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Schon immer hatte Louisa den Traum, das Gemälde „Das vom Meer“ mit eigenen Augen zu sehen – und nicht nur gelingt ihr das auch, sie begegnet sogar dem Maler und die beiden teilen einen besonderen Moment. In derselben Nacht verstirbt er – und vermacht ausgerechnet Louisa sein wertvollstes Gemälde. Komplett überfordert, bittet sie den besten Freund des Malers, Ted, ihr dabei zu helfen, das Bild weiterzuverkaufen, woraufhin die beiden sich auf eine Reise aufmachen, in der Ted Louisa die Geschichte des Gemäldes erzählt, und wie damals vier Freunde einen unvergesslichen Sommer erlebten …
Ich glaube, dieser Roman könnte mein Jahreshighlight werden, denn obwohl bis dahin noch so einige Monate und Bücher ausstehen, dürfte es schwer für einen anderen Roman sein, mich so viele Dinge auf einmal fühlen zu lassen. Ich habe gelacht, geweint, mitgefiebert und mitgefühlt – und dachte am Ende einfach nur: „Wow.“
Dabei könnte ich es eigentlich belassen, doch möchte ich dann doch versuchen, meine Gefühle für diesen Roman ausführlicher zu beschreiben. Sein Fokus liegt auf der Freundschaft zwischen dem Maler, Ted, Joar und Ali, die im Sommer, in dem sie fünfzehn werden, dem Maler dabei helfen wollen, für einen Wettbewerb ein Gemälde zu malen. Gleichzeitig hat jeder von ihnen sein eigenes Päckchen zu tragen, und die Vergangenheit von allen Charakteren spielt dabei eine genauso große Rolle wie der Sommer, den sie erleben. Jeder hat tragische Erlebnisse hinter sich, die ausführlich und emotional erzählt werden, sodass es leicht war, alle Charaktere ins Herz zu schließen und mit ihrer damaligen Gegenwart mitzufiebern. Die Freundschaft zwischen ihnen war großartig umgesetzt, sehr realistisch und gleichzeitig sehr herzerwärmend.
Aber auch Louisa und Teds Erlebnisse nach dem Sommer werden nicht ignoriert; sowohl Louisas Freundschaft mit ihrer verstorbenen Freundin Fish als auch ihre beginnende Freundschaft mit Ted spielt eine große Rolle und sorgte für viele dramatische, aber, im letzteren Fall, auch für viele witzige Szenen. Louisa hat nämlich einen sehr speziellen Charakter, mit dem sie Ted gehörig auf die Nerven geht und die Leserherzen erfreut. Ich musste bei den witzigen Dialogen zwischen den beiden und Louisas Mangel an einem Gesprächsfilter mehr als einmal herzhaft lachen, was für einen angenehmen Kontrast zu den sonst dramatischen Ereignissen sorgte. Die Balance zwischen den beiden ist hervorragend gelungen und machte den Roman nicht nur unterhaltsam, sondern auch tiefgründig. Es gab viele Sätze, die ich mir am liebsten angestrichen hätte, weil sie eine so wichtige Botschaft enthielten, aber auch viele Sätze, die allein wegen ihrem Humor positiv hervorstachen. Wie gesagt: Ich musste mehrmals weinen, aber auch mehrmals lachen.
Sehr gut war das Foreshadowing umgesetzt. Es bereitet uns Leser:innen im genau richtigen Maße Sorgen, aber gleichzeitig entwickeln sich viele Handlungsstränge anders, als ich zunächst erwartet hatte. Das hat mir sehr gefallen, weil es das Leseerlebnis frisch hielt und meine Erwartungen untergrub. Das beste Beispiel dafür ist definitiv das Ende, das ich natürlich nicht vorwegnehmen will, das mich aber sehr positiv überraschte, weil es einen so zufriedenstellenden Abschluss für die Charaktere bot.
Insgesamt also ein fantastischer Roman, der mich zu Tränen rührte und alle Emotionen von Trauer bis zu Hoffnung fühlen ließ!
Nur ein einziges Mal will Louisa ihr Lieblingsgemälde in echt sehen, doch hätte sie niemals damit gerechnet, dass dieses Abenteuer damit endet, dass sie das Gemälde vom Maler vererbt bekommt. Komplett überfordert bittet sie Ted, den besten Freund des Malers, ihr dabei zu helfen, einen geeigneten Ort für das wertvolle Gemälde zu finden, woraufhin die beiden eine Reise beginnen, während der er ihr die Geschichte hinter dem Gemälde erzählt: Von dem letzten Sommer, den vier Jugendliche zusammen verbrachten, dem Sommer, der in dem Gemälde verewigt worden ist. Eine Geschichte über Freundschaft, aber vor allem über das Leben: Eine Geschichte, die Louisa hilft, ihren eigenen Platz in der Welt zu finden …
Ich habe das Buch bereits vor einigen Monaten gelesen, doch weil es mich einfach nicht losgelassen hat, musste ich es unbedingt ein zweites Mal erleben. Es fällt mir wirklich schwer, in Worte zu fassen, wie sehr mich die Geschichte von Ted, Joar, Ali und dem Maler berührt hat, denn die Emotionen, die diese vier Freunde in mir hervorrufen, lassen sich nicht leicht beschreiben.
Dabei gibt es bei weitem nicht nur dramatische und tragische Szenen, sondern speziell in der Gegenwart mit Louisa und Ted auch viele, die mich zum Schmunzeln und zum Lachen brachten; aber letztendlich waren es vor allem die traurigen und bittersüßen Momente, die mir am meisten in Erinnerung blieben und mich am meisten beeinflusst haben. Es gab so viele Sätze, die ich mir gerne angestrichen und so viele Szenen, die ich am liebsten in meinem Kopf gespeichert hätte, weil sie so bedeutungsvoll waren und mich zum Nachdenken anregten.
Gleichzeitig wusste ich den Humor in der Gegenwart zu schätzen, weil er einen angenehmen Gegenpol zu den vergangenen Ereignissen bildete. Allgemein gab es in beiden Zeitlinien viele schöne Momente, die ich in meinem Re-Read sogar noch mehr genießen konnte, weil ich nun wusste, was in der Zukunft passiert. Die Freundschaft zwischen dem Maler, Ted, Joar und Ali ist dabei natürlich ein Highlight, weil sie so realistisch und einnehmend beschrieben wurde, aber auch die beginnende Vater-Tochter-Beziehung zwischen Ted und Louisa wärmte mein Herz. Überhaupt sind alle Charaktere auf ihre Arten wunderbar; sogar welche, die in der Handlung gar nicht aktiv auftauchen (wie Fish, Louisas verstorbene Freundin), hinterlassen einen unglaublich starken Eindruck.
Insgesamt ist dieses Buch zu einem richtigen Herzensbuch geworden, weshalb ich es mit Freuden allen empfehle, die emotionale, ergreifende Geschichten lieben, die noch lange nach dem Lesen nachhallen!