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The Travel-diaries of William Beckford of Fonthill: Memoir of William Beckford. Dreams, waking thoughts and incidents
434 Seiten

William Beckford war ein reicher Sprössling des englischen Adels und wie es sich gehört war auch er im Jahre 1780 auf Grandtour durch Europa. Von den Niederlanden über Deutschland und Österreich erreichte er sein Ziel: Italien. "Träume, Gedankenspiele und Begebenheiten" verfasste er in der Form von stilisierten Briefen an einen fiktiven Adressaten in England und mischt darin seine spöttischen Ansichten und empfindsame Bewunderung für Land und Leute, Kunst und Kultur. Er lässt sich gefühlvoll hinreissen und vermischt darin landschaftliche Beschreibungen mit seinen Einbildungen und Träumereien, weil seine Feder die Briefe "im Schlaf schreibt". Ein bisschen exzentrisch? Ja, sehr. Ich fand es insgesamt sehr lesenswert, es ist als ob man im 18. Jahrhunder Urlaub macht. Die Erkenntnis die bleibt: So viel hat sich gar nicht geändert.

Valdivia - Die Geschichte der ersten deutschen Tiefsee-Expedition
237 Seiten

Nettes Büchlein zur ersten deutschen Tiefsee-Expedition, angereichert mit Zeichnungen und Bildern, die auf der Expedition entstanden sind. Schöne Übersicht mit vielen Zitaten und gut erklärtem Reiseverlauf. Kann man so weglesen und ist trotz der mitunter schwierigen Thematik (Rassismus, Kolonialismus..) nicht zu schwer. Schade, dass es nicht ausführlicher war.

Anna - Mitternachtsküsse für eine Lady
368 Seiten

Der 2. Teil der "Saison zum Verlieben" Reihe von Jennifer Adams. Anna langweilt sich in Baden-Baden. Ihr Verlobter Henry ist auf Grande Tour und ihre beste Freundin Elise ist noch nicht angekommen...bleibt nur noch Franz, der Jugendfreund und Bruder von Elise, der für Unterhaltung sorgen kann... Nett geschrieben, aber nicht so aufregend wie der erste Teil.

& "Deutschland, deine Kolonien"
256 Seiten

In kurzen Essays, Interviews und Sachinformationen bekommt man verschiedene Aspekte des deutschen Kolonialismus präsentiert. Durch die Auswahl erhält man ein differenziertes Bild, das ausreicht, um sich schnell einen gut lesbaren Überblick über die Thematik zu schaffen und es weckte in mir auch die Lust, mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Wer sich mit (Anti-)Rassismus beschäftigt, muss sich eigentlich auch um das Thema Kolonialismus kümmern. Man kann das eine nicht ohne das andere fertig denken. Jetzt bin ich so viel klarer, was das alles angeht.