Ich fand es leider ein bisschen zu dark und gritty :( Außerdem hätte ich so gerne mal eine drei ??? Story, wo sie erwachsen sind und tatsächlich noch befreundet. Das kann doch nicht unmöglich sein.
Perfekt!
Eh. Ich bin ganz ehrlich, ich dachte Raven ist der Name der hotten Lady. Ich denke nicht, dass ich die anderen Bände noch lesen werde.
Das Konzept der Reihe ist sehr fun. Der Sprecher vom Hörbuch war leider furchtbar.
Der Artstyle war sehr schön und die grundlegende Message ist auch durchaus gut und vertretbar. Manchmal fand ich es ein bisschen zu on-the-nose. Am schlimmsten fand ich aber die sich durchziehende Haltung, dass Frauen aus irgendeinem inhärenten Grund naturnah und gut sind, und Männer aber böse und gierig. Den Gender Essentialism hätte es nicht gebraucht.
Ich hätte fast gesagt, dass Band 4 ein gebührender Abschluss für die SteamNoir Reihe ist, aber eigentlich würde das nicht stimmen. Band 4 ist so viel mehr. Die Dinge, die man hier erfährt, über die Geschichte der Welt und die Beschaffenheit der Seelen, die Entscheidungen und Handlungen der Figuren, den Fragen über das Elternsein, über Krankheit und ihren Platz in der Gesellschaft, über Menschlichkeit, all das ist so wundervoll herausgearbeitet, dass es sich im Nachhinein anfühlt, als würden sie in den vorausgehenden Bänden fehlen.
Gleichzeitig kommen die weiblichen Figuren meiner Meinung nach aber viel zu kurz, was schade ist, weil es immer wieder interessante Ansätze gab, die aber leider im letzten Band dann zu kurz kamen. Justice for the lesbians!
Ich habe irgendwo auf einer schlechteren Plattform ein Review gesehen, das meinte, das Buch beschäftigt sich zu viel mit allgemeiner Geschichte und nicht genug mit der Geschichte der Frauen. Dieses Review hat nicht unbedingt unrecht. Es wird immer sehr viel außenrum erklärt, so dass es manchmal aufhört, Kontext zu sein und halt einfach Geschichte wird. Aber ich fand das, wenn ich ehrlich bin, auch nicht so schlimm, weil es eigentlich immer interessant war. Mein liebstes Kapitel war das über Jadwiga von Polen.
Ich mag Emma total gerne und es war hier als Graphic Novel sehr schön umgesetzt. Das einzige Problem, das ich hatte, war, dass die einzelnen Figuren individueller gestaltet sein könnten, damit man sie nicht so leicht verwechselt.
Ich war zu Beginn des Hörbuchs, als angefangen wurde, Witze zu machen und etwas derbe Formulierungen zu benutzen, sehr skeptisch. Ich reagiere wohl allergisch auf polemische pop-feministische Bücher. Aber Gott sei Dank war das hier gar nicht so eines! Emma Southon erzählt eine chronologische Geschichte des römischen Reiches aus der Perspektive von Kaiserinnen, Müttern, Ehefrauen, Schwestern, Töchtern, heiligen Jungfrauen, Sexarbeiterinnen, Christinnen und so weiter.
Dabei habe ich besonders ihre Quellennähe bewundert. Es wird nie irgendetwas dazugedichtet, was nicht da ist, ohne es als Spekulation darzustellen. Es war so gut recherchiert und aufgearbeitet, dass ich persönlich die lustig-freche Note im Erzählstil gar nicht gebraucht hätte, aber ich verstehe, dass sie vermutlich ein weiteres Publikum ansprechen wollte. An manchen Stellen musste ich wirklich laut lachen!
Mein einziges Problem war, dass es sich, trotz der ausführlichen Einordnung in den historischen Kontext, nicht unbedingt um ein Einsteiger-Werk handelt, aber dafür, dass ich nicht jeden Tag ans römische Reich denke, kann ja die gute Frau auch nichts.
Irgendwie crazy, wie wenig der Erzähler seine Eltern verurteilt. Deswegen trotz der schweren Materie sehr schön und gut auszuhalten.
Ich bin mir ein bisschen unsicher, was genau ich von dem Buch jetzt schlussendlich halte, aber an sich fand ich es nicht schlecht. Ich glaube, ich muss noch ein bisschen über die ganze Geschichte mit den Gesichtern nachdenken.
Das war eines der besten Fantasybücher, das ich seit Jahren gelesen habe! Wirklich so gutes und nicht übermäßig erzwungenes Worldbuilding, das gut zu der Handlung gepasst hat. Und die Figuren <3 Yippee
Ein sehr informatives Buch über den Chirurgen, der während des Ersten Weltkriegs das Feld der plastischen Chirurgie begründet hat.
Ich persönlich fand einige der Beschreibungen der Kriegsverletzungen zu detailliert, andererseits verstehe ich, dass sie nötig sind, um die Arbeit, die Harold Gillies geleistet hat, zu kontextualisieren. Ich bin schon froh, dass ich das Hörbuch gehört habe, bei dem offensichtlich keine Fotos dabei waren. Dann wiederum ist das eine zentrale Aussage des Buchs: Verletzungen im Gesicht werden sozial anders behandelt als andere Verletzungen. Gillies war für viele dieser Männer eine der einzigen Personen, die ihnen vorurteilsfrei und völlig ohne jegliche Scheu gegenübergetreten sind.
Auch den Abschnitt über die Masken, die manchmal anstelle von Operationen gewählt wurden, fand ich sehr spannend. Und den Epilog, in dem erzählt wird, dass Gillies die erste Phalloplastie an einem trans Mann durchgeführt hat, und so viel für ihn getan hat, dass er sich sicher und wohl fühlt, hat mich extrem gerührt.
Auf jeden Fall ein sehr gutes Buch über eine sehr beeindruckende Persönlichkeit!