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Bücherregal lädt …
No One Is Too Small to Make a Difference
 80 Seiten
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Homo Sapiens have not yet failed. Yes, we are failing, but there is still time to turn everything around. We can still fix this. We still have everything in our own hands.

Eine Sammlung von Greta Thunbergs Reden. Gut für einen ersten Überblick über die sehr relevante Thematik Klimakrise und - sofern noch nicht geschehen - ein Anreiz, sich damit tiefergehend (und persönlich) auseinanderzusetzen.

A Woman Looking at Men Looking at Women
 576 Seiten
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Ich habe noch nie ein Buch über einen so langen Zeitraum gelesen, wie Siri Hustvedts Essay-Sammlung A Woman Looking At Men Looking At Women: Essays on Art, Sex and the Mind und vermutlich war ich am Ende auch noch nie so hin- und hergerissen wie jetzt. Die Annäherung an das Menschsein, das Exerzieren, der Versuch, die Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften zu schlagen. Das ist unglaublich spannend und lehrreich, einige der Essays waren auch wirklich großartig, andere dagegen waren so akademisch, forderten so viel Fachwissen auf gewissen Gebieten, dass es schwer bis fast unmöglich war, zu folgen. Ich dachte mehrfach, ich müsste dieses Buch mehr genießen, am Ende ist es so wie es ist aber auch in Ordnung.

Broken House – Düstere Ahnung
 64 Seiten
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Mit Broken House bekommt man genau das, was man erwartet, wenn Gillian Flynn auf dem Buchdeckel steht: Flüssiger Schreibstil, eine manipulierende Protagonistin und eine Story, die mit überraschenden Wendungen punkten kann. Gerade der Mittelteil war unglaublich stark und ich mochte die übernatürliche Note, die die Kurzgeschichte trug. Das Ende war dann mehr als ernüchternd. Selbst mir als Leserin, die offene Enden zu schätzen weiß, war das doch etwas zu viel des Guten.

Breaking News
 1383 Seiten
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Breaking News war lang, sehr lang sogar, und ich gebe zu, es hat gerade zu Beginn einige Überwindung gekostet, es nicht einfach zur Seite zu legen. Sprachlich setzt Frank Schätzing gerade in seinem Haupterzählstrang um den Journalisten Tom Hagen auf abgehackte, unvollständige Sätze. Wenn man dieses erste Aufeinandertreffen überstanden hat, landet man in einem weitaus interessanter und sprachlich ansprecherendem Nebenstrang: Eine Familiengeschichte im Kontext des Nahost-Konflikts, die mich tatsächlich dazu bewegt hat, weiterzulesen. Bis zum Ende. Dass viel Zeit und Aufwand in der Recherche steckt, merkt man dem Buch an. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb sich Schätzing doch ganz gerne in Details verliert. Der Roman hätte mit 200-300 Seiten weniger auch noch funktioniert und vielleicht hätte es dann auch eher nach dem Thriller, als der er umworben wird, angefühlt. So konnte er allerdings nicht wirklich überzeugen.

Becks letzter Sommer
 453 Seiten
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Verpackt in einen spannenden Roadtrip mit wunderbar skurrilen Figuren erzählt Benedict Wells mit Becks letzter Sommer eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und Musik, die sich mit wichtigen Fragen des Lebens auseinandersetzt: Was macht mich zu dem, was ich bin? Wo liegt meine Aufgabe? Ist das wirklich alles? Bin ich zufrieden? Habe ich Träume und falls ja, wie wichtig sind sie mir?

Es ist eine Art Suche nach sich selbst. Ein Prozess, den jeder im Laufe seines Lebens durchlaufen muss. Genau an diesem Punkt hat mich das Buch vor einigen Jahren beim ersten Lesen abgeholt, war mir ein stückweit vielleicht sogar Wegweiser und ist es auch heute noch.

