Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Die dunkle Stunde der Serenissima
 384 Seiten
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Das war mein erster Brunetti in Buchform. Es liest sich weniger als Krimi, sondern eher als Führung durch Venedig und die kulinarische Seite Italiens. Der Fall an sich entwickelt sich eher langsam und steht gar nicht so sehr im Vordergrund, vielmehr die Figuren, die in der Reihe (vermutlich) öfter auftauchen, und deren Entwicklung. Die Art, mit der Donna Leon das verbindet, gefiel mir ganz gut, ich hätte den Fokus aber gerne woanders gesehen.

Die Farbe Lila
 272 Seiten
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Es steht seit Jahren bei meinen Eltern im Bücherregal, ich hielt es sehr oft in den Händen, aber auf die Idee, es wirklich auch mal zu lesen, kam ich erst, nachdem ich es neulich aus dem öffentlichen Bücherschrank mitnahm. Und ich kann nur sagen: Besser spät als nie.

Die Geschichte, die Alice Walker mit Die Farbe Lila erzählt, ist unbequem. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts begleiten wir Celie mehrere Dekaden durch ihr von Misogynie, Gewalt, Rassismus und Klassismus geprägtes Leben in den Südstaaten. Die Sprache, die Walker ihrer Protagonistin in den Mund legt, unterstreicht Celies Lage: Sie ist arm und bildungsfern. Was folgt ist ein Emanzipierungsprozes, der nicht zuletzt durch starke weibliche Nebencharaktere mitgetragen wird. Der Mittelteil, der sich in Form von Briefen ihrer Schwester deren Geschichte - sie lebt bei Missionaren in Afrika - widmet, zog sich etwas in die Länge. Am Ende hätten dem Roman ein paar Seiten mehr vielleicht gut getan.

Nichtsdestotrotz wird Die Farbe Lila nicht umsonst als Klassiker gelistet und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

Was ist so schlimm am Kapitalismus?
 128 Seiten
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Jean Ziegler gilt als einer der bekanntesten Kapitalismuskritiker. Er bietet mit dem Dialog Was ist eigentlich so schlimm am Kapitalismus?, den er mit seiner Enkelin führt, einen guten, wenn auch einseitigen, Überblick über das System und die historische Entwicklung bis zum heutigen Tag. Seine Kritik untermauert er mit zahlreichen Beispielen, die LeserInnen leicht zugänglich sind. Eine tiefergehende Analyse bleibt aber aus. Die Frage nach dem, was an Stelle des Kapitalismus treten könnte oder sollte, lässt er am Ende bewusst offen. Insgesamt ein nettes Buch, das einen guten Überblick über die Lage gibt, und Anreize schafft, sich weiter damit auseinanderzusetzen.

Liebes Kind
 384 Seiten
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Tatsächlich mal etwas ganz anderes als das, was man sonst bekommt, wenn Thriller draufsteht. Der Nervenkitzel kommt nicht wie so oft in diesem Genre von blutigen Morden, sondern vielmehr von der Tatsache, dass sich das alles unglaublich real anfühlt, als könne Lenas Erlebtes auch jeden Moment die LeserInnen treffen. Der Plot war, abgesehen von einigen Stellen im Mittelteil, spannend und hatte ein schönes Tempo, was gerade der Perspektivwechsel und den vielen, kleinen Plottwists zu verdanken ist. Die Auflösung empfand ich zwar als schlüssig, aber - vielleicht gerade wegen des Hypes? - dann doch eher unspektakulär. Die Grundidee war nicht schlecht, allerdings erinnerte mich das Konzept doch etwas zu sehr an Emma Donoghues Room und so ganz konnte sich Hausmann am Ende nicht davon abgrenzen. Dennoch ein gelungenes und empfehlenswertes Debüt.

