Lesetagebuch
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Bücherregal lädt …
Dune
 624 Seiten
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So wirklich umgehauen, wie ich es offenbar fälschlicherweise erwartet hatte, hat mich Dune nicht. Die Welt ist interessant und einige Charaktere auch - über Jessica hätte ich zum Beispiel gern mehr gewusst - aber die Erzählweise gefiel mir nicht. Der völlig allwissende Erzähler war mindestens irritierend und die Einschübe vor den Kapiteln haben viel von der Story vorweg genommen. Es war mal etwas anderes im Vergleich zu dem heutzutage häufig genutzten wechselnden POVs, aber ich präferiere es nur so viel zu wissen wie die Person aus deren Perspektive ich die Geschichte in dem Moment betrachte.

Immerhin kann ich jetzt (=nächstes Jahr) den Denis Villeneuve Film gut vorbereitet sehen, er wird die Story bestimmt gut umsetzen.

Ninth House
 448 Seiten
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Das Buch handelt von der dunklen Magie der Yale Secret societies. Hier werden zum Beispiel die Aktienkurse durch Gedärme-Lesen vorhergesagt. Dazu gibt es noch eine Art Aufpasser society, zu der die Protagonistin gehört und einen Mordfall auf dem Campus lösen muss. Insgesamt ist es eine Art magischer Krimi, Stephen King kategorisiert es allerdings als Fantasy, also tagge ich das Genre so.

Insgesamt war es für mein ein (besseres) amerikanisches Rivers of London. Ich weiß nicht ob ich dringend eine Fortsetzung brauche - offenbar soll es eine Reihe werden - das Buch hat mich jedenfalls gut unterhalten.

The Priory of the Orange Tree
 848 Seiten
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Das feministische Fantasy Buch, das ich jemals las (zugegeben nicht viel Konkurrenz). Drachen, starke weibliche Charaktere, queere Romanzen und eine abgeschlossene Geschichte! Und dann auch noch von einer Frau geschrieben! Was will man mehr? Es hat auch Schwächen - es hat seine Längen, der "Endgegner" ist etwas uninspiriert und anfangs war ich sehr überfordert von all den Namen und Ländern und Kulturen - aber es bekommt dennoch 5 Sterne von mir!

And Then There Were None
 259 Seiten
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Ich sah heute den neuen Mord im Orientexpress Film und erinnerte mich, dass dieses Buch in meinem Feed auftauchte (Danke an Daniel & Clara!) - eins führte zum anderen und, Kindle sei Dank, ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

The Testaments
 432 Seiten
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Endlich. Nachdem ich 2017 in meinen schlaflosen Nächten in Peking The Handmaid's Tale verschlungen hatte und völlig umgehauen war bin ich Atwood Fan.

Als die ersten Meinungen von Freund*innen eher gemischt ausfielen, hab ich den Nachfolger aufgeschoben, um nicht enttäuscht zu werden. Die Sorge erwies sich als unbegründet, allerdings war es - wie zu erwarten war - nicht so beeindruckend wie The Handmaid's Tale. Dennoch fand ich es spannend nun die andere Sichtweise, insbesondere von Aunt Lydia, zu erfahren.

Maybe You Should Talk to Someone
 415 Seiten
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Die (wahre, autobiografische) Geschichte eine Psychotherapeutin über ihre eigene Lebenskrise, die sie selbst ins Büro eines Therapeuten gebracht hat, verwoben mit den Geschichten ihrer Patient*innen sowie ein toller Einblick hinter die Kulissen von dem Mysterium Psychotherapie.

Ich war fasziniert von der Idee des Buchs, sträube mich aber sonst häufig Bücher zu lesen, die zu nah an meinem Job sind - ich will ja nicht in meiner Freizeit "arbeiten"! Zum Glück war ich neugierig genug, denn dieses Buch ist wirklich toll. Lori Gottlieb schreibt so herzlich und authentisch. Die Geschichten, die sie schildert, sind anrührend und interessant, sodass ich das Buch mindestens für Menschen empfehlen würde, die gern wissen würden, was in so einer Psychotherapie so passiert. Davon abgesehen ist es aber einfach auch ein schönes Buch mit schönen Geschichten und faszinierenden Charakteren.

The Fifth Season
 432 Seiten
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The Fifth Season ist das erste Buch in der Broken Earth Trilogie. Es ist eine ganz andere Welt als man es von Fantasy gewohnt ist - es ist aber auch eher post-apokalypse-Fantasy. Offiziell ist es sogar sci-fi? Ich weiß nicht, ist auch egal. Ungeordnete positive Aspekte des Buchs: Das Worldbuilding ist sehr interessant. Die "Magie" (nicht wirklich) erinnert an Earthbending aus Avatar. Die drei Erzählstränge sind gut miteinander verwoben. Die Charaktere sind alle irgendwie kaputt und nicht typische Held*innen, was ich auch positiv empfand. Außerdem gibt es viel LGBTQ+ Repräsentation! Die Autorin ist super darin Kontext zu geben und auch der Twist in der Mitte des Buchs ist richtig gut ausgeführt. Ich hab auf jeden Fall Bock auf mehr!

