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Ich habe schon einige Adaptionen der „Weihnachtsgeschichte“ gesehen, sie aber tatsächlich noch nie gelesen. Doch weil nun eine Ausgabe mit wunderschönen Illustrationen von Lisa Aisato erschienen ist, beschloss ich, dieses Versäumnis endlich nachzuholen. Und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht!
Aus irgendeinem Grund hatte ich erwartet, dass die Geschichte sich eventuell schwerfällig lesen würde, weil es nun mal anderthalb Jahrhunderte her ist, seit sie geschrieben wurde. Und obwohl es durchaus Passagen gibt, die aufgrund ihrer ausführlichen Beschreibungen nicht ganz so einfach zu lesen sind wie der Rest, war der Schreibstil im Allgemeinen überraschend angenehm. Ich hatte keine Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden und Scrooges ereignisreiche Nacht zu verfolgen.
Überrascht war ich auch, wie akkurat die Adaptionen, die ich gesehen habe, insgesamt sind, auch wenn einige wichtige Details (speziell das Aussehen der drei Geister) in der Regel verändert wurden. Auch Lisa Aisato hat ihnen, gemäß der Beschreibung im Roman, ein eigenes Aussehen verliehen, gewürzt mit ihrem charakteristischen Zeichenstil, die der Geschichte noch mehr Leben einhaucht.
Diese Geschichte ist nicht umsonst ein wahrer Klassiker und ich kann jedem, der nur die Adaptionen kennt, wärmstens empfehlen, auch die Originalgeschichte zu lesen!
- Sämtliche Gedichte
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Während ihres Lebens hat Emily Dickinson fast 1.800 Gedichte geschrieben, die erst nach ihrem Tod vollständig an die Öffentlichkeit gelangten. In dieser ersten deutschen Gesamtausgabe werden nicht nur die Originale, sondern auch eine deutsche Übersetzung vorgelegt - die Gunhild Kübler glücklicherweise sehr gut gelungen ist.
Nicht nur findet sie die passenden Wörter und Reime, sondern macht den englischen Text durch ihre Formulierungen verständlicher - was insofern interessant ist, dass die Übersetzung selbst wie gesagt sehr akkurat ist, die Bedeutung aber trotzdem besser im Deutschen herüberkommt.
Die Satzmelodie kommt dafür im Englischen besser zur Geltung, was wohl keine Überraschung ist.
Sehr interessant fand ich auch die Informationen zu Emily Dickinson im Anhang, und regelrecht notwendig die Anmerkungen zu ihren Gedichten, wo nicht nur auf unübersetzbare Passagen, sondern auch auf die Bedeutung der Gedichte eingegangen wird. Ich hatte es nämlich trotz der deutschen Übersetzung, die die Bedeutung klarer machte, schwierig, viele Gedichte zu verstehen, weshalb hier die Anmerkungen sehr geholfen haben.
Insgesamt habe ich einen Monat gebraucht, um alle Gedichte zu lesen, doch rate ich, sich bei eigener Lektüre sogar noch mehr Zeit zu nehmen, damit man sich noch mehr von Emily Dickinsons Lyrik gefangen nehmen lassen kann.
Mehrere Selbstmorde wecken Harry Dresdens Aufmerksamkeit, denn so offensichtlich sie zunächst scheinen, verrät ihm eine geheime Nachricht an den Tatorten, dass es sich um Morde handelt: „Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“ Zusammen mit Murphy, die zum Sergeant degradiert wurde, und Molly, seinem sich überall einmischenden Lehrling, ist Harry entschlossen, die Morde aufzulösen, bevor noch mehr begangen werden – doch ausgerechnet Thomas, sein Bruder, wird schnell zum Hauptverdächtigen. Was genau plant er und was genau planen die Vampire? Harry ahnt, dass weitaus mehr dahinter steckt, als es zunächst den Anschein hat …
Die Harry-Dresden-Bände werden mit jedem weiteren Band immer spaßiger zu lesen und das trifft auch auf diesen hier zu. Jim Butchers Humor ist zugegeben nicht für jeden geeignet (mich persönlich störten die drei, vier Szenen, in denen auf Kosten bestimmter Personengruppen ein Witz gemacht wurde), aber ich persönlich mochte ihn insgesamt sehr, weil er Harry zu einem so sympathischen und coolen Charakter machte. Der Spaßfaktor ist schlicht sehr hoch und das macht den Band so gut zu lesen.
Aber es ist nicht nur der Humor, der überzeugt: Ich war besonders investiert in den Fall, weil er sich dramatischer und persönlicher anfühlte als die vorherigen – nicht nur aufgrund der scheinbaren Selbstmorde, die mit dem richtigen Drama erzählt werden, sondern auch aufgrund Harrys persönlichem Bezug zum Fall, bei dem ich gespannt war, inwiefern Thomas involviert ist.
Davon abgesehen bleibt der Roman stets spannend: Harrys Nachforschungen, seine Lehrer/Schüler-Beziehung zu Molly, Elaines Rückkehr, die dämonische Lasciel und die vielen falschen Fährten hielten mich ordentlich auf Trab, zumal es auch oft Action-Szenen gibt, die sehr gut beschrieben wurden. Das Finale muss ich dabei hervorheben, denn dieses war einfach episch gestaltet!
Ein wenig mehr hätte ich mir von Thomas gewünscht, aber ansonsten war ich zufrieden damit, wie die Charaktere in diesem Band balanciert wurden. Ein Charakter, der mich dabei positiv überraschte, war Ramirez, weil er bei mir bisher keinen Eindruck hinterließ, in diesem Band aber ordentlich scheinen konnte.
Was kann ich sagen, wie immer ein sehr spannender Harry-Dresden-Band, der mir sehr gut gefallen hat!