Das Gift der Wahrheit
 432 Seiten
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Das Gift der Wahrheit, der zweite Band um Hauptkommissarin Alexis Hall und Kriminalbiologin Karen Hellstern, konnte mich immerhin etwas mehr überzeugen als der Auftakt. Es war weitestgehend spannend und ich war sehr dankbar, keine großen Probleme mit Spinnen zu haben. Insgesamt wirkte das Geschehen ziemlich rund und gradlinig, keine großen Plottwists während des Verlaufes. Allerdings verliert sich Julia Corbin wieder etwas zu viel in Subplots: Egal ob Liebesgeschichte, Krach in der Freundschaft, drohende Mordanklage oder die Aufarbeitung des ersten Bandes, alles findet hier seinen Platz. Dieses Mal legt sich der Fokus glücklicherweise nicht nur auf Alexis, sondern auch auf Karen, was es etwas abwechslungsreicher und nicht ganz so zermürbend machte. Die finale Auflösung kam zwar überraschend, wirkte aber im Gesamtkontext doch sehr konstruiert. So richtig glaubwürdig war das alles nicht.

Tausend kleine Schritte
 272 Seiten
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Die australische Form von Sarah Kuttners Mängelexemplar - und das war wegen der Form der Aufarbeitung psychischer Erkrankungen schon nicht meins. Bei Toni Jordan ging es mir ähnlich. Die Protagonistin Grace lebt mit einer Zwangsstörung, die sich durch das Abzählen und Vermessen ihrer Umwelt äußert. Die Darstellung des Zählens wirkte auf mich sehr plakativ, die Entwicklung im Laufe des Romans stark vereinfacht und einfach unglaubwürdig und gerade der mittlere Teil war dann doch etwas stumpf. Ob eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild stattgefunden hat, bleibt für mich mehr als fraglich und das kreide ich dem Roman tatsächlich stark an. Repräsentation ist wichtig, aber dann doch bitte realitätsnah. Der gesamte Roman plätschert ziemlich seicht und ohne wirklichen roten Faden vor sich hin, die Liebesgeschichte ist mehr als vorhersehbar und hatte, abgesehen von vielen Sexszenen, kein wirkliches Profil. Man kann schon fast von Glück sprechen, dass es nicht in Richtung "Liebe heilt alles" ausgeartet ist. Für mich absolut kein Buch mit Mehrwert.

Friedhof der Kuscheltiere
 608 Seiten
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Mit Friedhof der Kuscheltiere habe ich meine King-Lücke geschlossen. Es war nicht der blanke Horror, den ich immer mit Kings Namen assoziiert habe, aber Gänsehaut-Momente gab es reichlich. Stephen King nimmt sich Zeit, um den Rahmen seiner Erzählung aufzubauen, er wiegt seine LeserInnen förmlich in Sicherheit, um dann auf subtile Art mit ihren Ängsten - hier im Wesentlichen dem Tod- zu spielen. Das gelingt ihm sehr gut und der Roman ist über weite Teile so spannend, dass ich ihn eigentlich nicht aus der Hand legen wollte. Im Laufe des Romans nimmt das Erzähltempo zu, gerade im letzten Drittel passiert so viel und hier hätte ich mir gewünscht, dass sich Stephen King an manchen Stellen ein bisschen mehr Zeit nimmt. Insgesamt hat sich die Lektüre allerdings gelohnt. Es wird nicht mein letzter Roman von Stephen King sein.

Sozusagen Paris
 224 Seiten
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Es ist nicht der Liebesroman, den ich erwartet hatte, sondern vielmehr eine Abhandlung über das, was Liebe ist und was wir von ihr erwarten. Gerade das erste Drittel gefiel mir wegen Kermanis Beobachtungen und Beschreibungen sehr gut, danach verliert sich Kermani für meinen Geschmack etwas zu sehr in der Rezitation von gerade französischen Literaten wie Proust und Stendhal, seine Erzählung büßt etwas an Tempo ein, das Ende kommt abrupt. Ein tiefgründiger, aber dennoch unterhaltsamer Roman über die Liebe.

