Addie ist in der Schule bekannt. Das Jahr zuvor gab es einen Skandal mit ihr und einem Lehrer... Sie bekommt dies immer noch zu spüren, wird von einzelnen Teenagern gemobt und die Direktorin hat sie auch auf dem Kicker. Dieses Jahr ist ihr Lichtblick ihr neuer Englischlehrer Nathaniel Bennett. Von ihm fühlt sie sich endlich verstanden. Und er ist ja sooo gut aussehend... Seine Frau, Eve Bennett, die neu ihre Mathelehrerin ist, macht ihr Leben aber auch nicht einfach. Wem kann sie trauen?
In üblicher McFadden-Manier geschrieben. Langsam kenne ich ihren Plot-Aufbau, die abwechselnden Kapitel der einen und dann der anderen Figur, jeweils als Ich-Erzähler*in. Ihre berühmten Plot-Twists. Und natürlich auch wieder mit dabei: der poshy Lifestyle zumindest einer Charaktere im Buch (dieses Mal die Eve mit ihrer Schuhsucht...).
Das ständige Rumgeheule von Addie ging mir so elend auf die Nerven (die Sprecherin hat aber auch alles gegeben...) und das Ende ist ja sowas von unrealistisch und unglaubwürdig.
Jonathan und seine Verlobte Lotta laden drei Freundinnen in ihr Restaurant ein für ein Krimi-Dinner. Die fünf sind seit langem befreundet. Vor fünf Jahren waren sie noch zu sechst, doch Maria war damals an einem gemeinsamen Festivalwochenende plötzlich spurlos verschwunden. Als die Gruppe mit dem Krimi-Dinner startet, zeigt sich sehr schnell, dass sich das Spiel mit der Realität vermischt... Die Erinnerungen an dieses Festival kommen hoch und plötzlich verdächtigt jeder jeden, das Spiel eskaliert... Wie verschwand Maria, was passierte mit ihr? Sitzt ihre Mörder*in am Tisch?
Ein Locked-in-Thriller, bei dem es um Freundschaft und Verrat geht. Die Sprache fand ich furchtbar, viele Wortwiederholungen. Gefühlt jeder zweite Satz geht etwa so "Person XY macht blabla, ehe sie blabla macht" (also in etwa so: "Ich greife zur Flasche, ehe ich das Zelt verlasse", "Lotta stellt das Glas ab, ehe sie Hanna begrüsst" und und und...). Es geht um viel Drogen und Alkohol, irgendwie auch bisschen uncool, und natürlich ist noch einer aus der Gruppe sexsüchtig. Der Plot an sich fand ich ja noch vielversprechend, aber die Umsetzung hat mich gar nicht überzeugt.
Millie hat es nicht leicht, nach ihren zehn Jahren im Gefängnis Arbeit zu finden. Umso erleichterter ist sie, als sie den Job bei der Familie Nina und Andrew Winchester als Hausmädchen bekommt, inklusive Kost und Logis. Doch schnell merkt sie, dass irgendetwas in dieser Familie nicht stimmt. Nina benimmt sich manchmal wie eine Freundin, dann macht sie ihr plötzlich wieder das Leben zur Hölle. Andrew hingegen ist stets sehr nett zu ihr, und sieht zudem verdammt gut aus... Millie verliebt sich in Andrew, was ihre Situation auch nicht einfacher macht. Währenddessen spitzt sich die Lage in diesem Haushalt zu.
Der Thriller ist erst aus Sicht von Millie geschrieben, im zweiten Teil wird die Perspektive dann von Nina beschrieben. Ab da hatte ich dann auch endlich das Gefühl, tatsächlich einen Thriller zu lesen. Das Buch ist süffig geschrieben und hat mich auch wirklich gepackt, aber ich habe mich auch oft geärgert über unrealistische Handlungen der Figuren und Oberflächlichkeiten. Die Plot-Twists sind aber sehr gelungen.
Millie ist etwas über 30 und hat endlich die Möglichkeit, ihren bisher versäumten Schulabschluss nachzuholen. Neben dem Studium jobbt sie als Housemaid. Aufgrund ihrer Vergangenheit ist es jedoch nicht leicht, eine neue Stelle zu kriegen, als sie ihre alte verliert. Ihr neuer Arbeitgeber Douglas wirkt nett und stellt keine Fragen. Zudem verdient sie bei ihm sehr gutes Geld. Doch etwas macht Millie misstrauisch, seine Frau Wendy verbringt nämlich jeden Tag im Gästezimmer und Douglas hat ihr verboten, sie zu stören - denn sie sei sehr krank und müsse sich ausruhen. Bald hört sie aus dem Zimmer mal ein Weinen, ein ander Mal bemerkt sie Blutflecken auf Wendys Kleidung. Für Millie ist klar: sie muss ihr helfen. Damit riskiert sie aber, dass ihr eigenes Geheimnis ans Licht kommt. Ihrem Freund Brock hat sie nämlich noch immer alles verheimlicht...
