Diese Aphorismen Sammlung lässt einen direkt in Novalis Gehirn schauen und erläutert den Geist der Romantik im Sinne der Poesie. Seine Texte sind nur mit Glauben und Liebe zu verstehen, das verlangt einem manchmal viel ab, ist aber trotzdem sehr lesenswert mit viel Stoff zum Nachdenken. Passt sehr gut in die heutige Zeit.
Gedichte zu Märchenhaften, der Nacht, der Sehnsucht, dazu Bildmotive wie Waldeinsamkeit, Mondenschein und Loreley und die Entgrenzung des Individuums in die Natur oder ins Universum. Schöne Auswahl von den Anfängen in Jena bis zur Spätromantik, von melancholischer Selbstreflexion bis zum fröhlichen Volkslied, von bekannten Gedichten bis zu neuen Entdeckungen.
In dieser Briefsammlung stehen die Briefe von John Keats an seine Geliebte Fanny Brawne im Mittelpunkt, dazu noch ein paar Briefe an seine Freunde sowie ein paar seiner wichtigsten Gedichte. Sehr schöne Zusammenstellung, die ich gerne las. Ein Nachwort der Filmemacherin Jane Campion rundet das Ganze ab.
William Beckford war ein reicher Sprössling des englischen Adels und wie es sich gehört war auch er im Jahre 1780 auf Grandtour durch Europa. Von den Niederlanden über Deutschland und Österreich erreichte er sein Ziel: Italien. "Träume, Gedankenspiele und Begebenheiten" verfasste er in der Form von stilisierten Briefen an einen fiktiven Adressaten in England und mischt darin seine spöttischen Ansichten und empfindsame Bewunderung für Land und Leute, Kunst und Kultur. Er lässt sich gefühlvoll hinreissen und vermischt darin landschaftliche Beschreibungen mit seinen Einbildungen und Träumereien, weil seine Feder die Briefe "im Schlaf schreibt". Ein bisschen exzentrisch? Ja, sehr. Ich fand es insgesamt sehr lesenswert, es ist als ob man im 18. Jahrhunder Urlaub macht. Die Erkenntnis die bleibt: So viel hat sich gar nicht geändert.