Teilweise war es mir zu "modern", aber gerade deswegen anregend.
Klein, fein und überaus wunderbar. Ein kleines Juwel, das mir bei einem Thaliaeinkauf durch Zufall ins Auge sprang (normalerweise gehe ich dort nicht einkaufen, doch ich wollte eine Karte kaufen und wenn man in einem Buchladen ist, dann hat man doch diese "Mein Geldbeutel sitzt locker, why the hell not"-Einstellung)
Wie kraftvoll, wie stürmisch und wie drängend! Ich bin sehr froh, dass ich diese Bildungslücke geschlossen habe.
Sofort aufgenommene Worte/Formulierungen: "Aktus", "Seelengaudium", "In den Kot mit dir!"
Früher war mehr Latein...
Unfassbar, unglaublich. Ich war noch nie so extrem emotional getroffen, zumindest nicht nach der Lektüre eines Buches. Wer sich Schilderungen schlimmster Erfahrungen sexueller Misshandlungen nicht gefahrlos antun kann, der sollte das Buch nicht lesen. Es verlangt viel von einem ab, aber man wird mit einem einmaligen Erlebnis belohnt.
Dieser Band wurde mir von meiner Freundin vorgelesen, er war wie der Vorgänger sehr gut! :)
Jedes Jahr an Nikolaus gibt es den neuen Band geschenkt. Letztes Jahr fiel es aus, deshalb gab es dieses Jahr zwei.
Dieser Band war ganz vorzüglich. Ich habe es meiner Freundin gelesen und wir haben beide sehr gelacht.
Das fand ich wirklich grausam. Robert Musil und Thomas Mann fanden das Buch und den Autor an sich gut; das lässt mich furchtsam dem Jahr 2022 gegenüber zurück, denn da will ich "Buddenbrooks" und den "Zauberberg" lesen.
Eine schöne Einführung mit Geschichte der Kunstströmung. Die letzten zwei Drittel sind Kurzporträts, die gelungen sind. Ich mochte besonders die Gemälde Sisleys ("Der Pfad zur alten Fähre" und "Das Wasserbecken in Marly-le-Roi") und Signacs ("Der Papstpalast in Avignon" und "Capo di Noli"), Liebermanns "Birkenallee im Wannseegarten nach Westen" und Kadinskys "Ludwigskirche in München".
Am Impressionismus finde ich das Nicht-ganz-Fertige so schön. Es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen, aber es fühlt sich an, als würde man die Bilder sehen und nicht nur schauen (um Wolfgang M. Schmitts Abschiedsformel zu nutzen).
An sich gab es ein paar lustige Max-und-Moritz-Momente, doch es war größtenteils ein Moralstück.
Sehr schockiert hat mich ein extrem antisemitischer Vierzeiler zu Beginn, der mich beinahe das Buch weglegen ließ. Schlimm, dass das früher noch populärer war als heute. Lehre: nicht alles, was man nach Stunden für die Doktorarbeit aus dem Klinikum mitnimmt (Buchtauschregal), ist sonderlich gut.