Die Vermessung der Welt
 304 Seiten
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Daniel Kehlmanns Die Vermessung der Welt ist die fiktive Doppelbiografie des Mathematikers Carl Friedrich Gauß sowie des Naturforschers Alexander von Humboldt, die beide im 19. Jahrhundert lebten und wirkten. Die für Biografien typische Ausarbeitung von Daten bleibt aus, der Fokus liegt vielmehr auf dem wissenschaftlichem Wirken der beiden Protagonisten. Der Roman hangelt sich von einer Entdeckung zur nächsten und die Menschen hinter dem wissenschaftlichen Genie bleiben außen vor. Der Roman lebt stark von dem Kontrast, in dem die beiden Figuren zueinander stehen: Gauß ist eher der Denker, sein Schaffen spielt sich im Wesentlichen im Inneren ab, wohingegen die Forschung Humboldts physisch wesentlich greifbarer ist; der Wunsch, die Welt zu vermessen, eint die beiden. Obwohl einige Episoden stark überzeichnet sind, schafft Kehlmann mit einfachen Mitteln eine spannende Geschichte, die sich zu lesen (oder zu hören) lohnt.

Rückkehr nach Reims
 240 Seiten
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Didier Eribon nimmt den Tod seines Vaters zum Anlass, nach mehreren Jahrzehnten an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurückzukehren: Eine Rückkehr in das französische Arbeitermilieu, von dem er sich aufgrund seiner Kultur- und Bildungsorientierung sowie seiner Homosexualität in der Vergangenheit abgegrenzt hat. Rückkehr nach Reims ist eine Mischung aus emotional-biografischer Erzählung und soziologischer Auseinandersetzung. Die Art und Weise, in der Eribon seine Autobiografie seziert, hat auf der einen Seite (für mich als Soziologie-Laiin) etwas befremdliches, auf der anderen Seite erscheint der Großteil dessen, was er aus der Reflexion und der damit einhergehenden Einbettung in sein Herkunftsmilieu zieht, sinnvoll. Und die Referenzen, die er liefert, haben mein Interesse auf jeden Fall geweckt.

Mängelexemplar
 261 Seiten
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Ich habe in letzter Zeit einige Interviews mit Sarah Kuttner gesehen und gehört und bekam irgendwie Lust, mal eines ihrer Bücher zu lesen. Ich begann also mit ihrem Erstling Mängelexemplar in der von ihr selbst eingelesenen Hörbuchfassung. Das Buch hätte ich vermutlich nach einigen Kapiteln weggelegt, aber irgendwas hat Sarah Kuttners Vorlesen an sich, dass man doch dabei bleiben möchte.

Thematisch stehen Depressionen im Mittelpunkt. An sich ein wichtiges Thema, allerdings hatte ich tatsächlich Probleme mit der Aufarbeitung. Insgesamt war mir der Ton des Romans zu überdreht. Die Wahl von Referenzen, Metaphern und Bildern empfand ich stellenweise als unpassend und mit der Protagonistin - vielleicht fehlt mir da einfach der gemeinsame Nenner? - wurde ich absolut nicht warm. Vielleicht ist mir die Aufmerksamkeit abhanden gekommen, aber am Ende wirkte es auf mich unvollständig.

Der Fledermausmann
 414 Seiten
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Wieder ein Re-Read.

Dieses Mal zog ich den ersten (und bisher einzigen von mir gelesenen) Band der Harry Hole-Reihe aus dem Regal und laß ihm zum zweiten Mal. Was mich persönlich überrascht hat: Obwohl ich noch eine grobe Ahnung hatte, was letztlich passieren würde, fand ich das Buch spannend bis zur letzten Seite. Charaktere und Atmosphäre waren überzeugend, die überraschenden Wendungen funktionieren auch beim zweiten Lesen noch und die ausführlichen Informationen über die Geschichte der Aborigines, die im Buch eine tragende Rolle haben, empfand ich als weniger zäh als beim ersten Kontakt. Was allerdings manchmal im Fluss stört, sind die ausführlichen Episoden aus Holes Vergangenheit, die sich teils doch nur schwer in den Kontext einbinden lassen. Vielleicht ist das die Charakterbildung, die im ersten Band stattfindet, vielleicht gehört das aber auch zu Nesbøs Stil. So oder so werde ich die Reihe um Harry Hole jetzt im Auge behalten.

