Fischtage
300 Seiten

Ach du Schreck, das hab ich ja ganz vergessen einzutragen - mal sehen, woran ich mich noch erinnere... Also ich bin ja ein großer Fan vom Humor dieser Dame, der mir vor allem aus musikalischen Stücken bekannt ist (Zitat "Meine Augen trocknen schon aus, während er mir nicht schreibt" - köstlich!) - man kann sich also vorstellen wie euphorisch ich war, als ich erfuhr, dass sie auch ein Buch geschrieben hat! Schnell gelesen und festgestellt, dass die Musikform ein bisschen lustiger ist, aber trotzdem war das Buch auch gut und manchmal ein bisschen zu gewollt lustig, manchmal sehr lustig. Ich mochte den sprechenden Fisch.

Schäfchen im Trockenen
272 Seiten

Diese Lektüre war überaus schlecht für meinen Blutdruck! Ich hab mich einfach nur aufgeregt über dieses Persönchen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, aber selten war mir ein lyrisches Ich so unsympathisch! Skiurlaubgejammer und ziellose Aufzählungen lavierten so herum und ich habe kein Mitleid mit ihr, dafür dass sie mit ihrer schwäbischen Schnöselgang ihr komplettes Leben verbringt und sich als ärmstes Würmchen inszeniert (werfen ihr ihre Schnöselfreunde lustigerweise auch vor), ich hab den Aufstieg auch nicht so ganz verstanden, denn so ungebildet, arm und gemein ist das Herkunftsmilieu eigentlich nicht. Aber vielleicht hab ich auch irgendwo ein paar Seiten übersehen. Also ich hatte irgendwie kein Fünkchen Sympathie für sie übrig und finde ihr geht es eigentlich gar nicht mal so schlecht, wie sie tut, mit ihrem Literaturpreis auch noch. Ich hab mich ja schon gefragt ob ich eine kleinliche Furie bin (so ähnlich wie die Protagonistin etwa?! /o\ ), aber zu meiner Selbstberuhigung lausche ich während ich diese Zeilen schreibe, einem YouTube-Quartett, das ähnliches über das Buch zu urteilen hat, puh.

(Und das heißt ja eigentlich nicht, dass das Buch schlecht ist, vielleicht schafft es das auch nur besonders gut sowas abzubilden und die Leserschaft so sehr in Rage versetzen muss man ja auch erstmal schaffen! Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich das ursprüngliche Buchziel war, hm)

The Stranger in the Woods
225 Seiten

Dieses Buch ist der Inbegriff von „Irgendwie muss man die Seiten ja füllen“. Ich meine, es ist klar was passiert ist: Finkel hat von der Geschichte erfahren und dachte, dass muss ja voll spannend sein und der perfekte Stoff für ein Buch und als ihm bewusst wurde, dass dem nicht so ist, war es zu spät. Es ist schon funky, wenn jemand 27 Jahre alleine im Wald gelebt hat aber wenn dieser jemand keinen wirklich Grund dafür hatte, den Hauptteil seiner Zeit mit lesen und Radio hören zugebracht hat und auch keine krassen Erkenntnisse teilen will, dann ist ein Buch über ihn halt nicht besonders spannend. Ich fand Finkels Obsession mit Knight auch sehr seltsam, vor allem im letzten Drittel des Buches dachte ich nur noch „leave the poor man alone“.

Die Spatzenmorde von Onikobe
384 Seiten

Hat mir leider nicht gefallen. Fand es sehr zäh, viel zu ähnlich wie der Fall auf Gokumon. (Was im Buch auch mehrfach von verschiedenen Figuren erwähnt wird?! Dann schreib doch was anderes?!) Etwas besorgniserregend, wie Kosuke Kindaichi immer erst drei junge Frauen sterben lassen muss, bevor er auf die Lösung kommt.

Außerdem gab es unglaublich viele Figuren, die (natürlich) alle japanische Namen haben. Es fiel mir sehr schwer, da wirklich alle auseinanderzuhalten, und meistens habe ich es nicht geschafft.

Ich fand auch die Bearbeitung als Hörbuch nicht gelungen, in den Dialogen fallen sich immer Leute ins Wort, um sowas wie „Stimmt“ oder „Ja“ zu sagen, da wünschte ich, die erzählende Person könnte einfach ausreden.

Strange Houses
203 Seiten

Ich glaube, das müsste ich noch mal lesen, irgendwann hab ich den Überblick verloren. Aber ich weiß auch nicht, ob ich es gut genug fand, es noch mal lesen zu wollen.

Als Meta-Kommentar kann ich noch sagen, dass ich versehentlich 20€ für dieses Buch bezahlt habe, und für nur 200 Seiten – davon sehr viele mit Wiederholungen der gleichen Bilder – würde ich euch empfehlen, nach einem besseren Deal Ausschau zu halten. Das Buch sollte auch eigentlich meine Urlaubs-Schmöker-Lektüre werden, aber jetzt hab ich alles schon im ICE gelesen. Na toll!