Obskure Objekte, Untergrundbauten, bizarre Landschaften, Vorstellungswelten, verplante Flächen, Enklaven und Exklaven, sich bewegende Orte und verschwundene Gebiete: Diese "schrägen" Orte stellt Pia Volk in ihrem "Fremdenführer für Einheimische" vor und zeigt damit, dass es auch in Deutschland Bauten gibt, die es zu bewundern gilt.
Natürlich hat mich nicht jeder Ort gleichermaßen interessiert. Tatsächlich habe ich bereits jetzt viele vergessen. Aber dafür sind die Orte, die mir im Kopf geblieben sind, umso stärker präsent und ich bin froh, zu wissen, dass es nicht nur im Ausland Orte gibt, die es sich zu besuchen lohnt.
Pia Volk geht dabei immer auch auf die Geschichte des jeweiligen Ortes ein, und beschreibt den Ort selbst so plastisch, wie es ohne Fotos möglich ist. Denn das ist die große Schwäche dieses Fremdenführers - mit Fotos oder Zeichnungen wären mir die Orte noch besser im Gedächtnis geblieben und ich fand es schade, dass es nur am Anfang eines neuen Themas eine kleine Zeichnung gab.
Insgesamt ein kurzweiliges, doch informatives Sachbuch, das gut hervorhebt, wie besonders Deutschland sein kann.
- Disney Twisted Tales
- Elsas Suche
- Walt Disney
- Jen Calonita
- Carlsen
- Adaption
- Kinderbuch
- Märchen
- Die Eiskönigin
Elsas Eltern haben ein Geheimnis vor ihr. Sie reden über ein Mädchen, das Elsa nicht kennenlernen darf und einmal im Monat verschwindet Elsas Mutter in ein anderes Dorf, um dort jemanden zu besuchen. Anna derweil sehnt sich als Adoptivtochter eines Bäcker-Ehepaars nach einem Leben in Arendelle. Einmal im Monat besucht eine Freundin sie, redet mit ihr über ihre Tochter. Bald schon versuchen sowohl Elsa als auch Anna die Person zu finden, die ihnen ihr ganzes Leben lang gefehlt hat ...
Größtenteils folgt diese Adaption den Geschehnissen des Films und passt sie je nach den Veränderungen im Canon an, sodass die meisten Szenen auf leicht andere Weise passieren. Vor allem die eigens erfundenen Szenen haben mir hierbei sehr gefallen, aber ich mochte es auch, wie gut die Filmelemente letztendlich eingebaut wurden - z.B. durch Hans, der nun Elsa den Hof macht oder durch Kristoff, der früher und auf andere Weise auf Anna trifft.
Tatsächlich waren es mir insgesamt jedoch zu viele Filmszenen und ich hätte es sehr begrüßt, wenn die Autorin sich mehr Freiheit genommen hätte, wie sie es vor allem am Anfang der Geschichte tat. Die eigenen Dinge, die sie beiträgt, waren nämlich hervorragend und ich hätte gerne mehr von ihren Ideen gelesen.
Der Schreibstil ist flüssig und der Grund für Elsas und Annas fehlende Erinnerung an ihre Schwester sehr gut umgesetzt. Es war insgesamt eine sehr nette Geschichte, die den Film "Die Eiskönigin" aus einer anderen Grundvoraussetzung betrachtet hat. Wer also gerne schriftlich in die Filmwelt eintauchen, aber auch ein wenig Abwechslung haben möchte, ist hier bestens bedient!
Ein wunderschönes Buch über einen Küchenmeister, der entschlossen ist, die Liebe seines Lebens zu finden. Jede Speise bringt ihn näher an sein Ziel - doch seine Liebste, Kamer, ist Teil eines Harems und für ihn unerreichbar ...
Das Leben des Meisterkochs hat mich unglaublich fasziniert. Die Art und Weise, wie er seine Kochkünste immer weiter verbessert, hat mir sehr gefallen, weil man einen guten Eindruck davon bekommt, wie viel selbst mit natürlichem Talent noch zu lernen ist. Auch seine Beziehung zu Kamer, obschon die beiden gar nicht mal so viel Zeit miteinander verbringen, hat mich gepackt und ihre gemeinsamen Szenen gehören definitiv zu meinen liebsten.
Die Gerichte sind alle so gut beschrieben, dass ich sie regelrecht auf der Zunge schmecken konnte - und mehr als einmal Hunger bekam. ;) Der Detailreichtum, mit dem die ganze Kunst des Kochens bereichert wurde, war hierbei ein großes Plus.