Ach, ich weiss nicht... Da mir der Hype um Freida McFaddens Bücher nicht entgangen ist, wollte ich auch mal eines davon lesen. Doch überzeugt hat mich das Buch nicht. Die Sprache ist süffig und die Geschichte besticht durch mehrere Plot-Twists. Doch sie ist kaum originell und liest sich sehr seelenlos, wie ich finde. Zudem zu viel Drama, was Millies Beziehung angeht, ihre Heimlichtuerei ging mir schon bald auf die Nerven. Und sowieso: diese sehr klischierten Rollenbilder störten mich.
Emma ist Ende 20 und lebt an der bretonischen Küste. Neun Jahre zuvor verlor sie durch einen tragischen Autounfall ihre Mutter. Sie selbst war damals am Steuer. Sie führt ein ruhiges Leben voller Schuldgefühle, stürzt sich in ihre Arbeit als Masseurin in einem angesagten Gesundheitszentrum. Nachdem der Sohn eines mächtigen Ministers aus dem Oman, Tariq, das Zentrum besucht und sich von ihr massieren lässt, offeriert er ihr eine viermonatige Stelle im Oman. Sie soll helfen, dort ein ähnliches Gesundheitszentrum aufzubauen und Einheimische Masseur:innen zu schulen. Emma und Tariq fühlen sich sofort zueinander hingezogen, beginnen eine Affäre. Doch plötzlich wird Emma von der Französischen Botschaft dazu gezwungen, für sie und gegen Tariq zu arbeiten. Der auferlegte Auftrag ist heikel und bringt Emma in tödliche Gefahr.
Als früheres Fangirl von Jean Reno konnte ich mir sein erstes Buch nicht entgehen lassen! Aber, ganz ehrlich, er gefällt mir (aktuell noch) besser als Schauspieler denn als Autor. Ich fand die Geschichte zwar schon unterhaltend, aber für einen Thriller war mir die Handlung dann doch etwas zu dünn. Dafür kamen erotische Szenen nicht zu kurz, was ja voll okay ist, aber ein spannungsgeladener Plot ist bei einem Thriller halt doch essentieller. Am spannendsten an der Geschichte fand ich, dass sie hauptsächlich im Oman spielte.
Wale, die plötzlich Menschen tödlich angreifen. Würmer, die den Meeresboden zum Einstürzen bringen, was wiederum schreckliche Tsunamis auslöst, die Millionen Menschen töten und ganze Städte zerstören. Infizierte Hummer, die die Leute krank machen. Eine Katastrophe jagt die nächste und die Welt steht vor einem Rätsel. Denn irgendwie scheinen alle Katastrophen zusammenzuhängen und es wird immer mehr. Wissenschaftler:innen kommen zusammen und versuchen, zu verstehen, was da passiert - und die Welt zu retten.
Ein Roman, der von Anfang an spannungsgeladen ist. Mich hat er sofort gepackt und ich fand die Thematik super interessant. Meerestiere, die sich gegen die Menschen auflehnen, ich musste sogleich an die Orcas denken, die seit wenigen Jahren Yachten angreifen. Mit der Zeit zeigt der Roman jedoch seine Längen und driftet meiner Meinung nach etwas zu sehr ab, ich war irgendwann dann auch nicht mehr zu hundert Prozent bei der Sache beim Zuhören. Auch dem Ende konnte ich nicht mehr viel abgewinnen. Nichtsdestotrotz finde ich das Buch sehr empfehlenswert. Aber die gekürzte Version hätte sicherlich auch gereicht. :)
Nach fast 10 Jahren ist das Spiel Erebos plötzlich wieder erwacht. Nick findet auf seinem Handy auf einmal ein App vor, welches sich von alleine installiert hatte und sich nicht wieder entfernen lässt. Das Spiel hat ihn im Griff, hat sein ganzes Leben unter Kontrolle, erpresst ihn, funkt dazwischen - und ist auch dieses Mal nicht ungefährlich. Die Technik hat sich in diesen 10 Jahren gewandelt, mittlerweile kann Erebos auch Stimmen nachahmen und damit im Namen seiner Spieler:innen Telefonate mit Folgen führen.
