Wellness
624 Seiten

Ein Buch angelegt etwas zwischen „Tomorrow, Tomorrow, Tomorrow“ und „A Little Life“, das auch an Sally Rooney erinnert. In der Erzählung zur Beziehungskrise von Elizabeth und Jack stecken ganz viele Beobachtungen zu Kunst, Elternschaft und dem Großziehen von Kleinkindern, dem Einfluss der eigenen Kindheit auf Erziehung und Partnerschaft, Social Media und dem Placebo-Effekt. Gerade letzteres regt an diversen Stellen nochmal zum Nachdenken. Aber insgesamt ein Buch, das gefüllt ist mit Geschichten, Gedanken und Bildern. Gefühlt könnte man über jedes Kapitel ein abendfüllendes Gespräch führen.

The Wall
272 Seiten

Stell dir vor die Klimakatastrophe tritt ein und Großbritannien baut eine Mauer, um alle fernzuhalten. Auch wenn die ersten Seiten sich fast nach Game of Thrones anhören, steckt hier auf wenigen Seiten eine Dystopie und Reisegeschichte, die zum nachdenken anregt, mitnehmt und ganz eigene Bilder und Gedanken schafft über Privilegien, Katastrophen, Einsamkeit und Generationengefühle.

Illegal – Die Geschichte einer Flucht
122 Seiten

Der Artemis Fowl Autor erzählt gemeinsam mit Comiczeichnern die fiktive aber auf realen Berichten basierende Fluchtgeschichte eines Jungen aus Ghana. Für solche Erzählungen bieten sich Graphic Novels perfekt an, denn gerade da, wo es schwierig ist Bilder zu bekommen (alleine in der Wüste oder auf dem Schlauchboot) schaffen die Zeichnungen eine viel bessere Möglichkeit sich die Gegebenheiten vorzustellen unter denen zurzeit Menschen versuchen nach Europa zu kommen. Rüttelt einen wach!

Nuclear War
400 Seiten

Eine Beschreibung, wie ein nuklearer Krieg starten und ablaufen könnte in drei Kapiteln (erste 24 Minuten, zweite 24 Minuten, letzte 24 Minuten). Zeigt drastisch auf wie schnell und mit welcher Heftigkeit wir als Menschheit damit kurz vor dem Armageddon stehen.

Selten ein so spannendes Sachbuch gelesen.

, , , , & Stell dir vor!
184 Seiten

Ein Graphic Novel über die Sammlung an Nachkriegsgegenständen des Weseler Dompfarrers Werner Abresch. Verschiedene Künstler:innen greifen sich Gegenstände heraus und erzählen die Geschichte, die diese Gegenstände so oder so ähnlich erlebt haben. Vom Brautkleid, das aus Fallschirmseide vom Kamerad des Bräutigams hergestellt wurde, der nicht aus dem Krieg zurückkehrte, bis zum Suppenkessel aus einem Armeehelm. Es liest sich wie ein Gang durch‘s Museum und öffnet einen anderen Blick für das tägliche Leben im Ausnahmezustand.