A Short Stay in Hell
108 Seiten

Das kurze Buch hat mich mitgenommen. Es geht um eine ganz besondere Art der Hölle: eine Bibliothek, die alle Variationen eines 410-seitigen Buchs beinhaltet. Von “aaaa…” bis hin zu einer detaillierten Beschreibung des eigenen Lebens. Genau diese muss man finden, um die Hölle zu verlassen.

Die schiere Unendlichkeit einer Bibliothek mit mehr Büchern als Atomen im Bekannten Universum bringt nicht nur die Hauptfigur an ihre Grenzen. Die Schwierigkeit des menschlichen Geistes mit so großen Zahlen umzugehen wird greifbar und die Hölle spürbar.

Absolut empfehlenswert.

The Book That Held Her Heart
385 Seiten

Hab es nach den ersten beiden Teilen geradezu herbei gesehnt. Es ist immer noch gut, aber die Welt verbindet sich mit der unseren und ich kann nicht genau sagen, ob ich es mag oder nicht. Der Teil hat sich definitiv ganz anders angefühlt als die ersten beiden und irgendwie kommt das Ende etwas herbei gerast und nicht so klar wie in den beiden anderen.

, & Aber ich lebe
176 Seiten

Drei Zeichner:innen erzählen drei Geschichten von vier Kindern, die den Holocaust überlebten. Sehr mitnehmend und gerade durch die unterschiedlichen Erlebnisse (Überleben von Konzentrationslagern, Entkommen des Genozids in Transnistrien und Verstecken und ständige Flucht in den Niederlanden) und die Begleittexte nochmal ein ganz anderer Blick. Super wichtiges Werk gerade jetzt, wenn es immer weniger Zeitzeugen gibt.

Scythe
433 Seiten

Die Menschheit entwickelt eine wohlwollende künstliche Superintelligenz. Neben vielen anderen Errungenschaften sorgt sie auch dafür, dass Menschen nicht mehr sterben müssen. Der Tod ist jedoch nicht komplett weg, sondern er wird einer Gruppe von Menschen überlassen, damit das menschlich bleibt und die Erde dennoch genug Ressourcen hat.

Es hat Hunger Games Vibes von der Art des Romans, die Geschichte und Welt selbst erinnert aber irgendwie auch a Three-Body-Problem. Insbesondere weil der Autor aus der Prämisse heraus denkt.

Leuchten am Meeresgrund
320 Seiten

Buch über die ersten Tiefseegänge und Erkundungen des Lebens in der Tiefsee. Einblicke in die tatsächlichen Logbücher, Biografien der einzelnen Expeditionsteilnehmer:innen und kritische Einordnung in den historischen Hintergrund, Beschreibungen der Tierwelt, der Aufzeichnungsmöglichkeiten (kontinuierliche Berichte per Schnurtelefon an Hollister an Bord des Schiffes, nachträgliche Skizzen der Tiere durch Zeichner:innnen) und eine wunderbare Beschreibung des eindrücklichen Blaus, das sich den Forscher:innen gezeigt hat, machen dieses Buch aus.

Ducks
436 Seiten

Kate Beaton beschreibt ihre zwei Jahre als Arbeiterin in den Athabasca-Ölsande. Es geht insbesondere auch um ihre Erfahrung als Frau in diesem sehr männerdominierten Umfeld und wie die einsamen und abgeschiedenen Strukturen auch Familienväter verändert.

Piranesi
272 Seiten

Zum zweiten Mal gelesen. Das Gefühl war wieder genauso toll wie beim ersten Mal: das Durchstreifen der großen Hallen, die vielen Statuen. Es war etwas länger her, daher hatte ich die Geschichte nicht mehr komplett auf dem Schirm, aber es leidet nur leicht unter dem groben Wissen über die Handlung.

We Have Always Lived in the Castle
146 Seiten

Bin beim Recherchieren über Bücher, die Piranesi ähneln, drüber gestolpert und kannte nichts über dieses Buch, das als das Meisterwerk von Shirley Jackson gilt: Zwei Schwestern, die zurückgezogen in der alten Villa ihrer Familie leben, werden in ihrer Beziehung untereinander, als auch zur Gesellschaft betrachtet, während sich alles um die zurückliegende Familientragödie dreht, die aber eigentlich nur einen Randschauplatz einnimmt. Das Ende lässt mich sowohl beruhigt und ganz unruhig zurück. Definitiv eines der Bücher, die ich noch länger im Gefühl mit mir tragen werde.