Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Die Kameliendame
 341 Seiten

Ihr kennt "ein Buch in einem Rutsch lesen", macht euch jetzt bereit für "ein Hörbuch in einem Rutsch anhören"! Ich hatte mich so schnell in die Figuren verliebt, dass ich einfach nicht aufhören konnte, bevor ich nicht wusste, wie es mit ihnen zu Ende ging.

Was für eine rührende Geschichte, die von Aufopferung, wahrer Liebe und gesellschaftlichen Erwartungen erzählt, dass man gar nicht anders kann, als sich in die Mitte des Geschehens hereinversetzt zu fühlen.

Wuthering Heights
 464 Seiten

Als ich meine Freund*innen fragte, ob dieses Buch mir gefallen könnte, sagte eine von ihnen: "it's insane people doing insane things." (Was ein Ja war.) Und sie hatte recht.

Abgesehen davon, dass Heathcliff als byronic hero extrem genau die Art von Figur ist, die ich sehr gern mag, ist die Liebesbeziehung zwischen ihm und Catherine unglaublich. Unglaublich ungesund, natürlich, aber auch einfach ... wow. Unglaublich gut geschrieben und konzipiert.

Es gab so viele Zitate, die ich so gut fand, dass ich parallel zum Hörbuch eine ebook Version am Handy hatte, wo ich mir diese nochmal anschauen konnte. Der Schreibstil ist wirklich schön, sehr charakteristisch für eine Gothic Novel.

Ich hatte auf jeden Fall eine enorme Freude an diesem Buch.

Until the End (Skulduggery Pleasant, Book 15)
 592 Seiten

Oh man, was ein Ende (nicht wirklich, für‘s erste, wer weiß).

Nachdem es ja nun häufiger zu dem Phänomen kam, dass eine sehr gute Reihe am Ende nochmal richtig alles versaut, ist „Until The End“ so unglaublich erfrischend. Weil es gut ist. Weil man merkt, dass alle Figuren am Ende da sind, wo sie hingehören und irgendwie … das sehr glückliche Ende verdient haben. SP ist durchaus eine Reihe, die zu sehr in das grimdark, hoffnungslos deprimierende Loch der Fantasy hätte fallen können und dass es stattdessen so unendlich hoffnungsVOLL endet, ist so erfrischend und berührend.

Bei so großen Casts gibt es immer irgendwie Handlungen die man mehr mag und welche, die man weniger mag, aber hier habe ich alle einfach SO lieb und ich wollte von jedem wissen, wie es endet, weil Derek Landy seine Figuren mag und man das merkt.

Handlungen, die über so viele Bücher stattgefunden haben, bekommen einen grandiosen Pay-Off, alles fügt sich zusammen, und selbst die Sachen, die etwas outlandish sind, sieht man ihm nach, weil es einfach trotzdem nice ist.

Ich hätte mit dem Ende kaum zufriedener sein können!

The Hate U Give
 464 Seiten

Was mich am meisten berührt hat, war die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Welten, in denen Starr lebt. Einmal das gewöhnliche Teenie-Drama, mit besten Freundinnen, der ersten richtigen Beziehung, Hausaufgaben, Basketball, und dann alles was mit dem Tod von Khalil zusammenhängt. Es ist so ein krasser Kontrast und ich glaube gerade deswegen hat es mich so berührt. Die Hörbuch-Sprecherin (Bahni Turpin) ist fantastisch.

Crazy
 176 Seiten

Ich bewerte Bücher, die ich für die Uni gelesen habe ja eigentlich nicht, aber das hier möchte ich bewerten, und zwar schlecht.

Ich musste mich durch diese Ansammlung von Hauptsätzen durchquälen. Es entsteht durch den Satzbau überhaupt keine Spannung, es ist nur Hauptsatz. Hauptsatz. Hauptsatz. Und das 170 Seiten lang. Und nicht mal auf die middlegrade-Art, wo einfacherer Satzbau gewählt wird, um eine jüngere Leserschaft nicht zu überfordern. Vielleicht wird hier etwas Catcher in the Rye ähnliches versucht, aber ohne das nötige literarische Können – zumindest bleibt der Erfolg aus.

Die Art und Weise, wie in diesem Buch mit Frauen umgegangen wird, ist wirklich furchtbar. Ihr Aussehen wird immer genau beschrieben, damit wir uns auch vorstellen können, wie sehr und warum Benjamin sie „nageln“ möchte. Es wird von „Fotzen“ und „Tittenmonstern“ gesprochen, Mädchen sind „geil“, aber auch seltsam. Persönlichkeiten wären ja auch irgendwie zu viel verlangt. Oder vielleicht hätte ich angefangen, die Jungs noch sympathisch zu finden, wenn sie nicht ständig darüber reden würden, wie toll sie Brüste finden und dass lesbische Mädchen von Männern bekehrt werden wollen.

Das einzige, was mir ganz gut gefallen hat, war die Freundschaft zwischen den Jungs und das Gefühl, das entsteht, als sie aus dem Internat abhauen. Nicht, was sie dabei machen oder wie es beschrieben wird, aber … die Idee, vielleicht.

Ein sehr unfreundlicher Reminder an mich, keine Bücher von 17-Jährigen Jungs zu lesen.