Bücherregal lädt …
Secret – Du sollst mich fürchten
224 Seiten

Lana Myers ist eine Serienkillerin, die sich an den Männern rächt, die ihr damals Leid angetan haben. Doch als sie auf den FBI-Agenten Logan Bennett trifft, trifft sie zum ersten Mal auf einen Mann, der sie auf positive Weise fasziniert – allerdings auch ein Profiler ist, der ihre wahre Identität mühelos durchschauen könnte. Während die beiden sich langsam näherkommen, ist Logan zudem entschlossen, den Mörder der Männer zu finden, die Lana umgebracht hat …

Dieser locker zu lesende Thriller ist aufgrund seines flotten Schreibstils wunderbar zu lesen und bietet eine unterhaltsame, kurzweilige Lektüre, die mir viel Spaß gemacht hat.

Lana ist nicht nur eine fähige, sondern auch eine überraschend sympathische Protagonistin, in die ich mich erstaunlich gut hineinversetzen konnte, auch wenn ihre Aktionen sehr extrem sind. Tatsächlich mochte ich sie sogar mehr als Logan, weil es bei ihr mehr Szenen zum Mitfiebern gab, da sie schließlich ihre wahre Identität vor ihm geheim halten muss. Die Ironie in ihren Begegnungen war herrlich zu lesen, ihre Romanze jedoch noch nicht hundertprozentig überzeugend.

Die beiden haben zwar durchaus Chemie miteinander und ich mochte speziell ihre Textnachrichten sehr gerne, aber die Romanze entwickelt sich recht schnell, nahm viel Raum ein und war dabei eher auf das Körperliche fokussiert, weshalb ich den romantischen Anteil dieser Romanze nicht besonders stark spürte. Hier hoffe ich, dass spätere Bände die emotionalen Aspekte stärker hervorheben werden.

Lanas Mordpläne spielen im Gegensatz zur Romanze eine eher untergeordnete Rolle und sind vor allem am Anfang und am Ende relevant, dazwischen aber eher nicht; was vielleicht auch ganz gut so ist, denn die Brutalität, mit der Lana vorgeht, ist nicht zu unterschätzen. Wir erleben zwar nicht direkt die Momente, in denen sie die Männer foltert, doch die Beschreibungen danach reichen allemal aus, um es sich vorzustellen.

Inwiefern die Art und Weise, wie Lana und Logan in ihren jeweiligen Berufen vorgehen, realistisch ist, kann ich nicht beurteilen, aber sie ist auch nicht der Fokus der Geschichte, weshalb sie mir auch nicht allzu wichtig war. Etwas, von dem ich dagegen gerne noch mehr gesehen hätte, sind andere Charaktere – natürlich kommen welche vor, aber nur Lanas bester Freund Jake hinterlässt einen bleibenden Eindruck, weil der Fokus so stark auf Lana und Logan selbst liegt.

Einen mittelgroßen Twist gibt es am Ende, ansonsten besticht der Roman vor allem dadurch, dass er einen auch eine große Twists gut mitreißt, weil die Ausgangssituation so fesselnd ist. Deshalb würde ich ihn vor allem Freida-McFadden-Fans empfehlen, mit der einzigen Anmerkung, dass dieses Buch gewalttätiger ist – aber dafür genauso locker zu lesen und mit einer spannenden Romanze im Fokus.