Life of Pi
 356 Seiten
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Yann Martels Life of Pi ist mehr als der Schiffbruch mit Tiger, den ich dank des Trailers zur Verfilmung immer im Hinterkopf hatte. Der Roman bietet eine fast philosophische Auseinandersetzung mit Religion(en), Unmengen an zoologischen Fakten und eine nette Abenteuergeschichte, die es in sich hat. Die Schilderungen sind phasenweise sehr explizit, blutig, nicht unbedingt für jeden Geschmack, aber es passte zur Atmosphäre und zum Geschehen. Ich konnte dem Buch bis kurz vor Ende wirklich viel abgewinnen, mir fehlte einzig zwischendurch die Erzählstimme von außen, aber der dritte Teil hat es für mich, wenngleich ich die Intention dahinter verstehe, doch ziemlich abgewertet. Trotzdem eine gut erzählte, nette Geschichte.

Alte weiße Männer
 304 Seiten
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Sophie Passmann sucht in ihrem Buch Antwort auf die Fragen: Was ist ein "alter weißer Mann" eigentlich genau? Wann wird man zu einem? Und ist diese Transformation abwendbar? Alte weiße Männer ist eine Sammlung von Interviews, die Passmann im vergangenen Jahr geführt hat, und möchte, wie der Untertitel verrät, ein Schlichtungsversuch sein. Wo allerdings nicht gestritten wird, kann auch nicht geschlichtet werden. Mein größter Kritikpunkt: Die Gesprächspartner, denen eingangs die Frage: "Sind Sie ein alter weißer Mann und wenn ja, warum?" gestellt wird, waren im Wesentlichen doch zu bequem. Mir fehlte die Konfrontation, denn die Auseinandersetzung der Autorin mit dem Gesagten, hatte einiges zu bieten, was ich mir in den Dialogen gewünscht hätte. Vielleicht wäre dann auch gestritten worden. Es hätte dem Buch auf jeden Fall gut getan.

Die Glasglocke
 263 Seiten
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Ich las Sylvia Plaths Die Glasglocke 2014 zum ersten Mal und war von Aufbau und Stil fasziniert. Jetzt, fünf Jahre später und mit der BBC-Dokumentation Sylvia Plath: Inside the Bell Jar im Hinterkopf las ich es nochmal - und empfand die Lektüre tatsächlich als intensiver. Im Fokus steht die Collegestudentin Esther Greenwood, die Anfang der 1950er Jahre einen Monat in New York verbringt und bei einer Modezeitschrift arbeitet. Gerade zu Beginn liest sich der Roman wie ein Alltagsbericht, thematisiert Frauenbild und Geschlechterrollen, aber wo genau der Roman hin will, bleibt offen. Mit Esthers Rückkehr aus New York kommt der Umbruch: Die Existenzkrise beginnt, Depressionen bilden den thematischen Schwerpunkt und Sylvia Plath schafft es, das auch sprachlich zu transportieren - ich musste das Buch tatsächlich hin und wieder zur Seite legen. Das Ende, woran ich mich letztes Mal noch etwas gestoßen hatte, fand ich jetzt erstaunlicherweise passend. Ich bin tatsächlich froh, es nochmal gelesen zu haben.

Die Känguru-Apokryphen
 208 Seiten
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Die Känguru-Apokryphen sind eine perfekte Ergänzung zur Trilogie und haben mich ein wenig mit der eher schwachen Känguru-Offenbarung versöhnt. Erzählerisch genau das, was ich an den ersten beiden Bänden so sehr mochte, bloß eben jetzt (fast) tagesaktuell. An einigen Stellen störte mich die mangelnde Stringenz, es ist eben doch nicht viel mehr als eine Sammlung von Geschichten, die ihren Platz nicht in der Chronik gefunden haben. Unter'm Strich kam ich allerdings voll und ganz auf meine Kosten.

Die Känguru-Offenbarung
 384 Seiten
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Die Känguru-Offenbarung, der letzte Band der Trilogie rund um Marc-Uwe Kling und seinen Mitbewohner, das Känguru, war für mich der schwächste. Es war zwar wieder lustig und gesellschaftskritisch, aber irgendwie war die Luft vielleicht auch einfach raus. Auf mich wirkte das Känguru im Vergleich zu den beiden Vorgängerbänden stark überzeichnet. Dennoch (und gerade im Rahmen der Trilogie) gute Unterhaltung.

