Ach du Schreck, das hab ich ja ganz vergessen einzutragen - mal sehen, woran ich mich noch erinnere... Also ich bin ja ein großer Fan vom Humor dieser Dame, der mir vor allem aus musikalischen Stücken bekannt ist (Zitat "Meine Augen trocknen schon aus, während er mir nicht schreibt" - köstlich!) - man kann sich also vorstellen wie euphorisch ich war, als ich erfuhr, dass sie auch ein Buch geschrieben hat! Schnell gelesen und festgestellt, dass die Musikform ein bisschen lustiger ist, aber trotzdem war das Buch auch gut und manchmal ein bisschen zu gewollt lustig, manchmal sehr lustig. Ich mochte den sprechenden Fisch.
Dieses Buch wurde an einem Tag gelesen, ich war sehr angetan! Obgleich es unendlich traurig war, ohje, dieser aufwändig vorbereitete Geburtstag zu dem dann niemand kommt:( Und das ist noch eine der harmloseren Begebenheiten. Ich frage mich, ob die Akten im Mittelteil echt sind!
Die Protagonistin ist ein bisschen wie Bridget Jones, nur in viel unlustiger. Überhaupt gefiel mir das Buch nicht, aber komischerweise habe ich es doch zuende gelesen, zufriedenstellende oberflächliche Sommerlektüre war es dann irgendwie doch.
Das mochte ich sehr! Überhaupt liebe ich Bücher in denen ganz viele Leute ihren Senf zu einem Thema dazugeben, es ist einfach toll, ein Blumenstrauß an Erfahrungen! Erheiternd war auch, dass bei macnhen Beiträgen durchschimmerte, dass es leichten Zeitdruck und Schulaufsatzgefühle beim Verfassen gab - mussten die Leutchen ihre Texte wohl ganz flott abgeben? Oder sind sie einfach prokrastinativ?
Leider leide ich ja unter literarischer Vergesslichkeit und kann mich nun im Angesicht meiner verspäteten Eintragung nur dunkel erinnern. Aber ich glaube es war ganz nett, manchmal etwas bedrückend und ich vergebe einen Extrapunkt, weil es das erste Mal war, dass mir mein Lieblingsessen auf einer Buchseite begegnete?!?! Sogar eine halbe Seite nahm die Beschreibung des kulinarischen Meilensteins "Nudeln mit Jagdwurst und Ketchup" ein. Das hat die Welt noch nicht gesehen (also glaube ich, ich freue mich über Zusendungen weiterer poetischer Erwähnungen dieses Gerichts in der Weltliteratur).
Überaus spannend! Ich dachte ungefähr von Seite 10 an "Hui, hier ist jetzt aber schon viel passiert, was soll denn bitte auf diesen vielen Seiten die da noch kommen, passieren?!" und so ging es noch bis zum Ende und es geschahen noch allerlei Dinge, uff. Spannung pur!
Ein tolles Buch! Über familiäre Verschwiegenheiten! Und diese Kelle! Ich war bei einer Lesung und Judith Hermann ist mein neues schlagfertigkeitsvorbild, ich zitiere „Bitte stell mir jetzt mal eine richtige Frage. Eine mit einem Fragezeichen am Ende.“, Ich war verzückt-verzaubert!
Flutschige Lektüre! Wer kennt das nicht, man muss eine Abschlussarbeit abschließen und eine Sache abschließen und man erliegt einem best of der eigenen körperlichen totalausfälle, da habe ich überaus mitgefühlt. Irgendwann in der Mitte ging mir die Hauptperson dann irgendwie aber doch auf den Keks… und diese anschmachtung mit diesem o auch und der arme Junge wurde einfach im Park stehen gelassen:(
Ich liebe Jenny Schäfer! Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich lieber sie wäre oder mit ihr beste Freundinnen wäre! Hach…
Bedrückend!
Stellenweise brutal, manchmal lustig und auch traurig, aber immer in Leipzig hüpft das Buch zwischen den Zeiten hin und her und das mochte ich sehr gern! Ich habe außerdem viel über Bestattung und Schlachten gelernt und bin mir ganz sicher, dass ich sehr genau weiß in welchem Rewe das Kennenlernen stattfand. Ich möchte hier meine Lieblingsstelle zitieren, ich habe sie gewissenhaft geübt, um sie an geeigneter Stelle im Alltag vorzutragen und vorzugaukeln, dass sie meinem eigenen Humor entsprang und zwar: „[…] sagte sie und lachte ihr Lachen, das klang, als würde man eine Kiste Meerschweinchen schütteln.“. Genial! (Den Feminismuspreis wird das Buch wohl eher nicht gewinnen, Damen treten in kleiner Zahl in Erscheinung und dann als Mütter oder Objekte der Begierde, sonst nicht, das kennen wir schon, das ist alt und faulig, das mögen wir nicht.)
Diese Lektüre war überaus schlecht für meinen Blutdruck! Ich hab mich einfach nur aufgeregt über dieses Persönchen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, aber selten war mir ein lyrisches Ich so unsympathisch! Skiurlaubgejammer und ziellose Aufzählungen lavierten so herum und ich habe kein Mitleid mit ihr, dafür dass sie mit ihrer schwäbischen Schnöselgang ihr komplettes Leben verbringt und sich als ärmstes Würmchen inszeniert (werfen ihr ihre Schnöselfreunde lustigerweise auch vor), ich hab den Aufstieg auch nicht so ganz verstanden, denn so ungebildet, arm und gemein ist das Herkunftsmilieu eigentlich nicht. Aber vielleicht hab ich auch irgendwo ein paar Seiten übersehen. Also ich hatte irgendwie kein Fünkchen Sympathie für sie übrig und finde ihr geht es eigentlich gar nicht mal so schlecht, wie sie tut, mit ihrem Literaturpreis auch noch. Ich hab mich ja schon gefragt ob ich eine kleinliche Furie bin (so ähnlich wie die Protagonistin etwa?! /o\ ), aber zu meiner Selbstberuhigung lausche ich während ich diese Zeilen schreibe, einem YouTube-Quartett, das ähnliches über das Buch zu urteilen hat, puh.
(Und das heißt ja eigentlich nicht, dass das Buch schlecht ist, vielleicht schafft es das auch nur besonders gut sowas abzubilden und die Leserschaft so sehr in Rage versetzen muss man ja auch erstmal schaffen! Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich das ursprüngliche Buchziel war, hm)