New Spring
 336 Seiten
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New Spring wird häufig als Wheel of Time #0 genannt, da es die Vorgeschichte, ca. 20 Jahre vor The Eye of the World, von Moirane und einigen anderen Charakteren beleuchtet. Da ich insbesondere Moiraine liebe und immer noch viel mehr über den White Tower erfahren will, war es für mich sehr lesenswert! Wahrscheinlich sollte man es aber erst lesen nachdem man die anderen vierzehnt Wheel of Time Bücher gelesen hat.

A Memory Of Light
 768 Seiten
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Der vierzehnte und letzte Teil von The Wheel of Time. Ich habe selten so ein gutes Finale/Ende einer Buchreihe gelesen. Die Charaktere entwickeln sich und alle Enden fühlen sich irgendwie richtig an wenngleich natürlich die wenigsten ein Happy End bekommen. Ich bin traurig, dass die Reise vorbei ist und freue mich zeitnah noch einmal von vorne zu beginnen.

"The Wheel of Time turns, and Ages come and pass, leaving memories that become legend. Legend fades to myth, and even myth is long forgotten when the Age that gave it birth comes again. In one Age, called the Third Age by some, an Age yet to come, an Age long past, a wind rose in the Mountains of Mist. The wind was not the beginning. There are neither beginnings nor endings to the turning of the Wheel of Time. But it was a beginning."

Invisible Women
 432 Seiten
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Ich musste das Buch einige Male weglegen, weil ich so wütend geworden bin. Mir war natürlich schon länger klar, dass Frauen gesellschaftlich diskriminiert werden, ich habe mich mit der Notwendigkeit des Feminismus auseinandergesetzt und dennoch war ich wütend nach diesem Buch - denn das Ausmaß der Diskriminierung war mir nicht bekannt. Ich bin schockiert. Das allererste Kapitel heißt "Can snow-cleaning be sexist?" (Spoiler: ja) und inzwischen bin ich erstaunt, wenn etwas nicht sexistisch entworfen worden ist.

Die Autorin hat am Ende eine gute Zusammenfassung für meinen Ärger: "There is one more trend I kept coming across while writing this book: the excuses. Chief amongst these is that women are just too complicated to measure. Everyone was saying this, from transport planners, to medical researchers, to tech developers: they were all knocking their heads up against Freud's riddle of femininity and coming away baffled and defeated. Female bodies are too unharmonious, too menstrual and too hormonal. Women's travel patterns are too messy, their work schedules are too aberrant, their voices are too high. (...) The consensus is clear: women are abnormal, atypical, just plain wrong. Why can't woman be more like a man?"

Die Gesellschaft von Männern für Männer kreiert hat keinen Blick für Frauen - wie auch? Wenn niemand in den Gremien der Forschung, Planung und Entscheidungen diese Sicht repräsentiert oder - hot take - mal jemanden dazu befragen würde? Denn oftmals gibt es nicht einmal Daten dazu! Es ist nicht so, dass die Bedürfnisse von Frauen ignoriert würden, sie werden schlicht nicht gefragt. Der Prototyp Mensch ist ein Mann und dieser Verzerrung unterliegen nicht nur Männer sondern auch Frauen sind es gewohnt aus diesem Blickwinkel die Dinge zu betrachten. Es ist wahrlich Zeit für eine Veränderung.

Übrigens ist die Autorin eine ausgezeichnete Wissenschaftsautorin, die ihre ausführliche Recherchen wunderbar darstellen kann. Ich denke ich werde das Buch beizeiten noch einmal lesen und sei es in zehn Jahren mit der Hoffnung, dass die Welt dann schon etwas anders organisiert ist.

tl;dr: Menschen sind Männer. Ich empfehle dieses Buch.

Dogs of War
 400 Seiten
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"My name is Rex. I am a good dog."

Ein sehr gutes Buch! Ich hatte es schon mehrfach in Buchhandlungen in der Hand und zum Glück vor einiger Zeit schonmal vorsorglich gekauft... Und dann an zwei Abenden durchgelesen weil es mich so gefesselt hat. Es beschäftigt sich mit der Frage nach Menschlichkeit, Rechten von Tieren (bioforms) und künstlicher Intelligenz. Es gibt mehrere POVs, aber der Protagonist ist unbestritten ein good boy.

Normal People
 304 Seiten
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“Her eyes fill up with tears again and she closes them. Even in memory she will find this moment unbearably intense, and she's aware of this now, while it's happening”

Das zweite Buch, das ich von Sally Rooney gelesen habe und ich frage mich, ob es der "John Green"-Effekt ist, der mich das Buch nicht so gut finden lässt, wie "Conversations With Friends". Ihre Art zu schreiben ist sehr besonders, aber eben so eigen, dass die Bücher sich sehr ähneln. Auch die Charaktere in diesem Buch sind irgendwie zwischen absurd und rührend normal, rührend hilflos in ihrer Unfähigkeit ihre Gefühle zu reden und rührend gefangen in ihren Lebensumständen. Deswegen weiß ich gar nicht, ob ich sagen kann, welches das bessere Buch ist, aber wahrscheinlich reicht es eins von beiden zu lesen. Als Teil der Millenial-Generation wird man sich in ihren Geschichten sehr wahrscheinlich wiederfinden und angerührt fühlen können.