Der Medicus
848 Seiten

Das Buch liest sich gut weg, ist nüchtern erzählt, aber ziemlich seicht. Unser Hauptcharakter hat bis auf eine tragische Kindheit unverschämt viel Glück und ist sowieso groß, stark, talentiert, fleißig, ehrlich und der beste Heiler und Liebhaber, den die Welt je hervor gebracht hat. Es passieren viele Dinge, die den Plot von England bis nach Indien bugsieren, aber besonders tiefgreifend sind weder die Geschichte noch die eindimensionalen Charaktere. Außerdem haben mich die historischen Ungenauigkeiten (Kürbisse im mittelalterlichen England?) etwas rausgerissen. Der Autor sagt in der Danksagung selbst, einiges sei seiner Fantasie entsprungen. Warum dann nicht gleich Fantasy? Wahrscheinlich weil es sich schlechter verkauft. Fazit: Ganz nette Bestseller-Literatur.

Botanik des Wahnsinns
206 Seiten

Erst bin ich nicht so richtig reingekommen, dann war ich irgendwie doch ein bisschen drin, dann hab ich das Buch vier Wochen zur Seite gelegt und als ich es dann zu Ende lesen wollte bin ich gar nicht mehr rein gekommen und hab kurz vor dem Ende abgebrochen.

Neptune's Fortune
401 Seiten

Leider fand ich es nicht ganz so fesselnd wie "Madhouse at the End of the Earth". Roger Dooley hat definitiv eine spannende Lebensgeschichte, aber durch die vielen Erklärungen und Hintergrundinfos, und die recht große abgedeckte Zeitspanne war es teilweise mäandernd. Aber Sanctons Art zu berichten ist trotzdem unglaublich gut, und ich mag seine Notizen zu den Quellen immer so gern.