Schmerzmacher
 400 Seiten
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Bisher konnte mich keines von Veit Etzolds Büchern so richtig begeistern, dieses hat mich schon regelrecht enttäuscht. Im Vergleich zu den Vorgänger-Bänden der Vidalis-Reihe spart Etzold nicht nur an der expliziten Darstellung von Gewalt, was ich begrüße, sondern auch an Spannung und einem Plot, der den LeserInnen auch nur ein bisschen das Gefühl gibt, die Ermittelnden seien ansatzweise so schlau wie im gesamten Verlauf der Reihe dargestellt. Selbst der Showdown zum Ende hin konnte sich nicht von dem Rest des Buches abgrenzen. Wo keine Spannung ist, findet man meistens auch keinen guten Thriller - das hat sich hier leider bestätigt.

A Tale of Two Cities
 514 Seiten
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Mein erster Kontakt mit Dickens literarischem Werk und ich bin erstaunt, dass ich es bis zum Ende las. Der historische Kontext, in dem A Tale Of Two Cities angesiedelt ist, ist eigentlich interessant, seine Erzählung allerdings nur bedingt. Zwar schafft Dickens mit seiner Sprache eine unglaubliche Atmosphäre, einige Szenen waren mehr als greifbar, kam aber teilweise einfach nicht auf den Punkt. Das kombiniert mit seiner Sprunghaftigkeit war für mich tatsächlich eher Qual als Vergnügen. Seine Hauptcharaktere, insbesondere Lucie, blieb leider eher profillos. Da konnten manche Nebencharaktere, wenn auch hier nicht alle Entwicklungen wirklich verständlich und nachvollziehbar waren, eher punkten. Gerade das Ende erschien mir unnötig pathetisch. Vermutlich werde ich so schnell nichts mehr von Dickens zur Hand nehmen.

Sweet sixteen
 139 Seiten
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Birigt Vanderbeke beweist mit Sweet Sixteen, dass sie sich zwar tiefergehend mit Fight Club, nicht aber mit dem Potential, das in dem Ansatz um die verschwundenen Jugendlichen steckt, beschäftigt hat. Statt der gewünschten Erklärungen liefert Vanderbeke einen unausgereiften Plot, in dem sich Charaktere bewegen, die eindimensionaler nicht sein könnten. Gesellschaftskritik hin oder her - für mich war der Roman ein absoluter Reinfall, über Sprache und Stil möchte ich gar nicht erst reden.

A Long Way Home
 272 Seiten
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Obwohl es sich hier um eine Autobiographie handelt, bleibt der Ton über weite Teile erschreckend unpersönlich. Die persönlichsten und auch stärksten Stellen des Buches sind jene der Selbstreflexion und stehen vielen eher distanzierten Schilderungen entgegen. Egal, wie unglaublich die Geschichte von Saroo Brierley auch ist, so ganz berühren konnte sie mich nicht. Ich denke, ich werde mir tatsächlich die Verfilmung ansehen, denn ich glaube, dass einiges auf der Leinwand besser funktionieren könnte als hier in Buchform.

Tauben im Gras
 227 Seiten
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Das Werk gleicht einem "kaleidoskopartigen Wechsel des Ortes und der Zeit"(S.28), eine Beobachtung, die Koeppen einem seiner Charakter, dem gescheiterten Schriftsteller Philipp zu Beginn in den Mund legt. Tauben im Gras schildert den Münchner Nachkriegsalltag anhand einer Fülle unterschiedlicher Charaktere, die bei mir allesamt keine großen Sympathien wecken konnten.

Der sprunghafte, manchmal fließende Wechsel der Perspektiven, eben genau der kaleidoskopartige Aufbau, wird dem Werk zum Verhängnis: Es kann seinem eigenen Takt nicht folgen, stolpert vor sich hin und unterbindet einen wirklichen Lesefluss. Koeppen arbeitet durchweg mit Aufzählungen, reiht eine an die andere, und auch seine Sätze wollen oftmals einfach kein Ende finden. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, aber wirklich warm werden konnte ich damit nicht.

