Als Graphic Novel nochmal beklemmender zu sehen wie lange Leute nach der NS-Zeit zusammengehalten haben um Mengele trotz seiner Verbrechen (oder leider teilweise auch deswegen) gedeckt und zu Flucht und Versteck geholfen haben.
Es geht um das letzte Jahr vor dem Abitur und auch wenn mein letztes Schuljahr ganz anders ablief, ist das Gefühl sehr gut wiedergegeben in Zeichnungen und Dialogen der Figuren. Dieser starke Wendepunkt, an dem alle gleichzeitig vor einem Ende und einem Neuanfang stehen.
In diesem Graphic Nocel verknüpfen sich die Lebenswege dreier Frauen aus den Jahren 1918, 1968 und 2018 und es zeigen sich dadurch mehr Parallelen als anfangs gedacht.
Der Autor von Venustransut, das mir sehr gut gefallen hat, erzählt in diesem Graphic Novel von seinem Großwerden in Westdeutschland mit Skaten, Sprayen, Oberstufe, erste Liebe und dem Auseinanderbrechen der Beziehung seiner Eltern, die aus dem Iran eingewandert sind.
Das Graphic Novel erzählt die Geschichte um Roland in einer ganz anderen Reihenfolge. Die Bilder sind zwar atmosphärisch und künstlerisch passend, aber haben mir nicht ganz so gefallen. Aber es war schön einen kurzen Abstecher in die DT-Welt zu machen.
Der Artemis Fowl Autor erzählt gemeinsam mit Comiczeichnern die fiktive aber auf realen Berichten basierende Fluchtgeschichte eines Jungen aus Ghana. Für solche Erzählungen bieten sich Graphic Novels perfekt an, denn gerade da, wo es schwierig ist Bilder zu bekommen (alleine in der Wüste oder auf dem Schlauchboot) schaffen die Zeichnungen eine viel bessere Möglichkeit sich die Gegebenheiten vorzustellen unter denen zurzeit Menschen versuchen nach Europa zu kommen. Rüttelt einen wach!
Ein Graphic Novel über die Sammlung an Nachkriegsgegenständen des Weseler Dompfarrers Werner Abresch. Verschiedene Künstler:innen greifen sich Gegenstände heraus und erzählen die Geschichte, die diese Gegenstände so oder so ähnlich erlebt haben. Vom Brautkleid, das aus Fallschirmseide vom Kamerad des Bräutigams hergestellt wurde, der nicht aus dem Krieg zurückkehrte, bis zum Suppenkessel aus einem Armeehelm. Es liest sich wie ein Gang durch‘s Museum und öffnet einen anderen Blick für das tägliche Leben im Ausnahmezustand.
Der Titel sagt eigentlich alles. Hab an einigen Stellen etwas neues gelernt oder über bereits bekannte Künstler:innen etwas mehr Details erfahren (wusste bspw. nicht, dass Abramović und Ulay eigentlich nach ihrem Treffen in der Mitte der chinesischen Mauer heiraten wollten).
Teilweise interessant erzählt, aber auch ein wenig zusammenhanglos.
Es geht um Wünsche, um Dschinnis, um die ägyptische Gesellschaft, Depression und eine ganz eigene Fantasiewelt, die gar nicht so phantastisch ist wie zuerst angenommen. Darum, was im Leben wichtig ist.
Das Graphic Novel hat mir ganz außerordentlich gut gefallen.
Drei Zeichner:innen erzählen drei Geschichten von vier Kindern, die den Holocaust überlebten. Sehr mitnehmend und gerade durch die unterschiedlichen Erlebnisse (Überleben von Konzentrationslagern, Entkommen des Genozids in Transnistrien und Verstecken und ständige Flucht in den Niederlanden) und die Begleittexte nochmal ein ganz anderer Blick. Super wichtiges Werk gerade jetzt, wenn es immer weniger Zeitzeugen gibt.
Kate Beaton beschreibt ihre zwei Jahre als Arbeiterin in den Athabasca-Ölsande. Es geht insbesondere auch um ihre Erfahrung als Frau in diesem sehr männerdominierten Umfeld und wie die einsamen und abgeschiedenen Strukturen auch Familienväter verändert.
Ein Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen wir entführt und verbringt mehrere Monate als Geisel. Delisle Feder fängt wie immer auch hier eine ganz eigene Stimmung in den Bildern ein und lässt die Geschichte anders erfahrbar werden.
Flix interpretiert Don Quijote neu mit einer netten Geschichte über einen an Demenz erkrankten Großvater und seinen Neffen, der Batman liebt.
Ich kann verstehen, dass es nicht so sehr beliebt ist. Strömquist hat Beschreibungen aller Sternzeichen und dann eine mehr oder minder kritische Auseinandersetzung mit Astrologie allgemein, die sich quasi auf “entweder man macht es zum Spaß” oder “es ist etwas schwierig” zusammen fassen lässt.
Mir hat es irgendwie Spaß gemacht. Wie immer bei Strömquist gibt es super viele interessante Facts über bekannte Persönlichkeiten, ein paar Gedanken, die zumindest zum Nachdenken anregen, auch, wenn ich persönlich eigentlich mit dem Thema gar nichts anfangen kann. Muss man wohl mit mehreren ironischen Blicken lesen.
Ein Graphic Novel über eine Teenie-Schwangerschaft. Hat mich ganz schön mitgenommen. Insbesondere der Stress der ständigen Urteile wird sehr gut transportiert.