The Plot Against America
 400 Seiten
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The Plot Against America ist ein Buch, das seine Zeit braucht. Roth bedient sich seiner Vergangenheit, schlüpft in sein vorpubertäres Ich und erzählt die Geschichte seiner Familie neu. Obwohl auch persönliche Erinnerungen und Erfahrungen einfließen, ist der Roman nicht mehr als eine fiktive Autobiographie, denn er bedient sich einem wichtigem Mittel: Der Kontrafaktizität. In diesem alternativen Geschichtsverlauf verliert Roosevelt die Präsidentschaftswahlen 1940. An seine Stelle tritt Charles Lindbergh, ein für seine Nonstop-Atlantiküberquerung bekannter Pilot, der eine Teilnahme der USA am Zweiten Weltkrieg ablehnt und dem deutschen Nationalsozialismus zugewendet ist. Die faschistische Machtübernahme gelingt und Roths jüdische Familie sieht sich verstärkt Antisemitismus ausgesetzt. Der Umbruch in der Gesellschaft verändert das Familienleben, entfacht Konflikte, die Roth mittels guter Charakterbildung glaubhaft darstellt. Bis zum Ende konnte Roth bei mir durch diesen Punkt ebenso wie durch Stil und Sprache punkten. Das Ende war mir allerdings nicht konsequent genug und hat mich mehr oder weniger enttäuscht.

Das Känguru-Manifest
 304 Seiten
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Dieses Mal griff ich direkt zum Hörbuch. Einige Episoden mochte ich unglaublich gerne - mein heimlicher Favorit ist wohl Die Känguru-Chroniken -, einige fand ich irgendwie zu oberflächlich. Insgesamt mochte ich es aber ganz gerne, vielleicht noch ein bisschen mehr als den ersten Band, und freue mich tatsächlich ein bisschen auf die beiden Folgebänder.

Tausend strahlende Sonnen
 381 Seiten
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Ich bin sprachlos. Tausend strahlende Sonnen hat mich von Anfang an gefesselt. Lange ist mir keine Geschichte mehr untergekommen, die mich so berührt hat wie das Schicksal dieser beiden afghanischen Frauen, das eng mit der Geschichte eines ganzen Landes verknüpft ist. Der Roman ist einfach gehalten, dramatisch, ungeschönt, echt, er regt zum Nachdenken an, löst ein Gefühl aus, das am Ende hängen bleibt, und irgendwie passt das alles.

Sad Cypress
 304 Seiten
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Sad Cypress war nicht meins. Die Vorgeschichte, immerhin mehr als ein Drittel des Buches, zog sich und war für den Gesamtkontext großteils auch unbedeutend. Als Hercule Poroit dann endlich als Akteur auftaucht, kam zwar alles etwas mehr in Schwung, wurde zu einer Detektivgeschichte, aber der interessante Aspekt, den ich bei Murder on the Orient Express sehr mochte, fehlte. Die Befragungen und die Charaktere waren eher langweilig und daran konnte die finale Auflösung leider auch nichts mehr ändern.

Der Sarg
 384 Seiten
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Ganz ehrlich? Der Sarg hatte für mich - abgesehen von zwei Kapiteln relativ am Ende - nichts, was einen guten Thriller ausmacht. Der Klappentext war irgendwie vielversprechend, aber das war es auch schon. Weder die Atmosphäre noch die vermeintliche Bedrohungssituation waren in der Lage, mir irgendwie ein Gefühl von Spannung zu vermitteln. Die Charaktere waren flach und im Wesentlichen uninteressant. (Der einzige Punkt, der mein Interesse geweckt hat, wurde in einem Nebensatz abgearbeitet.) Außerdem war ziemlich schnell klar, worauf es am Ende hinauslaufen würde. War nicht mein Thriller. Vielleicht brauche ich auch einfach mal wieder Abstand vom Genre.