Lesetagebuch
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Neverwhere
 370 Seiten
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Durch dieses Buch musste ich mich richtig durchbeißen. Ich fühlte mich die meiste Zeit wie der Protagonist - ziellos umher irrend, ohne eine Ahnung, wo es lang geht oder warum überhaupt. Der Autor hat eine wunderbare Idee und breitet eine unbekannte Welt vor einem aus, um diese dann kommentarlos an einem vorbeiziehen zu lassen. Und wenn er dann schließlich verrät, worum es überhaupt geht, ist alles auch schon wieder vorbei. Wenn wichtige Charaktere sterben, werden sie irgendwann, wenig überraschend, wieder lebendig. Und wenn nicht in diesem Buch, dann im nächsten, wenn es eines gibt. Die Idee von einer Welt unterhalb der größten Städte der Welt ist toll und einige Ansätze gefallen mir sehr gut, nur leider erfährt man viel zu wenig über einfach alles. Hinzu kommt, dass der Protagonist einfach wie ein ziemlicher Vollidiot dargestellt wird, der blöde Fragen stellt, oder, wenn er das gerade nicht tut, auf dämliche Weise Lachanfälle bekommt. Zum Ende des Buches wird das zwar ein wenig erträglicher, da er durch eine "Prüfung" (aus der auch wieder viel zu wenig rausgeholt wurde), irgendwie gefestigter wirkt, aber ich konnte mich nicht wirklich mit ihm anfreunden. Dem Buch fehlen so einige hundert Seiten. Und jetzt hab ich noch nicht mal ein Zitat, welches mich besonders beeindruckt hätte.

Neverwhere
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Unheimlich gut geschrieben, wie man es von Neil Gaiman gewohnt ist. Wenn man sich megagut mit London auskennt (was ich leider nicht tue), dann hat man sicher noch mehr Spaß an den Orten, die neu definiert werden. Aber bei der »Rivers Of London«-Reihe ist es ja auch nicht anders.