Anthony Doerr hat mich bisher noch nie enttäuscht. Auch mit Wolkenkuckucksland hat er mir wunderbare Lesestunden beschert. Allerdings ist es eine Geschichte, die man am Besten stundenlang auf dem Sofa lesen muss, damit man gut reinkommt. Anfangs hatte ich es schwer reinzukommen, weil ich mich nie länger darauf einlassen konnte. Ich mochte diese Geschichte und werde sie nie vergessen.
"Schwitters" von Ulrike Draesner ist eine fiktionale Biografie um den DADA Künstler Kurt Schwitters, mit Fokus auf sein Leben als geflüchteter Deutscher im norwegischen und dann im englischen Exil. Sprachlich manchmal eigenwillig, sprachlich aber meistens sehr schön, kann man richtig gut im Roman schwelgen. Wer nichts mit der (Kunst-)Figur Schwitters und DADA anfangen kann, wird das Buch vermutlich nicht mögen. Ich fand es toll, wie die Person Schwitters dargestellt wurde, auch durch die Beschreibung der Landschaften, seiner Kunst und durch die anderen Figuren. Lesenswert!
Gute Idee, mit dem Versepos, nur fand ich es sehr schwer zu lesen. Müde durfte man nicht sein. Eine Melodie hatte ich nich im Kopf, weil der Sprachfluss mit ein paar Einschiebungen, Zitaten usw. unterbrochen wurde. Eine interessante Biografie hat Frau Anne Beaumanoir auf jeden Fall.
Anna Atkins schuf 1843 mit Hilfe der damals frisch erfundenen Cyanotypie das erste Fotobuch der Geschichte. Versammelte Wasserfäden, Algen, Farne und Blumen werden ergänzt durch Erläuterungen und Texte von Rolf Sachse. Sehr nettes und inspirierendes Büchlein über eine vergessene Frau und eine vergessene Technik.