– Nie, nie, nie
 256 Seiten

Es muss ungefähr auf Seite 180 gewesen sein, da dachte ich "Verflixt und zugenäht, lasst doch endlich von der armen Frau ab, was ist los mit euch, ihr fertilitätsfanatischen embryomanischen Quälgeister?!?". Auf Buchlänge legt die gepiesackte Protagonistin aus, weshalb sie nienienie Kinder haben möchte und dann wird sie von ihren Liebsten (ihre große Liebe, ihre Mutter und ihre besten frischgebackene-Eltern-Freunde - jetzt könnte man meinen der Vater wäre einsichtiger, aber er ist einfach nicht mehr lebendig, wenn dann würde er vermutlich auch mitmachen...) malträtiert und bearbeitet und ausgequetscht, sie versuchen sie DIE GANZ ZEIT über JAHRE HINWEG umzustimmen und können es einfach nicht verstehen, dass das nicht ihr Ding ist und sie keine Eltern sein will. Man bekommt wirklich großes Mitleid, solche Leute wünscht man nichtmal den schlimmsten Endgegnern an den Hals. Sie lassen sie einfach nicht in Ruhe! Und sie hat eigentlich ein schönes Leben, das wie am Schnürchen läuft, aber auf jeder Seite tauchen neue (oder noch schlimmer; wiederholte) Babyargumentationatoren auf. Uff, das war sehr anstrengend und ab einem gewissen Punkt auch einfach nur nervig. Fragen, mit denen ich zurückbleibe; sind alle in Norwegen so? Oder sind alle so? Gibt es auf der Welt ein Buch mit einem männlichen Protagonisten in ähnlicher Lage?

– Heimsuchung
 192 Seiten

Ich als geneigte Leserin von YouTube-Kommentaren, fühlte mich erhaben-erwachsen, als ich unter dem Trailer zu ebenjener Verfilmung von den Leiden gequälter junger Seelen las, die dieses Buch im Unterricht lesen MUSSTEEEEN und dann wars auch noch Teil der Abiturprüfung oder der BLF (falls es das heutzutage überhaupt noch gibt). Sie waren so gequält, das bloße Sehen des Trailers versetzte sie in üble Zustände, ich dachte mir, "Pah! Ich bin ein freies Vögelchen, mich zwingt niemand mehr Bücher zu lesen, ich will mal sehen, mit was sich die Jugend herumschlagen muss und ob es wirklich so übel ist?! Ich bin ultraerwachsen B-)." Gesagt getan, ein feines Buch finde ich, eine schöne Sache, der Gedanke, was an einem Ort alles geschieht mit allen Leuten über die Zeiten hinweg. Nie fühlte ich mich freier und erhabener beim Lesen eines Buches... Die sollen sich mal nicht so haben, man kann wirklich schlimmeres lesen müssen...

– Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß
 232 Seiten

Lange verbrachte ich jeden Tag auf der Website der Stadtbibliothek und gab vergeblich auf webopac den Titel dieses Buches ein, immer waren alle Artikel entliehen (ein Qualitätsmerkmal!). Nun nach einem Jahr Wartezeit, konnte ich es endlich schnappen in der kurzen Unachtsamkeit der anderen Interessierten, stand es vermutlich nur für die Zeitspanne von wenigen Minuten im Regal. Und ich kann sagen, das warten hat sich gelohnt! Sehr traurig und bedrückend, richtig gut geschrieben, ich bringe es schnell zurück zur Bibliothek, damit noch möglichst viele Leute in den Genuss (passt eigentlich nicht zum Inhalt, also ich meine wie es geschrieben ist) dieses Buches kommen.

PS: Amelie, huhuuu! Endlich können wir uns darüber unterhalten!!!

– Habe ich dir schon erzählt -
 168 Seiten

Ich hab einmal, im zarten Alter von 14 muss es gewesen sein, ein Buch von Sibylle Berg gelesen, mit Kurzgeschichten und ich dachte ich werde nie wieder lachen können, wie kann man so düstertraurig mich in die tiefsten Tiefen der Melancholie ziehen?! Und ich schwor mir selbst, um meine Lebensfreude, um die es damals pubertätsbedingt (u.a.) ohnehin nicht allzu gut bestellt war, nicht unnötig zu strapazieren, N-I-E-W-I-E-D-E-R im Leben ein Buch von Frau Berg zu lesen. Die Tage vergingen und todesmutig habe ich dann dieses hier doch gelesen und kann sagen - es war nicht so schlimm wie damals. Jetzt wär ja mal spannend oben besagtes noch einmal zu überprüfen mit gereiftem Blick... aber vielleicht auch lieber nicht, ich habs echt in übler Erinnerung, außerdem ist jetzt Herbst, vielleicht schaffe ich das mal in einem mutigen Moment an einem strahlenden Sommertag am Strand mit Eis. Aber zurück zum Buch, fesselnd geschrieben! Eine üble Wendung, ohje das war ganz gruselig und ganz frei von Melancholie die ganze Sache auch nicht, aber durchaus in verdaulicher Dosis. Und genaugenommen ist das ja sogar eine Liebesgeschichte! Und in meiner AUsgabe gabs auch noch sehr schöne Illustrationen und Collagen:)

– Fungirl
 256 Seiten

Zählen Comic hier eigentlich auch?! Naja, der ist schon besonders gut, deshalb denke ich das geht schonmal... Besonders abgeholt hat mich die Szene in der die wildgewordene Schildkröte sich im herausgedröselten Auge von dem armen alten bestattungsinstitutschef festbieß (festbisste? festbuß? wie heißt das?)? Lachtränen schossen in meine eigenen, glücklicherweise in ihren Augenhöhlen befindlichen Augen, wo sie auch hingehören. Überhaupt, diese Schildkrötenrennen und diese shady Tierärztin?! Ich bin begeistert, ein feiner Humor und absurd und manchmal eklig, das mögen wir. Ich fühle mich zurückversetzt zu damaligen glücklichen Stunden, als ich "Hexe total" entdeckte, irgendwie gibts Parallelen.

