Bücherregal lädt …
Das Geheimnis des Tutanchamun
320 Seiten

Das Buch stellt beginnend bei der antiken ägyptischen Geschichte über die Biographien der Entdecker, die Ausgrabungen bis hin zu den medialen Auswirkungen die Entdeckung des Grabes Tutanchamuns dar. Fand es insbesondere ganz spannend zum Einen ein besseres Bild vom Tal der Könige zu bekommen und die Zusammenhänge zur Kunst, Mode und Architektur der 20er Jahre so deutlich vor Augen geführt zu bekommen. Leider wiederholt das Buch sich etwas: Es wirkt so, als ob jedes Kapitel für sich stehen sollte. Wenn man Lust hat auf ein Archäologie-Sachbuch, dann macht es auf jeden Fall Spaß.

Die Tore der Welt
1279 Seiten

Der zweite Band der Kingsbridge-Trilogie hat mich vielleicht noch mehr gefesselt als der erste. Die Auf und Abs gehen direkt ineinander über und die verschiedenen Seiten des historischen Alltags werden auf ähnliche Art beleuchtet wie im ersten Band. Darüberhinaus tritt die Pest auf und die Geschichte zeigt Parallelen zur Corona-Zeit.

Wellness
624 Seiten

Ein Buch angelegt etwas zwischen „Tomorrow, Tomorrow, Tomorrow“ und „A Little Life“, das auch an Sally Rooney erinnert. In der Erzählung zur Beziehungskrise von Elizabeth und Jack stecken ganz viele Beobachtungen zu Kunst, Elternschaft und dem Großziehen von Kleinkindern, dem Einfluss der eigenen Kindheit auf Erziehung und Partnerschaft, Social Media und dem Placebo-Effekt. Gerade letzteres regt an diversen Stellen nochmal zum Nachdenken. Aber insgesamt ein Buch, das gefüllt ist mit Geschichten, Gedanken und Bildern. Gefühlt könnte man über jedes Kapitel ein abendfüllendes Gespräch führen.

The Wall
272 Seiten

Stell dir vor die Klimakatastrophe tritt ein und Großbritannien baut eine Mauer, um alle fernzuhalten. Auch wenn die ersten Seiten sich fast nach Game of Thrones anhören, steckt hier auf wenigen Seiten eine Dystopie und Reisegeschichte, die zum nachdenken anregt, mitnehmt und ganz eigene Bilder und Gedanken schafft über Privilegien, Katastrophen, Einsamkeit und Generationengefühle.

Illegal – Die Geschichte einer Flucht
122 Seiten

Der Artemis Fowl Autor erzählt gemeinsam mit Comiczeichnern die fiktive aber auf realen Berichten basierende Fluchtgeschichte eines Jungen aus Ghana. Für solche Erzählungen bieten sich Graphic Novels perfekt an, denn gerade da, wo es schwierig ist Bilder zu bekommen (alleine in der Wüste oder auf dem Schlauchboot) schaffen die Zeichnungen eine viel bessere Möglichkeit sich die Gegebenheiten vorzustellen unter denen zurzeit Menschen versuchen nach Europa zu kommen. Rüttelt einen wach!

Nuclear War
400 Seiten

Eine Beschreibung, wie ein nuklearer Krieg starten und ablaufen könnte in drei Kapiteln (erste 24 Minuten, zweite 24 Minuten, letzte 24 Minuten). Zeigt drastisch auf wie schnell und mit welcher Heftigkeit wir als Menschheit damit kurz vor dem Armageddon stehen.

Selten ein so spannendes Sachbuch gelesen.