Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
433 Seiten

Ich war zu Beginn des Hörbuchs, als angefangen wurde, Witze zu machen und etwas derbe Formulierungen zu benutzen, sehr skeptisch. Ich reagiere wohl allergisch auf polemische pop-feministische Bücher. Aber Gott sei Dank war das hier gar nicht so eines! Emma Southon erzählt eine chronologische Geschichte des römischen Reiches aus der Perspektive von Kaiserinnen, Müttern, Ehefrauen, Schwestern, Töchtern, heiligen Jungfrauen, Sexarbeiterinnen, Christinnen und so weiter.

Dabei habe ich besonders ihre Quellennähe bewundert. Es wird nie irgendetwas dazugedichtet, was nicht da ist, ohne es als Spekulation darzustellen. Es war so gut recherchiert und aufgearbeitet, dass ich persönlich die lustig-freche Note im Erzählstil gar nicht gebraucht hätte, aber ich verstehe, dass sie vermutlich ein weiteres Publikum ansprechen wollte. An manchen Stellen musste ich wirklich laut lachen!

Mein einziges Problem war, dass es sich, trotz der ausführlichen Einordnung in den historischen Kontext, nicht unbedingt um ein Einsteiger-Werk handelt, aber dafür, dass ich nicht jeden Tag ans römische Reich denke, kann ja die gute Frau auch nichts.

Perceval
184 Seiten

Eine meiner Meinung nach gelungene Adaption des mittelalterlichen Stoffes, auch wenn ich den gar nicht selbst gelesen habe, sondern nur aus zweiter Hand kenne. es wurde auf jeden Fall keine moderne fake-mittelalterliche Actionstory daraus gemacht. Der Stil ist zwar nicht unbedingt schön, aber definitiv fachmännisch gut gemacht.

Außerdem war der Comic auf französisch, also habe ich ihn nicht nur vorgelesen, sondern vor allem frei übersetzt! Und das hat Spaß gemacht.