– Anton und Alma
 536 Seiten

Am Anfang hab ich es richtig gerne gemocht weil einem die Lebensrealität und das Umfeld der Protagonisten so vertraut und bekannt ist. In der Mitte wurde es ein bisschen lang, vielleicht auch weil mir religiöse Regeln und Rituale grundsätzlich fremd sind und ich deshalb den Lebenswandel von Alma nicht so recht verstehen konnte. Am Ende wurde es furchtbar traurig. Alles in allem ein sehr gutes Buch, durch den Klappentext würde man aber nicht drauf kommen welche Themen tatsächlich in dem Buch verhandelt werden.

– If We Were Villains
 428 Seiten

Im Vergleich zu "The Secret History" wenig erfolgreich in dem, was er versucht, zu tun. Die Figuren sind eindimensional und selbst, wenn es Absicht ist, funktioniert es nicht gut genug, um überzeugend zu sein. Eigentlich war es mir relativ egal, was irgendwer gemacht hat und der Plot war zu sehr auf sich selbst fokussiert, um großartig Ästhetik und Vibes™ aufzubauen. Aber ich mochte die Struktur des Romans (er ist, wie ein Theaterstück, in Akte und Szenen aufgeteilt – obwohl das auch noch stilistisch gesteigert hätte werden können). Es gibt noch eine Menge mehr, das ich sagen könnte, aber am Ende ist es mir das für dieses Buch vermutlich nicht wert.

– Lázár
 301 Seiten

Mega tolles Buch; schon ab Seite 50 hat es mich gepackt (sonst brauche ich oft länger). Wie kann ein Autor so jung sein und so gut schreiben? Fand den Schreibstil wirklich sehr schön; so viel was nicht gesagt wird und man versteht es doch? Wenig Dialoge, auch spannend. Insgesamt auch gute Geschichte mit wirklich sehr intensiven Charakteren und Schiksalen. Habe zusätzlich viel über Ungarn in den letzten Jahrhunderten gelernt. Top Buch!

– Dungeon Crawler Carl
 481 Seiten

Carl überlebt die Apokalypse nur zufällig, als er Donut, die Katze seiner Exfreundin, aus einem Baum rettet. Die Erde wurde von Außerirdischen eingenommen, die für die Millionen Überlebenden, die es noch gibt, etwas ganz Spezielles planen: Eine Spielshow, bei dem sie sich durch mehrere Ebenen kämpfen müssen, wie in einem Videospiel, mit Achievements, Leveln und vielem mehr. In Ermangelung besserer Möglichkeiten wird auch Carl zusammen mit Donut ein Dungeon Crawler – und gerät so in ein gefährliches, abgefahrenes Abenteuer …

Wie wohl viele andere hatte ich viel Gutes von dem Buch gehört, doch der Hauptgrund, aus dem ich es las, war letztendlich persönliches Interesse: Eine Spielshow, die sich an Videospielen orientiert und sowohl humorvoll als auch spannend ist, klang schlicht sehr nach meinem Geschmack. Und tatsächlich war es für mich als Videospielfan besonders spaßig zu lesen!

Ich bin mir zugegeben nicht sicher, ob Leser:innen, die nichts mit Videospielen anfangen können, ebenfalls Freude an dem Buch haben werden, weil es für mich schon sehr stark so wirkte wie ein Buch speziell für Gamer. Die Level, Monster, Achievements, Fähigkeiten usw. spielen eine große Rolle und waren hervorragend umgesetzt, aber gerade deshalb vielleicht irritierend für diejenigen, die keine Spiele spielen, obwohl durchaus alles erklärt wird. Das nur als Anmerkung, falls man diesbezüglich unsicher sein sollte.

Die eigentliche Handlung erstreckt sich über zwei der achtzehn Level, was mich zunächst überraschte, weil ich erwartete, dass mehrere Level in dem Buch vorkommen werden, doch letztendlich bin ich dankbar, dass den Leveln so viel Zeit gegeben wurde. So lernen wir nicht nur Carl und Donut sehr gut kennen (die beide fantastische Protagonisten sind), sondern auch das Spiel selbst und alles, was damit zu tun hat. Es ist sehr deutlich, dass sehr viel Liebe hinter dem Design steckt, denn die Welt ist so voller Details, dass es fast schon absurd ist. Der Autor hat wirklich an alles gedacht und vermutlich sogar noch an mehr!

Ich liebte nicht nur Carls Charakterentwicklung und Donuts Charme (sie hat nicht umsonst ein hohes Charisma!), sondern auch, auf welche kreative Weise sie sich der Monster entledigten. Es gibt viele Kampfszenen und ich war positiv überrascht darüber, wie abwechslungsreich und spannend sie gestaltet waren. Gerade die Bosskämpfe waren großartig, aber auch in anderen Gefechten bewies Carl immer wieder sein schnelles Denken und seine Kreativität. Das fand ich wirklich großartig!

Andere Charaktere stechen so halb hervor; ich mochte die Nebenstory mit Brandon, Agatha und mehreren Senioren, denen sie durch den Dungeon helfen wollen, aber um die Charaktere wirklich kennen- und lieben zu lernen, hätten sie noch etwas mehr Screentime gebraucht. Es gibt durchaus gute Ansätze (ich frage mich, was Carls und Donuts Mentor Mordecai wohl durchgemacht hat und was genau in Carls und Donuts Vergangenheiten geschah), aber spätere Bände werden den Nebencharakteren hoffentlich noch mehr Zeit schenken. (Zugegeben sind Carl und Donut wirklich das Highlight, aber ich hätte trotzdem gerne noch mehr von einigen Nebencharakteren gesehen.)

Das Pacing war trotz der Tatsache, dass wir nur zwei Ebenen erleben, überraschend gut; ich glaube, nur am Anfang der zweiten Ebene fühlte sich die Geschichte ein wenig langsam(er) an, aber auch hier nahm sie zügig Fahrt auf und triumphierte mit dem wohl besten Bosskampf des gesamten Buches. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr, über die anderen Ebenen zu lesen und hoffe, dass auch hier die Detailliebe gezeigt werden wird!

Insgesamt ein sehr spaßiges Buch, das vor allem für Videospielfans perfekt geeignet ist!

– Der andere Arthur
 377 Seiten

Der Plot ist hier nicht ganz so stark wie bei den anderen Büchern von ihr finde ich, außerdem mag ich ihre Frauenfiguren auch lieber und davon gibt es hier nicht so viele. Generell gab es ein paar Stellen bei denen ich dachte „ehh icky“. Also der Vibe der mich bei ihren anderen Büchern immer so begeistert hat fehlte hier irgendwie. Trotzdem hat es durchaus Spaß gemacht zu lesen.

– Strange Houses
 203 Seiten

Ich glaube, das müsste ich noch mal lesen, irgendwann hab ich den Überblick verloren. Aber ich weiß auch nicht, ob ich es gut genug fand, es noch mal lesen zu wollen.

Als Meta-Kommentar kann ich noch sagen, dass ich versehentlich 20€ für dieses Buch bezahlt habe, und für nur 200 Seiten – davon sehr viele mit Wiederholungen der gleichen Bilder – würde ich euch empfehlen, nach einem besseren Deal Ausschau zu halten. Das Buch sollte auch eigentlich meine Urlaubs-Schmöker-Lektüre werden, aber jetzt hab ich alles schon im ICE gelesen. Na toll!