Insgesamt ein wunderschöner und empfehlenswerter Roman!
Ein sehr unterhaltsamer Reisebericht eines sehr sympathischen Menschen! Christopher Schachts positive Lebenseinstellung hat mir sehr gut gefallen und ich mochte es auch, wie er mehrmals zeigte, dass er zwar oft Glück gehabt hatte, aber auch selbst anpackte, um seine Reise voran zu bringen.
Besonders bildhaft beschreibt er unterschiedliche Erlebnisse auf seiner Reise und es war dabei leicht, mit ihm mitzufühlen. Mit Freuden las ich, wie er von Land zu Land, Meer zu Meer reiste, dabei unterschiedliche Menschen traf und viele wichtigen Lektionen lernte. Die in der Hardcover-Ausgabe bunten Bilder waren ein toller Extrapunkt.
Dieses Buch empfehle ich allen, die tatsächlich den "Reise"-Aspekt eines Reiseberichts lesen wollen und nicht nur das Leben am Reiseort selbst. Für mich war dieses Buch auf jeden Fall ein toller Einstieg ins Genre!
Arka reist nach Hyperborea, die Stadt ohne Wind, um dort nach ihrem Vater, einem mächtigen Magier, zu suchen. Lastyanax, der in Hyperborea lebt und frisch zum Magier ernannt wurde, sucht dort derweil nach dem Mörder seines Mentoren, der unter verdächtigen Umständen verstarb. Durch eine Verkettung von Ereignissen wird Arka schließlich Lastyanax' Elevin - sodass beide sich nicht nur mit ihren eigenen Problemen, sondern auch mit Arkas Ausbildung beschäftigen müssen ...
Arka und Lastyanax waren beide tolle Charaktere, die durch ihren Realismus positiv hervorgestochen sind. Gerade bei der dreizehnjährigen Arka war das beeindruckend, aber auch der erst neunzehnjährige Lastyanax wurde hervorragend charakterisiert. Ihre Beziehung, die an Geschwister erinnert, ist ebenfalls schön beschrieben.
Was die Nebencharaktere angeht, sind alle bis auf Pyrrha (eine der wenigen Magierinnen) recht eindimensional; sie erfüllen ihren Zweck, aber nicht viel mehr. Tatsächlich hat mich die Existenz mancher Charaktere sehr verwirrt - z.B. Kazik, dem Arka hilft, die Magierprüfung zu bestehen, der dann aber nur ein Klassenkamerad wird, von dem Arka ihre Hausaufgaben abschreibt und für die Handlung ansonsten irrelevant ist. Ich würde ihn nicht mal als ihren Freund bezeichnen, weil sie ausschließlich daran denkt, wie nützlich er für sie ist.
Phreton ist ein weiterer verwirrender Nebencharakter. Für die Handlung ist er wichtiger als Kazik, aber was seine Beziehung zu Arka angeht, hat mich Eléonore Devillepoix leider enttäuscht. Ich verstehe einfach nicht, warum Autor*innen es für eine gute Idee halten, unsympathische Charaktere, die die Protagonistin beleidigen, schikanieren und sogar im wichtigsten Moment im Stich lassen, als potentielle Love Interests einbauen. Zum Glück spielen Romanzen in diesem Buch eine untergeordnete Rolle, sodass Phretons Darstellung die Geschichte ein wenig versalzt, aber glücklicherweise nicht ruiniert.
Ein wenig mehr hat mich gestört, dass Arkas Plan, ihren Vater zu finden, in dem Moment an Relevanz verliert, in dem sie Lastyanax' Elevin wird. Der Mord an Lastyanax' Mentor spielt das ganze Buch über eine wichtige Rolle, aber Arkas Suche nach ihrem Vater wird für den Großteil des Buches vollkommen ignoriert, bis er am Ende schließlich offenbart wird.
Dafür gibt es währenddessen einen anderen positiven Aspekt: Das Magie-System! Ich hätte gerne noch mehr davon gesehen, weil es mich sehr begeistert hat. Es gab klare Regeln, klare Grenzen und logische Erklärungen für magische Ausnahmen. Vor allem, wie die Magie mit dem Fakt, dass Hyperborea die Stadt ohne Wind ist, verbunden ist, war genial; hier hat die Autorin sehr gute Arbeit geleistet!
Insgesamt hat das Buch also viele Stärken und Schwächen, was es schwierig macht, es richtig beurteilen. Hier kommt es wohl darauf an, was einem selbst bei einem Jugendfantasyroman wichtig ist - ich selbst fand ihn ganz gut. :)