Ghost Stories
387 Seiten

Ein paar Mal schon hatte ich das Buch im Laden liegen, stehen, auch beworben gesehen. Klar, ein Spiegel-Bestseller. Gekauft habe ich es dann bei der Buchhandlung im Hamburger Hauptbahnhof, da die Regionalbahn nach Lübeck aufgrund einer (doppelten) Streckensperrung erst mit über einer Stunde Verspätung losgefahren ist und ich mein Buch vergessen hatte einzupacken. Was für ein Glück! Ich habe das Buch von Anfang an genossen, hatte mehrfach Tränen in den Augen und auch viele Anregungen für weitere Lektüre erhalten; und es wurden ein paar Scheite auf die Leseglut gelegt. Es ist ein sehr offenes Buch, in dem sich Frau Hustvedt wie auch ihren Mann, Paul Auster, auch sehr verletzlich und klein zeigt. Sicherlich bleiben unschöne Momente auch außen vor, und im Rahmen der Krebstherapie und seiner Leidensgeschichte wird es davon einige gegeben haben, aber man fühlt sich trotzdem so nah. Und lernt beide Menschen mit ihren Marotten lieben. Die Briefe, die Paul noch an seinen Enkel geschrieben hat, waren immer wieder Höhepunkte, genauso wie as Herantasten von Siri Hustvedt an ihre Trauer, an die Leere, das Schemenhafte. In der zweiten Hälfte gab es teilweise der suchenden Einträge zu viele; zumindest fehlte mir dabei das Ziel der Sätze, es bewegte sich zwar fort, aber v.a. auf der Stelle. Aber das hat den Lesegenuss nur vorübergehend getrübt. Eine uneingeschränkte Empfehlung.

Junge Frau mit Katze
320 Seiten

Flutschige Lektüre! Wer kennt das nicht, man muss eine Abschlussarbeit abschließen und eine Sache abschließen und man erliegt einem best of der eigenen körperlichen totalausfälle, da habe ich überaus mitgefühlt. Irgendwann in der Mitte ging mir die Hauptperson dann irgendwie aber doch auf den Keks… und diese anschmachtung mit diesem o auch und der arme Junge wurde einfach im Park stehen gelassen:(

Into the Drowning Deep
527 Seiten

Leider war das ganze Buch extrem mid. Es ist keineswegs schlecht, es hat mich nur mit einem Gefühl zurückgelassen à la "Und was sollte das jetzt?" Der Kern der Geschichte hat sich mir nicht erschlossen, was schlecht ist für ein Buch, das einem so durchgehend genau das sagt, was es meint. Es gab keine Charaktere, die ich sonderlich gern mochte, dafür einige, die ich sehr wenig mochte und die Interaktionen der Figuren fand ich allgemein nicht sonderlich spannend. Weiß auch nicht.

Die Bücherjägerin
386 Seiten

Ich wollte es wirklich mögen aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass das das Buch ist, welches mein 12 jähriges ich geschrieben hätte, wenn es ein bisschen mehr Disziplin und Durchhaltevermögen gehabt hätte. Die ganzen Figuren, die Lebenssituationen der Protagonistin, das ist alles zu sehr so, wie ich mir mit 12 eine coole Edge unabhängige Person vorgestellt habe und das kann ich jetzt mit 34 leider nur schwer ernst nehmen.

Play Nice: The Rise, Fall, and Future Of Blizzard Entertainment
384 Seiten

Ein Buch über die Geschichte von Blizzard klingt erstmal nicht so spannend, aber ich fand es nice. Es war ein interessanter Einblick in ein Stück Videogame-Geschichte, auch wenn ich die Namen der Key-player nicht auseinanderhalten konnte und bei den verschiedenen Firmenübernahmen schnell den Überblick verloren habe. Aber abgesehen davon war es ein guter Einblick in die inner workings eines großen Spieleentwicklers. Und jetzt weiß ich, dass Blizzard eine absolut shitty Firma ist!