Schäfchen im Trockenen
272 Seiten

Diese Lektüre war überaus schlecht für meinen Blutdruck! Ich hab mich einfach nur aufgeregt über dieses Persönchen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, aber selten war mir ein lyrisches Ich so unsympathisch! Skiurlaubgejammer und ziellose Aufzählungen lavierten so herum und ich habe kein Mitleid mit ihr, dafür dass sie mit ihrer schwäbischen Schnöselgang ihr komplettes Leben verbringt und sich als ärmstes Würmchen inszeniert (werfen ihr ihre Schnöselfreunde lustigerweise auch vor), ich hab den Aufstieg auch nicht so ganz verstanden, denn so ungebildet, arm und gemein ist das Herkunftsmilieu eigentlich nicht. Aber vielleicht hab ich auch irgendwo ein paar Seiten übersehen. Also ich hatte irgendwie kein Fünkchen Sympathie für sie übrig und finde ihr geht es eigentlich gar nicht mal so schlecht, wie sie tut, mit ihrem Literaturpreis auch noch. Ich hab mich ja schon gefragt ob ich eine kleinliche Furie bin (so ähnlich wie die Protagonistin etwa?! /o\ ), aber zu meiner Selbstberuhigung lausche ich während ich diese Zeilen schreibe, einem YouTube-Quartett, das ähnliches über das Buch zu urteilen hat, puh.

(Und das heißt ja eigentlich nicht, dass das Buch schlecht ist, vielleicht schafft es das auch nur besonders gut sowas abzubilden und die Leserschaft so sehr in Rage versetzen muss man ja auch erstmal schaffen! Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich das ursprüngliche Buchziel war, hm)

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