Dafür, dass der abgebildete Zeitraum nicht mehr als einen Tag umfassen soll, wirkt es schrecklich überladen. Obgleich der Einblick in dieses Stück Geschichte interessant war, konnten mich die persönlichen Schicksale dahinter leider nicht berühren.

Cat Person: Storys
 288 Seiten
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Mir war die titelgebende Geschichte Cat Person, die bereits Ende 2017 im New Yorker erschien, ein Begriff und auch Motivation, zu dieser Kurzgeschichtensammlung zu greifen. Vielleicht waren meine Erwartungen entsprechend (zu) hoch, denn das, was Cat Person geschafft hat, nämlich mit mitzureißen, hat – abgesehen von einer Ausnahme, nämlich Ein netter Typ - keine andere der Geschichten aus diesem Sammelband geschafft. Die Geschichten, die Kristen Roupenian erzählt, rücken unterschiedliche zwischenmenschliche Beziehungen in den Fokus. Natürlich mag die Art und Weise ihrer Darstellung ebenjener bizarr, gar grenzüberschreitend sein, vielleicht bricht sie das ein oder andere Tabu, aber am Ende sind einige der Storys eben doch sehr abgehoben und nach immer gleichem Schema konstruiert. Viele mag das nicht stören, mir persönlich wurde das allerdings nach dem dritten Mal zu stumpf. Kristen Roupenians Schreibstil (und die SprecherInnen der deutschen Hörbuchausgabe) sind der Grund, warum ich das Buch tatsächlich beendet und nicht nach der knappen Hälfte abgebrochen habe. Für die Aussage, die hinter all ihren Geschichten steht, hätte das auf jeden Fall genügt.

How Not to Be Wrong
 480 Seiten
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How Not to Be Wrong gehört zu den wenigen Büchern, bei denen es mir unglaublich schwer fällt, mich kurz zu fassen. Gleichzeitig fühle ich mich aber in dem, was ich dazu zu sagen habe, unglaublich befangen. Vielleicht ist das so bei Themen, die einem irgendwie am Herzen liegen. In diesem konkreten Fall ist das Thema die Mathematik.

Jordan Ellenberg, US-amerikanischer Mathematiker, hat mit How Not to Be Wrong ein populärwissenschaftliches Buch geschrieben, mit dem er versucht, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Mathematik so ziemlich jeden Bereich des täglichen Lebens berührt; selbst jene, bei denen es auf den ersten Blick nicht so scheint.

"The lessons of mathematics are simple ones and there are no numbers in them: that there is structure in the world; that we can hope to understand some of it and not just gape at what our senses present to us; that our intuition is stronger with a formal exoskeleton than without one. And that mathematical certainity is one thing, the softer convictions we find attached to us in everyday life another, and we should keep track of the difference if we can." (p. 437)

Auf humorvolle Weise bahnt sich Ellenberg seinen Weg durch die Themen Linearity, Inference, Expectation, Regression und Existence. Zur Veranschaulichung wählt er dabei bewusst alltägliche(re) Szenarien wie die Lotterie in Massachusetts, politische Wahlen – hier liegt der Fokus auf den USA, wo Ellenberg lebt - oder Michael Drosnins Bestseller The Bible Code. Was auf den ersten Blick weniger mathematisch erscheint, wird schließlich dank der richtigen Fragestellung auf eine mathematische Ebene gehoben, die Ellenberg im Folgenden sehr präzise und verständlich erklärt, analysiert und, um einen differenzierteren Blick zu ermöglichen, teils erweitert oder anpasst. Er verzichtet dabei weitestgehend auf Formeln, veranschaulicht das, was er zu sagen hat, lieber mit Worten oder Illustrationen. Er macht das, was in der Vorstellung vieler abgehoben ist, sicht- und greifbar. Auch, wenn sich der Autor weitestgehend bemüht, Probleme beginnend bei Null aufzuarbeiten, gibt es auch Stellen, wo bestimmtes Vorwissen, wie z.B. das Lösen quadratischer Gleichungen, vorausgesetzt wird oder er in komplexere Gebiete wie mehrdimensionale Geometrien oder relative Unendlichkeiten abdriftet. Wer an diesen Stellen den Faden verliert und ihm nicht mehr folgen kann, sollte das Buch nicht direkt zur Seite legen – denn er kommt immer wieder auf den Boden zurück. Nämlich dorthin, wo Mathematik für so ziemlich alle verständlich ist.

