehr überzeugt. Insgesamt geht es um die These, dass man die Qualität seines Lebens verbessern kann, indem man mehr auf sich selbst und sein Sozialleben achtet, und weniger auf rote Kreise mit Zahlen drin. Sehr einleuchtend, und auch durchaus etwas, das ich alle paar Monate merke, woraufhin ich (etwas ziellos) Apps deinstalliere oder Notifications deaktiviere. (Ich habe zum Beispiel schon seit Jahren keine Notifications für E-Mails, auf keinem Gerät – verrückterweise sind die Mails trotzdem noch da, wenn ich nach ihnen schaue. Ich hatte auch das letzte halbe Jahr nur die Twitter Webapp auf meinem iPhone und ich lebe immer noch.)

Aber dieses Buch fasst die ganzen Probleme, Hintergründe und Lösungsansätze gut zusammen, so dass es hoffentlich leichter ist, gezielte und nachhaltige Veränderungen durchzuführen.

So gibt es zum Beispiel ein Kapitel über Solitude, also positive, erholsame Einsamkeit, das mich so überrascht und überzeugt hat, dass ich das Hörbuch für über eine Woche nicht weiterhören konnte, weil ich mein iPhone entweder in meinem Rucksack hatte oder es gar nicht mitnahm, wenn ich das Haus verließ.

Durch Zufall passen dieses Buch und Ruined by Design, was ich zuletzt las, sehr gut zusammen und ergänzen sich gegenseitig. Während es in Ruined by Design darum geht, dass jeder Designer eine ethische Verantwortung hat, Dinge nicht so zu designen, dass sie Menschen schaden, geht es in Digital Minimalism darum, wie genau man diese schädlichen Teile von Social Networks erkennt und für sich unschädlich macht. Trotzdem finde ich Ruined by Designs Aussage noch wichtiger und stärker, aber vielleicht muss man damit anfangen, sich erst selbst die Atemmaske überzuziehen, bis man sich um seine Nachbarn kümmert. Oder so.

Oh, eine Sache noch: Hier könnte jetzt noch dieser offensichtliche „Haha, wie ironisch, dass ich ausgerechnet dieses Buch auf einer INTERNETSEITE im INTERNET eintrage!“-Witz kommen, aber er kommt nicht! Ich habe die Vor- und Nachteile, eine Webseite zu benutzen, die ich selbst programmiert habe, gründlich abgewogen, und bin zu dem Schluss gekommen, dass das Lesetagebuch vermutlich keine Demokratien zum Fall bringen wird! Dort wo man Lesetagebücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Ruined by Design
 221 Seiten
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Ich wünschte, dieses Buch hätte es vor drei Jahren schon gegeben und ich hätte es damals gelesen.

Eine absolute, und ich benutze diese Worte nicht leichtfertig, Pflichtlektüre für alle Menschen, die etwas designen. (Und das ist, das lernt man in dem Buch, quasi jeder, der irgendetwas mit Dingen zu tun hat, die später von Menschen benutzt werden. Also auch ich.)

A Philosophy of Software Design
 178 Seiten
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Dieses Buch wurde mal von Gary Bernhardt empfohlen, und weil ich großes Vertrauen in ihn habe, habe ich es schließlich gekauft.

Es ist ein recht kurzes Buch, das sich mit einem Thema beschäftigt, das mir sehr am Herzen liegt: Wie schreibt man Software, die dauerhaft einfach und verständlich bleibt, obwohl man neue Features hinzufügt.

Im Prinzip habe ich dadurch wenig komplett Neues erfahren, weil es großteils Ideen sind, die ich schon mal gehört habe. Aber es ist auch mal schön, sie alle so gesammelt auf einem Haufen zu haben, zusammen mit guten Argumentationen für jede davon.

Thinking, Fast and Slow
 512 Seiten
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Das Buch fängt extrem vielversprechend an, haut einen guten Fakt nach dem anderen raus, erklärt extrem spannende Sachen, und dann im hinteren Mittelteil rutscht es plötzlich in so eine komische Ökonomie-Richtung ab und gammelt dort ein bisschen vor sich hin, bis es wieder die Kurve bekommt.

Dieser Eindruck kann aber auch damit zu tun haben, dass ich das Buch als Hörbuch konsumiert habe, was seinen eigenen Teil in dieser Rezension verdient: Das Hörbuch ist nämlich zwanzig Stunden lang. Das ist, mir, bei allem Respekt, einfach zu lang – andererseits bin ich nicht sicher, ob ich das Buch überhaupt abgeschlossen hätte, wenn es kein Hörbuch gewesen wäre.

Solche generischen Sachbücher konsumiere ich in letzter Zeit eigentlich am liebsten im Hörbuchformat, aber bei diesem hier haben sich ein paar Schwachstellen eingeschlichen, die man durch ausgiebigere redaktionelle Arbeit hätte abfangen können.

Es ist zum Beispiel sehr ermüdend, dass Tabellen einfach nur vorgelesen werden, und man dann dreißig Sekunden eine Auflistung im Stil von „Probability Percent 10: 5, Probability Percent 15: 8, Probability Percent 20: 12“ hört, mit einer Menge Zahlen, die man obviously nicht im Kurzzeitgedächtnis behalten kann, und über die man sich darum gar keine Meinung bilden kann, wobei genau diese Meinungsbildung eigentlich vom Autor erwartet wird. Das passiert an mehreren Stellen, und das ist bestimmt auch ein relevanter Grund, warum mir der Ökonomie-Teil, der von Zahlen nur so triefte, am wenigsten gefallen hat.

Dieser Umstand ist doppelt frustrierend, wo es im Buch doch genau darum geht, wie man Informationen darstellt, damit das Gehirn sie gut verarbeiten kann! Ugh!

Wie so oft bei Sachbüchern wird auch in diesem Buch wieder die Methode angewendet, einen Sachverhalt zu erklären und ihn dann mit literally einer Trilliarde quasi identischer Beispiele zu untermauern. Gerade bei einem Hörbuch das zwanzig Stunden dauert, hätte man bestimmt einiges kürzen können, und es hätte mein Enjoyment erhöht und meinen Erkenntnisgewinn kaum geschmälert.

Insgesamt ist es trotzdem ein gutes Buch, man kann viel lernen, aber vielleicht wäre diesmal die Papierversion mit echten Buchstaben (und vor allem Zahlen) dann doch besser gewesen.