Beautiful World, Where Are You
368 Seiten

Sehr traurig und sehr gut geschrieben. Die Situationen sind so eindrücklich beschrieben und genau die richtigen Details ausgearbeitet, dass ich immer wieder das Gefühl hatte, das alles gut zu kennen, als ob ich selbst dabeigewesen wäre. Und nicht nur traurig wegen dem, was in den Figuren so vor sich geht, sondern dass man auch viel von sich selbst darin wiederfinden kann. Da weiß auf jeden Fall jemand, wie man wütende Entwürfe für Textnachrichten schreibt aber keine davon abschickt.

The Senior Software Engineer
243 Seiten

Ein weiteres Buch von Dave Copeland, diesmal ein Framework für Senior Softwareentwickler. Ich fand es wieder sehr gut und realistisch. Copeland ist nicht so hand-wavey, wie andere Leute schnell werden, sondern sagt auch mal „Und wenn du deine Vorgesetzten mit diesem Argument auch nicht überzeugen kannst, dann stell dich auf eine lange Diskussion ein, oder poliere schon mal deinen Lebenslauf.“

Viele im Buch angesprochenen Sachen habe ich mir in meiner Laufbahn bereits angeeignet, aber einige auch noch nicht. Es war in jedem Fall gut, alles so gesammelt zu lesen.

I Want to Die but I Want to Eat Tteokbokki
208 Seiten

Ich fand das Buch okay und es lies sich sehr schnell lesen, aber ich glaube, es hat mir nicht so gut gefallen. Irgendwie fand ich es dann doch zu persönlich. Gerade, weil ein Großteil des Buchs aus Gesprächen mit ihrer/m Therapeutin/en besteht, dreht sich doch viel im Kreis. Die Gespräche sind zweifellos stark gekürzt und bearbeitet, aber es geht doch immer mal wieder um die gleichen Themen. Ich hoffe, es geht ihr gut, aber mir war es zu voyeuristisch.

Greenlights
304 Seiten

Ich glaube, ich habe lange kein Buch mehr in einem Zug durchgelesen; dabei habe ich wirklich lange gebraucht, um dieses Buch endlich mal in die Hand zu nehmen.

Das, was Matthew McConaughey hier geschrieben hat, ist definitiv kein literarisches Meisterwerk, erwarte ich aber ehrlicherweise auch nicht von Memoiren, und teilweise gab es Stellen, wo es mir etwas zu sehr in Richtung spirituelles Selbsthilfe-Buch abgedriftet ist. Nichtdestotrotz fand ich dieses Buch in erster Linie interessant und ja, auch unterhaltsam. Es gibt einiges, was ich schwer nachvollziehen kann und wo ich in der Bewertung/Reflektion absolut nicht der Meinung des Autors bin, aber: Es ist seine Art, seine Geschichte, seinen Werdegang zu erzählen. Schade fand ich allerdings, dass die letzten Jahre auf vergleichsweise wenigen Seiten abgefrühstückt wurden, und dass das Konzept der Greenlights, was über dem gesamten Buch schreibt, so vage gelassen wurde.

SOLID is Not Solid: Five Object-Oriented Principles To Create a Codebase Everyone Will Hate
70 Seiten

Ein kurzes, lustiges Buch über die sogenannten „SOLID Principles“ und Softwareentwicklung. Viele gute Stellen, hier ein paar Beispiele:

I also promise that if this book sells well, the follow up, “XP: The Way to Motivate Little Children To Close JIRA Tickets At A Big Horrible Technology Company Run By People Who Do Not Understand Technology”, will be dedicated to Kent Beck.

Und:

Maybe we could call this a “responsibility”, but I like to use words in the right way, since words have, you know, meaning and stuff.

Und:

If Uncle Bob had used the canonical domain of professional wrestling, he would’ve seen that such a leap of abstraction would be difficult without more than one use case.