Lesetagebuch
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Die letzten Tage des Patriarchats
 320 Seiten
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Hatte den ersten unkontrollierten Lachanfall auf Seite 27 (Stichwort: fickuell) und auch sonst wurde ich nicht enttäuscht. Für aufgeklärte linksgrünversiffte Feministen auf jeden Fall das richtige, für konservative Gemüter vermutlich eher schwer verdaulich.

Die letzten Tage des Patriarchats
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Thomas Gottschalk sagt "Wenn ich die Kolumnen von Margarete Stokowski lese, denke ich: Sie nervt, aber sie hat recht."

Ich sage: Sie hat recht. Und genervt ist man von ihr wohl nur, wenn man selbst so privilegiert ist, dass man vieles überzogen findet, worüber sie schreibt. Sie schreibt über wichtige Themen, in klarer Sprache ohne uns zu schonen, und trotzdem steckt in fast jedem Text auch etwas Witz. Wie eine bittere Medizin, die man auf ein Stück Zucker tropft um sie besser zu vertragen.

Ich habe in den letzten Tagen jeweils morgens zum Aufwachen ein paar Texte aus dem Buch gelesen und sie machen ganz gut wach. Sie holen mich von der Traumwelt in die Realität zurück, ein bisschen werde ich dabei auch wütend über die Ungerechtigkeit auf der Welt, aber ohne zu sehr runtergezogen zu werden.

"Im großen und ganzen versuche ich, da Staub aufzuwirbeln, wo es eh schon dreckig ist. Also ungefähr das Gegenteil von dem, was von einer Polin in Deutschland erwartet wird, Zwinkersmiley."

Vier von fünf Sternen weil es "nur" einzelne Texte (Kolumnen) sind und weil ich "Untenrum frei" noch besser fand.