Jordan Ellenbergs Buch ist ein gelungener Versuch, Mathematik und MathematikerInnen von ihrem (manchmal eher schlechten) Ruf zu befreien. „It's not like that, as we've seen. Mathematicians aren't crazy, and we aren't aliens, and we aren't mystics.“ (p. 436) Denn nach der Lektüre sollte klar sein: Wir sind eigentlich auch nur Menschen, die manchmal die richtigen Fragen stellen.

Per Anhalter durch die Galaxis
 208 Seiten
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Kein Roman, der mich am Ende vollkommen gepackt hat, aber ich mochte ihn. Sowohl Charaktere und Szenario sind so absurd, dass ich am Anfang meine Schwierigkeiten hatte, in die Welt hereinzukommen, einige Stellen sogar mehrfach las, aber dann lief es plötzlich wie von selbst. Auch wenn sich manche Anspielungen aus heutiger Perspektive etwas sonderbar anfühlen, musste ich oft lachen und bin froh, endlich den Hintergrund gewisser Insider zu verstehen. Bemerkenswert fand ich auch, wie viel Gesellschaftskritik sich in Douglas Adams Werk versteckt. Bei Gelegenheit werden auf jeden Fall die anderen Bände rund um die Anhalter folgen.

She Must Be Mad
 200 Seiten
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Ich habe gemischte Gefühle bezüglich She Must Be Mad. Der Sammelband vereint Prosa und Poesie und dreht sich thematisch rund um das Thema Erwachsen werden. Es gibt diese herausragenden Teile, in denen ich mich wiederfinde, die ich mit einem Kopfnicken lese, aber andere Teile empfand ich als relativ nichtssagend und diese zogen entsprechend an mir vorbei. Insgesamt mochte ich die prosaischen Texte tatsächlich etwas lieber als die Gedichte. Hier kommt einfach besser zur Geltung, dass Charly Cox eine Hand für Wörter hat. Insgesamt ein interessanter Einblick, vielleicht behalte ich Charly Cox im Auge.

Todesmal
 592 Seiten
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Andreas Gruber liefert auch mit Todesmal wieder einen guten Thriller. Stil, Tempo und Charakterentwicklung sind wie immer gut, der Plot ist spannend, aber war aufgrund von eingearbeiteten Rückblicken eben doch vorhersehbar und der Showdown am Ende kam bei mir nicht so richtig an.

Sieben Nächte
 144 Seiten
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Ich weiß nicht so genau, was ich von diesem Roman halten soll. In erster Linie fühlt es sich nicht an wie ein Roman, sondern vielmehr wie eine Aneinanderreihung von sieben Episoden, die allein durch die Einleitung und damit die Rahmenhandlung zusammengehalten wird. Der Ansatz, in sieben Nächten den sieben Todsünden zu begegnen und das dann zu Papier zu bringen, ist interessant; Strauß' Umsetzung ist es allerdings nicht. Es verliert sich in Oberflächlichkeit, die Konsequenz, die Tiefe fehlte; was bei dem geringen Umfang leider nicht sonderlich überrascht hat. Ich sehe in diesem Buch nicht den Roman einer Generation, keine Geschichte, die nicht schon einmal erzählt worden wäre. Vielleicht ist mir der Protagonist in all seiner Wut, seiner Weinerlichkeit, dafür einfach viel zu fremd, zu weit von meiner Lebenswelt entfernt. Am Ende ist es eine kurzweilige Geschichte, die genauso schnell wieder in Vergessenheit geraten wird.