Die Entwicklung des Spiels fand ich durchaus interessant, aber besonders die Szenen im Spielmodus empfand ich zunehmend langatmig und langweilig. Nichtsdestotrotz wollte ich wissen, wie es zuende geht.
In einer Schule wird ein Computerspiel herumgereicht. Niemand redet darüber, alles ist streng geheim. Wer spielen darf, erhält eine Kopie. Es gibt nur eine Chance, Erebos zu spielen. Es gibt strenge Spielregeln: nicht darüber reden, nur alleine spielen. Wer sich nicht daran hält oder die Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und darf nicht mehr neu starten. Nick ist von Anfang total angefixt vom Spiel, es macht süchtig und überzeugt wie kein anderes Game. Die Aufgaben, die gelöst werden müssen, müssen erstaunlicherweise in der Wirklichkeit ausgeführt werden. Und diese Aufgaben werden immer abstruser... Plötzlich wird klar, harmlos ist das Game nicht, im Gegenteil!
Ein überraschend spannender Jugend-Thriller. Gaming ist sonst nicht wirklich mein Thema, aber die Geschichte ist sehr packend aufgebaut und die Spannung blieb bis zum Schluss.
Der Abschluss der Thriller-Trilogie rund um das Verschwinden der 19jährigen Lilli. In diesem Band werden alle Fäden zusammengefügt, alle Morde aufgeklärt, alle Geheimnisse enthüllt. Kriminalhauptkommissar Tom und Kryptologin Mascha geben nochmals alles. Bis zum Schluss voller Spannung, mir hat auch der dritte Teil gut gefallen, auch wenn sich leider noch der eine oder andere Kitsch eingeschlichen hat, der meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen wäre.
Die Trilogie baut aufeinander auf, also unbedingt der Reihe nach lesen!
Nach wie vor sehr angenehm gesprochen von Oliver Siebeck.
Fortsetzungsband von „Der Strand - Vermisst“. Kriminalhauptkommissar Tom und Kryptologin Mascha suchen mittlerweile nicht nur die immer noch vermisste Lilli von Band 1, mittlerweile ist auch ihr bester Freund Ben tot und eine Leiche einer jungen Frau wird am Strand angespült. Die Leiche ist nicht Lilli… Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden jungen Frauen?
Auch den Band 2 fand ich spannend, die Figuren Tom und Mascha waren mir weiterhin sympathisch, der Plot schlüssig. Ansprechend gelesen von Oliver Siebeck. Bin nun gespannt auf den 3. und letzten Band.
Es empfiehlt sich, diese drei Bände der Reihe nach zu lesen, sie bauen aufeinander auf.
Die 19jährige (gehörlose) Lilli hatte mit ihrer Freundin Fabienne am Strand abgemacht, aber als Fabienne zehn Minuten zu spät eintraf, war von Lilli keine Spur. Sie ist verschwunden. Ihr Fahrrad wird in einem nahgelegenen Tümpel geborgen. Etwas später erhält Fabienne auf WhatsApp ein Bild von Lillis Account zugeschickt. Auf dem Bild: ein in den Sand gemalten Code mit Buchstaben und Sonderzeichen. Kriminalhauptkommissar Tom und Kryptologin Mascha versuchen, den Fall zu lösen und Lilli zu finden.
"Der Strand - Vermisst" ist Teil 1 einer Trilogie. Der erste Band endet ungelöst. Die Geschichte hat mich aber genug gepackt, um wissen zu wollen, wie es weiter geht. Angenehme Hauptprotagonist:innen, die mich interessierten, Nebencharakteren oft eher schwach gezeichnet. Ansprechend gelesen von Oliver Siebeck.
Eine bisher unbekannte, äusserst invasive Pflanze breitet sich auf der ganzen Welt plötzlich rasant aus. Die Pflanze ist aggressiv. Ihre Pollen, ihre Dornen, ihr Saft - alles an ihr ist hoch gefährlich, so dass sie weltweit Menschen krank macht und für viele Todesfälle sorgt. Ausbreiten konnte sie sich, da tausende Menschen weltweit anonyme Post mit Pflanzensamen erhalten - und bei sich zuhause eingepflanzt haben. Auch wenn die Behörden schnell reagieren und davor warnen, diese Samen einzupflanzen, ist es bereits zu spät. Die Pflanzen wuchern und kein Mittel scheint das Wachstum dieser zu stoppen. Der Botaniker und Autor Marcus Holland hört das erste Mal von dieser besorgniserregenden Pflanze an einer seiner Bücherlesungen. Die junge Frau, die ihn auf diese anbahnende Katastrophe anspricht, wird nach der Lesung vor seinen Augen verschossen. Er geht der Sache nach und bringt sich dabei selber in grosse Gefahr...
