Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Einträge mit dem Tag ohje.
Sourdough
 244 Seiten
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Ohje. Was für ein Trainwreck von einem Buch.

Die Hauptfigur arbeitet in einem Startup, das einen Roboterarm entwickelt, der menschliche Arbeit ersetzen soll. Sie gelangt in den Besitz eines Sauerteigstarters und entdeckt so ihre Freude an manueller Arbeit. Dann (und das ist kein Spoiler, weil es absolut offensichtlich ist und ihr das Buch ohnehin nicht lesen solltet) benutzt sie natürlich den Roboterarm, um die Brote zu backen. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass das nicht passieren würde, aber natürlich passierte es. Und hier liegt auch mein großes Problem mit diesem Buch: Es romantisiert, ohne für irgendwas Respekt zu haben. Der Sauerteig ist literally magisch, die Hauptfigur kann vom ersten Versuch an perfekt backen, jegliche Idee von sowas altmodischem wie Handwerk wird direkt zugunsten von Roboterarmen aus dem Fenster geworfen, und die Frage, ob kochen oder essen vielleicht Spaß machen könnte, wird gar nicht erst gestellt.

Stattdessen bekommt man eine Hauptfigur, die wie ein Flipperball von Nebenfigur zu Nebenfigur springt, mit jedem ein bisschen über Brot spricht, sich nicht für die Geschichte von irgendwas interessiert, keinerlei Motivation in irgendeine Richtung hat, und durch ihre Meinungslosigkeit auch gar nicht erst den Hauch eines Konfliktes aufkommen lässt. Und natürlich ist jede Figur im Buch so kauzig, dass sie die Hauptfigur in einem Buch von John Green sein könnte. Das ganze Buch wirkt, als ob sich Robin Sloan erst auf den letzten Seiten dafür entschieden hätte, wie er diese Geschichte, die wie ein übermütiger Sauerteigstarter vor sich hinblubbert, so schnell wie möglich beenden kann, bevor ihm die Seiten ausgehen.

Über meinen Verdruss mit dem Plot hinaus wirkt das Buch auch an vielen Stellen einfach sloppy geschrieben. Charaktere, die mit „Er war der einzige, mit dem mich sowas wie Freundschaft verband“ eingeführt werden, werden danach nie wieder erwähnt, für jedes kleine Problem taucht sofort eine weitere Figur mit einer Lösung auf, alles klappt immer beim ersten Versuch, ohnehin findet alles in einer komischen Fantasy/Science Fiction-Version von San Francisco statt, und … ich höre hier auf. Die Liste von Sachen, über die ich mich beschweren könnte, ist einfach zu lang. Bitte lest einfach etwas anderes.

Breakout: Pilgrim in the Microworld
 224 Seiten
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Oh je. David Sudnow beschreibt in diesem Buch von 1983, wie er über Wochen und Monate hinweg quasi zwanghaft Breakout für den Atari 2600 spielt. Ich dachte, das Buch würde genau in meine Interessen passen, aber es hat mir leider gar nicht gefallen. Breakout ist kein besonders komplexes Spiel, aber in Kapitel um Kapitel kämpft Sudnow mit sich selbst und dem Controller, denkt sich neue „Strategien“ aus und verwirft sie wieder, verliert mehrmals jeglichen Spaß am Spiel, philosophiert nebenbei über die Bedeutung von diesen (damals) brandneuen „Videospielen“ und über Computer allgemein und benutzt dabei so unglaublich viele Worte, dass er es zwar schafft, ein Buch zu füllen, aber ohne, dass ich etwas Interessantes daraus mitnehmen konnte. Etwas schade.