Die Assistentin
368 Seiten

Eigener Schreibstil. Bisschen anders, als die vorherigen Bücher. Muss man sich dran gewöhnen. Aber ein Pageturner für mich. Erschreckend, wenn man merkt, wieviel man von den Geschehnissen selbst schon erlebt hat. Und wie gut, dass man sich davon gelöst hat. Es ist ein perfides Spiel. Sollte man gelesen haben. Definitiv ein gutes Buch.

Die Wut, die bleibt
384 Seiten

Phänomenal gutes Buch. Ein Buch über Frauen und die Mechanismen des Patriarchats. Zwei Generationen mit ihren Geschichten, Erlebnissen und Entwicklungen. Mitreißend. Brutal ehrlich. Ich hab mich an manchen Stellen selbst ertappt gefühlt. Eine Geschichte, die man danach erstmal verdauen muss. Die wütend, aber auch hoffnungsvoll macht. Ein Buch, das man gelesen haben sollte.

Der goldene Handschuh
256 Seiten

Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt – ob man will oder nicht. Der goldene Handschuh taucht tief ein in das Hamburg der 70er-Jahre und begleitet den Serienmörder Fritz Honka durch sein trostloses Leben zwischen billigen Schnäpsen, Zigarettenrauch und menschlichen Abgründen. Strunks Sprache ist dabei schonungslos direkt, manchmal fast grotesk, und gerade deshalb faszinierend.

Der Stil hat mir gut gefallen – klar, dreckig, irgendwie passend zur ganzen Szenerie. Gleichzeitig ist das Buch aber auch durchgehend bedrückend. Die Figuren bleiben einem im Kopf, aber nicht unbedingt, weil man sich gern an sie erinnert. Es bleibt wenig Hoffnung, viel Elend – und ein schales Gefühl nach der letzten Seite.

Kein Buch für zwischendurch, aber eins, das Spuren hinterlässt. Nur eben keine schönen.

Die schönste Version
272 Seiten

Uff. Eine Geschichte, die aufwühlt und nachhallt. Die schönste Version begleitet Lea auf ihrem Weg raus aus der Angepasstheit – hin zu sich selbst. Leise, aber bestimmt. Vieles daran tut weh, weil es so vertraut ist. Die Gedanken, die Selbstzweifel, das Funktionieren. Und wie schwer es ist, sich davon zu lösen.

Ein Buch, das wütend macht, weil es zeigt, wie sehr patriarchale Strukturen in uns allen wirken. Und gleichzeitig Hoffnung gibt, weil Veränderung möglich ist. Besonders wertvoll für alle, die sich mit dem Thema weibliche Sozialisierung auseinandersetzen wollen – und sollten. Ja, auch (und gerade) Männer.

Still erzählt, aber mit Kraft. Bleibt im Kopf. Und im Bauch.