Fundiert recherchierter Wissenschafts- und What-If-Thriller. Mich hat die Geschichte von Anfang an gepackt und die Spannung hat bis zum Schluss angehalten. Viel gelernt über die Pflanzenwelt und sogar über Johann von Goethe! Nicht zuletzt regt die Geschichte sehr zum Nachdenken an. Kleiner Wehrmutstropfen: Der Schluss fand ich doch etwas zu theatralisch.
Nicht zuletzt ein toller Sprecher mit angenehmer Stimme und schauspielerischer Professionalität.
Will hat für sich und seine frischgebackene Ehefau Sara eine Woche in einer Lodge der Familie McAlpine in den Bergen gebucht. Es soll ihre Hochzeitsreise werden. Schon in der ersten Nacht jedoch wird ihre Auszeit durch einen Mord getrübt. Sie finden Mercy, die Tochter der McAlpines und Managerin der Lodge, schwerverletzt beim See und noch bevor sie sagen kann, wer auf sie mehrmals eingestochen hat, stirbt sie. Will und Sara, die beide bei der Polizei arbeiten (Sara als Gerichtsmedizinerin), versuchen alles, den Fall zu lösen. Fast alle in der Familie von Mercy haben ein Motiv...
Oft etwas langatmig, manchmal handelten die einzelnen Charakteren, meiner Meinung nach, unglaubwürdig, was mich störte. Im Grossen und Ganzen war ich aber unterhalten ab der Geschichte.
Ein Reiseunternehmen bietet neu ein digital-detox-Aufenthalt in einem ehemaligen Bergsteigerhotel in den Bergen an. Eine Gruppe von verschiedenen Personen versucht sich dem Experiment, fünf Tage ohne Internet und weit weg von der Zivilisation zu verbringen. Kaum im Hotel angekommen, tobt ein Schneesturm und schon bald sind sie eingeschneit. Am kommenden Morgen taucht einer der Gruppe beim Frühstück nicht auf. Nach langer Suche wird er gefunden, schwer misshandelt. Als die Gruppe ihn findet, kann er weder sehen, hören sowie sprechen und ist ab dem Halswirbel runter gelähmt - kurz darauf erliegt er seinen Verletzungen. Nach der zweiten Nacht ist eine weitere Person aus der Gruppe verschwunden. Das Funkgerät, die einzige Möglichkeit, sich mit der Aussenwelt zu verständigen, ist demoliert. Und plötzlich kann niemandem mehr getraut werden... Noch immer eingeschneit, gibt es kein Entkommen und die Angst ist gross, ob und wann erneut zugeschlagen wird....
Nicht mein Genre, aber ich war gut unterhalten und hatte die Geschichte innert Kürze durchgehört. Nicht zuletzt war es sehr gut gelesen. :)
Sidney ist Mitte 30 und wünschst sich nichts mehr als einen Freund. Ihre Dating-Erfahrungen sind aber leider alles andere als erfolgreich. Männer, die in ihrem Online-Profil nicht ehrlich sind, Männer, die sie mit der Rechnung im Restaurant stehenlassen, Männer, die ihre Grenzen nicht akzeptieren... Als sie Tom trifft, ist sie hin und weg. Könnte er ihr lang gesuchter Traummann sein? Er ist gutaussehend, hat gute Manieren und ist Arzt. Nur hat er offenbar Mühe, sich zu commiten. Und er verhält sich manchmal sehr verdächtig... könnte er der Mörder und Serienkiller ihrer guten Freundin sein? Von dem es hiess, dass er seine Opfer erst über längere Zeit datet, bevor er sie abschlachtet?...
Auch diese Geschichte trägt die Handschrift der Autorin. Gopf, und auch in dieser Geschichte verhielten sich die Figuren teilweise wieder sooo unnatürlich und unglaubwürdig! Aber, das muss ich McFadden lassen: Auch dieses Mal wurde ich überrascht damit, wie die Geschichte ausging. Ich dachte ja zwar schon früh, dass ich genau weiss, wer der Serienkiller ist (war ja nicht mein erster McFadden-Thriller...), aber nein, ich habe mich getäuscht. :)