Bücherregal lädt …
Spirou und Fantasio – Gesamtausgabe, Band 1: Die Anfänge eines Zeichners
208 Seiten

Neulich war ich in einem Comicladen und sah die riesige Auswahl an Spirou und Fantasio-Bänden im Regal. Als Kind und Teenager mochte ich diese Reihe richtig gerne, und ich dachte, ich könnte eigentlich mal wieder ein paar Bände lesen. Früher habe ich mir immer viele davon aus der Tuttlinger Stadtbibliothek ausgeliehen (das Comicregal war direkt neben dem berühmten Regal mit den Drei ???), und Clara schlug vor, dass ich doch jetzt auch wieder die VÖBB bemühen konnte. Gesagt, getan, fernbestellte ich mir die ersten drei Bände der neuen Gesamtausgabe von Spirou ab Franquin.

Ehrlich gesagt waren mir diese Comics, die zwischen 1946 und 1950 erschienen sind, etwas zu holprig – aber offenbar sind sich auch die Redakteure der Gesamtausgabe und Franquin selbst einig, dass es sich hier bei weitem nicht um seine beste Arbeit handelt. Diese Geschichten hatten noch nicht den zeitlosen Charme, der später erreicht wird. Gerade bei der unglaublich rassistischen Darstellung der afrikanischen Völker in mehreren Comics war ich doch froh, die 1940er Jahre jetzt hinter mir zu lassen.

Gaston 22: Die Rückkehr eines Chaoten
49 Seiten

Voller Überraschung bei Dussmann gefunden! Zeichnerisch fand ich es verblüffend gut umgesetzt, und auch die einzelnen Comics fühlten sich sehr originalgetreu an. Vielleicht hätte ich mir sogar gewünscht, dass es ein bisschen mutiger wird? Aber nach über 25 Jahren dieses Erbe anzutreten ist vielleicht schon mutig genug, und Experimente kann man immer noch im nächsten Band machen.

Octopus Pie (Volume 3)
204 Seiten

“I guess I need some new experiences of my own. Something that shifts my behavior.”

“Nothing wrong with that.”

“But isn’t it just a dangling carrot? Nobody back home sees anything new in me. They just think I’m jaded.”

“Why’s it important for them to see a change?”

“I dunno … so I don’t feel like I’m crazy?”

“Then you’ll be chasing that carrot for a long time.”

“It’s not even a good carrot.”

Octopus Pie (Volume 1)
267 Seiten

Octopus Pie war immer schon einer meiner liebsten Webcomics. Der Stil hat mir super gefallen (vermutlich auch wegen gewisser Scott Pilgrim-Überschneidungen), und es wirkte wie ein cooler Underground Hit, von dem nicht so viele Leute wissen – wobei man das vermutlich ohnehin über alle Webcomics sagen kann.

2023 kam dann die Gesamtausgabe als Boxset, das ich dann über irgendwelche Umwege in den Niederlanden bestellen musste. Ich würde sagen, die allerersten paar Stories hier im ersten Buch waren noch etwas holperig, aber Meredith Gran findet schnell einen guten Rhythmus.

(Den ganzen Comic kann man auch nach wie vor auf octopuspie.com nachlesen.)

Bad Dreams in the Night
252 Seiten

Auf meinem Lesestapel liegen noch viele Comics und Graphic Novels, durch die ich mich dieses Jahr endlich mal durcharbeiten will. Hier also, zuerst: Bad Dreams in the Night, das mir vor ein paar Monaten mal ausgeliehen wurde. War mir leider bei weitem nicht gruselig genug. Ich bin auch kein großer Adam Ellis-Fan, irgendwie gefällt mir sein Stil nicht und alle seine Figuren sehen genau gleich aus.

The Complete Calvin and Hobbes – Volume 2
351 Seiten

Aah, Calvin und Hobbes ist so gut! Wie hat er das gemacht?

Einziges Problem, wenn man so viele am Stück liest: Man bekommt das ungute Gefühl, Calvin wäre in einer Zeitschleife gefangen, wo er jedes Jahr wieder in die erste Klasse kommt. Auf ewig gezwungen, Subtraktion nicht zu verstehen und im Sommer mit den Eltern campen zu fahren. Ein schreckliches Schicksal, aber immerhin hat er einen coolen Tiger!