– Schäfchen im Trockenen
 272 Seiten

Diese Lektüre war überaus schlecht für meinen Blutdruck! Ich hab mich einfach nur aufgeregt über dieses Persönchen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, aber selten war mir ein lyrisches Ich so unsympathisch! Skiurlaubgejammer und ziellose Aufzählungen lavierten so herum und ich habe kein Mitleid mit ihr, dafür dass sie mit ihrer schwäbischen Schnöselgang ihr komplettes Leben verbringt und sich als ärmstes Würmchen inszeniert (werfen ihr ihre Schnöselfreunde lustigerweise auch vor), ich hab den Aufstieg auch nicht so ganz verstanden, denn so ungebildet, arm und gemein ist das Herkunftsmilieu eigentlich nicht. Aber vielleicht hab ich auch irgendwo ein paar Seiten übersehen. Also ich hatte irgendwie kein Fünkchen Sympathie für sie übrig und finde ihr geht es eigentlich gar nicht mal so schlecht, wie sie tut, mit ihrem Literaturpreis auch noch. Ich hab mich ja schon gefragt ob ich eine kleinliche Furie bin (so ähnlich wie die Protagonistin etwa?! /o\ ), aber zu meiner Selbstberuhigung lausche ich während ich diese Zeilen schreibe, einem YouTube-Quartett, das ähnliches über das Buch zu urteilen hat, puh.

(Und das heißt ja eigentlich nicht, dass das Buch schlecht ist, vielleicht schafft es das auch nur besonders gut sowas abzubilden und die Leserschaft so sehr in Rage versetzen muss man ja auch erstmal schaffen! Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich das ursprüngliche Buchziel war, hm)

– Fischtage
 300 Seiten

Ach du Schreck, das hab ich ja ganz vergessen einzutragen - mal sehen, woran ich mich noch erinnere... Also ich bin ja ein großer Fan vom Humor dieser Dame, der mir vor allem aus musikalischen Stücken bekannt ist (Zitat "Meine Augen trocknen schon aus, während er mir nicht schreibt" - köstlich!) - man kann sich also vorstellen wie euphorisch ich war, als ich erfuhr, dass sie auch ein Buch geschrieben hat! Schnell gelesen und festgestellt, dass die Musikform ein bisschen lustiger ist, aber trotzdem war das Buch auch gut und manchmal ein bisschen zu gewollt lustig, manchmal sehr lustig. Ich mochte den sprechenden Fisch.

– Die Verlassenen
 169 Seiten

Dieses Buch wurde an einem Tag gelesen, ich war sehr angetan! Obgleich es unendlich traurig war, ohje, dieser aufwändig vorbereitete Geburtstag zu dem dann niemand kommt:( Und das ist noch eine der harmloseren Begebenheiten. Ich frage mich, ob die Akten im Mittelteil echt sind!

– Gespenster
 384 Seiten

Die Protagonistin ist ein bisschen wie Bridget Jones, nur in viel unlustiger. Überhaupt gefiel mir das Buch nicht, aber komischerweise habe ich es doch zuende gelesen, zufriedenstellende oberflächliche Sommerlektüre war es dann irgendwie doch.

, , , , , , , , , , , , , , & – Ost*West*frau*
 252 Seiten

Das mochte ich sehr! Überhaupt liebe ich Bücher in denen ganz viele Leute ihren Senf zu einem Thema dazugeben, es ist einfach toll, ein Blumenstrauß an Erfahrungen! Erheiternd war auch, dass bei macnhen Beiträgen durchschimmerte, dass es leichten Zeitdruck und Schulaufsatzgefühle beim Verfassen gab - mussten die Leutchen ihre Texte wohl ganz flott abgeben? Oder sind sie einfach prokrastinativ?

– Superbusen
 320 Seiten

Leider leide ich ja unter literarischer Vergesslichkeit und kann mich nun im Angesicht meiner verspäteten Eintragung nur dunkel erinnern. Aber ich glaube es war ganz nett, manchmal etwas bedrückend und ich vergebe einen Extrapunkt, weil es das erste Mal war, dass mir mein Lieblingsessen auf einer Buchseite begegnete?!?! Sogar eine halbe Seite nahm die Beschreibung des kulinarischen Meilensteins "Nudeln mit Jagdwurst und Ketchup" ein. Das hat die Welt noch nicht gesehen (also glaube ich, ich freue mich über Zusendungen weiterer poetischer Erwähnungen dieses Gerichts in der Weltliteratur).

– Löwen wecken
 432 Seiten

Überaus spannend! Ich dachte ungefähr von Seite 10 an "Hui, hier ist jetzt aber schon viel passiert, was soll denn bitte auf diesen vielen Seiten die da noch kommen, passieren?!" und so ging es noch bis zum Ende und es geschahen noch allerlei Dinge, uff. Spannung pur!