Die drei ??? – Labyrinth der Götter
126 Seiten

Diesen Band hatte ich irgendwann mal aus der Stadtbibliothek ausgeliehen (Shoutout an das große ???-Regal) und das Rätsel hatte mich lange fasziniert. Aber ansonsten ist an dieser Folge nicht viel dran; die meiste Zeit muss Bob nur die gleichen zwei Informationen wieder und wieder besorgen, bis sich der Knoten löst.

Die drei ??? und das Geisterschiff
126 Seiten

Die drei ??? und das Geisterschiff war die erste ???-Folge, die ich jemals gehört habe. Vielen Dank an dieser Stelle an Paul aus der ersten Klasse (beziehungsweise zweifellos seine Mutter – Frau T., Sie wissen wer Sie sind!), der mir die Kassette mal zum Geburtstag geschenkt hat. Für mich als (bis dahin) Benjamin Blümchen Ultra ein ungeahnter Nervenkitzel!

Ein wahrer Glücksgriff von Pauls Mutter, denn bis heute ist es für mich quasi die ???-Folge – und dann ist sie auch noch gut! Besonders die „Peter! Es gibt keine Geister!“-Stelle ist eines meiner liebsten Justus Jonas-Zitate. Nach der dunklen und körnigen Interpretation in „Rocky Beach“ war es doppelt schön, die drei Detektive ganz normal als Freunde zu erleben.

Eine gute Stelle, die nur im Buch, aber nicht im Hörspiel ist:

„Ich glaube kaum, dass [das Geisterschiff] das nächste Mal angreifen wird. Wie auch?“

„Mit Kanonen!“, rief Peter. „Wenn so eine Kanonenkugel dein Boot trifft, siehst du aber alt aus.“

„Es ist doch bloß eine Geisterkanonenkugel, Peter“, zog Justus ihn auf. „Sie besteht nur aus sphärischer Astralsubstanz und kann dir nichts anhaben.“

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency
291 Seiten

So ein gutes Buch. Ich bin froh, dass ich es noch mal gelesen habe. Der Nebenplot mit dem Sofa ist so gut. Ein bisschen unfair, wie schlau und witzig Douglas Adams war.

“For there is no such word as ‘impossible’ in my dictionary. In fact,” he added, brandishing the abused book, “everything between ‘herring’ and ‘marmalade’ appears to be missing.

Und:

“But I also believe that some things are a great deal more interconnected than others.”

Und dann natürlich meine Überraschung, dass Douglas Adams bereits LLMs vorhergesehen hat:

“When I wanted to know whether or not it was safe to take off, I didn’t want to know that it might not be safe. I just wanted to be reassured that it was. So instead of checking it myself, you see, I sent out one of the Electric Monks.”

Die rätselhaften Honjin-Morde
206 Seiten

Das Buch schafft sehr gut den Spagat zwischen einem klassischen Whodunnit, wie ich sie von Agatha Christie gewohnt bin, und einem Meta-Kommentar über Kriminalromane allgemein. Der Fall wird vom Erzähler und den Figuren mit anderen Krimis verglichen, die Leute im Buch lieben Kriminalromane, und es wird natürlich sowas gesagt wie „Ja, in einem Roman könnte man das so machen, aber das hier ist das echte Leben!“

Den Erzähler fand ich allgemein richtig gut, ich mochte die leicht nichtlinearen Erklärungen und dass er es sich am Ende nicht nehmen ließ, noch mal zu erklären, dass er von Anfang an die Lösung korrekt angeteasert hatte. Top!

Octopus Pie (Volume 3)
204 Seiten

“I guess I need some new experiences of my own. Something that shifts my behavior.”

“Nothing wrong with that.”

“But isn’t it just a dangling carrot? Nobody back home sees anything new in me. They just think I’m jaded.”

“Why’s it important for them to see a change?”

“I dunno … so I don’t feel like I’m crazy?”

“Then you’ll be chasing that carrot for a long time.”

“It’s not even a good carrot.”

Operation Mincemeat
432 Seiten

Vor etwas über einem Jahr hatte Clara gefragt, ob wir uns das Musical „Operation Mincemeat“ anschauen wollen, wenn wir nach London fahren. Das haben wir gemacht, und ich fand es mega gut.

Seitdem habe ich das Cast Recording ungefähr 3000 Mal gehört, Ewen Montagues eigenes Buch darüber gelesen, neue Tickets für das Musical gekauft (wichtiger Teil des nächsten London-Aufenthalts!), und jetzt auch dieses Buch angehört.

Ich fand gut, wie ausführlich Ben Macintyre alles erklärt, wie viele Hintergrundinformationen er hat, und wie er den Fokus auf die vielen Menschen richtet, die mit der Operation zu tun hatten. Außerdem war ich bei jeder neuen Wendung fasziniert davon, wie nah das Musical an der echten Geschichte geblieben ist. (Wenn ich irgendwo künstlerische Freiheit erlauben würde, dann ja wohl einem Musical.)

Jetzt bin ich jedenfalls umso vorfreudiger, das Musical noch mal zu sehen.

Octopus Pie (Volume 1)
267 Seiten

Octopus Pie war immer schon einer meiner liebsten Webcomics. Der Stil hat mir super gefallen (vermutlich auch wegen gewisser Scott Pilgrim-Überschneidungen), und es wirkte wie ein cooler Underground Hit, von dem nicht so viele Leute wissen – wobei man das vermutlich ohnehin über alle Webcomics sagen kann.

2023 kam dann die Gesamtausgabe als Boxset, das ich dann über irgendwelche Umwege in den Niederlanden bestellen musste. Ich würde sagen, die allerersten paar Stories hier im ersten Buch waren noch etwas holperig, aber Meredith Gran findet schnell einen guten Rhythmus.

(Den ganzen Comic kann man auch nach wie vor auf octopuspie.com nachlesen.)