Die Mitternachtsbibliothek
320 Seiten

So eine wunderschön traurige und zugleich hoffnungspendende Geschichte. Die Mitternachtsbibliothek trifft genau diesen feinen Punkt zwischen Melancholie und Zuversicht. Nora erlebt all die Leben, die sie hätte führen können – und entdeckt dabei vor allem eines: den Wert ihres eigenen.

Ich mochte den Modus der Erzählweise sehr. Still, klar, nie kitschig. Nichts ist zu lang, nichts zu kurz. Es fühlt sich an wie ein Gespräch, das man nachts mit sich selbst führt, wenn alles still ist und man plötzlich Dinge versteht.

Für mich ein absolutes Wohlfühllieblingsbuch – trotz aller Schwere. Oder vielleicht gerade deswegen. Ein Roman, der zeigt, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt. Und dass man manchmal einfach nur innehalten muss, um sie zu sehen.

Stay away from Gretchen
528 Seiten

Was ein zauberhafter Roman über eine Zeit, die man verdrängen möchte. Ehrlich. Nahe. Und ein Thema, das zumindest mir nicht bekannt war. Es lässt verstehen und fühlen, dass traumatische Kriegs- und Nachkriegserlebnisse Auswirkungen bis in die heutige Zeit haben. Schön und mitfühlend geschrieben. Eines der besten Bücher.

Bergland
288 Seiten

Ein ganz fantastisches Buch. Bin im Urlaub in Meran dran gelaufen und konnte es irgendwie nicht liegen lassen. Wenn ich schon in Südtirol bin, kann man auch ein Buch lesen, das in Südtirol spielt.

Es nimmt sich vieler kontroverse Themen an, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben und zeigt, wie verzwickt es manchmal sein kann. Und doch teilweise so einfach, wenn man sich frei macht und offen kommuniziert.

Auf seine Art ein schönes Buch. Toll geschrieben. Gut recherchiert. Kommt zu meinen Lieblingsbüchern.