Ich glaube, das müsste ich noch mal lesen, irgendwann hab ich den Überblick verloren. Aber ich weiß auch nicht, ob ich es gut genug fand, es noch mal lesen zu wollen.
Als Meta-Kommentar kann ich noch sagen, dass ich versehentlich 20€ für dieses Buch bezahlt habe, und für nur 200 Seiten – davon sehr viele mit Wiederholungen der gleichen Bilder – würde ich euch empfehlen, nach einem besseren Deal Ausschau zu halten. Das Buch sollte auch eigentlich meine Urlaubs-Schmöker-Lektüre werden, aber jetzt hab ich alles schon im ICE gelesen. Na toll!
Der erste Teil hat mir etwas besser gefallen, aber auch diesen hier fand ich interessant. War mir aber im direkten Vergleich etwas zu lang und nicht verstrickt genug.
Das Buch schafft sehr gut den Spagat zwischen einem klassischen Whodunnit, wie ich sie von Agatha Christie gewohnt bin, und einem Meta-Kommentar über Kriminalromane allgemein. Der Fall wird vom Erzähler und den Figuren mit anderen Krimis verglichen, die Leute im Buch lieben Kriminalromane, und es wird natürlich sowas gesagt wie „Ja, in einem Roman könnte man das so machen, aber das hier ist das echte Leben!“
Den Erzähler fand ich allgemein richtig gut, ich mochte die leicht nichtlinearen Erklärungen und dass er es sich am Ende nicht nehmen ließ, noch mal zu erklären, dass er von Anfang an die Lösung korrekt angeteasert hatte. Top!
Hat mir leider nicht gefallen. Fand es sehr zäh, viel zu ähnlich wie der Fall auf Gokumon. (Was im Buch auch mehrfach von verschiedenen Figuren erwähnt wird?! Dann schreib doch was anderes?!) Etwas besorgniserregend, wie Kosuke Kindaichi immer erst drei junge Frauen sterben lassen muss, bevor er auf die Lösung kommt.
Außerdem gab es unglaublich viele Figuren, die (natürlich) alle japanische Namen haben. Es fiel mir sehr schwer, da wirklich alle auseinanderzuhalten, und meistens habe ich es nicht geschafft.
Ich fand auch die Bearbeitung als Hörbuch nicht gelungen, in den Dialogen fallen sich immer Leute ins Wort, um sowas wie „Stimmt“ oder „Ja“ zu sagen, da wünschte ich, die erzählende Person könnte einfach ausreden.