Bücherregal lädt …
– Blood ‐ Du sollst bereuen
 224 Seiten

Lana und Logan sind glücklich zusammen, auch wenn Logan immer noch damit beschäftigt ist, Serienkiller zu jagen – darunter auch Lana, was er jedoch nicht ahnt. Tatsächlich fürchtet er, sie könne das Ziel eines Serienkillers werden, der es auf seine Liebsten abgesehen hat, weshalb er sie mit Polizeiansatz beschützen möchte. Das passt Lana natürlich gar nicht, weil sie dadurch ihre Kill-Liste pausieren muss, doch als ein anderer Schänder ihre Aufmerksamkeit weckt, ist sie trotz der neuen Sicherheitsmaßnahmen entschlossen, ihm ein Ende zu bereiten …

Spannend geht es mit Lana und Logan weiter, wobei in diesem Band keiner von beiden seiner eigentlichen Hauptstory folgt, sondern sich einerseits um den Boogeyman (Logan) und andererseits einen Kinderschänder kümmert (Lana). Es hat mir jedoch nichts ausgemacht, in diesem Band Nebenhandlungen zu folgen, weil beide immer noch spannend geschrieben waren und Lanas Talente auf gute Weise gezeigt wurden.

Bei Logan war ich mir bezüglich seiner Talente zunächst nicht sicher, denn nachdem er einen ersten Hinweis zum Boogeyman erhält, scheitert er daran, eine unglaublich offensichtliche Schlussfolgerung zu ziehen, die mir als Leserin sofort klar war – noch schlimmer, selbst nach dem zweiten Hinweis fand Logan den offensichtlichen Zusammenhang nicht, was mich ernsthaft an seiner Kompetenz zweifeln ließ. Ich begrüße es zwar, dass die Autorin die Hinweise so gestaltet, dass auch wir Leserinnen mitraten können, aber in diesem Fall waren sie definitiv zu leicht und hätten von einem FBI-Agenten wie Logan definitiv vermutet werden sollen.

Gegen Ende stellte er seine Reputation jedoch wieder her, als es um Lanas Fall ging und kam hier zu einigen beeindruckenden Schlussfolgerungen, die ihn gefährlich nahe an die richtige Fährte bringen – hier bin ich gespannt, wie sich die Handlung wohl weiterentwickelt. Denn zwar fiebere ich nicht hundertprozentig mit der Romanze mit, aber es macht immer noch Spaß, über sie zu lesen.

Ich hoffe, im nächsten Band werden wir speziell von Hadley mehr sehen, die mir erstaunlich gut gefiel, aber so oder so ist die Reihe sehr gut zu lesen und für Romance/Suspense-Fans perfekt geeignet!

– Annie Knows Everything
 385 Seiten

Nachdem Annie ihren eigentlichen Job beim Tech-Unternehmen Taskio verliert, lässt sie sich in die Data Strategy versetzen, obwohl sie sich damit gar nicht auskennt. Ihr neuer Boss Connor, der das merkt, gibt ihr die Aufgabe, sich um ein Dashboard zu kümmern, das niemand in der Firma benutzt, ohne, dass sein Team es sich erklären könnte. Annie und Connor arbeiten zusammen – und genießen dabei einen stetigen Schlagabtausch. Allerdings verstößt es gegen die Firmenpolitik, eine Beziehung unter Kollegen anzufangen …

Diese romantische Komödie ist einfach herrlich zu lesen, locker und lustig geschrieben und die perfekte Lektüre für Zwischendurch. Sie ist natürlich sehr vorhersehbar, selbst die Überraschungen sind leicht zu erraten – man bekommt eben genau das, was man erwartet. Aber es war so spaßig und so unterhaltsam, dass mir das letztendlich nichts ausmachte.

Ein großer Grund dafür ist Annies und Connors großartige Chemie. Sie haben viele humorvolle Schlagabtäusche, die ihre Chemie wunderbar zeigen und sich absolut amüsant lesen. Immer, wenn die beiden miteinander sprachen oder schrieben, kam es mir wie ein Ping-Pong-Duell vor, weil die beiden sehr gut damit waren, sich die metaphorischen Bälle hin- und herzuwerfen. Zwar kommen auch so einige Missverständnisse zwischen ihnen vor, aber sie wurden glücklicherweise schnell geklärt, sodass ich im Gegensatz zu vielen anderen romantischen Komödien nicht die Augen verdrehen musste, sondern mich über die verständnisvollen Gespräche freuen durfte.

Der eigentliche Job spielt letztendlich keine große Rolle (speziell das Dashboard, für das Annie zuständig ist, gerät gegen Ende in Vergessenheit, wenn auch aus gutem Grund), aber dafür umso mehr die Schwesternbeziehung zwischen Annie und Shannon. Die war wirklich gut umgesetzt, auch wenn ich hin- und hergerissen bin, was die Auflösung von Shannons romantischen Problemen angeht.

Andere Charaktere kommen in genau der richtigen Dosierung vor; sie blieben zwar letztendlich recht zweidimensional, hoben sich aber sehr gut voneinander ab und hinterließen bei mir einen bleibenden Eindruck.

Insgesamt also eine amüsante RomCom, die einfach Spaß macht!