Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Ten Steps to Nanette
 400 Seiten

Dieses Buch ist so amazing. Hannah Gadsby zeichnet in 10 Kapiteln ihr Leben nach bis zu dem Tag, an dem sie Nanette für Netflix gefilmt hat. Dabei schreibt sie aber nicht nur über ihr eigenes Leben sondern schiebt auch immer Absätze über den politischen Kontext in Australien ein, was ebenfalls sehr interessant war. Besonders spannend fand ich auch, wie sie überhaupt zu einer erfolgreichen stand up Komikerin geworden ist. Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Es gibt auch einige traurige/schwer verdauliche Stellen, aber der Grundton des Buches ist hoffnungsvoll und positiv, was ja auch daran liegt, dass es auf ihren großen Erfolg hinarbeitet. Aber man kann auch sehr gut die Katharsis nachvollziehen, die Nanette für Hannah bedeutet hat und man versteht Nanette nach der Lektüre des Buches viel besser.

The Transgender Issue
 320 Seiten

Sehr gutes Buch, sehr interessant und umfangreich, mit vielen wissenschaftlichen Belegen aber auch mit Beispielen und Veranschaulichungen aus dem „echten Leben“. Besonders gut gefallen haben mir die Exkurse zu classism und workers rights movement sowie das Kapitel zu Gefängnissen und abolition theory. Habe direkt Lust, zu einigen Themen weiterzulesen und werde das Buch definitiv weiterempfehlen.

The Secret History
 628 Seiten

„The Secret History“ ist sehr spannend und atmosphärisch. Es spielt an einem Elite-College an der amerikanischen Ostküste und zu Beginn war mir lange nicht richtig klar, worum es gehen würde. Irgendwann zur Mitte des Buches dachte ich dann „okay, das ist wohl das zentrale Thema, was anderes kommt nicht mehr“ und dann hing es für mich persönlich auch ein bisschen durch. Aber es hat dann wieder Fahrt aufgenommen und wurde zum Ende hin auch sehr emotional. Manchmal wünschte ich, Tartt hätte Sachen mehr gezeigt als sie nur als Fakt aufzustellen (so sagt sie z.B., dass bestimmte Charaktere gute Freunde sind aber alle Interaktionen, die sie zwischen denen beschreibt, zeigen eigentlich eher das Gegenteil). Nichtsdestotrotz ist das Buch extrem fesselnd, ich habe es sehr gerne gelesen und würde es definitiv weiterempfehlen.

Confessions of a Bookseller
 324 Seiten

Wie auch schon sein Vorgänger ist dieses Buch sehr cozy. Perfekt, um sich im Herbst damit aufs Sofa zu kuscheln. Manchmal wüsste ich allerdings gerne noch mehr über die ins und outs seiner persönlichen Beziehungen, die nur am Rande erwähnt werden. Aber nichtsdestotrotz sehr unterhaltsam, wenn auch teilweise etwas schwermütige Töne mit anklingen.

Sense and Sensibility
 288 Seiten

Dieses Buch beinhaltet das screenplay, das Emma Thompson auf Basis von Jane Austens Roman „Sense and Sensibility“ geschrieben hat, sowie ihr Tagebuch, das sie während des Drehs geschrieben hat. Ich war am meisten gespannt auf das Tagebuch und nicht so auf das screenplay, da ich dachte, dass wenn ich die Romanvorlage und den Film schon kenne, mir das ja nicht so viel neues bringen kann. Aber die Regieanweisungen waren teilweise sehr witzig und haben nochmal Sachen transportiert, die mir alleine beim Film nicht so aufgefallen sind, deshalb war die Lektüre des screenplay dann doch interessant. Und das Tagebuch war auch sehr charmant und witzig. Emma Thompson schreibt einfach sehr gut, da kann man nichts sagen. Außerdem hat sie so einen angenehm trockenen Humor! Darüber hinaus war es auch sehr cool, zu lesen, wie da so ist, wenn ein Film entsteht. Ein sehr gutes Buch!

Detransition, Baby
 368 Seiten

In dem Buch geht es um drei Personen, die überlegen, ob sie eine unkonventionelle Familie sein können und zusammen ein Kind bekommen können. Diese ungewöhnliche Prämisse macht für ein interessantes Buch, dass zusätzlich gut geschrieben und auch witzig ist. Leider war mir eine der drei Hauptfiguren relativ unsympathisch und manchmal waren mir die Sprünge in den Perspektiven auch zu abrupt. Dazu kommt, dass ich kein Fan von einem offenen Ende bin, aber das ist wohl Geschmacksache. Aber alles in allem hat mir dieses Buch doch sehr gut gefallen und mich zum Nachdenken angeregt.

A Thousand Acres
 384 Seiten

Ich bin auf „A Thousand Acres“ aufmerksam geworden, weil es in einem Artikel erwähnt wurde, den ich für die Uni gelesen habe. Es handelt sich um eine moderne Adaption von „King Lear“, die Ende des 20. Jahrhundert auf einer Farm im Nirgendwo von Amerika spielt. Das setting wird sehr anschaulich aufgebaut, man spürt die Weite und Ödnis und Hoffnungslosigkeit. Es ist wirklich sehr gut geschrieben aber unglaublich dark und traurig. Viele dieser toxischen Familiendynamiken kamen mir sehr bekannt vor, was das Leseerlebnis nochmal eindrücklicher gemacht hat. Ein sehr gutes Buch.