Die Spatzenmorde von Onikobe
384 Seiten

Hat mir leider nicht gefallen. Fand es sehr zäh, viel zu ähnlich wie der Fall auf Gokumon. (Was im Buch auch mehrfach von verschiedenen Figuren erwähnt wird?! Dann schreib doch was anderes?!) Etwas besorgniserregend, wie Kosuke Kindaichi immer erst drei junge Frauen sterben lassen muss, bevor er auf die Lösung kommt.

Außerdem gab es unglaublich viele Figuren, die (natürlich) alle japanische Namen haben. Es fiel mir sehr schwer, da wirklich alle auseinanderzuhalten, und meistens habe ich es nicht geschafft.

Ich fand auch die Bearbeitung als Hörbuch nicht gelungen, in den Dialogen fallen sich immer Leute ins Wort, um sowas wie „Stimmt“ oder „Ja“ zu sagen, da wünschte ich, die erzählende Person könnte einfach ausreden.

Strange Houses
203 Seiten

Ich glaube, das müsste ich noch mal lesen, irgendwann hab ich den Überblick verloren. Aber ich weiß auch nicht, ob ich es gut genug fand, es noch mal lesen zu wollen.

Als Meta-Kommentar kann ich noch sagen, dass ich versehentlich 20€ für dieses Buch bezahlt habe, und für nur 200 Seiten – davon sehr viele mit Wiederholungen der gleichen Bilder – würde ich euch empfehlen, nach einem besseren Deal Ausschau zu halten. Das Buch sollte auch eigentlich meine Urlaubs-Schmöker-Lektüre werden, aber jetzt hab ich alles schon im ICE gelesen. Na toll!

The Wedding People
384 Seiten

Hat mir gut gefallen! Es war ganz anders, als ich erwartet hatte. Sehr schön, auch wenn ich immer noch nicht glauben kann, dass [Sorry, das Lesetagebuch hat keine Spoiler Tags, lest das Buch und findet die Stelle, die unglaublich ist.]

Vielleicht passt der Schreibstil nicht sooo gut zu einem Hörbuch. Er besteht aus vielen Auflistungen („Phoebe wants A. Phoebe wants B. Phoebe doesn’t want C. Phoebe feels like D.“), und aus viel direkter Rede, die bestimmt snappy sein soll, aber von viel „Phoebe said“, „Gary said“, „Phoebe said“, „Gary said“ ausgebremst wird. Beim Selberlesen könnte man das entsprechend überfliegen und die Snappyness besser bewahren.

Spirou und Fantasio – Gesamtausgabe, Band 1: Die Anfänge eines Zeichners
208 Seiten

Neulich war ich in einem Comicladen und sah die riesige Auswahl an Spirou und Fantasio-Bänden im Regal. Als Kind und Teenager mochte ich diese Reihe richtig gerne, und ich dachte, ich könnte eigentlich mal wieder ein paar Bände lesen. Früher habe ich mir immer viele davon aus der Tuttlinger Stadtbibliothek ausgeliehen (das Comicregal war direkt neben dem berühmten Regal mit den Drei ???), und Clara schlug vor, dass ich doch jetzt auch wieder die VÖBB bemühen konnte. Gesagt, getan, fernbestellte ich mir die ersten drei Bände der neuen Gesamtausgabe von Spirou ab Franquin.

Ehrlich gesagt waren mir diese Comics, die zwischen 1946 und 1950 erschienen sind, etwas zu holprig – aber offenbar sind sich auch die Redakteure der Gesamtausgabe und Franquin selbst einig, dass es sich hier bei weitem nicht um seine beste Arbeit handelt. Diese Geschichten hatten noch nicht den zeitlosen Charme, der später erreicht wird. Gerade bei der unglaublich rassistischen Darstellung der afrikanischen Völker in mehreren Comics war ich doch froh, die 1940er Jahre jetzt hinter mir zu lassen.