Octopus Pie (Volume 3)
204 Seiten

“I guess I need some new experiences of my own. Something that shifts my behavior.”

“Nothing wrong with that.”

“But isn’t it just a dangling carrot? Nobody back home sees anything new in me. They just think I’m jaded.”

“Why’s it important for them to see a change?”

“I dunno … so I don’t feel like I’m crazy?”

“Then you’ll be chasing that carrot for a long time.”

“It’s not even a good carrot.”

Aus unseren Feuern
336 Seiten

Stellenweise brutal, manchmal lustig und auch traurig, aber immer in Leipzig hüpft das Buch zwischen den Zeiten hin und her und das mochte ich sehr gern! Ich habe außerdem viel über Bestattung und Schlachten gelernt und bin mir ganz sicher, dass ich sehr genau weiß in welchem Rewe das Kennenlernen stattfand. Ich möchte hier meine Lieblingsstelle zitieren, ich habe sie gewissenhaft geübt, um sie an geeigneter Stelle im Alltag vorzutragen und vorzugaukeln, dass sie meinem eigenen Humor entsprang und zwar: „[…] sagte sie und lachte ihr Lachen, das klang, als würde man eine Kiste Meerschweinchen schütteln.“. Genial! (Den Feminismuspreis wird das Buch wohl eher nicht gewinnen, Damen treten in kleiner Zahl in Erscheinung und dann als Mütter oder Objekte der Begierde, sonst nicht, das kennen wir schon, das ist alt und faulig, das mögen wir nicht.)

Bad Dreams in the Night
252 Seiten

Auf meinem Lesestapel liegen noch viele Comics und Graphic Novels, durch die ich mich dieses Jahr endlich mal durcharbeiten will. Hier also, zuerst: Bad Dreams in the Night, das mir vor ein paar Monaten mal ausgeliehen wurde. War mir leider bei weitem nicht gruselig genug. Ich bin auch kein großer Adam Ellis-Fan, irgendwie gefällt mir sein Stil nicht und alle seine Figuren sehen genau gleich aus.

Operation Mincemeat
432 Seiten

Was für eine tolle Geschichte!

Vor etwas über einem Jahr hatte Clara gefragt, ob wir uns das Musical „Operation Mincemeat“ anschauen wollen, wenn wir nach London fahren. Das haben wir gemacht, und ich fand es mega gut.

Seitdem habe ich das Cast Recording ungefähr 3000 Mal gehört, Ewen Montagues eigenes Buch darüber gelesen, neue Tickets für das Musical gekauft (wichtiger Teil des nächsten London-Aufenthalts!), und jetzt auch dieses Buch angehört.

Ich fand gut, wie ausführlich Ben Macintyre alles erklärt, wie viele Hintergrundinformationen er hat, und wie er den Fokus auf die vielen Menschen richtet, die mit der Operation zu tun hatten. Außerdem war ich bei jeder neuen Wendung fasziniert davon, wie nah das Musical an der echten Geschichte geblieben ist. (Wenn ich irgendwo künstlerische Freiheit erlauben würde, dann ja wohl einem Musical.)

Jetzt bin ich jedenfalls umso vorfreudiger, das Musical noch mal zu sehen.

This Is Your Mind on Plants
288 Seiten

Ich habe bisher ein Buch von Michael Pollan gelesen ("Cooked") und das mochte ich sehr gerne. Dann wurde ein anderes Buch von ihm ("The Omnivore's Dilemma") mal von Michael Hobbes und Aubrey Gordon in Maintenance Phase besprochen, und seitdem stehe ich ihm etwas kritischer gegenüber. Aber ich dachte, ich gebe ihm mit diesem Buch nochmal eine Chance.

"This Is Your Mind on Plants" behandelt drei unterschiedliche pflanzliche Drogen: Opium, Koffein und Mescalin. Das erste Kapitel über Opium fand ich sehr interessant, auch wenn ich da schon das Gefühl hatte, dass er mehr drauf eingehen sollte, mit was für einem riesigen Privileg er als weißer upper-middle class Mann sich dem Thema annähert (es geht in großen Teilen darum, dass er selbst Opium in seinem Garten anbaut und sich damit strafbar macht). Das zweite Kapitel über Koffein war an sich schon interessant aber ich musste auch teilweise sehr die Augen darüber rollen, als er sein Selbstexperiment mit Koffeinentzug beschrieben hat.

Beim dritten Kapitel über Mescalin wurde es meiner Meinung nach richtig haarig. Er hat verschiedene Native Americans dazu interviewed, die ihm eigentlich alle gesagt haben, dass er als weißer Mann die Finger von dieser für sie heiligen Praxis lassen sollte. Er will nämlich eigentlich unbedingt an so einer Zeremonie teilnehmen, aber sagt dann auch selbst, dass das cultural appropriation wäre. Nur um dann doch eine Nicht Native American Person zu finden, die auch Zeremonien anbietet, und ihn zu einer einlädt. Das letzte Kapitel war dann ein Bericht von dieser Zeremonie und hat, finde ich, gezeigt, dass es Pollan nicht wirklich darum ging, die Kultur rund um Mescalin/Peyote zu respektieren sondern es vor allem einfach selbst ausprobieren wollte, egal wie.

Octopus Pie (Volume 1)
267 Seiten

Octopus Pie war immer schon einer meiner liebsten Webcomics. Der Stil hat mir super gefallen (vermutlich auch wegen gewisser Scott Pilgrim-Überschneidungen), und es wirkte wie ein cooler Underground Hit, von dem nicht so viele Leute wissen – wobei man das vermutlich ohnehin über alle Webcomics sagen kann.

2023 kam dann die Gesamtausgabe als Boxset, das ich dann über irgendwelche Umwege in den Niederlanden bestellen musste. Ich würde sagen, die allerersten paar Stories hier im ersten Buch waren noch etwas holperig, aber Meredith Gran findet schnell einen guten Rhythmus.

(Den ganzen Comic kann man auch nach wie vor auf octopuspie.com nachlesen.)