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Die letzten Tage des Patriarchats
 320 Seiten
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Meine Rezension zu Untenrum Frei trifft auch hier komplett zu, insbesondere „Wenn ihr noch ein paar verständliche Argumente für den nächsten Streit auf einer Familienfeier braucht, dann schaut doch mal rein und streicht euch was an!“

Ebenfalls sehr gut ausgedrückt hat es Anna-Lena in ihrer Rezension:

Sie hat recht. Und genervt ist man von ihr wohl nur, wenn man selbst so privilegiert ist, dass man vieles überzogen findet, worüber sie schreibt. Sie schreibt über wichtige Themen, in klarer Sprache ohne uns zu schonen, und trotzdem steckt in fast jedem Text auch etwas Witz. Wie eine bittere Medizin, die man auf ein Stück Zucker tropft um sie besser zu vertragen.

Stokowski schafft es, dass alle Texte an einem Strang ziehen (kommen ja auch aus dem gleichen Herz!) und sich trotzdem nicht wiederholen. Eher im Gegenteil, es wird ein relativ weites Feld abgesteckt! Klar, es geht immer irgendwie um Fortschritt und Gleichstellung und Menschen, aber das sind ja auch gute Themen, die uns alle was angehen!

Ich mochte die ganzen Denkanstöße für Dinge, über die ich so noch nicht nachgedacht hatte: Was für unfairer Quatsch Ehegattensplitting ist, die langersehnte genauere Absteckung ihres Anarchiebegriffs (der offenbar einigen Leuten in Untenrum Frei schlecht bekommen ist!), warum auch Männer von der Abschaffung des Patriarchats profitieren können, wie seltsam es ist, dass Worte wie „Hexenjagd“ oder „Genderkrieg“ benutzt werden, etc etc.

Können wir uns einfach darauf einigen, dass Stokowski die Stimme einer Generation ist? Vielleicht stehen wir dann bei zukünftigen Generationen nicht ganz so dumm da.

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Ich hatte zunächst nicht vor, mir die zusammengestellten Kolumnen von Margarete Stokowski zu kaufen. Steht doch alles schon im Internet. Ich habe es mir dann doch anders überlegt – und nicht bereut. Durch die Dichte der Kolumnen konnte ich anders, in meinen Augen qualitativ besser, reflektieren. Was mich besonders bestärkt: Die vielen Punkte, die Stokowski anspricht, die ich auch in mir schlummern, die ich aber nie so klar formulieren konnte.

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Hatte den ersten unkontrollierten Lachanfall auf Seite 27 (Stichwort: fickuell) und auch sonst wurde ich nicht enttäuscht. Für aufgeklärte linksgrünversiffte Feministen auf jeden Fall das richtige, für konservative Gemüter vermutlich eher schwer verdaulich.

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Thomas Gottschalk sagt "Wenn ich die Kolumnen von Margarete Stokowski lese, denke ich: Sie nervt, aber sie hat recht."

Ich sage: Sie hat recht. Und genervt ist man von ihr wohl nur, wenn man selbst so privilegiert ist, dass man vieles überzogen findet, worüber sie schreibt. Sie schreibt über wichtige Themen, in klarer Sprache ohne uns zu schonen, und trotzdem steckt in fast jedem Text auch etwas Witz. Wie eine bittere Medizin, die man auf ein Stück Zucker tropft um sie besser zu vertragen.

Ich habe in den letzten Tagen jeweils morgens zum Aufwachen ein paar Texte aus dem Buch gelesen und sie machen ganz gut wach. Sie holen mich von der Traumwelt in die Realität zurück, ein bisschen werde ich dabei auch wütend über die Ungerechtigkeit auf der Welt, aber ohne zu sehr runtergezogen zu werden.

"Im großen und ganzen versuche ich, da Staub aufzuwirbeln, wo es eh schon dreckig ist. Also ungefähr das Gegenteil von dem, was von einer Polin in Deutschland erwartet wird, Zwinkersmiley."

Vier von fünf Sternen weil es "nur" einzelne Texte (Kolumnen) sind und weil ich "Untenrum frei" noch besser fand.