Ich habe irgendwo auf einer schlechteren Plattform ein Review gesehen, das meinte, das Buch beschäftigt sich zu viel mit allgemeiner Geschichte und nicht genug mit der Geschichte der Frauen. Dieses Review hat nicht unbedingt unrecht. Es wird immer sehr viel außenrum erklärt, so dass es manchmal aufhört, Kontext zu sein und halt einfach Geschichte wird. Aber ich fand das, wenn ich ehrlich bin, auch nicht so schlimm, weil es eigentlich immer interessant war. Mein liebstes Kapitel war das über Jadwiga von Polen.
Ich mag Emma total gerne und es war hier als Graphic Novel sehr schön umgesetzt. Das einzige Problem, das ich hatte, war, dass die einzelnen Figuren individueller gestaltet sein könnten, damit man sie nicht so leicht verwechselt.
Ich war zu Beginn des Hörbuchs, als angefangen wurde, Witze zu machen und etwas derbe Formulierungen zu benutzen, sehr skeptisch. Ich reagiere wohl allergisch auf polemische pop-feministische Bücher. Aber Gott sei Dank war das hier gar nicht so eines! Emma Southon erzählt eine chronologische Geschichte des römischen Reiches aus der Perspektive von Kaiserinnen, Müttern, Ehefrauen, Schwestern, Töchtern, heiligen Jungfrauen, Sexarbeiterinnen, Christinnen und so weiter.
Dabei habe ich besonders ihre Quellennähe bewundert. Es wird nie irgendetwas dazugedichtet, was nicht da ist, ohne es als Spekulation darzustellen. Es war so gut recherchiert und aufgearbeitet, dass ich persönlich die lustig-freche Note im Erzählstil gar nicht gebraucht hätte, aber ich verstehe, dass sie vermutlich ein weiteres Publikum ansprechen wollte. An manchen Stellen musste ich wirklich laut lachen!
Mein einziges Problem war, dass es sich, trotz der ausführlichen Einordnung in den historischen Kontext, nicht unbedingt um ein Einsteiger-Werk handelt, aber dafür, dass ich nicht jeden Tag ans römische Reich denke, kann ja die gute Frau auch nichts.
Irgendwie crazy, wie wenig der Erzähler seine Eltern verurteilt. Deswegen trotz der schweren Materie sehr schön und gut auszuhalten.
Ich bin mir ein bisschen unsicher, was genau ich von dem Buch jetzt schlussendlich halte, aber an sich fand ich es nicht schlecht. Ich glaube, ich muss noch ein bisschen über die ganze Geschichte mit den Gesichtern nachdenken.
Das war eines der besten Fantasybücher, das ich seit Jahren gelesen habe! Wirklich so gutes und nicht übermäßig erzwungenes Worldbuilding, das gut zu der Handlung gepasst hat. Und die Figuren <3 Yippee
Eine meiner Meinung nach gelungene Adaption des mittelalterlichen Stoffes, auch wenn ich den gar nicht selbst gelesen habe, sondern nur aus zweiter Hand kenne. es wurde auf jeden Fall keine moderne fake-mittelalterliche Actionstory daraus gemacht. Der Stil ist zwar nicht unbedingt schön, aber definitiv fachmännisch gut gemacht.
Außerdem war der Comic auf französisch, also habe ich ihn nicht nur vorgelesen, sondern vor allem frei übersetzt! Und das hat Spaß gemacht.
Ahh, endlich hab ich es geschafft, diese Graphic Novel zu lesen, die mein Bruder mir vor einer unbekannten Zahl von Weihnachtens geschenkt hat. Sie war extrem cute!
Die Ästhetik ist einfach so gut.
„Vielleicht suche ich mir einen Job. Damit ich nicht die ganze Zeit an dich denke, weißt du?“ „Ich will aber, dass du an mich denkst.“
Ich glaub, ich muss mich erstmal ein bisschen hinlegen.
Das ist so cute!
Ich hätte fast gesagt, dass Band 4 ein gebührender Abschluss für die SteamNoir Reihe ist, aber eigentlich würde das nicht stimmen. Band 4 ist so viel mehr. Die Dinge, die man hier erfährt, über die Geschichte der Welt und die Beschaffenheit der Seelen, die Entscheidungen und Handlungen der Figuren, den Fragen über das Elternsein, über Krankheit und ihren Platz in der Gesellschaft, über Menschlichkeit, all das ist so wundervoll herausgearbeitet, dass es sich im Nachhinein anfühlt, als würden sie in den vorausgehenden Bänden fehlen.
Gleichzeitig kommen die weiblichen Figuren meiner Meinung nach aber viel zu kurz, was schade ist, weil es immer wieder interessante Ansätze gab, die aber leider im letzten Band dann zu kurz kamen. Justice for the lesbians!