- Shadow Reaper
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- Freundschaft
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- Worldbuilding
- Enemies to Lovers
- Kleines Highlight
Viri ist eine Jägerin, die sogenannte Reaper jagt – Menschen, die Kinder töten, um an deren mächtige Magie zu kommen. Als sie auf Dutzende vermisste Kinder aufmerksam wird, fürchtet sie, dass der Reaper-Priester etwas Großes plant, das über deren Tötung hinausgeht – und nur Reeve, ihr ehemaliger Kindheitsfreund, kann ihr Antworten darauf geben. Damals verließ er sie, um die rechte Hand des Reaper-Priesters zu werden, was Viri ihm nie verziehen hat – doch nun braucht sie seine Hilfe, um den Reaper-Priester endlich zu finden und seine Pläne zu stoppen. Und schon bald stellt sich heraus, das vieles, was Viri für selbstverständlich hielt, ganz anders ist, als sie ursprünglich annahm …
Als großer Fan der „Prison Healer“-Trilogie habe ich mich schon sehr auf Lynette Nonis neue Dilogie gefreut und bin froh, dass die Lektüre tatsächlich sehr spaßig und sehr spannend war!
Zunächst einmal ist die Welt, in der die Geschichte spielt, absolut faszinierend. Nonis Worldbuilding um die Obelisken, denen Magie gegeben wird, die Berge, in denen die Menschen leben und den Schwarznebel, der die gesamte Insel einhüllt, war großartig und ich war froh, dass all diese Aspekte tatsächlich eine wichtige Rolle spielten. Zusätzlich gibt es zwischen der Hauptgeschichte Tagebucheinträge des Magiers Kadmus Castro, der damals auf die Insel kam, was das Worldbuilding zusätzlich bereichert hat, vor allem, sobald klar wurde, wie die Tagebucheinträge mit der Hauptgeschichte zusammenhängen.
Dann haben wir natürlich noch die Romanze, die sehr einnehmend und einfach herrlich geschrieben war – Viris und Reeves Schlagabtäusche, aber auch ihre tiefen Gefühle füreinander machten sie zu einem sowohl unterhaltsamen als auch sehr süßen Paar. Ich war positiv überrascht davon, wie sich ihre Romanze entwickelte, denn gerade, weil Viri Reeve für einen kaltblütigen Mörder hält (wobei uns Leser:innen natürlich schnell klar ist, dass das unmöglich so einfach sein kann), war ich nicht sicher, wie realistisch ihre Romanze letztendlich sein würde – aber glücklicherweise ist das Lynette Noni ganz fantastisch gelungen!
Andere Charaktere gefielen mir ebenfalls sehr, vor allem Viris beste Freundin Wynter (die mein Lieblingscharakter war) und Jonas, einer aus Reeves Freundesgruppe. Allerdings muss ich zugeben, dass mir von anderen Charakteren etwas mehr Screentime gefehlt hat – speziell von Soren (Viris bestem Freund) und von Reeves anderen Freunden Sage und Ardin. Sie kamen zwar oft genug vor, um einen Eindruck zu hinterlassen, aber nicht oft genug, um sie tatsächlich lieb zu gewinnen. Hier finde ich, dass sie Viri und Reeve länger hätten begleiten sollen, um genau wie Wynter und Jonas genug Zeit zu bekommen, unser Herz zu gewinnen.
In diesem Roman gibt es auch sehr viele Twists, wobei speziell der erste und der letzte (bzw. die letzten zwei) mich sehr schockierten, weil ich sie überhaupt nicht kommen sah – aber die mittleren fand ich um einiges offensichtlicher, sodass die größte Spannung eher dadurch entstand, wie Viri auf die Twists reagieren würde und nicht, wie überraschend sie für uns sein würden. Zugegeben habe ich manche auch erst relativ kurz vor ihrer Offenbarung kommen sehen, aber dennoch fiel es mir insgesamt leichter, gewisse Handlungsentwicklungen korrekt vorherzusehen.
