Bücherregal lädt …
Die Polarwölfin
212 Seiten

Der Artstyle war sehr schön und die grundlegende Message ist auch durchaus gut und vertretbar. Manchmal fand ich es ein bisschen zu on-the-nose. Am schlimmsten fand ich aber die sich durchziehende Haltung, dass Frauen aus irgendeinem inhärenten Grund naturnah und gut sind, und Männer aber böse und gierig. Den Gender Essentialism hätte es nicht gebraucht.

Steam Noir - Das Kupferherz 4
113 Seiten

Ich hätte fast gesagt, dass Band 4 ein gebührender Abschluss für die SteamNoir Reihe ist, aber eigentlich würde das nicht stimmen. Band 4 ist so viel mehr. Die Dinge, die man hier erfährt, über die Geschichte der Welt und die Beschaffenheit der Seelen, die Entscheidungen und Handlungen der Figuren, den Fragen über das Elternsein, über Krankheit und ihren Platz in der Gesellschaft, über Menschlichkeit, all das ist so wundervoll herausgearbeitet, dass es sich im Nachhinein anfühlt, als würden sie in den vorausgehenden Bänden fehlen.

Gleichzeitig kommen die weiblichen Figuren meiner Meinung nach aber viel zu kurz, was schade ist, weil es immer wieder interessante Ansätze gab, die aber leider im letzten Band dann zu kurz kamen. Justice for the lesbians!

Perceval
184 Seiten

Eine meiner Meinung nach gelungene Adaption des mittelalterlichen Stoffes, auch wenn ich den gar nicht selbst gelesen habe, sondern nur aus zweiter Hand kenne. es wurde auf jeden Fall keine moderne fake-mittelalterliche Actionstory daraus gemacht. Der Stil ist zwar nicht unbedingt schön, aber definitiv fachmännisch gut gemacht.

Außerdem war der Comic auf französisch, also habe ich ihn nicht nur vorgelesen, sondern vor allem frei übersetzt! Und das hat Spaß gemacht.