Lesetagebuch
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Die Analphabetin, die rechnen konnte
 448 Seiten
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Der Titel trügt, es geht nicht wirklich oft um Mathe und für eine Geschichte über eine Analphabetin liest die Hauptfigur definitiv zu viele Bücher. Ein ehrlicher Titel wäre wohl gewesen: Die Schwedin, die aus Afrika kam und ganz viele Bücher las und so nicht nur intelligent sondern auch noch klug wurde.

Das ist allerdings gar keine Kritik, sondern nur eine Bemerkung. Das Buch ist witzig, klug und macht Spaß zu lesen. Nur das Cover mag ich nicht.

Die Analphabetin, die rechnen konnte
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Die hochbegabte Südafrikanerin Nombeko, die mit 14 Jahren die Chefin des Latrinenbüros in Soweto wird, per Zufall an ein Vermögen in Form von Rohdiamanten gerät, kurz darauf von einem Weißen überfahren und daraufhin zu mehreren Jahren Frondiensten in dessen Haushalt verurteilt wird und in dieser Zeit beachtlichen Anteil am Bau mehrerer Atombomben aufweisen kann, ist die Hauptfigur dieser Geschichte. Wie sie sich aus ihren immer neuen misslichen Situationen (in die sie völlig unverschuldet gerät), stets wieder befreien kann, ist schräg und noch schräger. Da wird eine Atombombe quer über die Kontinente verschickt, ein Zwillingspaar Holger und Holger getauft und zu republikanischen Extremisten erzogen, ein König und ein Ministerpräsident entführt und Nombeko ist allzeit mit dabei bzw. darin verwickelt. Der Absurditäten ist kein Ende ;-)
Was im 'Hundertjährigen' noch einen Hauch von Realität hatte, ist in diesem Buch völlig auf die Spitze getrieben. Die Ereignisse überschlagen sich und eines ist unglaublicher als das andere. Mir ist das Alles ein bisschen zu viel des Guten, denn der Rahmen ist durchaus sehr realitätsnah. Die damaligen Geschehnisse nicht nur in Südafrika, nein, auch in USA, Europa usw. werden wahrheitsgetreu wiedergegeben, sodass sich Nombekos Geschichte dazu als besonders absurd darstellt. Etwas weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen :-)
Jonassons Sprache ist wie bei seinem ersten Buch gewohnt ironisch und indirekt, was die Absurditäten noch verstärkt. So traten bei mir ab ca. der Mitte des Buches gewisse 'Abnutzungserscheinungen' auf. Dennoch: Es ist eine amüsante, wirklich unglaubliche Geschichte, die sich lockerleicht an einem Wochenende weglesen lest.

Die Analphabetin, die rechnen konnte
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Neuer Inhalt in alten erzählerischen Schläuchen. Herrlich grotesk. Ärgerlich an den Stellen, wo Jonasson entweder eine Pointe zu Tode reitet, oder die Regel verletzt, dass man einen guten Witz nur einmal pro Text verwendet und das eine Variante eines Witzes letztendlich doch immer noch auf den gleichen Witz referenziert. Der nächste Roman bräuchte dann bitte mal ein anderes Konzept oder sollte ganz ausbleiben.