Allerdings hat das meiner Lesefreude keinen Abbruch getan, weil die Geschichte stets spannend blieb und es großen Spaß machte, speziell mit Viris und Reeves Romanze mitzufiebern. Von daher würde ich den Roman allen empfehlen, die im Allgemeinen gerne Fantasyromanzen lesen!
Viri ist eine Jägerin, die Reaper jagt – Menschen, die Kindern ihre Magie aufsaugen und sie dadurch töten, um es selbst benutzen zu können. Zu den Reapern gehört auch ihr Kindheitsfreund Reeve, der treueste Anhänger des Reaperpriesters – des Priesters, der vor sieben Jahren Viris Eltern tötete. Als Reeve gefangen genommen wird, bietet er Viri Antworten im Tausch für seine Freiheit an. Sie weigert sich zunächst, doch als sie von verschwundenen Kindern hört, die der Reaperpriester entführt, lässt sie sich doch auf einen Deal ein. Bald ist nicht nur alles, was sie zu wissen glaubte, im Bröckeln, sondern auch ihr Herz in Gefahr, als sie Reeve immer näher kommt …
Ich habe das Buch bereits auf Englisch gelesen, doch da ich aus Erfahrung weiß, dass mir die Bücher auf Deutsch in der Regel besser gefallen, wollte ich es unbedingt auch auf Deutsch lesen – und war sehr zufrieden mit dieser Entscheidung, weil es für mich tatsächlich einen Unterschied machte!
Wobei nicht nur die Sprache dabei eine Rolle spielte, sondern auch die Tatsache, dass es ein Re-Read war, bei dem ich das Foreshadowing und die dramatische Ironie sehr zu schätzen gewusst habe. Es gab so vieles, was mir beim ersten Lesen natürlich nicht klar war und das jetzt beim zweiten Lesen besonders positiv hervorstach.
Zwei Kritikpunkte bleiben zugegeben gleich: Zum einen finde ich, dass die meisten Nebencharaktere nicht genug Zeit hatten, um mir richtig ans Herz zu wachsen (nur Wynter und Jonas konnte ich liebgewinnen), weshalb ich hoffe, dass der zweite Band ihnen mehr Screentime schenken wird – und zum anderen finde ich, dass der Endtwist nicht gut genug geforeshadowt wurde. Natürlich gab es ein paar Hinweise, aber so kleine und subtile, dass für mich der Twist trotzdem wie ein Twist um des Twists willen wirkte.
Doch natürlich gibt es auch so einige positive Aspekte, wie die spannende Handlung, die wunderbare Chemie zwischen Viri und Reeve, die restlichen Twists und deren Foreshadowing, das Worldbuilding und, so seltsam es auch klingen mag, Viris Instinkt. Was mir beim ersten Lesen nicht so stark aufgefallen ist, ist, wie wunderbar die Tatsache, dass Viris Instinkt sie nie trügt, umgesetzt wurde. Gleich am Anfang wird etabliert, dass sie sich stets auf ihren Instinkt verlassen kann, aber es wird eben auch sehr oft gezeigt, was mir sehr gefiel, weil es Viris Kompetenz sehr gut zeigte.
Am liebsten mochte ich aber natürlich die Romanze zwischen Viri und Reeve. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander, vor allem in der zweiten Hälfte, wo sie eine ganze Weile allein sind – und all diese Zeit wird hervorragend genutzt, um ihre Chemie zu zeigen und eine realistische Romanze zwischen ihnen aufzubauen. Es war sehr leicht, mit ihnen mitzufiebern und sie machten den Romanzen-Aspekt dieser Romantasy absolut großartig.
Zusammengefasst also eine Fantasyromanze, die mir beim Wiederlesen sogar noch mehr gefallen hat und für alle Romantasy-Fans perfekt geeignet ist!