Die rätselhaften Honjin-Morde
206 Seiten

Das Buch schafft sehr gut den Spagat zwischen einem klassischen Whodunnit, wie ich sie von Agatha Christie gewohnt bin, und einem Meta-Kommentar über Kriminalromane allgemein. Der Fall wird vom Erzähler und den Figuren mit anderen Krimis verglichen, die Leute im Buch lieben Kriminalromane, und es wird natürlich sowas gesagt wie „Ja, in einem Roman könnte man das so machen, aber das hier ist das echte Leben!“

Den Erzähler fand ich allgemein richtig gut, ich mochte die leicht nichtlinearen Erklärungen und dass er es sich am Ende nicht nehmen ließ, noch mal zu erklären, dass er von Anfang an die Lösung korrekt angeteasert hatte. Top!

Octopus Pie (Volume 3)
204 Seiten

“I guess I need some new experiences of my own. Something that shifts my behavior.”

“Nothing wrong with that.”

“But isn’t it just a dangling carrot? Nobody back home sees anything new in me. They just think I’m jaded.”

“Why’s it important for them to see a change?”

“I dunno … so I don’t feel like I’m crazy?”

“Then you’ll be chasing that carrot for a long time.”

“It’s not even a good carrot.”

Aus unseren Feuern
336 Seiten

Stellenweise brutal, manchmal lustig und auch traurig, aber immer in Leipzig hüpft das Buch zwischen den Zeiten hin und her und das mochte ich sehr gern! Ich habe außerdem viel über Bestattung und Schlachten gelernt und bin mir ganz sicher, dass ich sehr genau weiß in welchem Rewe das Kennenlernen stattfand. Ich möchte hier meine Lieblingsstelle zitieren, ich habe sie gewissenhaft geübt, um sie an geeigneter Stelle im Alltag vorzutragen und vorzugaukeln, dass sie meinem eigenen Humor entsprang und zwar: „[…] sagte sie und lachte ihr Lachen, das klang, als würde man eine Kiste Meerschweinchen schütteln.“. Genial! (Den Feminismuspreis wird das Buch wohl eher nicht gewinnen, Damen treten in kleiner Zahl in Erscheinung und dann als Mütter oder Objekte der Begierde, sonst nicht, das kennen wir schon, das ist alt und faulig, das mögen wir nicht.)

Bad Dreams in the Night
252 Seiten

Auf meinem Lesestapel liegen noch viele Comics und Graphic Novels, durch die ich mich dieses Jahr endlich mal durcharbeiten will. Hier also, zuerst: Bad Dreams in the Night, das mir vor ein paar Monaten mal ausgeliehen wurde. War mir leider bei weitem nicht gruselig genug. Ich bin auch kein großer Adam Ellis-Fan, irgendwie gefällt mir sein Stil nicht und alle seine Figuren sehen genau gleich aus.