Bücherregal lädt …
Marschlande
320 Seiten

Starkes Buch über starke Frauen. Und ein Einstieg in die Thematik, wie Hexenverfolgung und Kapitalismus den Grundstein dafür gelegt haben, dass Frauen heutzutage in der Rolle sind, in der sie sind. Für mich ein Grund, mich nochmal mehr damit zu beschäftigen. Sehr starkes Buch. Sehr gut geschrieben.

Die Assistentin
368 Seiten

Eigener Schreibstil. Bisschen anders, als die vorherigen Bücher. Muss man sich dran gewöhnen. Aber ein Pageturner für mich. Erschreckend, wenn man merkt, wieviel man von den Geschehnissen selbst schon erlebt hat. Und wie gut, dass man sich davon gelöst hat. Es ist ein perfides Spiel. Sollte man gelesen haben. Definitiv ein gutes Buch.

Die Wut, die bleibt
384 Seiten

Phänomenal gutes Buch. Ein Buch über Frauen und die Mechanismen des Patriarchats. Zwei Generationen mit ihren Geschichten, Erlebnissen und Entwicklungen. Mitreißend. Brutal ehrlich. Ich hab mich an manchen Stellen selbst ertappt gefühlt. Eine Geschichte, die man danach erstmal verdauen muss. Die wütend, aber auch hoffnungsvoll macht. Ein Buch, das man gelesen haben sollte.

Der goldene Handschuh
256 Seiten

Ein Buch, das einen so schnell nicht loslässt – ob man will oder nicht. Der goldene Handschuh taucht tief ein in das Hamburg der 70er-Jahre und begleitet den Serienmörder Fritz Honka durch sein trostloses Leben zwischen billigen Schnäpsen, Zigarettenrauch und menschlichen Abgründen. Strunks Sprache ist dabei schonungslos direkt, manchmal fast grotesk, und gerade deshalb faszinierend.

Der Stil hat mir gut gefallen – klar, dreckig, irgendwie passend zur ganzen Szenerie. Gleichzeitig ist das Buch aber auch durchgehend bedrückend. Die Figuren bleiben einem im Kopf, aber nicht unbedingt, weil man sich gern an sie erinnert. Es bleibt wenig Hoffnung, viel Elend – und ein schales Gefühl nach der letzten Seite.

Kein Buch für zwischendurch, aber eins, das Spuren hinterlässt. Nur eben keine schönen.