Lesetagebuch
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Einträge mit dem Tag technologie.
Influence - Fehler im System
 304 Seiten

Amir, idealistischer Student gerät aufgrund seiner Verbindung zum Blogger Habakuk in eine Verschwörung. Die Cyberkalypse bricht aus, das Internet ist tot, nichts geht mehr. Nur er hat einen Chip, den er zu Habakuk bringen muss. Doch kann er Habakuk vertrauen? Das Buch wird angepriesen als Near-Future-Thriller, ist aber eher ein spannendes Gedankenexperiment-Roadmovie zwischen zwei Millenial-Gen Z Charakteren und haufenweise Social-Media Anglizismen und Slang mit dem Leser über 40 wohl eher weniger anfangen könnnen. Ich mochte es, bin mir aber unsicher, ob ich es empfehlen würde. Wen die Thematik interessiert und sich eine Jetzt-Gesellschaft ohne Internet vorstellen möchte, ist damit aber bestens unterhalten.

"Alexa, ich mach Schluss mit dir"
 96 Seiten

Diese launigen 96 Seiten sind ein kurzer, guter Rundumschlag gegen Amazon, Google & Co. Wem Zouboffs "Überwachungskapitalismus" mit 900 Seiten zu viel ist, kriegt hier einen kurze Einführung mit ner netten Quellenbeigabe zum Weiterlesen und kann gleich loslegen, Antworten zu finden, auf die Frage: Welche Digitalisierung wollen wir eigentlich?

Die Neuerfindung der Diktatur
 288 Seiten

Auch wenn das Buch erst von 2018 ist, ist es schon ein bisschen in die Jahre gekommen. China hat das Socialcreditsystem implementiert und ist dabei, die Welt zu formen. In kurzen Kapiteln erläutert Autor Kai Strittmatter wie China den digitalen Überwachungsstaat aufgebaut hat, ihn systematisch ausweitet und was das für uns bedeutet bzw. bedeuten kann. Sehr lesenswert und gut für den Einstieg, wenn man sich mal über die geopoltische Strategie unter Xi Jinping Regierung informieren will.

Wem kannst du trauen?
 400 Seiten

Vertrauensforscherin Rachel Botsman analysiert in dem Buch den Trust Shift weg von den etabilierten Institutionen zu Einzelpersonen und erklärt, wie Gig-Plattformarbeit, Influcening Blockchain, Social Scores und Bots das Vertrauen verändern. Die Analysen spannen zwar einen weiten Bogen, der einem einen guten Überblick gibt, aber nicht tief genug geht. Außerdem ließ sie für mich wichtige Fragen unbeantwortet und hat mir trotzdem nicht genügend Denkfutter mitgegeben. Im Grunde reichts, wenn man den TED Talk von ihr guckt oder aber mit anderen Leuten über das Buch redet, weil es ein gutes Thema zum Drüber reden ist. [Das Buch wurde als Sachbuch für meinen Leseclub ausgewählt]